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Brechts Frauen Gebundene Ausgabe – 18. Juli 2002

4,1 4,1 von 5 Sternen 6 Sternebewertungen

Bertolt Brecht war ein Jahrhundertgenie - vielleicht der bedeutendste Dramatiker seit Shakespeare. Aber war der große Dichter nicht zugleich ein elender Chauvinist? Hat er die Frauen, die ihn liebten und mit denen er arbeitete, rücksichtslos ausgenutzt und ausgebeutet - oder ist dieser Vorwurf nur billige Polemik und üble Nachrede?
Hiltrud Häntzschel geht einen neuen Weg, um diese vieldiskutierten Fragen zu beantworten: Sie berichtet vorrangig über Leben und Leistung der Frauen, die in Brechts Biographie eine besondere Bedeutung hatten, und stellt damit das Thema wieder auf das Niveau, das ihm gebührt. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Porträts von sieben höchst unterschiedlichen Frauen: Paula Banholzer, Marianne Zoff, Marieluise Fleißer, Helene Weigel, Elisabeth Hauptmann, Margarete Steffin und Ruth Berlau. Ihre Lebensgeschichten führen uns durch das verhängnisreiche zwanzigste Jahrhundert von Augsburg nach München und Berlin, in die Schweiz und nach Paris, unter das dänische Strohdach, nach Kopenhagen, Stockholm und in die finnische Einsamkeit, nach Moskau und in den Kaukasus, nach New York und Hollywood und am Ende zurück nach Berlin.
Was waren das für Frauen, die der Stückeschreiber liebte? Was hat sie zu Brecht gezogen, an ihn gebunden, was hat Brecht ihnen bedeutet, ihnen möglicherweise angetan? Welche Rolle spielten sie für die Entstehung seiner Texte und seines Theaterkonzepts? Und welche Rolle spielte Brecht für ihr eigenes Werk? Dieses Buch liefert keine pauschalen Antworten, sondern individuelle Beziehungsgeschichten und eine Fülle bislang unbekannten Materials. Es gibt der anhaltenden Debatte um die Rolle der Frauen in Brechts Leben und Werk neue Impulse - und ist ein wichtiger Beitrag sowohl zur Brecht-Biographik als auch zur Erforschung weiblicher Lebensentwürfe.
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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hiltrud Häntzschel absolvierte eine Ausbildung zur Diplombibliothekarin. Anschließend Studium der Germanistik und Philosophie, Promotion 1967 in Heidelberg mit einer Arbeit über den «Aphorismus als Stilform bei Nietzsche». Freiberufliche Literaturwissenschaftlerin und Publizistin in München. Mitarbeit an der «Süddeutschen Zeitung», Features im Bayerischen Rundfunk, Lehrbeauftragte an der LMU in München und Gastdozentin in Chicago. Mitarbeit an Ausstellungsprojekten, u.a. über Wolfgang Koeppen 2006. Forschungsschwerpunkte: historische Friedensforschung, Exilforschung, Wissenschaftsgeschichte, Literatur der Weimarer Republik, jeweils unter dem weiblichen Aspekt.

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt; 1. Edition (18. Juli 2002)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 320 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3498029649
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3498029647
  • Kundenrezensionen:
    4,1 4,1 von 5 Sternen 6 Sternebewertungen

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Hiltrud Häntzschel
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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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6 weltweite Bewertungen

Spitzenbewertungen aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 30. April 2013
Brecht unterhielt lebenslang zahllose Beziehungen zu Frauen, häufig gleichzeitig, nutzte zielsicher ihre sehr guten Begabungen für sein Werk. Das Buch ist klar gegliedert nach den wichtigsten dieser Personen und ihrem durchaus bedeutenden Beitrag zum riesigen Werk Brechts. Sehr sachlich schildert die Autorin die absolut rücksichtslose Inanspruchnahme "seiner" vielen Frauen für Werk und Bett. Außer der großen Schaupielerin und Ehefrau Helene Weigel, die nach vielen persönlichen Verzichten und Bitternissen Theaterleiterin werden durfte, erlitten wohl die meisten der Partnerinnen Brechts ernsthafte psychische Schäden. Selbst die starke Theaterfrau Ruth Berlau landete in der Nervenheilanstalt.
Ein sehr kenntnisreiches Buch über die immer wieder viel zu hilfsbereiten, hochintelligenten Frauen im Hintergrund wichtiger Männer, die sich allzu willig dem großen Werk eines Mannes unterordnen, ihr eigenes zurückstellen, unter- oder unbezahlt im Schatten bleiben, während der Meister Ruhm, Ehre und Einkommen einstreicht.
Ein sehr wichtiges Buch für Brecht-Kenner und Brecht-Leser, Theater-Fans, auch für alle, die sich für Künstler-Beziehungen und ganz besonders für Frauenfragen interessieren. Es wird deutlich: Auch sehr große Geister bleiben - oder blieben zumindest damals - in der Lebensrealität felsenfest an ihr männliches Ego gebunden, trotz aller auf dem Papier vertretenen höheren menschlichen Werte und Freiheitsgedanken (ähnliches spielte sich in den 70ern in der Apo-Szene ab, wie Gretchen Dutschke berichtete). Es ist offenbar ein weiter Weg von den großen - männlichen! - Gedanken, die Brecht für das Wertvollste im Leben hielt (die selten seien, während es Frauen im Überfluß gäbe), zur konsequenten Lebenshaltung, besonders Frauen gegenüber. Auch Brecht war der Meinung, Frauen hätten eben das Los, sich unterordnen zu müssen. Sehr schade. Sein menschliches Verhalten, das sich mit größter Selbstverständlichkeit als immer wieder gezielt umgarnend und besitzergreifend, nach Trennungen dann gnädig ausbeuterisch benutzend zeigte, wird in diesem Buch mit vielen Belegen als ziemlich fragwürdig dargestellt. Hinter wie vielen "großen" Männern mag es ähnlich aussehen?
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 30. Juli 2018
Häntzschel gelingt ein informatives und einfühlsames Portrait der wichtigsten Frauen in Brechts Leben. Das Buch geht in chronologischer Reihenfolge auf die Vita dieser Frauen ein und beschreibt ihre persönliche teilweise erotische, aber auch arbeitsmäßige Beziehung zu dem bedeutenden Stückeschreiber und Dichter. Häufig wird die spannende, stilistisch recht ansprechend und flüssig geschriebene Darstellung durch illustrierende Bild- und Textdokumente angereichert. Gebührend würdigt Haentzschel die Leistung der Brechtschen Frauen. Vielleicht schneidet der Mann Brecht, der zum Teil ein recht problematisches Beziehungsverhalten zu seinen Partnerinnen zeigte, ein wenig zu positiv in Häntzschels Buch ab.
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