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Jorge Luis Borges. Der Mann im Spiegel seiner Bücher. Eine Biographie Taschenbuch – 1999


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Auch Mick Jagger hat Borges gelesen. In dem Film Performance von Nicholas Roeg zitiert er aus einem der berühmtesten Bücher des Argentiniers, der Kurzgeschichtensammlung Fiktionen. Das war 1970, und Borges war auf dem Höhepunkt seines Ruhmes. Heute, 13 Jahre nach seinem Tod, ist es ruhig geworden um ihn. 1999, in diesem Jahr der runden Geburtstage großer Literaten, feiert man eher Goethe, Nabokov und Hemingway.

Dem einsamen Argentinier, dem der Rummel um seine Person und seine Bücher ohnehin ungeheuer war, hat der britische Journalist James Woodall eine Biographie gewidmet. Daß Woodall kein intimer Kenner der Literatur Südamerikas ist, geschweige denn ein Borges-Spezialist, ist nicht der Nachteil des Buchs. So wird die Biographie nicht zum Monument, und so bleiben auch die Insider-Diskussionen über Borges' Verhältnis zur Politik seines Landes außen vor.

Leider übertreibt es Woodall in seiner ansonsten ausgewogenen, detaillierten und gründlichen Darstellung mit der Fixierung auf die sexuelle Armut Borges'. So wird aus dessen Ablehnung der Diktatur Perons, der ihn von seinem langjährigen Posten als Direktor der Nationalbibliothek in Buenos Aires vertreibt, das sexualpsychologische Drama eine Macho-Unterlegenheit -- und aus Borges' komplexer Literatur, mit deren Auslegung Woodall sich dankenswerterweise zurückhält, weitgehend eine ödipal-libidinistische Rätselecke.

Erst ab Mitte der 50er Jahre, mehr als 30 Jahre nach seiner Rückkehr aus Europa, wo Borges seine Jugend verbringt, wird der nunmehr fast Erblindete einem breiteren Publikum bekannt -- späte Ehre für einen der letzten Gelehrtendichter dieses Jahrhunderts, der "über die Bücher zu den Dingen" fand. Über seine "Ficciones" soll er mal gesagt haben, er sei nichts anderes als ein Reim auf den Essayband "Inquissiciones" von 1925. Woodall: "Das ist vernichtend für die Meter bedruckten Papiers über den metaphysischen Radikalismus in diesem Titel. Aber immerhin meint er genau das, was er ausdrückt". --Nikolaus Stemmer


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