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am 23. April 2017
Ich hatte schon so einige Reportagen über St.Pauli gesehen. Als ehemaliger DDR-Bürger kannte ich die Krawalle in der Hafenstraße und die Schießereien auf dem Kiez bereits aus den Nachrichten. Also habe ich mir das Buch als Kindl-Version heruntergeladen und es in einem Zug durchgelesen. Im Nachhinein war ich angenehm überrascht über die Offenheit und den Mut des Autors, so detailgetreu über seine Kindheit und Kiez zu berichten. Da wirken die Reportagen im Fernsehen und auf YouTube nur sehr oberflächlich. Selbst die Namen von den Kneipen und Personen in dem Buch sind real und im Internet nachzurecherchieren. Sei es der Frauenmörder Honka oder die ehemaligen Kiezgrößen. Traurig ist, was mit seiner Jugendliebe Claudia und seinem Freund Fritz geschehen ist. Welch ein Glück, das der Drogensumpf, der in den 80-ger Jahren auf St.Pauli Einzug hielt, den Autor nicht erfasst hat.
Fazit: Wer St.Pauli bzw. den Kiez und die Leute dort verstehen will, sollte auf jeden Fall dieses Buch lesen!
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am 2. Oktober 2017
Wer auf irgendeine Weise mit Hamburg verbunden ist, wird dieses Buch einfach lieben. Die Schreibe des Autors ist authentisch und mitreissend zugleich. Mit einem Spritzer Humor, Selbstironie und einem kritischem Blick auf den eigenen Lebensweg, lässt der Autor den Leser an seinem Aufwachsen im Milieu teilhaben. In diesem Buch wird das Leben auf St. Pauli nicht, wie oft üblich, glorifiziert, sondern schonungslos ehrlich und authentisch der Blick in die raue Realität gewährt. Es erinnert mich zum Teil sogar ein wenig an meine eigene Jugend. Ich nehme Ruge jedes einzelne Wort und Erlebnis ab und schätze den lockeren Erzählstil, der das Buch noch authentischer macht. Gerade diese Authentizität macht das Werk für mich zu etwas ganz Besonderem, so dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Was ich extrem schätze ist, dass das Buch einfach eine andere realistische Seite von St. Pauli aufzeigt. Es geht nicht nur um die "einschlägigen Berühmtheiten" vom Kiez, die man in jedem Zeitungsartikel oder jeder Reportage lesen kann. Es geht um den Alltag, das Leben, die Liebe, die Wahrhaftigkeit und die raue Wirklichkeit eines Jungen, der im Rotlichtmilieu groß wird. Das ist es, was mich an diesem Buch so gefesselt hat! Besonders hat mich übrigens die Liebesgeschichte mit Claudia berührt, die mich einfach zu Tränen rührte. Von mir gibt es aus all den genannten Gründen eine klare Kaufempfehlung für das Buch. Man muss es gelesen haben!
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am 22. Oktober 2017
Ein Bericht aus einer vollkommen fremden Welt - in der wir uns dennoch einst bewegten… Faszinierend! (Ich bin etwas älter als der Autor & kenne die Zeit und die Handlungsorte aus einem anderen Blickwinkel.). Michel Ruge beschreibt seine Kindheit und Jugend auf dem Kiez mit einer angenehmen Melancholie. Das allgemeine jugendliche Aufbrausen führte hier zu den Gangs, zu den „Rebels without a cause“ - die Gewalt des Millieus färbte eben ab. Anderswo rebellierte man zu dieser Zeit, indem man gegen Atomkraft demonstrierte, Häuser besetzte oder sündhaft teure Malt Whiskys trank… Michel hatte seinen höchst eigenen, abenteuerlichen Weg eingeschlagen. Zum Glück war er intelligent genug, diesen nicht bis zum bitteren Ende zu gehen, wie viele seiner Weggefährten. Wie er dies beschreibt, ist meisterlich und wirkt tatsächlich weniger wie eine Biografie, denn wie ein großer Roman! Ich empfehle die Lektüre besonders all jenen Hamburgern, die damals, in den 80ern, ihren Kopf über diese Gangs schüttelten - und insgeheim darum flehten, ihnen nicht Nachts zu begegnen...
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am 16. November 2017
Hab es an einem Abend durchgelesen. Für mich ist die Vorstellung, so eine Kindheit zu haben undenkbar. Aber der Autor schafft es tatsächlich mit Humor und Leichtigkeit, schwere Zustände so zu verpacken, dass ich mich gerne mitreißen lasse. Moderner Schreibstil. Ich würde sagen, ein Roman mit unglaublich authentischen Klängen. Michel Ruge hat mich komplett in seine Welt entführt. Ich freue mich auf den zweiten Teil, der bald rauskommt, denn am Ende stellt sich mir die Frage, was aus ihm geworden ist.
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am 12. April 2013
Ich interessiere mich schon seit geraumer Zeit fuer das Phaenomen Reeperbahn, Zuhaelterei und Prostitution, nicht weil ich selber Teil dieses Phaenomens bin, sondern weil ich das Beduerfnis habe, zu vestehen, warum sich gewisse Menschen, insbesondere Frauen, in diesem Milieu (freiwillig) aufhalten. Am interessantesten finde ich dabei die Zeit der 1980er Jahre (Hentschel, Mucki Pinzner-Morde, usw.), mit dieser Zeit haben sich sogar schon Akademiker einschlaegig befasst, zum Beispiel in Hinsicht auf die Kiez-Sprache.

Das vorliegende Buch hat mir beim Verstehen des Ganzen insofern weitergeholfen, als dass man das Gesamtphaenomen nur begreift, wenn man alle Beteiligten versteht und nicht nur die "Bundeslliga" der
Reeperbahn, d.h. die grossen Zuhaelter und deren Frauen. Den Vergleich mit dem Fussball finde ich dabei gar nicht so schlecht. Man begreift das Phaenomen Fussball auch nicht, indem man sich nur mit reichen Fussballprofis und deren Vereinen befasst, sondern eben auch mit dem Publikum, das den Fussball konsumiert. Aehnlich ist es mit der Prostitution und den in deren Nachbarschaft angesiedelten Gewerben.
Dieses Buch ist also gewissermassen geschrieben von einem "kleine(re)n Mann", der in einer der etwas unteren Ligen auf der Reeperbahn verkehrte und aufwuchs. Mit all den Problemen, Verlockungen, Traeumen und Hoffnungen, die prinzipiell auch die grossen der Szene betrafen, aber mit ganz anderen Schicksalen und Konsequenzen. Die Denkarbeit muss man hier als Leser(in) dieses Buches jedoch selber leisten. Es werden lediglich (teils sehr schwerwiegende) Erlebnisse geschildert, die Interpretation und Einordnung muss jedoch hauptsaechlich im Kopf geschehen und wird einem nicht unbedingt vorgekaut. Deshalb finde ich das Buch auch sehr gut. Es ist aber einfach geschrieben, und wer aus ist auf Geschichten, die auf der Bugwelle vom unsaeglichen 50 Shades of Grey mitschwimmen, der sollte dieses Buch nicht lesen.
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am 16. November 2017
Ein geniales Buch! Der Autor bedient sich am Anfang seines Buches einer Jugendsprache mit Hamburger Dialekt. Der Leser wird unterhaltsam und magisch-spannend in in seine Welt gezogen. Gewalt, Sex, die harte Schule des Lebens prägten seine Kindheit. Trotzdem schaut Michel Ruge nicht mit Gram, sondern mit viel Bewunderung für die Menschen seines Ortes zurück und macht damit sein Buch zu einem wertvollen Beitrag, eine spannende, längst versunkene Parallelwelt zu verstehen.
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am 16. November 2017
Selten, dass ein Buch mir so gut gefällt. Normaler Weise schreibe ich gar keine Rezensionen bei Büchern, aber dieses Buch hat mich an meine Kindheit erinnert, obwohl ich nicht in Hamburg aufgewachsen bin.
Das Buch hat mich zum schmunzeln gebracht, aber hin und wieder ist eine Träne gerollt. Kurzum, es berührt sehr und es ist toll und kurzweilig geschrieben.
Der Kiez hat sich definitiv verändert. Der im Buch beschriebene Stadtteil ist nicht mehr derselbe.
Danke für diesen Einblick in das alte St.Pauli
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am 17. November 2017
Wenn man als Jugendlicher öfters das Kinn am Bordstein hatte, weiß man schnell wo Freund und Feind ist. Die mit sich selbst Freund wurden, wurden im Laufe der Jahre auch Freund mit den einstigen Gegnern. Michel Ruge beschreibt diese Zeit so intensiv, weil er wusste wie der Boxsack in der "Ritze" roch, sein Körper öfters als Boxsack diente, lange bevor die Touris St. Pauli entweihten. Ruge erzählt mit seinem Buch ein wertvolles Stück St.Pauli Geschichte, ein Chronist vom Kiez ...Chapeau!

W.A. Riegerhof
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am 23. Januar 2013
In dem Buch Bordsteinkönig geht es um die Kindheit und Jugend des Autor's bzw. seiner Generation auf dem Hamburger Kiez.
In dem Buch wird alles so authentisch und lebhaft dargestellt, daß man während des Lesens das Gefühl hat, die Geschichten hautnah -manchmal im doppelten Sinne des Wortes- mitzuerleben
Ich habe das Buch in wenigen Stunden buchstäblich verschlungen und war am Ende fast traurig, daß es zu Ende war.

Als Hamburgerin war es für mich eine wundervolle Reise in die eigene Vergangenheit und die einzigartige Welt der 80 'er in Hamburg. Für Nichthamburger ist es eine einmalige Gelegenheit den Kiez und seine Welt der 70 und 80 er Jahre so kennenzulernen, wie es tatsächlich war und den es so schon lange leider nicht mehr gibt.
Der Autor bedient sich der Sprache, der Realität und dem Witz der damaligen Zeit und dadurch ist es ein sehr authentisches, spannendes und lustiges Buch geworden.
Manchmal sehr schlüpfrig und rotzig geschrieben, eben dem Kiez und der Zeit in der es spielt angemessen, aber nie ordinär ...Fremdschämen ausgeschlossen...... Mitfühlen von der ersten Seite garantiert.

Ich war dann auch zur ersten Lesung des Autors in Hamburg...natürlich auf dem Kiez im "Silbersack"......der Andrang war unglaublich....viele mussten wieder gehen, da der "Silbersack" schon kurz vor Beginn der Lesung komplett überfüllt war. Die Lesung war toll, die Stimmung der Gäste greifbar fröhlich und beschwingt. Der Autor trägt sein Buch- mit soviel Charme, Wärme, Witz und Freiheit vor, dass die Geschichten fast greif- bzw. sichtbar werden. Ein absolutes MUSS!!!!!
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am 17. Mai 2013
Als jemand, 1969 der in die Welt St. Paulis hineingeboren wurde, beschreibt Ruge seine Kindheit und Jugend in den 1970ern und 1980ern - Prostitution, Machtkämpfe unter Heranwachsenden, die Gewalt der Jugendgangs und die gelegentlichen Ausflüge eines Jungen vom Kiez in die räumlich ja gar nicht mal so weit entfernte Welt der Alster-Schickeria. Das Ergebnis ist zunächst einmal einer jener flott geschriebenen Romane, die spannend zu lesen sind, weil das, was passiert elementar, sexy und wild ist und man einfach wissen will, wie es weitergeht. Darüberhinaus ist der "Bordsteinkönig" aber ein wichtiges historisches Dokument über jene Zeit in einer norddeutschen Großstadt, die man heute, 30 Jahre später, nur noch erahnen kann. Sei man nun regelmäßiger Kiezgänger oder Bewohner St. Paulis.

Dabei ist es für den Käufer wichtig, keinem Irrtum aufzusitzen: Ruge war in seiner Jugend kein Nachwuchsintellektueller aus der Provinz wie Rokko Schamoni oder Heinz Strunck, sein Buch ist somit auch keine ironisch-distanzierte Komödie über den Kampf heißhungriger "Dorfpunks" um das coole Leben in der großen Stadt. Mit diesen postmodernen Bildungsromanen ist Ruges Buch also nicht zu vergleichen, genau so wenig wie etwa mit Hanif Kureishis "Buddha of Suburbia" oder anderen urbanen Hipster-Biographien. Angehörige des Bildungsbürgertums erhalten beim Lesen von Ruges Roman also nicht eine weitere Möglichkeit, einen heiteren Blick auf ihr eigenes Leben zu werfen, sondern vielmehr die, eben mal eine andere Welt kennenzulernen. Es ist fast so, als hätte der (seinerseits ja allerdings fiktive) Uwe aus "Nordsee ist Mordsee" das Schreiben gelernt und uns nun seine Autobiographie beschert. Damit ist Ruges "Bordsteinkönig" der legitime paulianische Gegenpart zu den bekannteren Milieu-Biographien, wie etwa Sanyika Shakurs "Monster" oder Stanley Tookie Williams "Redemption" aus L.A. oder José Vicente Ortuños "Mein Gefährte ist das Messer" aus Albacete.

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir Leute haben, die diese Seite St.Paulis, Hamburgs, Deutschlands authentisch beschreiben können. Und wenn es dann auch noch verflucht spannend ist - umso besser.
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