Gebraucht kaufen 1,95 €
Gebraucht kaufen 1,95 €
Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich. Weitere Informationen
Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.
Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.
Mehr erfahren
Dem Autor folgen
OK
Bo: Roman Gebundene Ausgabe – 7. März 2013
| Preis | Neu ab | Gebraucht ab |
|
Gebundenes Buch
"Bitte wiederholen" | 1,95 € | — | 1,95 € |
|
Taschenbuch
"Bitte wiederholen" | 12,99 € | 2,78 € |
Kaufoptionen und Plus-Produkte
Eigentlich sollte Benjamin von seinem Vater abgeholt werden. Aber stattdessen steht der Dreizehnjährige mitten in der Nacht allein am Flughafen von Monrovia. Ohne Pass und Gepäck, aber mit einem fremden Mantel, in dessen Taschen dicke Geldbündel stecken. Auf dem Weg in die Stadt wird er von zwielichtigen Gestalten verfolgt und steht plötzlich vor dem gleichaltrigen Bo und der wohlstandsverwöhnten Brilliant. Haben sie ihn schon erwartet?
Rainer Merkel, dessen letzter Roman auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, erzählt uns mit waghalsiger Leichtigkeit eine Reise durch die afrikanische Welt und das Erwachsenwerden, eine rasante Road-Novel in unsere unbekannte Gegenwart. Auf der Suche nach seinem Vater lernt Benjamin, wie man über sich hinaus wächst, und erlebt ein mitreißendes Abenteuer fürs Leben.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe688 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberS. FISCHER
- Erscheinungstermin7. März 2013
- Lesealter15–17 Jahre
- Abmessungen13.4 x 4.3 x 20.7 cm
- ISBN-103100484444
- ISBN-13978-3100484444
Produktbeschreibungen
Pressestimmen
lässt einen so atemlos zurück, dass man erst […] verschnaufen muss, bis man Luft genug hat zu sagen, was für ein toller, irrer Leselauf das war. -- Jan Küveler ― Die Welt/Literarische Welt Published On: 2013-03-16
Rainer Merkel hat mit ›Bo‹ einen fulminanten Jugend- und Liberia-Roman geschrieben, dem man die Kenntnis dieses kriegszerrrütteten Landes auf jeder Seite anmerkt. -- Gerrit Bartels ― Der Tagesspiegel Published On: 2013-02-10
Unterhaltsam, voller Tempo, ein Buch, das dem Erzählen an sich vertraut und das wie nebenbei den Spagat zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur schafft. -- Jürgen Lentes ― Frankfurter Rundschau Published On: 2013-04-10
Rainer Merkels unaufdringliche und unsentimentale Großerzählung lässt durch genaue Beobachtung der Alltagswelt ein atmosphärisch dichtes Bild von Liberia erstehen. -- Sebastian Gilli ― Der Standard Published On: 2013-03-30
Dieser Roman hat skurrile Szenen und subtile Momente, er hat ebenso merkwürdige wie einprägsame Charaktere wie den alten Beschwerde-Schreiber Okogo. -- Wolfgang Schneider ― Deutschlandradio Kultur Published On: 2013-03-08
Rainer Merkel […] ist auf elektrisierende Weise gegenwärtig, schonungslos, genau. […] so überzeugend, kraftvoll leuchtend und umwerfend neu hat schon lange niemand mehr die Welt verfälscht. -- Volker Weidermann ― Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Published On: 2012-09-30
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Lade eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginne, Kindle-Bücher auf deinem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.
-
Apple
-
Android
-
Windows Phone
Produktinformation
- Herausgeber : S. FISCHER; 1. Edition (7. März 2013)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 688 Seiten
- ISBN-10 : 3100484444
- ISBN-13 : 978-3100484444
- Lesealter : 15–17 Jahre
- Abmessungen : 13.4 x 4.3 x 20.7 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1,702,119 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 54,830 in Belletristik für Jugendliche
- Nr. 83,029 in Belletristik - Action & Abenteuer
- Nr. 84,957 in Gegenwartsliteratur
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Entdecke mehr Bücher des Autors, sieh dir ähnliche Autoren an, lies Autorenblogs und mehr
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahre mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
"Bo" beschreibt drei Tage im Leben von Benjamin, einem Dreizehnjährigen aus Berlin, der allein nach Monrovia fliegt, um dort seinen Vater zu besuchen. Der betreut für die GTZ den Bau einer Brücke im liberianischen Hinterland, und die große Entfernung zwischen ihm und Benjamins Mutter hängt auch damit zusammen, dass um die Ehe nicht mehr zum Besten bestellt ist.
Zu Benjamins Entsetzen ist der Vater nicht am Flughafen, um ihn wie vereinbart abzuholen. Und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, ist Benjamin während des Fluges auch noch eine Tüte abhanden gekommen, in der sich sein Geld und sein Pass befinden. Die alte, etwas unheimliche Sitznachbarin, in deren Tasche sie möglicherweise verschwunden ist, traut er sich nicht zu fragen.
Irgendwie schafft er es dann doch durch die Passkontrolle, und zwar mit Hilfe der unangenehm zickigen Brilliant, die gerade aus den USA zu Besuch kommt, und ihres schwerreichen Onkels, dem das halbe Land gehört. Auch das ist Afrika, und so beginnt das Abenteuer seines Lebens (seines ganzen vermutlich).
Zunächst gerät er, verfolgt von Trickbetrügern, die nach seinem und seiner neuen "Freunde" Geld und Leben trachten, in die Obhut von Ärzten der Médecins Sans Frontières, die in Monrovia eine Irrenanstalt betreiben (ich erlaube mir diesen politisch unkorrekten Ausdruck, denn dort geht es zu, als hätten die Patienten selbst das Regiment übernommen). Diese (die Ärzte) sind dann sogar in der Lage, einen Kontakt mit der Mutter herzustellen, den er aber unerklärlicherweise nicht dazu nutzt, ihr von seiner prekären Situation zu erzählen. Auch sonst erfährt man sehr wenig, warum die handelnden Personen handeln, wie sie handeln, und warum sie sagen, was sie sagen. Dazu kommt noch eine Erzählstrategie, die ständig zwei Schritte vor- und einen zurückspringt, und so habe ich immer wieder vergeblich zurückgeblättert, um nachzusehen, ob ich nicht vielleicht doch etwas überlesen hatte. Manches klärt sich später auf, aber längst nicht alles. Das geht etwa bis zur Mitte des Romans und schafft eine leicht wirre Atmosphäre, die möglicherweise widerspiegeln soll, was Benjamin in seiner chaotischen Situation empfindet, aber mich öfters an den Rand der Resignation gebracht hat. Eigentlich habe ich hier nur weitergelesen, weil ich wissen wollte, wo der verdammte Vater abgeblieben war.
Und dann kriegt der Roman doch noch eine erstaunliche Kurve. Das haben wir vor allem Bo zu verdanken, mit dem sich Benjamin angefreundet hat: Bo kann fast nichts sehen, dafür verfügt er aber über Fähigkeiten und Einsichten, die ihm das Überleben ermöglichen und uns diesen mysteriösen Kontinent ein ganzes Stück näherbringen, wenn er mal wieder ins Philosophieren kommt. Damit hat er sich auch die Namenspatronage des Romans verdient. Bo, Benjamin und Brilliant, die ihre unangenehmen Eigenschaften durchaus im Sinne des Teams zu nutzen versteht, machen sich gemeinsam auf die Suche nach Flower, einer ehemaligen Patientin des Mental Homes, die sie in großer Gefahr glauben. Diese Suche führt die drei in das Herz Afrikas, das, wie wir dankbar feststellen, selbst in tiefer Nacht gar nicht mal so dunkel ist, und lehrt uns, dass es oft gar nicht darauf ankommt, was man schlussendlich findet, sondern wie man sich bei der Suche anstellt. "Der Weg ist das Ziel" auf afrikanisch sozusagen. Das zeigt am schönsten das allerletzte Kapitel, wenn man Bo wieder mal zuhören darf, und in dem sich manches, wenn auch nicht jedes Rätsel doch noch löst.
„Bo“ ist ein Afrika-Roman, der ohne Klischees in eine völlig fremde Welt führt. Und das ganz nebenbei, keine Belehrung oder Erklärungen, keine exotische Kulissenschieberei. Am Schluss reibt man sich verwundert die Augen, weil Liberia einem so vertraut ist, als wäre man selbst schon dort gewesen und würde die auftretenden Menschen selbst kennen. Vielleicht liegt das daran, dass Rainer Merkel abwechselnd aus den Perspektiven der drei jugendlichen Protagonisten Benjamin, Bo und Brilliant erzählt und man mit ihnen staunt.
Beeindruckt haben mich die zugleich liebevoll und unberechenbar gezeichneten Figuren, die einprägsamen Szenen, die teilweise skurrilen Dialoge und vor allem die leuchtenden Bilder.
Bo als Titelheld (obwohl er nicht die Hauptfigur ist) ist der Repräsentant seines Landes Liberia, z.B. probt er immer eine staatstragende Rede für die Präsidentin, in der er sich Gedanken um sein Land macht. Bo ist die faszinierendste Gestalt: er ist blind, aber dass seine Umgebung dies bemerkt, will er verhindern, was natürlich zu allerhand Zusammenstößen führt. Seltsamerweise ist er hellsichtiger als seine Umgebung. Manchmal chaotisch, aber immer enthusiastisch und einnehmend. Und – wie auch immer – erreicht Bo das, was er will …
Obwohl der Road-Trip durch Liberia spannend erzählt ist und nie seine Leichtigkeit verliert, schimmern dabei im Hintergrund existenzielle Fragen durch. So geht es um die Frage nach dem richtigen Leben in einer globalisierten Gegenwart, die immer noch unentdeckte Welten bereithält. „Bo“ ist auch ein Plädoyer für interkulturelles Begegnen auf Augenhöhe statt eines Multi-Kulti-Optimismus, der die Unterschiede zwischen den Kulturen oft ignoriert. „Bo“ ist eine Hommage an Kraft und Potential der Menschen in Liberia, ohne an irgendeiner Stelle gönnerhaft zu werden.
Das Ganze ist unfassbar komisch und ungelenk, das Ganze ist bitter ernst und passagenweise düster. Irritierend anders, großartig! Ein außergewöhnliches Buch, das ich bestimmt auch noch ein zweites Mal lesen werde.
Dieses Buch hatte ich aufgrund der guten Zeitungskritik gekauft. Es war eines der schlechtesten Romane, die ich je gelesen habe. Schade um die Zeit. Eigentlich hätte ich es nach dem Probelesen schon verwerfen sollen, aber die Neugier hat mich bewogen, es trotzdem zu kaufen. Also habe ich mich bis zum enttäuschnden Ende durchgequält und bin nun froh, mal wieder ein gutes Buch zu erwerben.
Viel Humbug, wenig Erkenntnis, keine Lesefreude.
Absolute Empfehlung!!!