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Blutschrift, 1 Audio-CD Audio-CD – 2004

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Das Hörspiel Blutschrift basiert auf Ruth Rendells Bestseller Urteil in Stein, der vielleicht mit dem ungewöhnlichsten Satz der Kriminalliteratur beginnt: In ihm werden Mörder, Opfer und Motiv verraten. Und auch wenn die knapp einstündige Hörspielbearbeitung des Stoffes auf diese einleitende radikale Offenlegung der Fakten verzichtet, liegt auch hier der Schwerpunkt auf der Charakterstudie der Haushälterin Eunice Parchman, nicht auf der Enthüllungsarbeit der Polizei.

Eunice -- wunderbar schroff gesprochen von Hannelore Hogner -- erledigt ihre Arbeiten als Haushälterin im Herrenhaus Lowfiel Hall mit großem Fleiß und ohne jedes Murren. Allerdings bleibt sie gegenüber ihren Arbeitgebern, den wohlhabenden und freundlichen Coverdales, spürbar distanziert. Sie ist eine Einzelgängerin, die in ihrer freien Zeit stets fernsieht. Freunde hat sie keine, bis sie im Dorf nahe Lowfield Hall die religiöse Eiferin Joan Smith kennen lernt und sich mit ihr anfreundet. Wesentlich für die Ereignisse in Blutschrift ist Eunices Analphabetismus, den sie verbissen vor ihrer Umwelt zu verbergen trachtet. Doch überall sind Buchstaben und Worte: Fahrpläne am Bahnhof, kurze Mitteilungen bezüglich ihrer Aufgaben von den Coverdales, eine Postkarte etc. Mit beharrlichem Geschick umschifft sie diese Klippen der geschriebenen Sprache, fühlt sich aber Tag für Tag von ihnen mehr bedroht; und entsprechend auch von den Coverdales, die das geschriebene Wort immer wieder in ihr Leben tragen, und die von Eunices neuer Freundin immer wieder eines angeblich sündigen Lebens angeklagt werden.

Eunices angespannte Nerven spiegeln sich auch in den Geräuschen der Produktion wider: Im sich langsam steigernden Pfeifen des Wasserkessels oder dem schrillen Läuten des Telefons. Die Geräusche untermalen die Geschichte nicht nur, sie erzählen sie weiter, fügen sich perfekt in die gesprochenen Sätze ein, als gehörten sie in den Text. Blutschrift gelingt es in kurzer Zeit, dem Hörer die Psyche der Haushälterin zu erschließen, wie auch die der anderen Figuren. Ein packendes Hörspiel, das in seiner Dichte an Produktionen wie Radio Bremens ausgezeichnetem Neuromancer erinnert und in jedem Detail bis hin zum informativen Booklet begeistert. --Ewald Richter

Rezension

Kein glatter, sondern ein gewagter Stoff aus den 70er Jahren, mit einer -- obwohl durch einen Makel benachteiligten, dennoch nicht unbedingt sympathischen weiblichen Hauptfigur -- virtuos in einem Hörspiel verarbeitet: Blutschrift ist eine Mischung aus Krimi und gesellschaftskritischer Gesellschafts- und Charakterstudie, eine atemberaubende Inszenierung eines Verbrechens, das tragisch, weil nicht ganz verständlich ist. Ein Stoff, den schon Claude Chabrol 1995 mit Sandrine Bonnaire und Isabelle Huppert verfilmte.

Die Familie Coverdale kann mit Recht als liberal, gebildet und umgänglich bezeichnet werden. Sie leben auf dem Land in einer typischen englischen Idylle. Die Frau, geschieden mit einem Sohn, und der Mann – die Tochter Melinda ist bereits zum Studium außer Haus – suchen für ihr großes Haus eine tüchtige Haushälterin. Mit Eunice Parchman scheint das Ehepaar die richtige Frau gefunden zu haben: Die verschlossene Frau, die in jedem Falle älter als die Dame des Hauses ist, arbeitet fleißig, zuverlässig und ohne großes Aufhebens zu machen. Hätte man Eunice in Ruhe gelassen, hätte Melinda nicht ihr Geheimnis aufgedeckt... vielleicht wäre es dann nicht zu diesem Blutbad gekommen. Eunice Parchman kann weder lesen noch schreiben, sie kennt allerdings viele Tricks und Strategien, diesen Makel zu verbergen.

Die Inszenierung des Blutbads basiert auf schnellen, harten Schnitten mit abrupt wechselnden Szenen, punktgenauen Dialogen und der alles dominierenden Musik von „Don Giovanni“. Es ist ein betäubender Überfall verschiedenster Eindrücke, denen sich der Hörer ausgesetzt fühlt. Der alltägliche Horror, dem die Protagonistin Eunice ausgeliefert ist, weil sie das geschriebene Wort nicht entziffern kann, weil sie von den banalsten Situationen ausgestoßen ist, wird damit eindrucksvoll in Szene gesetzt. Zurück bleibt eine tiefe Irritation über das gefährliche Potenzial, das in Menschen steckt, die ihr Leben lang an einer Unvollkommenheit leiden. Die, wenn die Dämme erst einmal gebrochen sind, nicht mehr aufzuhalten sind.

Über Ruth Rendell gibt es viel Lob; sie gilt als eine der besten Kriminalautorinnen unserer Zeit. Sie hat über vierzig Kriminalromane veröffentlicht. Für ihre Vielschichtigkeit, mit der sie ihre Figuren zeichnet und für ihren psychologischen Scharfblick wurde sie mit begehrten Preisen, dem „Edgar-Allan-Poe-Preis“ und dem „Golden Daggar Award“, ausgezeichnet. 1997 erhielt sie den „Grand Master Award“ der „Crime Writers Asscociation“. Die 1930 bei London geborene Tochter eines Lehrerehepaars wurde 1997 in den Adelsstand erhoben.

Kriminalhörspiel, Spieldauer: ca. 51 Minuten. 1 CD. Mit Booklet. -- culture.text


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HALL OF FAMETOP 1000 REZENSENTam 7. März 2004
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TOP 500 REZENSENTam 9. April 2012
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