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Blood Money

Blood Money

1. Oktober 2004
4.3 von 5 Sternen 21 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Ursprüngliches Erscheinungsdatum : 1. Oktober 2004
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2004
  • Label: Anti/Epitaph
  • Erforderliche Metadaten des Labels: Musik-Datei enthält eindeutiges Kauf-Identifikationsmerkmal. Weitere Informationen.
  • Gesamtlänge: 42:11
  • Genres:
  • ASIN: B001SF85PI
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen 21 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.446 in Alben (Siehe Top 100 in Alben)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
... There's nothing kind about man.
Diese Zeile aus dem ersten Stück der Platte, kann als Leitmotiv gelten. Tom Waits mag wohl keine pRosa Brillen, aber selbst für ihn ist die Lyrik von Blood Money arg finster.
"Misery is the river of the world" - so heisst das erste Stück - wird von einem der schwersten stampfenden Rythmen getragen, die Waits je verwendet hat. Da wird kein Beat ausgelassen. Zu diesem Rythmus verbreitet er mit seiner tiefsten Stimme seine Ansichten über die Welt ... ein eindrucksvoller Einstieg.
Nachdem stampfenden Marsch durchs erste Stück, wird im zweiten "Everything goes to hell anyway" der Rythmus komplett zwischen Congas und Basslinie (gespielt vom Bariton Sax) aufgelöst und das ganze von einem nicht rythmischen Gesang (nicht versetzt oder synkopisch, sonder tatsächlich nicht rythmischen) begleitet. Dazu den Takt zu klopfen erfordert schon eine gewisse Konzentration ... doch es wäre nicht Tom Waits, wenns nicht trotzdem grooven würde.
Das erste Stück deutet es mit seinem Rythmus schon an: Die ganze Platte geht - wie auch "Alice" - wieder stärker in Richtung von Waits gerühmten 80er Alben. Doch Waits hat sich seitdem natürlich weiter entwickelt.
Die characteristische Blues-Harp aus "Bone Machine" und "Mule Variations" hat auch hier wieder wichtige Soli. Der Sound der Platte wird überwiegend von diversen Instrumenten aus der Verwandschaft der Xylophone getragen, sowie von Bläsern. Die Bläser übernehmen insbesondere auch des öfteren die Basslinien.
Manche Bläsereinsetze muten fast ein wenig melancholisch südamerikanisch an - das ist eine neue Seite an Waits' Musik.
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Format: Audio CD
Das auf Büchners "Woyzeck" basierende Album "Blood Money" besticht durch sehr dunkel und ungewöhnlich instrumentierte/arrangierte Songs, die einmal mehr von Waits' einmaliger Stimme getragen werden. Tom Waits und Ehefrau Kathleen Brennan ist es gelungen, düstere, teilweise morbide Songs zu schreiben, die - musikalisch einfach hervorragend umgesetzt - auch außerhalb des Theaters beständig ineinander greifen und funktionieren. Nach mehrmaligen Hörgängen ziehen die einzelnen Stücke den Hörer fast schon unheimlich in den Bann. Tom Waits verwandelt hier ein jedes Wohnzimmer in ganz große Musiktheater. Und zwar ohne, dass der Konsument zusätzlich nach Bühne und Darstellern schreit. Unglaublich!
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
tüüüüf röhrt es aus den Lautsprechern heraus. Stapft durch die Dunkelheit und kalppert sich rhytmisch durch dei Scheinwerferkegel der Laternen. Gräbt die Leichen im Vorgärten des amerikansichen bewusstseins aus und schnuppert die Verwesung der Mitmenschlichkeit.
So könnte man meinen, wenn man Tom Waits sonst kaum kennt oder gehört hat.
Ich hatte aber (trotz Unkentniss seiner Werke und Botschaften) vor allem das Gefühl, dass sich hier jemand mit dem für ihn typischen Klangmustern hinsetzt, nächtelang die Welt in sich aufsaugt, an allen Ecken sich stößt, um dann mit Witz für Klangfarben und Instrumentalisierung eine Schicht eigener Daseinsverarbeitung jenseits bloßer Befindlichkeitsäußerungen herauszuschälen und mit einer rauhen Poesie in Gold zu gravieren. oder eben in Kohle, wenn man die Düsternis nicht ausblenden kann.

Ein Erlebnis beimDarauf-Einlassen, ein Anstoß beim Durchlesen, eine Freude beim Mitsingen, eine Platte zum Erinnern. Und ja, Abgründe kann man anrührend-düster besingen.
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Format: Audio CD
Nicht unbedingt sein bestes oder zusammenhängendstes Werk. Es gibt sicherlich eingängigere und zugleich schrägere Werke von ihm, die sich eher in einem Rutsch durchhören lassen. Aber Tom Waits ist nun einmal Tom Waits, und so bleibt sicherlich das eine oder andere Stück sofort im Ohr hängen. 'Misery's the river of the world' vielleicht, mit seinem grollenden "EVERYBODY ROW!", oder auch das leicht verschrobene Liebeslied 'Coney Island Baby', wo nach langer langer Zeit wieder mal Anklänge an "Closing Time", des Meisters Meisterwerk in Sachen Balladen sachte heraufbeschworen werden, auch wenn es hier etwas blasser und matter leuchtet. Es rumpelt, pumpelt, und poltert auch wieder gehörig ('God's away on business'), und die etwas verstörenden Bilder in den Texten tauchen wie üblich auch nicht zu knapp auf. Etwas glatter wirkt das ganze bisweilen, beinahe schon etwas zu >gut< produziert für jemanden wie Tom Waits. Ein mit seiner Muse und Ehefrau Kathleen Brennan zusammen geschriebenes Musical zu Büchners >>Woyczek<< war ebenso Inspiration wie dieses mystische something from the dark heart of America, das immer wieder durch Toms windschiefe Bosselscheune zu geistern scheint, wo er seine Sounds zusammenpluckt. Tja, was soll man noch sagen? Vielleicht sind seine Bilder etwas schlichter geworden, etwas eindeutiger, haben etwas weniger vom Flair aus einem alten vergilbten Photograph aus einem seltsamen Zirkustraum; vielleicht auch klingt der Musicaleinfluss etwas spieluhrartiger. Schnörkel ja, doch von Kitsch wagt und möchte man da bei Waits nicht nur gar nicht sprechen...Lesen Sie weiter... ›
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