Amazon-Fashion Hier klicken hasbro nerf Calendar Promo Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Neuheiten Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimited Autorip GC HW16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
341
4,2 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 18. Oktober 2013
Dr.Ebens Buch

Ich habe meine liebe Frau im Januar verloren und war deshalb für das Thema Nahtoderfahrung sensibilisiert. Da ich aber der Transzendenz, dem Übersinnlichen, etc. gegenüber immer äußerst reserviert war, habe ich den Kauf dieses Buches wiederholt verschoben. Vor einer Woche habe ich das Buch doch gekauft, rasend schnell gelesen und bin im Nachhinein der Meinung, dass es mir in meiner Lage sehr geholfen hat.

Ich möchte ganz besonders zwei konkrete Stellen im Buch hervorheben, die ich selber erlebt habe, eine Überraschung und auch Bestätigung für mich.
Erstens: die Fallschirmspringer-Szene ( S.13-17 ), wo die Reaktionsschnelligkeit einer inneren tiefgründigsten Teil zugeschrieben wird. Mir ist im August 2012 genau das gleiche passiert, wo ich auf der B15 als letzter von 3 hintereinander mit 100 km/h fahrenden Autos, bei einer Vollbremsung des ersten, ungeschoren davon kam. Meine Ultrablitzreaktion war unerklärlich, ich habe nur das Endergebnis wahrnehmen können und ich hatte das klare Gefühl, dass irgendjemand von außen eingegriffen hat. Mein Wagen landete auf der Gegenfahrbahn neben dem zweiten Wagen, aber kam kein Gegenverkehr, obwohl die Straße normal höllisch befahren ist. Ich dachte damals, dass ich nur deshalb gerettet wurde, weil ich meine Frau unbedingt weiter pflegen musste.
Zweitens: Wenn man zu zweit normal lebt, denkt niemand im allgemeinen über philosophische Fragen nach. Da ich aber z.Z. fast durchgehend allein bin, habe ich viel Zeit über meine neue Situation nachzudenken. Und in diesen Monaten hat sich sehr langsam der Gedanke herauskristallisiert, dass der Hauptgrund meiner schlimmen Lage ist, dass mit dem Ableben meiner Frau die Liebe aus unserem Haus verschwunden ist, das Haus ist leer geworden. Und damit die Freude auch. Und genau dies ist die Hauptfeststellung des Buches: ...das es nicht nur ein Universum gibt, sondern Viele...Doch die Liebe war das Herzstück von ihnen allen"(S.73); Liebe ist ohne Zweifel die Basis von allem" (S.104); ...Universums, die ganz und gar von Liebe regiert wurde (S.136), Das war eine wichtige Bestätigung für mich: ohne Liebe und damit Freude ist unser Leben nichts Wert.

Die Schilderungen der überirdischen Erlebnissen/Reise des Autors (Kap.5,7,9,12) decken sich eigentlich damit, was uns die gängigen Religionen lehren ( Hölle/Himmel = Regenwurmperspektive/Übergangsbereich/Zentrum ), was ich auffallend finde. Und auch die Botschaft des Zentrums: die bedingungslose Liebe und Akzeptanz", also Vergeben, was genau Jesus Lehre entspricht, im Gegensatz zu Göttern anderer Religionen, die rachsüchtig und todstrafend sind. Hier trifft sich das viele tausend Jahre alte Menschengedächtnis der Schriften mit der Erlebnisbeschreibung des Autors, was für mich bedeutend ist.

Ein weiteres schönes Erlebnis: mein Hobby war einmal das Universum, ich habe viele, auch Sachbücher gelesen, war fasziniert von den wunderbaren farbigen Weltraumbildern bis an dem Tag, als ich gelesen habe, dass alles was wir wissen und sehen lediglich 4% des Weltraums ist, 96% ist vollkommen unbekannt und unerklärlich, Dunkle Materie bzw. Dunkle Energie genannt. Darüber redet die Wissenschaft natürlich kaum bzw. sehr ungern. Als folge habe ich deshalb sofort mit meinem Hobby aufgehört. Und zu meiner Überraschung konnte ich jetzt im Buch über die physische und spirituelle Seite des Universums lesen (S.119), was eine mögliche Erklärung dafür liefert, wovon die Wissenschaft zugegeben keine Ahnung hat. Da dies ausgerechnet ein Wissenschaftler erzählt, erscheint es mir plausibel.

Und am Ende des Buches durfte ich völlig unerwartet die Höhepunkt erleben: das wunderschöne Gedicht des unbekannten Romano, Wenn Morgen ohne mich beginnt" (S.223). Was ich wunderbar und gleichzeitig schockierend fand: eine Botschaft aus dem Jenseits, die genau die Fragen und Probleme angesprochen und beantwortet hat, die mich in den letzten Monaten ständig beschäftigten und quälten. Schöne Gedanken, Antworten, Botschaften, die meine Seele voll in Besitz nahmen.
Persönlich bin ich der Meinung, dass so etwas nicht zufällig passieren kann und ich das Buch und damit das Gedicht nicht umsonst gerade jetzt erhalten und kennen lernen durfte.
1818 Kommentare| 391 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. März 2013
Ich habe mich in den vergangenen Jahren verstärkt mit dem Sinnthema befasst, habe alles was ich an aktuelles Literatur insbesondere zum Nahtodphänomen bekommen konnte, verschlungen. Auch in den einschlägigen Foren und auf Internetseiten auf denen regelmässig aktuelle Berichte gepostet werden, bin ich aktiv.

Was mir bisher bei diesem Thema fehlte war eine wissenschaftliche Betrachtung ohne Voreingenommenheit. Kann Eben Alexander diese mit seinem Buch liefern? Meine Antwort darauf: Bedingt ja.

Er beschreibt in diesem Buch seine Erlebnisse aus der Sicht eines Neurochirurgen. Er beschöftigt sich mit den gängigen wissenschaftlichen Theorien darüber wie das Gehirn als Maschine Seele und Bewusstsein erzeugen kann und widerlegt sie durch seine eigenen Erfahrungen. Aus meiner Sicht als Nicht-Wissenschaftler, nachvollziehbar.

Wenn der Neokortex ausser Betrieb ist, und das war bei ihm durch die Bakterien die dessen Oberfläche zerfressen hatten, anscheinend der Fall, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage irgendwelche Vorstellungs- oder Denkensprozesse durchzuführen. Er gibt hier einen Grad von Inaktivität auf einer wissenschaftlichen Skala an, den ich nicht nachvollziehen kann, aber im Anhang zu diesen Buch beschreibt er auch die Diskussionen die er auch darüber mit wissenschaftlichen Kollegen geführt hat und die am Ende keine nachvollziehbaren wissenschaftlichen Beweise mehr anführen konnten für das was ihm passiert ist.

Interessant ist auch, dass er seine Erfahrungen niederschrieb BEVOR er sich mit der einschlägigen Sekundärliteratur beschäftigte. Das war meines Erachtens ein wichtiger Faktor um die Glaubwürdigkeit aufrecht zu erhalten und wissenschaftlichen Standards zu genügen. Etwas störend wirkt auf mich der Teil des Buches der sich mit seiner Familie beschäftigt, dadurch werden unnötig Seiten gefüllt die durch seine eigenen Berichte sinnvoller hätten verwendet werden können.

Insgesamt beurteile ich dieses Buch aber als wichtig. Da es zeigt, dass wir noch viel lernen und entdecken müssen. Wissenschaft darf nichts ausschließen, auch keine Grenzbereiche. Und das Grinsen und Spötteln der Menschen, wenn es um das Thema Seele und Bewusstsein über den wissenschaftlichen Nachweis hinaus geht, muss einfach aufhören. Sonst kommen wir mit den größeren Fragen unserer Existenz nicht voran und blockieren uns weiter gegenseitig.

Und das ist auch das Fazit dass Dr. Alexander in seinem Buch zieht. Ich kann es nur empfehlen wenn man auf der Sinnsuche ist und etwas wissenschaftlichen Background gebrauchen kann. Ich persönlich glaube, dass Dr. Alexander nicht zufällig diese Erfahrung gemacht hat. Eine extrem seltene Erkrankung die das Gehirn lahm legt und anschließend eine vollständige Gesundung - Das kann kein Zufall sein..
11 Kommentar| 268 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. September 2015
Ich habe "Blick in die Ewigkeit" als Hörbuch bei Audible gekauft (angenehm gesprochen von Helge Heynold).
Im Gegensatz zu einigen anderen Rezensenten fand ich das KOMPLETTE Buch einschließlich der persönlichen Geschichte des Autors sowie der medizinischen Fakten seiner Krankheit enorm packend und ich habe es mit einer Aufmerksamkeit verfolgt, wie seit Jahren kein anderes Hörbuch mehr.

Besonders interessant und neu an "Blick in die Ewigkeit" ist, dass der Autor zu entkräften scheint, was heute viele Wissenschaftler zu dem Thema sagen: Die gemachten Erfahrungen basieren auf den Restfunktionen eines sterbenden Gehirns (stark vereinfach ausgedrückt). Auch Eben Alexander selbst vertrat bis zu seinem Koma diese Auffassung, sagt aber nun, dass er an Hand seiner Krankenakten (die er als Neurochirurg natürlich ganz anders deuten kann als ein Laie) ausschließen kann, dass sein Gehirn in dem durch bakterielle Meningitis angegriffenem Zustand derartige Wahrnehmungen hätte produzieren können.

Somit gewinnt dieser Bericht - sofern er den Tatsachen entspricht - eine enorme Bedeutung für die ganze Forschung im Bereich "Nahtoderfahrung".

Sofern er den Tatsachen entspricht - und das ist für mich der Wermutstropen an dem Buch: Da mir ein Rest Skepsis bzgl. des Themas verbleibt, habe auch ich den Artikel "Is Heaven a Scam? An Investigation into the Beststelling "Proof of Heaven" vom 2. Juli 2013 im Esquire gelesen.
Der Autor Luke Dittrich hat recherchiert und wirft einige Aspekte auf, die an der grundsätzlichen Glaubwürdigkeit von Dr. Eben Alexander zweifeln lassen können.
Zwei der schwerwiegendsten: Das Schönen von medizinischen Akten, um im Nachhinein Kunstfehler zu vertuschen (dies gesteht Eben Alexander auch ein) sowie eine 3-Millionen Dollar Klage des Opfers besagten Kunstfehlers (ein Geldsegen durch einen Beststeller war also nicht unwillkommen).

Dies wiegt natürlich in einem Fall, in dem ALLES auf der Glaubwürdigkeit der Aussagen des Autors basiert, enorm schwer.

Mein Fazit ist: Man sollte sich sowohl mit dem Buch als auch mit dem besagten Artikel sowie ggf. auch öffentlichen Auftritten Eben Alexanders (YouTube) beschäftigen und sich dann eine eigene Meinung bilden.
Sieht man einmal von den üblichen Klischees über die "glückliche Familie" (was haben die Amis da nur?:)) ab, empfinde ich sowohl das Buch als auch Eben Alexander in öffentlichen Auftritten als grundsätzlich überlegt, ausgewogen und glaubwürdig.

Aber - wie auch beim Thema "Leben nach dem Tod" - wirklich WISSEN kann man es nie und so unglaublich tröstend der Gedanke an ein Leben nach dem Tod auch ist (und es ist ja nicht nur Eben Alexander, der davon berichtet), so sollte er doch nicht dazu führen, dass man gegenteilige Fakten einfach ausblendet und ignoriert.

Zum Abschluss noch kurz meine persönliche Haltung zu dem Thema (die meiner Meinung nach bei der Rezension eines solchen Buches nicht unerheblich ist):
Bis vor 10 Jahren glaubte ich überhaupt nicht ein Leben nach dem Tod (ohne mich jemals mit dem Thema beschäftigt zu haben). Dann las ich "Leben nach dem Tod" von Moody (eigentlich, um mich darüber zu amüsieren), war aber hinterher bei Weitem nicht mehr so skeptisch.
Vor allem die Tatsache, dass die Menschen nach so einer Erfahrung ihr Leben hinterher oft umkrempeln (immer auf der Basis, dass Lernen und Liebe im Leben das Wichtigste sind), lässt mich heute - nach weiterer Lektüre von Anita Moorjani, Dr. Jeffrey Long sowie einigen Dokumentationen auf YouTube - sagen, dass ein Rest Skepsis verbleibt, ich aber - wenn ich mich für eine Seite entscheiden müsste - heute wohl behaupten würde, dass ich an eine weitere Existenz nach dem Sterben des Körpers glaube.
11 Kommentar| 36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. März 2013
Es war eine kluge Entscheidung des deutschen Verlags, den Originaltitel "Proof of Heaven" nicht mit "Beweis des Himmels" zu übersetzen. Denn den Anspruch eines "Beweises" erfüllt das Buch nicht. Das liegt zum einen daran, dass der Himmel ein Bereich ist, der nach dem Tod stattfindet. Bei einer Nahtoderfahrung, wie sie der Autor erlebt hat, besteht jedoch immer noch eine Verbindung zur diesseitigen Welt. Tod und Nahtod sind also nicht dasselbe. Deshalb können sich die Erlebniswelten voneinander unterscheiden, ähnlich oder vielleicht sogar gleich sein - Gewissheit gibt es nicht. Zumal der Autor auch schreibt, dass die Nahtoderfahrungen verschiedener Menschen unterschiedlich bzw. individuell ausfallen.

Hinzu kommt, dass ich der Meinung bin, dass die sogenannte wissenschaftliche Beweisführung des Autors keine ist. Eigentlich geht es um etwas anderes: Dr. Eben Alexander zweifelte als Wissenschaftler vor seiner Nahtoderfahrung stark daran, ob es erweiterte Be­wusstseinsphä­no­me­ne wie au­ßer­sinn­li­che Wahr­neh­mung, Psy­cho­ki­ne­se, Hell­sich­tig­keit, Te­le­pa­thie und Vor­aus­wis­sen überhaupt geben könnte. Durch sein Nahtoderlebnis entdeckte Alexander "die un­be­schreibliche Gren­zen­lo­sig­keit und Kom­ple­xi­tät des Uni­ver­sums sowie die Tat­sa­che, dass das Be­wusst­sein die Basis von allem ist, was exis­tiert." Er wendet sich damit gegen sein ehemals eher materiell geprägtes Weltbild, das darauf basiert, dass "die Ma­te­rie die ei­gent­li­che Wirk­lich­keit ist und dass alles an­de­re – Den­ken, Be­wusst­sein, Ideen, Emo­tio­nen, Geist – ein­fach nur Pro­duk­te davon sind."

Alexanders Erfahrungen in der jenseitigen (?) Welt sind positiv und warm beschrieben. Es schreibt von reinem, hellem und manchmal auch goldgesprenkeltem Licht in dessen Mitte sich eine Öffnung auftat. Hinter der Öffnung fühlte er sich "einfach nur geboren" und erlebt eine grüne, üppige und erdähnliche Landschaft unter sich. "Es war die Erde … aber gleich­zei­tig auch nicht", schreibt er. Er flog über Bäume und Fel­der, Flüs­se und Was­ser­fäl­le, hier und da auch über lachende, spielende, singende und tanzende Men­schen. Besonders eindrücklich war für ihn die Begegnung mit einem weiblichen Wesen, mit der er wohl telepathisch kommunizierte. Und es kommt später noch besser: Alexander ist davon überzeugt, dass er direkt mit Gott kom­mu­ni­ziert hat.

Die zentrale Rolle im Buch spielt eine dreiteilige Botschaft, die sich im Inneren von Alexander auftat. Er übersetzte sie im Buch "in die irdische Sprache" wie folgt: »Du wirst für immer zu­tiefst ge­liebt und ge­schätzt.« »Du hast nichts zu be­fürch­ten.« »Du kannst nichts falsch ma­chen.«
An anderer Stelle schreibt er zusammenfassend, dass der Stoff aus dem die an­de­re Di­men­si­on bestehen würde, Liebe und Ak­zep­tanz sei.
Als Hindernis dafür, warum wir Menschen nicht in die höheren Welten vordringen können, macht Alexander das Ge­hirn verantwortlich. Es beschreibt es als eine Art re­du­zie­ren­des Ven­til oder ein Fil­ter, der das grö­ße­re, nicht phy­si­sche Be­wusst­sein, das wir in den nicht kör­per­li­chen Wel­ten be­sit­zen, für die Dauer un­se­res sterb­li­chen Le­bens in sei­ner Ka­pa­zi­tät ein­schränkt.

+++ Mein Fazit: Um im diesseitigen Leben dem wah­ren spi­ri­tu­el­len Selbst (ohne Nahtoderlebnis) näher zu kom­men, empfiehlt Dr. Alexander:
1. Durch Gebet oder Me­di­ta­ti­on tief in sein ei­ge­nes Be­wusst­sein hin­ab­zustei­gen.
2. Liebe und Mit­ge­fühl zu be­kun­den, weil diese beiden Elemente "das ei­gent­li­che Ge­fü­ge des spi­ri­tu­el­len Be­reichs bilden".
Dies ist sicherlich ein wichtiges Plädoyer. Doch für meinen Geschmack sind diese Kernbotschaften, die auch zu häufig wiederholt werden, etwas zu dünn für ein 256 Seiten Werk.
Ich vergebe drei Sterne für ein einerseits positives, ermutigendes Buch, das den ein oder anderen Menschen, der ähnlich gestrickt ist wie der Autor, tief berühren und verändern kann. Die Nahtodschilderungen wecken die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende unserer Existenz ist, weil es ein unsterbliches Bewusstsein (oder eine Seele) gibt bzw. geben könnte. Doch für gläubige Menschen und für Menschen, die ohnehin schon über den Tellerrand des Materiellen und Erfassbaren hinausschauen, ist das alles weder neu noch sehr faszinierend. Auch die (Ver-)Wandlung des (natur-)wissenschaftlich rational geprägten Dr. Eben Alexander fällt relativ soft und nicht wirklich spannend aus. Eher langatmig bzw. wenig überzeugend empfand ich die biografischen bzw. medizinischen und (pseudo)wissenschaftlichen Textpassagen.
- Insgesamt hat man hat man nach dem Lesen den Eindruck, so etwas (ähnliches) auch schon woanders gelesen, gesehen oder gehört. Man fühlt sich allenfalls in seiner Haltung bestärkt, dass es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als wir wahrnehmen und mit unseren Gehirnen erforschen können.
2828 Kommentare| 330 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2016
der Autor beschreibt auf etwa drei(!) Seiten das was er im Jenseits zu erleben glaubte und sogar auf diesen paar Seiten bleibt er verschwommen. Der Rest von den 250 Seiten ist gefüllt mit typisch amerikanischer Familiensülze. Gut dass ich das Buch gebraucht gekauft hatte. Ich kann nur abraten. Schade um die Zeit.
Nebenbei: ich steht der Thematik Nahtoderlebnisse keinesfalls ablehnend gegenüber.
11 Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juli 2016
Ehrlich gesagt erwarte ich mehr an wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen von einem Verfasser, dessen Biografie derart gepriesen wird: 25 Jahre Berufserfahrung als Neurochirurg, irgendwo fällt dann auch mal der Name Harvard Medical School. Man muss als Leser ja geradezu in Erfurcht erstarren und freut sich: Wow, ein Wissenschaftler mit Renomee versucht, das Thema aus der Eso-Ecke rauszuholen! Jetzt werden wir von einem Fachmann aufgeklärt: So und so ist das an der Schwelle zum Tod - ich habe es erlebt, ich kann es außerdem wissenschaftlich beweisen, weil - Punkt Punkt Punkt...
Tja. Aber Pustekuchen. Nichts davon.
Die eigentlichen Schilderungen seines NTE machen nur einen Bruchteil des Buches aus - ca. 40 von 250 Seiten. Der Rest sind längliche Schilderungen in typischer Ami-Manier von seiner "wundervollen" Familie, die ihn rund um die Uhr "wundervoll" unterstützt mit Beten, mit Händchenhalten, und sogar mit einer spontanen Grillparty, weil die Kühltruhe streikte und die angetauten Steaks verzehrt werden müssen (aber deren positive Vibrations er natürlich auch in seinem komatösen Zustand mitbekommt.
Die Schilderungen selbst bleiben blumig-nebulös, immer schön nach dem Motto "Worte können nicht beschreiben, was ich dort wundervolles erlebte". Eine Engel-Erscheinung stellt sich als seine verstorbene leibliche Schwester heraus - natürlich erst später, als er wieder wach ist. Das kann man glauben oder auch nicht.
Dr. Alexander hat mit seinem Koma-Erlebnis offenkundig ein neues Betätigungsfeld und seine Erfüllungsmission gefunden, jedenfalls in dieser irdischen Existenz. Vielleicht hat das Selbst-Marketing auch damit zu tun, dass er als Mediziner nicht ganz unumstritten ist. Auch darüber kann man mutmaßen oder es bleiben lassen.
Fazit: Die Message des Buches ist eher simpel - "Wenn Du ins Koma fällst, ist es gut, eine Familie zu haben, die für Dich betet und dann wirst Du wundervolle Dinge da oben sehen, glaub mir."
Tja. Oder auch nicht. Es gibt zum Thema NTE auf jeden Fall bessere Bücher (Kübler-Ross, Pim van Lommel u.a.).
22 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2013
Über Eben Alexanders Nahtoderfahrung ist schon viel geschrieben worden und sie ist sicher ein wichtiger Meilenstein in der Nahtodforschung, auch wegen dem Gehalt der Nahtoderfahrung selbst, eher aber weil Eben Alexander als Hirnchirurg ganz aus dem materialistisch orientierten naturwissenschaftlichen Weltbild entstammt und nun vom Saulus zum Paulus geworden ist.

Mit diesem Kommentar betrachte ich sein Buch aus einem besonderen Blickwinkel, dem in den bisherigen Rezensionen kaum Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

„Nun brauchen wir noch das Pendant zu Eben Alexander". Das war mein erster Gedanke als ich am Ende des Buches angelangt war. Eben Alexander hatte eine Nahtoderfahrung, die ihn sehr weit in die transzendente Realität geführt hat. Seine Erfahrung lässt ihn deutlich die falsche Grenzziehung des heute herrschende naturwissenschaftliche Weltbildes erkennen, schubst aber den Leser mehr oder weniger subtil in das heute herrschende christliche Weltbild hinein ohne deutlich genug dessen eigene Begrenzungen zu erkennen oder zu erwähnen. Das Buch, bei dem der amerikanische Verlag vermutlich diese Färbung eingebracht hat, erzeugt den Eindruck einer evangelikalen Erweckungsliteratur, die nur ein vereinfachendes Entweder-Oder kennt. Es wird zu wenig deutlich, dass auch das christliche, ebenso wie das naturwissenschaftliche Weltbild menschengemachte Grenzziehungen hat, die es ebenfalls zu überschreiten gilt.

Jeder NTE-Erfahrene ringt mit Worten und Gleichnisse, die er nur aus der irdischen Sprache und Erfahrungswelt entnehmen kann, um das Unaussprechliche auszudrücken was er unzweifelhaft als Realität erfahren hatte. Zwangsläufig assoziiert ein Leser, der nicht selbst eine ähnliche Transzendenzerfahrung gemacht hat, jedes Wort mit seinen eigenen irdischen Erfahrungen und Vorstellungen. Das birgt besonders bei Worten aus der christlichen Tradition einen Konflikt. Solche Begriffe gründen zwar ursprünglich auf die Transzendenzerfahrungen einiger Weniger, wurden dann aber von Abermillionen Menschen, die keine solche Erfahrung hatten, „griffig" geformt und als Glaubenslehre weitergeben. In der frühen Kirchengeschichte waren die Vorstellungswelten noch sehr viel variationsreicher als heute. Die meisten davon wurden dann im Laufe der Dogmengeschichte als „falsch" definiert und nur eine dieser Deutungen zur Wahrheit erklärt. Verwendet ein Nahtoderfahrener nun einige Begriffe aus dem geltenden christlichen Weltbild, so assoziiert der glaubende Leser sie fast zwangsläufig mit dieser heutigen Glaubenslehre ohne deren transzendierende Bedeutung zu erkennen. Ja, er fühlt sich sogar gänzlich in seinem Glauben bestätigt.

Um ihre Erfahrung zu beschreiben, vermeiden die meisten Nahtoderfahrenen Worte, die eng mit einem heutigen christlichen Weltbild verbunden sind. Auch wenn Eben Alexander mit diesen Begriffen durchaus sparsam umgegangen ist, bestimmen sie doch den Eindruck auf den Leser in die christliche Kirche(n) zurückgerufen zu werden. Das Wort „Gott" wird sonst fast nie von Nahtoderfahrenen gebraucht. Eben Alexander tut es dann doch und löst damit diese genannte Assoziationskette aus. Damit macht er es unnötigerweise jenen Suchenden schwer, die auf ihrem geistigen Weg in den christlichen Kirchen keine Antworten mehr auf ihre Fragen gefunden hatten und sich nun auf die Suche außerhalb der christlichen Tradition gemacht hatten.

Ich möchte zwei Beispiele anführen.

Aus allen Nahtodberichten können wir schließen, dass unser individuelles Bewusstsein den körperlichen Tod überdauern kann. Die Betroffenen fühlen sich auch ohne irdischen Körper absolut vollständig und wie Eben Alexander in der Lage dem Zentrum allen Seins nahe zu sein. Die christliche Tradition hat ausgehend von ihren jüdischen Wurzeln dagegen eine komplizierte Lehre entwickelt, die zum vollkommenen Leben nach dem Tod, der Auferstehung, immer noch einen Leib benötigt. Das leere Grab Christi, als Beweis für die Verwandlung des irdischen Leibes in den Auferstehungsleib, ist auch heute immer noch eine zentrale Grundlage christlichen Glaubens. Mit der Erkenntnis der Naturwissenschaft, dass die Materie unseres Körpers in wenigen Jahren wieder vollständig in den Kreislauf der Natur zurückgegeben ist, ist eine solche Auferstehungsvorstellung nicht mehr haltbar.

Ein zweites Beispiel bezieht sich auf die Frage warum die Menschen so krass unterschiedliche Startbedingungen in das Leben haben. Während das eine Kind von beiden Eltern geliebt und gesund auf die Welt kommt, beginnt ein anderes Kind behindert und abgelehnt dieses irdische Leben. Auf die Frage nach diesem krassen Unterschied hat die heutige christliche Lehre keine Antwort, weil sie immer noch die Empfängnis als den Beginn eines individuellen Lebens ansieht. Die christliche Tradition kannte durchaus schon einmal die Vorstellung, dass jeder Mensch mit einer individuellen Vorgeschichte in das irdische Leben tritt. Diese Vorstellung wurde im Konzil von Konstantinopel 553 abgelehnt und ist seither dogmatisch verschlossen. Alle Nahtoderfahrene sind sich darin einig, dass sie aus einer ursprünglichen geistigen Heimat in das irdische Leben gekommen sind und auch nach dem Tod wieder dahin zurückkehren werden. In einigen wenigen Berichten von Nahtoderfahrenen lesen wir auch, dass sie sich bei einer Lebensrückschau in Existenzformen wiedergefunden haben die zudem ein früheres irdisches Leben nahelegen. So ist auch in diesem Punkte die christliche Lehre zu hinterfragen. Die Liste der Beispiele lässt sich noch lange fortsetzen.

Nun brauchen wir noch das Pendant zu Eben Alexander. Am Besten wäre ein Dogmatikprofessor mit einer entsprechenden Nahtoderfahrung, der analog zu Eben Alexanders Anhang B heutige Positionen der Schultheologie mit seiner Nahtoderfahrung kritisch vergleicht.

Claus Speer
Arbeitskreis Origenes
[...]
eMail: mail@origenes.de
22 Kommentare| 42 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juli 2013
Schon seid meinem 12 Lebensjahr interessiert mich das Leben nach dem Leben und Moody half mir damals zu verstehen, dass es so etwas wie Tod nicht gibt.

Da ich zur Zeit noch sehr viele Bücher lesen darf, wollte ich mir eigentlich kein neues zulegen, als ich jedoch vor diesem Buch in der Buchhandlung stand wusste ich, dass muss sein.

Es ist in wundervollen Worten geschrieben, die mich sehr berühren...

hier ein Auzug, der mich schmunzeln lies, denn ich kenne dieses Gefühl nur zu gut... “Am besten lässt sich dieser Teil meines Erlebnisses vielleicht so formulieren, dass ich einen Vorgeschmack auf eine andere, größere Art von Wissen bekam – in Form eines Wissens, zu dem, wie ich glaube, in Zukunft sehr viel mehr Menschen Zugang haben werden. Dieses Wissen jetzt weiterzugeben fühlt sich jedoch etwas so an, als sei man ein Schimpanse, der einen einzigen Tag lang Mensch geworden ist, um alle Wunder menschlichen Wissens zu erfahren, und der dann zu seinen Schimpansenfreunden zurückkehrt, und ihnen verständlich zu machen versucht, wie es war, mehrere romanische Sprachen zu sprechen, diverse Rechenarten zu beherrschen und über das enorme Ausmaß des Universums Bescheid zu wissen.”

Dr. Alexander beschreibt, was er erlebte. Natürlich stellen viele Menschen seine Erlebnisse wieder in Frage, aber nur, weil sie es noch nicht verstehen oder zulassen können, dass es eben mehr gibt als nur das was sie sehen oder mit den physischen Augen sehen. Da ich jedoch schon seid meiner Kindheit einen nicht ganz der Norm entsprechenden Weg gehe und die Geistwelt sowie die göttliche Energie kenne und mit ihr arbeiten darf, berühren mich die Worte von Dr. Alexander sehr.

Jeder Mensch, der noch Zweifel hat, ob es ein Leben nach dem Leben gibt, der sollte dieses Buch mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand lesen. Der Mensch sollte fühlen, wo die Worte ihn berühren.

Es hat einen Grund, warum ein Neurochirurg ins Koma fallen musste. Einem Arzt gibt man eher Gehör als einem Menschen ohne Doktoertitel. Daher bin ich sehr dankbar, dass er dieses Buch schrieb obwohl er wusste, dass er in seinen Kreisen sicherlich an Ansehen verlieren könnte. Dazu gehört Mut und ich glaube nicht dass ein Arzt dies wegen eines Buches aufs Spiel setzen würde.

Ich hoffe meine Rezesion hilft Euch etwas weiter.

Herzliche Grüsse

Claudia Heinke
44 Kommentare| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. September 2016
"In einer weitreichenden Untersuchung von Alexanders Geschichte und seinem medizinischen Hintergrund berichtet das Magazin Esquire (Ausgabe August 2013), dass vor der Herausgabe von Blick in die Ewigkeit Alexander von einigen seiner Stellen entlassen worden war oder diese selbst gekündigt hatte, und dass er dabei mehrfach wegen Fehlbehandlungen (5 innerhalb von 10 Jahren) angeklagt war. Darüber hinaus umfassten die Klagen auch mind. 2 Aktenfälschung der medizinischen Unterlagen wegen Behandlungsfehlern. Die Verfahren wurden durch Vergleiche und Bußgelder beigelegt. Seit 2007 ist ihm die Erlaubnis zu operieren entzogen. Auch widerspricht Alexanders Darstellung in seinem Buch, dass sein Koma durch eine schwere bakterielle Meningitis hervorgerufen war und er keine höheren Hirnfunktionen mehr hatte, der Aussage seiner behandelnden Ärztin, dass er durch Medikamente in künstliches Koma versetzt worden war. Die Behauptung seiner absoluten Bewusstlosigkeit zum Zeitpunkt seiner Nahtoderfahrung wird von der Ärztin nicht bestätigt. Stattdessen soll er ansprechbar, aber im Delirium gewesenen sein ("Conscious but delirious." S. 16/20). [15]"
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 10. Oktober 2016
Hätten wir das nicht alle gern: Einen wirklichen Beweis für die Existenz einer jenseitigen Welt? Spirituelle beschäftigen sich schon lang damit und brauchen überdies aber gar keinen Beweis dafür, dass die Seele ewig ist. Sie glauben daran. Und christliche Menschen haben eh ihren Himmel. Ungläubige brauchen das alles nicht. Ihnen genügt das, was sie sehen und haben.

Aber dann gibt es noch die anderen, die, die glauben wollen, aber nicht können. Genau diesen Menschen hat Eben Alexander dieses Buch gewidmet. Ich bin so ein Mensch. Hat er mich überzeugt?

Ich nehme Dr. med. Eben Alexander alles ab, was er in seinem Buch schreibt. Man kann gar nicht anders, als ihm glauben. Warum sollte man auch nicht an dieses Wunderschöne, Tröstliche glauben, von dem er uns erzählt? Er hat sie gesehen, die andere Seite, er war drüben, in der geistigen Welt. Somit ist er einer der wenigen, der davon berichten kann, dass es eine jenseitige Welt auch wirklich gibt.

Er beschreibt alles so fantastisch, so faszinierend, dass man auf der Stelle keine Angst mehr vor dem Tod hat. Und genau darum geht es ja eigentlich. In seinem Fall ist die Geschichte natürlich besonders authentisch, da er selbst Arzt ist. Und so ist sein Buch auch ein wenig arg medizinisch, auch wenn man alles gut verstehen kann und das Ganze so natürlich glaubwürdiger wird, aber liefern uns seine wunderbaren Schilderungen wirklich die Gewissheit, dass nach dem Tod nicht alles vorüber ist?

Ich sehe es so: Ich glaube alles, was er in seinem Buch erzählt. All' das ist ihm mit Sicherheit genau so widerfahren, als er im Koma lag. Aber was beweist das? Es beweist, dass er dieses Unfassbare erlebt hat. Demgegenüber stehen vermutlich unzählige Koma-Patienten, die wieder in die reale Welt zurück kehren und so etwas nicht erlebt haben. Für mich beweist es dennoch nicht, dass das Jenseits existiert, um es mal so zu formulieren. Das Buch besagt, dass er das eben erlebt hat.

Trotzdem eine absolut tröstliche Lektüre. Er beschreibt abwechselnd immer wieder von seinen Erfahrungen im jenseitigen Dasein, als er im Koma lag und von dem, was in der physischen Welt zur gleichen Zeit passiert. Wundervolle bunte, reine Welten erklärt er uns, auch das Böse, auch die dunklen Bereiche und deren Entstehen und dass über all' dem die Liebe steht.

Ja, schön, wenn das wirklich wahr ist, schön, wenn die Seele tatsächlich unsterblich ist. Schön, was Eben uns erzählt und schön, dass er einmal einen Blick hinter den Schleier werfen durfte. Hinter seinen Schleier.

Für uns alle bleibt der Trost, dass es solch' aufmunternde Bücher gibt, dass es faszinierende Nahtod-Erfahrungen gibt und dass es durchaus möglich ist, dass der Tod nicht das Ende ist. Und bis dahin haben wir nur eins zu tun: Leben (und lieben, würde der Doktor hinzufügen)!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden