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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 20. März 2017
Ich beschäftige mich einfach sehr viel mit Geschichte und als ich gerade Informationen über die NS-Zeit gesucht habe, bin ich auf dieses Buch gestoßen.

Ich will jetzt gar nicht zu viel auf den Inhalt eingehen, selber lesenlohnt sich einfach!
Ein Punkt stört mich aber: mir kann niemand sagen, dass er in der Gegenwart dieser fürchterlichen Menschen war und nicht einmal irgendwie über Konzentrationslager gesprochen wurde...vielleicht hat Frau Junge das ganze auch einfach verdrängt. Ruhe in Frieden.
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am 10. April 2009
Erinnerungsbücher der Personen aus Hitlers Umfeld gibt es so einige, manche wurden schon kurz nach Untergang des Dritten Reiches veröffentlicht, einige hingegen wurden fast 50 Jahre zurückgehalten. Traudl Junge, eine der Sekretärinnen Hitlers, hatte zwar schon 1947 ihre Aufzeichnungen über die Zeit in den Diensten des Diktators angefertigt, hatte aber nie vor, diese zu veröffentlichen. Erst mit dem bemerkenswerten Dokumentarfilm "Im toten Winkel" von André Heller und Othmar Schmiderer sowie diesem, unter der Mitwirkung der österreichischen Autorin Melissa Müller entstandenen Buch brach die 2002 verstorbene Münchnerin ihr jahrzehntelanges Schweigen.

Aufgrund der Erfahrungen im Umgang mit Hitler wird dieser teils als Privatmann und stellenweise charmanter Chef gezeichnet. Dies mag für so manchen unerträglich wirken, scheint mir jedoch aufgrund der Dienststellung Frau Junges durchaus schlüssig. Die Verbrechen fanden an anderer Stelle statt und wurden sicherlich nicht vom Diktator dem niederen Personal erläutert. Vielmehr erhält man so einen Einblick aus einem anderen Sichtwinkel und aufgrund der Anwesenheit Traudl Junges im Führerbunker bis kurz vor Kriegsende einen beeindruckenden Zeitzeugenbericht, wenn sich auch manche ihrer Aussagen mit der anderer Anwesender widersprechen.

Am meisten beeindruckt dann aber doch die Selbstkritik, zu der die alte Dame fähig war, eine Eigenschaft, die man nicht jedem Bediensteten des inneren Führungszirkels nachsagen kann. Die Reflexion eigener Versäumnisse, eigener Schuld, nimmt ebenfalls einen wichtigen Teil des Buches ein. Dafür gebührt Traudl Junge auch posthum noch allerhöchster Respekt!

Dieses Buch war eine der Grundlagen für den Film "Der Untergang".
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am 12. September 2010
Das Buch ist wirklich gut geschrieben.Und liest sich sehr gut.Hätte es am liebsten gleich am ersten Abend ausgelesen.
Denn man erfährt hier viel von den Privatmenschen Hitler,und seiner engeren Umgebung auch mit Eva Braun.Also wer an diesem Thema Intresse hat,sollte hier zuschlagen.Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. Februar 2011
Traudl Junge wollte ihre niedergeschriebenen Erinnerungen über ihre Zeit als Adolf Hitlers persönliche Sekretärin eigentlich gar nicht veröffentlichen. Die Aufzeichnungen, die zwei Jahre nach Kriegsende und dem Untergang der NS-Diktatur entstanden, erschienen ihr Jahrzehnte später als viel zu naiv und unreflektiert, als dass man sie so hätte herausgeben können. - Und genau das sind sie irgendwo auch!

- Aber und genau deswegen bin ich ausgesprochen froh, dass sie sich schließlich doch noch zu einer Veröffentlichung entschlossen hat! Denn die - zugegebenermaßen fast etwas kindlich anmutende - Niederschrift spiegelt sehr anschaulich wider, wie ein politisch desinteressierter Mensch den "Führer" tatsächlich offenbar rein als Arbeitgeber und Gesellschaftsmann, der insbesondere Damen gegenüber wohl sehr zuvorkommend und höflich sein konnte, wahrgenommen hat und ihm vollkommen unkritisch gefolgt ist, ohne sich für seine "politischen" Handlungen zu interessieren oder sich größere Gedanken darüber zu machen. Sie beschreibt, was für eine Anziehungs-, Überzeugungskraft und Ausstrahlung die charismatische Person Adolf Hitler hatte und wie leicht er Menschen generell in seinen Bann ziehen und vereinnahmen konnte. Dabei war er allem Anschein nach derart überzeugend, dass die fast mehr als Gesellschaftsdame denn als Sekretärin fungierende (so gewinnt man zumindest bei der Lektüre der Aufzeichnungen den Eindruck) junge Traudl bis zuletzt unter dieser entsprechenden Beeinflussung und in blinder Nachfolge an den Endsieg" glaubte. Unter dieser für sie nicht zu verarbeitenden Schuld und selbst für sie später kaum noch nachvollziehbaren Naivität litt sie schließlich auch ihr ganzes weiteres Leben, sobald sie sich näher mit dieser ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen begann. Bis zum Ende ihres Lebens hatte sie Depressionen und Schuldgefühle.

Zusammen mit der behutsamen Einleitung und dem Nachwort von Melissa Müller, welches das Bild und Leben von Traudl Junge biographisch abrundet, gelingt so eine glaubwürdige Darlegung über die "Unmöglichkeit" einer jungen Frau, die eigentlich Tänzerin und gar nicht Sekretärin werden wollte, im Sog dieser Umgebung, kritisches Denken zu entwickeln - insbesondere, wenn man wie sie dazu neigt, politische Geschehnisse schlichtweg auszuklammern (inwiefern so etwas als Sekretärin Hitlers möglich sein kann, mag hier einmal dahin gestellt sein). Natürlich ist dies unkritisch, natürlich ist es naiv, aber dennoch ist es vorstellbar, dass es einer Reihe von politisch desinteressierten Menschen damals ähnlich gegangen sein könnte. Dies lassen jene Aufzeichnungen voller Naivität sehr gut erahnen und ein Stück weit nachvollziehen. Selbstverständlich ist dies definitiv keine Entschuldigung für alles Gewesene, aber es hilft vielleicht ein klein wenig beim Verstehen... - Absolut lesenswert!
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am 25. Januar 2002
Frau Junge hat nun ihr Manuskript aus der frühen Nachkriegszeit veröffentlicht, das ich erstmals vor gut 5 Jahren gelesen hatte und das ich damals als einen historisch wertvollen Beitrag erkannte. Aber sie wollte es nicht veröffentlichen. Nun hat sie es endlich getan. Dieses Buch ist aber weitaus mehr, als nur ein Bericht ihres Erlebens des sog. ‘Dritten Reiches’ an der Seite Hitlers. Es geht weit darüber hinaus, insbesondere, weil es die Schwierigkeiten aufzeigt, mit dieser Vergangenheit zu leben. Ich möchte nicht zu viel vorab darüber verraten, aber es ist ein wichtiger Beitrag auch zum Thema Vergangenheitsbewältigung und Schuld. Es ist ein aufrichtiger Beitrag einer Frau, deren Leben viel mehr Aufmerksamkeit verdient, als es bislang der Fall gewesen ist. Sie war die Sekretärin Hitlers, sie ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit mit einer nachdenklichen Offenheit, mit jugendlichem Charme und Weisheit. Ich kann ihr jetzt erstmals erschienenes Buch nur weiterempfehlen... Es hebt sich aus der Flut der Memoiren der Zeitzeugen sehr positiv heraus. Prädikat: besonders wertvoll
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am 21. Februar 2002
Traudl Junge beschreibt in einer offenen und ehrlichen Art ihre außergewöhnliche (historisch zu Hitler betrachtete) Geschichte. Kurzweilig und faszinierend. Sehr gut: Personen und geschichtliche Hintergründe werden kurz als Fußnote erklärt, um die persönlichen Erinnerungen in die geschichtlichen Begebenheiten einzuordnen.
Es fehlt jegliche falsche Selbstbeweihräucherung, wie man es von anderen Geschichten von Zeitzeugen manchmal kennt. Dagegen wird einem Traudl Junges späterer beklemmender Selbstzweifel an ihrer damaligen unbedarften Rolle bewusst.
(Trotzdem handelt es sich bei dem Buch NICHT um eine verspätete Reinwaschung ihrer Vergangenheit.)
Glücklicherweise hat sich Traudl Junge doch noch entschlossen, ihre Erinnerungen zu veröffentlichen.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!!! Es hat mich zwei Nächte lang gefesselt.
Sehr wertvoll, um den historischen Blick auf die letzten Jahre des "privaten Chefs" Hitler und seiner Umgebung abzurunden!
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am 18. Januar 2003
Es ist interessant, wie weit die Bewertungen zu diesem Buch differieren. Wer von der deutschen Kollektivschuld überzeugt ist, kann diesem Buch mit Sicherheit nichts abgewinnen. Ich persönlich bin sehr beeindruckt, bestätigt es doch das Bild, das ich (Jahrgang '67) durch Gespräche mit ganz gewöhnlichen Zeitzeugen und eine breitgefächerte Lektüre gewonnen habe, nämlich, dass sich Hitlers dämonischer Wahnsinn unter einer Oberfläche aus k.u.k.-Charme und charismatischer Demagogie verbarg. Traudl Junge zeigt unverbrämt auf, wie sie mit der vielleicht etwas naiven Bereitwilligkeit eines jungen Menschen in Hitlers Dienste trat. Bei aller Abscheu, die ich gegenüber Hitler empfinde, muss ich zugeben, dass ich mich in Frau Junges Alter wohl ähnlich verhalten hätte. Sie skizziert auch für den vom Sachbuch geprägten Leser ungewöhnliche Bilder von den Menschen in Hitlers Nähe, und wenn mich eine Szene besonders mitgenommen hat, dann jene um den Mord an den Goebbels-Kindern in Verbindung mit dem Selbstmord der Eltern.<Ich kann das Buch jedem empfehlen, der das Thema "Hitler" gern einmal von einer anderen, sehr subjektiven Seite betrachten möchte. Es täte auch den Zeitgenossen gut, die, ohne den Nationalsozialismus selbst erlebt zu haben, ständig das "gemeine Volk" dieser Epoche pauschal verdammen (sofern es ihnen gelingt, sich in Traudl Junges Welt zu versetzen). Nicht jedes Monster sieht aus wie Quasimodo, und dieser wiederum war keines.
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1942: Die Münchnerin Traudl Humps gerät durch mehrere Zufälle in den Dienst als Sekretärin Adolf Hitlers. 22 Jahre jung ist sie, als sie die Stelle antritt, die für einige Jahre ihr Leben beeinflussen und verändern wird. Anfangs noch ganz schüchtern und verängstigt, tippt und kopiert sie Hitlers Briefe. Mit der Zeit wird sie etwas selbstbewusster, wobei der Krieg sich immer mehr dem Ende zuneigt und der Endsieg Deutschlands für immer verloren ist. Sie erlebt die letzten Wochen in Hitlers Führerhauptquartier in Berlin als schreckliches Kriegserlebnis, danach legt sie mehrere 100 km Fußmarsch (!) zurück, um der Schutt- und Aschestadt Berlin für einige Zeit zu entrinnen...

Es gibt viele Berichte von Hitlers nahe stehenden Adjutanten oder Sekretärinnen, z.B. von Christa Schröder, Rochus Misch, seinem Fahrer Erich Kempka oder auch Heinz Linge. Traudl Junge jedoch schrieb ihre Erinnerungen an ihre Zeit mit Hitler gleich 1947 auf und gilt somit wohl als jüngste Frau im engeren Kreise Hitlers, die ihre Erlebnisse publik gemacht hat. Das Vorwort, das von Melissa Müller geschrieben ist und auch das Vorwort von Traudl Junge selbst, zeichnet erst einmal grob ihren Lebenslauf und weist auch darauf hin, dass die junge Traudl ihr Erlebtes noch etwas subjektiv und naiv betrachtet und beschreibt, wohingegen sie später einige Kapitel einfügt, in denen sie die Vergangenheit objektiver und erwachsener beurteilt. In "Bis zur letzten Stunde" beschreibt sie Hitler als lieben Menschen, aber auch als prägende Erscheinung und als netten Gastgeber, der hier und da mit ihr und seinem "Hofstaat" zu Mittag oder Abend isst oder die nächtliche Tradition des Teetrinkens einhält. Man erhält somit einen intimen Einblick, intimer als bei Rochus Mischs Beschreibungen. Niemals ist Hitler in Rage, im Gegenteil, er witzelt gerne, liebkost seine Hündin Blondi, lässt sich einiges von Eva Braun gefallen. Erst die letzten Monate vor Kriegsende merkt Traudl, dass er größenwahnsinnig, übermütig und rechthaberisch wird. Die Lagebesprechungen in den letzten Tagen vor Hitlers Selbstmord dauern lange und sie sind von niemals zuvor gesehenen Wutausbrüchen begleitet. Interessant ist, als Leser eingestehen zu müssen, dass Hitler nicht nur ein Monster, sondern auch ein Mensch war, jedoch ein Mensch, der nicht menschlich handelte und lieber sein selbstsicheres Auftreten, seine Suggestivkraft nutzte, um Menschenmassen zu manipulieren. Einen Stern Abzug muss ich leider geben, da Junge sich oft mit Details bezüglich Jahreszahlen, Orte oder Namen irrt und man etwas falsches liest, wenn man nicht in den Anmerkungen hinten im Buch nachlesen würde. Junges Bericht ist jedenfalls ein wichtiges Dokument einer Zeitzeugin, jedoch einer Zeitzeugin mit besonderer Stellung. Hätte sie nicht geschrieben, so hätte der Spielfilm "Der Untergang" bestimmt nicht so realistisch wirken können.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 29. März 2007
In diesem beeindruckenden Buch erzählt eine der Sekräterinnen Hitlers aus ihrem Leben und ihrer Arbeit für den Führer. Und sie tut es so gekonnt, daß der Leser förmlich in das Geschehen eintaucht und am Untergang des Nationalsozialismus dabei ist...eben bis zur letzten Stunde!
Junge schrieb ihre Erinnerungen schon 1947 auf, bevor sie verblassen konnten, das macht das Geschriebene so authentisch.
Dabei ist das Buch auch ein Stück Vergangenheitsbewältigung, denn nach der Zeit des NS-Regimes erkennt sie, daß es falsch war, diesem Massenmörder, wie sie selbst schreibt, gedient zu haben. Selbstvorwürfe und daraus resultierende Depressionen quälen sie ihr Leben lang und sie hofft, mit der Veröffentlichung dieses Buches dem Leser zu vermitteln, wie leicht es damals war, Hitlers Faszination zu erliegen, auch wenn sie sich selbst ihr Handeln nicht vergeben konnte.
Melissa Müller ergänzt das Werk im Anschluss und erzählt aus Junges weiterem Leben.

Mein Fazit: Eine der wenigen Autobiographien, die nicht durchtränkt sind von Selbstdarstellung und Eigenlob, sondern ein selbstkritischer Bericht in dem die Autorin ehrlich zugibt, die Arbeit bei Hitler genossen zu haben, aber eben später auch bereut hat. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
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am 9. Juli 2008
Kann ich hier noch etwas schreiben, was meine Vorgänger noch nicht geschrieben haben? Wahrscheinlich nicht. Ich finde, dass Traudl Junge sehr ehrlich zu sich selber hinschaut und erzählt, wie sie in diese Situation gekommen ist. Und nach meinem Gefühl nach (andere Kriterien habe ich ja nicht, da ich damals nicht gelebt habe) schildert sie die Normalität dieser absurden Zeit zeimlich treffend.

Wenn ich sowas lese, denke ich, was wohl in 50 Jahren über unsere Zeit geschrieben wird. Nach meinem Wissen vertuschen wir auch grade reihenweise Schlimmes und Komisches vor uns selber, das sehen dann unsere Nachkommen besser. So, wie wir mit diesem Abstand der "Unschuldigen" auf diese komische Zeit zwischen 1933 und 1945 zurückblicken. Und aus dieser Position heraus gaaaaanz leicht die "Bösen" erkennen. Wer ist eigendlich heute der/die Böse. Guckt da einer nach?
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