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Beute (Prey) Audio-CD – Audiobook, 2006

3.7 von 5 Sternen 164 Kundenrezensionen

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Wer sein Schicksal herausfordert, kommt bekanntlich darin um. So ist es in der griechischen Tragödie, und auch die wissenschaftsthriller des Amerikaners Michael Crichton funktionieren nach dem gleichen Muster: "Die Dinge entwickeln sich nie so, wie man denkt", heißt es dementsprechend gleich mehrmals in Crichtons neuem, packenden Bestseller Beute. Was allerdings auf dem Gebiet menschlichen Schicksals als Unberechenbarkeit des Lebens (bei Chrichton: der Forschung) die Protagonisten ins Unglück stürzt, sorgt allemal für spannenden Lesestoff. Deshalb ist es bei Crichton ganz anders als bei seinen tragischen Helden: Was immer er auch anpackt, es gelingt.

Entführte uns Crichtons Jurassic Park noch in den Makrokosmos einer von Dinosauriern bevölkerten und von Wissenschaftlern neu belebten Vergangenheit, so ist Beute ganz der Bio- und Nanotechnologie der Zukunft gewidmet, die mit ihrer bald vielleicht schon sehr realen Utopie von kleinsten, auf organischer (Bakterien-)Basis funktionierenden Computern und Maschinen die Welt in eine ganz und gar andere verwandeln könnte.

Der arbeitslose Biotechnologe Jack wird in die Wüste von Nevada gerufen, wo ein Riesenunternehmen im Auftrag des US-Militärs Miniatur-Überwachungsanlagen bauen soll, die auf organischen Mini-Strukturen basieren. Menschliches Versagen hat hier zu einer Katastrophe geführt, die sich auszubreiten droht. Denn die künstlichen Maschinen-Organismen sind entwichen, und drohen nun ihrerseits Beute auf den Menschen zu machen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

"Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden fünfzig bis hundert Jahren eine neue Kategorie von Organismen entstehen wird, die ursprünglich vom Menschen entworfen wurden", orakelte einst J. Doyne Farmer, und ein anderer Experte, K. Eric Drexler, äußerte ob der schönen neuen Welt der Nanotechnologie erhebliche Ängste: "Das Ausmaß der möglichen Veränderungen ist bedenklich, und es besteht die große Gefahr, dass die Gesellschaft ohne ausreichende Vorbereitung nur sehr schlecht damit umgehen wird." Auch nach der Lektüre von Crichtons packendem Thriller werden wir auf die Unwägbarkeiten dieser Zukunft mit "lebenden" Computersystemen und Maschinen nicht besser vorbereitet sein. Eine Beute für fesselnde Leseabende ist dieser neue, großartig spannende Crichton aber allemal. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Crichton strickt aus den komplexesten wissenschaftlichen Themen spannende Bestseller. " (Die Zeit) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Das Konzept des Buches erinnert schon stark an den Dino-Park. Eine neue Technologie wird von einem geldgierigen Unternehmen zur Serienreife gebracht, doch leider macht sich das Ergebnis selbständig, was leider nur für den Leser vorhersehbar ist. Ein etwas unbedarfter Hausmann wird unvermittelt involviert, nimmt die Sache in die Hand, wächst über sich hinaus und rettet so ganz nebenbei die Welt. Was bei den Dinos noch wunderbar geklappt hat, denn jeder kann was damit anfangen und jedes Kind findet sie süss, funktioniert bei der Nano-Technologie nicht bei jedem Leser. Zu wenig greifbar ist das Thema.

Dabei kann man Micael Crichton in Bezug auf seine Recherche keinen Vorwurf machen. Es ist wieder einmal alles technisch denkbare glaubhaft und auch für den Laien gut verständlich geschildert und fachlich fundiert. Dabei findet der Autor einen guten Spagat zwischen wissenschaftlichen Erklärungen, die sich durch den ganzen Text ziehen und der eigentlichen Handlung.

Leider liegt die Schwäche dieses Buches in der Handlung und der Charakteren. Die Personen sind ziemlich schwach und glatt gezeichnet, bieten kaum Ansatz einer Entwicklung, sind in manchen Szenen unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar. Sehr gut durchschaubar und streckenweise leider auch vorhersehbar ist leider die Handlung. Der Thematik und den Nano-Partikeln entsprechend kommt es zu sehr vielen Dialogen. Um ein wenig "Fleisch auf die Knochen" des Buchgerippes zu bekommen, greift Crichton wie auch im Dino-Park zu zahlreichen Action-Szenen. Diese sind allerdings dermassen hanebüchen und unglaubwürdig, dass es schon fast weh tut.

Insgesamt wird hier ein interessantes Thema recht schwach umgesetzt, die mahnenden Worte des Autoren zur Nano-Technologie versöhnen allerdings ein wenig.
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Format: Taschenbuch
Ihr wollt ein spannendes Buch haben? Eines, das wirklich spannend ist? Also so eins, wo es nervt, wenn man auf's Klo muß, weil man während des die-Hose-Runterlassens nicht weiterlesen kann? Dann schaut Euch dieses Büchlein mal an. Ich hatte es mir gestern, als ich von einem Freund nach Hause fuhr und noch eine Viertelstunde am Bahnhof warten mußte, gekauft, und gegen zwei Uhr morgens dann endlich durch. Keine Ahnung, wer mich darauf aufmerksam machte, aus dem Zug wieder auszusteigen, dann noch den Bus zu nehmen, aus dem Bus wieder auszusteigen, die Schlüssel aus der Tasche zu klambüstern, die Haustür aufzuschließen usw. usf. ...
Kurzer Inhalts-Anriß: Jack ist seit ein paar Monaten arbeitslos und damit Hausmann. Einst ein gefragter Programmierer für verteilte Agentensysteme, kam er einem Mitarbeiter auf die Schliche, welcher geistiges Eigentum der Firma an die Konkurrenz verkaufte. Seit er dies "nach oben" meldete, wird er im ganzen Silicon Valley gemobbt, seine Ex-Chefs waren wohl ebenfalls in die krummen Geschäfte verwickelt und nun hat er einen Ruf als Querulant usw. weg und seine Headhunterin ist verzweifelt, weil er keine Jobs mehr in der Gegeng bekommen kann, aber seiner Frau wegen auch nicht umziehen möchte.
Denn seine Frau Julia macht Karriere im Management einer Hightech-Firma, die im Nano-Technik-Bereich arbeitet. Sie macht sogar richtig Karriere und dafür natürlich viele Überstunden, immer öfter kann sie ihre Familien-Termine nicht einhalten und entfremdet sich den drei Kindern inzwischen merklich.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
"Beute" von Michael Crichton ist ein "Wissenschaftsthriller". Solche Bücher kann man auf zweierlei Art lesen - sich auf Action konzentrierend oder - wie ich es gelesen habe - um etwas Neues zu erfahren. Dieses "Neue" ist in diesem Fall die Nanotechnologie, die den wissenschaftlichen Hintergrund dieses Romans bildet.

Sicher, der Weg, sich durch die Lektüre der Science-Fiction Bücher Wissen anzueignen, ist nicht unbedingt "wissenschaftlich", denn ein Laie hat keine Möglichkeit, "Wahrheit" von der "Dichtung" zu unterscheiden und läuft Gefahr, Dinge für wahr zu halten, die der Phantasie des Autors entsprungen sind. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass solche Romane einen guten Einstieg in komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge ermöglichen. Ein Autor der phantastischen Bücher erliegt nämlich keinen Einschränkungen und darf seine Meinung offen sagen, ohne angefeindet zu werden, er würde spekulieren, wie es bei der (populär)wissenschaftlichen Literatur oft der Fall ist. Also kann er Themen zur Sprache bringen, die für Menschen, die ihren Ruf als bodenständige Wissenschaftler zu verlieren haben, tabu sind. Dazu gehört auch der menschen- und lebensfeindliche Aspekt der Nanotechnologie und des künstlichen Lebens.

Wer sich dafür interessiert, wird dieses Buch sicherlich interessant finden, für hartgesottene Actionfans dürfte es allerdings zum Teil enttäuschend sein.
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