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Betibú Gebundene Ausgabe – 25. Februar 2013

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Claudia Piñeiro, Shootingstar der argentinischen Literatur, wurde 1960 in Buenos Aires geboren. Nach dem Wirtschaftsstudium wandte sie sich dem Schreiben zu, arbeitete als Journalistin und führte Regie fürs Fernsehen. Für ihre Romane wurde sie u. a. mit dem Premio Clarín ausgezeichnet. Ihre Krimis sind auf den Bestsellerlisten zu finden und werden in mehrere Sprachen übersetzt und verfilmt.


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Format: Gebundene Ausgabe
Auch wenn zunächst ein Mord geschieht, nicht die kriminalistische Linie ist es, die dem Buch zugrunde liegt, sondern die erste Szene bereits gibt Auskunft darüber, worum es Claudia Pineiro (wieder einmal) geht und welchen roten Faden sie mit ihrer hohen, literarischen Qualität und den bis in Feinheiten hinein überzeugend gestalteten Figuren nachgehen will.

Der Zustand der argentinischen Gesellschaft der Moderne zwischen Reich und Arm, Macht und Journalismus („Ich lese alle Zeitungen des Tages, um ein Bild zu erhalten“ mit dem Zungenschlag versehen, dass eben alle Zeitungen auf ihre Weise Bündnisse mit der Macht eingehen und daher nur im Zusammenklang der Meldungen und Artikel so etwas wie wahre Fakten oder „die Wahrheit“ zu finden sein könnte).

Vor der abgeschotteten, vom Sicherheitsdienst akribisch bewachten Siedlung La Maravillosa stauen sich, wie jeden Tag, die dienstbaren Geister, die Angestellten, welche den reichen Bewohnern des gut situierten Viertels das Leben verschönen. Durchaus demütigend ist, wie da alles an mitgebrachtem Besitz bis zum Handy vorgelegt, vorgezeigt, detailliert aufgeschrieben wird, bevor die Angestellten das Wohnviertel betreten dürfen. Ebenso demütigend durchaus, dass noch nicht einmal auf dem öffentlichen Stück Straße vor dem Eingang in einem Taxi gewartet werden darf, bevor der entsprechende Bewohner seinem Besuch „grünes Licht“ erteilt, um eingelassen zu werden. Ein Ort, an dem wegen eines Stückes Käse entlassen und mit „Geländeverbot“ belegt wird. Und damit der Boden der kümmerlichen Existenz des ein oder anderen ehemaligen Angestellten entzogen wird.

In diesem abgesicherten Umfeld wird Pedro Chazaretta mit durchschnittener Kehle aufgefunden.
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Von Christoph Martin Wieland TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 8. April 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
„Soll man hier von Zufall sprechen? Oder von Schicksal? Von tragischem Schicksal? Nicht immer gelingt es, für einen Todesfall eine Erklärung zu finden, sosehr es man auch versucht.“

Claudia Pineiro nähert sich aus einer Doppelperspektive, literarisch und journalistisch, dem Geschehen um einen Todesfall in der für Reiche abgeschotteten Siedlung La Maravillosa.
Personell ist diese Sichtweise mit verschiedenen Charakteren verbunden, die - und das ist wahrlich nicht selbstverständlich in diesem Genre – mit dem Fall reifen und sich verändern.

Da ist die einst erfolgreiche Krimiautorin Nurit Iscar, Betibú nach ihrer Ähnlichkeit mit der Comic Figur „Betty Blue“ benannt, deren Schreibkrise im Genrewechsel begründet liegt und die sich mit Auftragsarbeiten über Wasser hält, da ist der abgehalfterte ehemalige Polizeireporter Jaime Brena, der sich nur noch um die Auswertung statistischer Ergebnisse kümmert, da ist der junge Nachfolger auf Brenas Posten, scheinbar unbedarft und nur auf Internetrecherche fixiert. Drumherum die Freundinnen Nurits, die Redaktion mit einem Chefredakteur, der ehemals Betibús Geliebter war - und der Fall.

Anfangs scheinbar nur ein Pedro Chazaretta mit durchschnittener Kehle, der wahrscheinlich nicht ganz unschuldig am Tod seiner Gattin war. Im Umfeld Chazarettas gab es weitere Tote vorher und es bleibt auch nicht bei diesen. Die Polizei sieht scheinbar nur Unfälle und Selbstmorde, Nurit, Brena und der junge Polizeireporter nähern sich Schicht für Schicht der Wahrheit, die sie letztlich dann aber nur in Andeutungen preisgeben können. So ist der Roman die Antwort auf die Vorgänge. Verschlüsselt, vielschichtig, immer menschelnd, Charaktere ernstnehmend, trotz vieler Toter nicht blutrünstig, schicksalshaft, mit einer verschachtelten Erklärung und den Ansätzen von Gerechtigkeit. Hervorragender Roman!
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Format: Gebundene Ausgabe
Eine Zeitmaschine müsste man haben. Dann könnte man zurückreisen in eine Zeit, in der man einen Fehler gemacht hat und diesen wieder ausbügeln. Das denken sich auch Jaime Brena, einst erfolgreicher Polizeireporter bei „El Tribuno“, jetzt für die Kurzmeldungen über das gesellschaftliche Leben in Buenos Aires zuständig.
Auch Nurit Iscar wäre gern wieder die erfolgreiche Krimiautorin, die sie einst war. Bis sie den Fehler beging einen Liebesroman zu schreiben, der von der Kritik zerrissen und vom Publikum nicht angenommen wurden. Ihr wöchentliches Kaffeekränzchen mit ihren Freundinnen hilft nur wenig über den Kummer hinweg.
Beide – Nurit Iscar und Jaime Brena – haben eine Komponente, die sie verbindet: Lorenzo Rinaldi. Der war der Grund, warum sich Nurit von ihrem Mann scheiden ließ und, was jetzt viel wichtiger ist, der Grund für ihren beruflichen Absturz war. Außerdem ist er der Chef von Brena. Und verantwortlich für dessen „Degradierung“.
Gladys Varela wünschte sich auch eine Reise zurück. Aber nur ein paar Stunden. Sie arbeitet als Hausmädchen bei Pedro Chazarreta in der abgeschotteten Wohnsiedlung „La Maravillosa“. Denn ihr Arbeitgeber liegt regungslos mit durchschnittener Kehle im Sessel. Gladys Varela kann nur noch schreien bis die Polizei eintrifft.
Die wiederum kennt den Tatort ganz genau: Die Ehefrau von Pedro Chazarreta wurde vor Jahren hier ebenfalls bestialisch ermordet.
Und ganz nebenbei: Pedro Cazarreta wäre es sicher ganz recht noch am Leben zu sein. Und so treffen sie sich alle hier, um die schreckliche Tat aufzuklären: Die Krimiautorin, der Polizeireporter und die Polizei.
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