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Berufung: Roman Taschenbuch – 2. November 2009

2.9 von 5 Sternen 79 Kundenrezensionen

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Jeanette Baker kann gar nicht mehr aufhören zu weinen. Vor einiger Zeit hat sie ihren Mann und ihr Kind durch Krebs verloren. Schuld daran ist der Chemiekonzern Krane Chemical Inc., der in ihrer Heimatstadt Bowmore illegal und unter Bestechung der örtlichen Politik jahrelang giftigen Abfall ins Grundwasser hat fließen lassen. Davon jedenfalls sind Baker und die restlichen Bewohner von Bowmore überzeugt -- ebenso wie das abgehalfterte Anwaltsehepaar Mary Grace und Wes Payton, das Baker vor Gericht vertritt. Dann kommen die Geschworenen zurück in den Gerichtssaal, und als der Richter das Urteil verkündet, ist die Sensation perfekt. Krane Chemical Inc. wird in allen Punkten für schuldig befunden und verurteilt: zur Zahlung von mehr als 40 Millionen Dollar.

Das Geld könnte der hoch verschuldeten Kanzlei Payton & Payton die Existenz retten. Und der schwer depressiven Baker könnte es ermöglichen, aus dem verseuchten Bowmore in eine bewohnbarere Gegend der USA zu ziehen. Aber John Grisham wäre nicht John Grisham, wenn er dieses Grundszenario nicht nur entworfen hätte, um darauf eine ungeheuerliche -- und ungeheuerlich spannende -- Geschichte aufzubauen. Denn der ebenso rücksichtslose wie cholerische Firmenchef Carl Trudeau denkt gar nicht daran, auch nur einen Cent zu bezahlen. Er geht in Berufung -- und tritt dabei eine Intrige los, die ihresgleichen sucht.

Zu keiner Zeit von Berufung lässt Grisham einen Zweifel daran, dass Krane Chemical Inc. zu recht verurteilt worden sind. Schon auf den ersten Seiten wird ein geheimes Memo zitiert, das in den Schubladen der Firmenjuristen liegt und den Verstoß belegt. Diese Kenntnis macht das Folgende besonders bitter -- und für den Leser nur schwer erträglich. So weitet sich Berufung zur packenden Parabel über die Ungerechtigkeiten des Rechtsstaats, bei dem man bis zur letzten Seite gebannt auf ein rettendes Happy-End hoffen will. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ein Volltreffer! Packend erzählt und mit schockierenden Details." (Ulrich Wickert in TV Hören & Sehen)

"Sein packendster Roman seit Jahren." (The New York Times)

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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Nun ist er endlich zu haben - der langersehnte neue Roman von John Grisham. Und der Einband suggeriert gleich allerfeinste Thrillerkost: "Sein packendster Roman seit Jahren (Ney York Times)" steht da als Eye-Catcher. Die Inhaltsbeschreibung klingt verheißungsvoll und macht Neugierde auf Jeanette Baker, die gegen den Chemiekonzern Krane Chemical Inc. geklagt hat, da dieser schuld ist am Krebstod ihres Mannes und ihres Sohnes, weil er jahrelang das Grundwasser und die gesamte Umgebung ihres Countys verseucht hat. Krane Chemical wird in allen Anklagepunkten für schuldig befunden und zur Zahlung von 40 Millionen Dollar verurteilt. Doch der Konzern geht in Berufung und eine Intrige ungeheueren Ausmaßes nimmt ihren Verlauf. So weit so gut!

Doch wieder einmal werden mit dieser Inhaltsbeschreibungen Erwartungen geweckt, die nur ansatzweise erfüllt werden - reine Effekthascherei und wirtschaftliches Kalkül des Verlages. Jeanette Baker spielt im weiteren Verlauf des Romans so gut wie keine Rolle mehr. Und überhaupt erwartet den Leser kein Grisham Thriller alter Güte wie "Die Firma" oder "Die Jury" sondern ein überaus zäher und eher im Chronikstil geschriebener Roman, der mehr an seinen letzten ernsten Roman "Der Gefangene" erinnert....was eindeutig nicht für "Die Berufung" spricht.

Inhaltlich packt Grisham ein durchaus spannendes Thema an, nämlich den Einfluß der Großkonzerne auf das Rechtssystem in Amerika im Allgemeinen und das Procedere bei der Zusammensetzung der Supreme Courts, der Berufungsgerichte, in den USA im Speziellen. Leider verpasst er die Chance, aus dem hochbrisanten Thema einen fesselnden Roman zu machen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ein gutes Buch kommt auch ohne happy end aus...hat sich wohl der Autor gedacht, aber was uns Herr Grisham hier vorsetzt, ist leider vorhersehbar, langweilig, völlig uninspiriert und klischeehaft geschrieben.
Selbst die Kritik am amerikanischen Rechtssystem erscheint müde und lasch, gleiches gilt für die Einmischung der Kirche in die Politik und was da noch alles im Ansatz als brisantes Thema angepiekt wurde, um es dann gnadenlos im Sande verlaufen zu lassen.
Sollte das jetzt originell sein ? Beim Kampf David gegen Goliath gewinnt der Riese ? Aber doch nicht so ! Als es dem anscheinend selten naiven, dafür aber so charismatischen Push-Richter (endlich !!) dämmert, dass er hier nur die Marionette geben darf, handelt der Autor diese perfekte Konfliktsituation völlig lapidar und auf 5 Seiten ab.
Von da an dämmerte es mir (auch endlich !!), dass ich mit diesem Buch nur
meine Zeit verschwendet habe.
Schade, Grishams Zeit der brillanten Thriller ist wohl tatsächlich vorbei...
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Format: Gebundene Ausgabe
Grisham hat fraglos ein Talent, mich (und vielen wird es, wie sein Erfolg zeigt, nicht anders ergehen) am Lesen zu halten, wenn ich die ersten Seiten eines Romans von ihm gelesen habe. Und das auch dann, wenn ich durchaus die Schwächen seiner Schreibe und seiner Erzählkonstruktionen erkenne. Ich möchte einfach wissen, wie es weitergeht, auch wenn ich vieles schon ahne und kommen sehe. Meistens steht dann aber am Ende der Lektüre ein Kater, oder zumindest ein schlechter Nachgeschmack. Warum habe ich eigentlich einen oder mehrere Tage meines Lebens diesen plakativen, übertriebenen Charakteren und dieser trivialen, konstruierten Geschichte gewidmet? In seinem vorliegenden Werk fand ich den Abgang besonders fade. Das Ende ist überraschend - mehr will ich nicht verraten -, aber es ist auch nur deshalb überraschend, weil der Autor dem Leser zuvor in eine Sackgasse führt, aus der selbst nur durch einen billigen Trick herauskommt. Ich jedenfalls habe mir vorgenommen, dass dies mein letzter Grisham ist.
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Format: Gebundene Ausgabe
Das ist Grisham, wie man ihn kennt: spannend, kritisch, moralisch, fromm, sehr amerikanisch und mit den bekannten Ingredienzien aus den Südstaaten und aus dem Justizsystem, aus denen er schon etliche Bücher zubereitet hat. Allerdings ist der junge Anwalt, der in die Mühle böser Machenschaften gerät, diesmal nicht einfach der Gute oder das Opfer, und die Geschichte geht auch nicht gut aus.
Mag sein, daß seine Charaktere Grisham ein wenig schablonenhaft geraten sind. Interessant sind sie trotzdem, und man würde über etliche gern mehr erfahren. Manche, an deren Schicksal er den Leser teilhaben läßt, tauchen später kaum noch auf, obwohl man gerne wissen möchte, wie es mit ihnen weitergeht. Aber das gehört vielleicht zur Geschichte dazu: sie sind nur unwichtige Figuren in einem Spiel, in dem es nur darum geht, daß ein Milliardär noch eine zweite Milliarde bekommt - ohne daß es ihn glücklich macht. Und so wenig die anderen am Ende des Romans noch auftauchen, so wenig interessiert sich das amerikanische Politik-, Wirtschaft- und Justizsystem für sie, obwohl es das Gegenteil vorgibt. Das ist wohl Grishams große Anfrage an sein Land. Vielleicht ist es nicht sein stärkstes Buch; lesenswert ist es auf jeden Fall.
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