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Bertelsmann: Hinter der Fassade des Medienimperiums Gebundene Ausgabe – 24. September 2004

3.5 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort
Bertelsmanns Fassade blendet und beschwichtigt. Wer mit Bertelsmann zu tun hat,
sieht zunächst ein großes Aushängeschild mit einer Achtung gebietenden ethischen
Selbstverpflichtung: Einer der größten Medienkonzerne der Welt ordnet das
Geschäft dem Gemeinwohl unter. Seit seiner Gründung im Jahr 1835 legitimiert
sich das Unternehmen durch den selbst erteilten höheren Auftrag. Dieser wurde
zunächst rein religiös, dann sehr weltlich ausgelegt. Im 19. Jahrhundert
verrichtete der protestantische Verlag Gottes Werk, indem er Erbauungsliteratur
für die Gläubigen druckte. Im 20. Jahrhundert bescherte er dem Volk die
Volksausgabe, den Wehrmachtssoldaten die Frontliteratur und den
Lesering-Mitgliedern die Allgemeinbildung. In der Gegenwart überzieht man von
Gütersloh aus die Medienlandschaft mit einem Rundum-Freizeitangebot an seichter
Unterhaltung, spannt ein weltweites Netz von Fusionen und Beteiligungen und
präsentiert sich nebenbei über die Bertelsmann Stiftung als Geld- und Ideengeber
in allen kulturellen und sozialen Belangen.
Zu den Jubiläen wird der steile Aufstieg als Konsequenz verdienstvoller Arbeit
gefeiert. Bertelsmann scheint ein schier unmögliches Kunststück zu vollbringen.
Man gibt vor, nicht durch unternehmerische Strategie oder gar dubiose Geschäfte,
sondern durch den Vorsatz, Gutes zu tun, in die Spitze der Weltkonzerne
aufgestiegen zu sein. Doch der Schein trügt. Hinter dieser Abschirmung bevorzugt
die Gütersloher Unternehmensleitung ethikferne und rabiate Methoden. Nur: Weil
man sich rühmt, einen "Leistungsbeitrag für die Gesellschaft" zu erbringen, wird
das kaum wahrgenommen. Bis heute vertraut die Öffentlichkeit nahezu blindlings
der Selbstdarstellung des Konzerns. Gutmenschentum und die Produktion
massenattraktiver Angebote sind zur Gesamtmarke Bertelsmann verschmolzen, die
vage an humane Unternehmenskultur und soziale Anliegen erinnert. Von allen
großen deutschen Parteien hofiert, hat sich Bertelsmann auf diese Weise der
Kritik weitgehend entzogen.
Darüber hinaus dient die Bertelsmann AG selbst als Fassade - für die hauseigene
Stiftung. Die Aktiengesellschaft repräsentiert die Sphäre von Profit, Macht und
Einfluss, von der sich die Bertelsmann Stiftung als unabhängige und
gemeinnützige Denkfabrik vorteilhaft abhebt. So lässt der Konzern vergessen,
dass die Stiftung einen immensen politischen Einfluss ausübt und dabei stets den
Profit des Unternehmens im Auge behält, aus dem sie hervorgegangen ist. Sie
ebnet dem Medienimperium die Bahn für aktuelle Vorhaben, sorgt für die
notwendigen Kontakte und vermag es, bei schwierigen Entscheidungsprozessen in
den passenden Momenten nachzuhelfen. Über die Stiftung wirkt der Konzern in
Deutschland und Europa auf undurchsichtige Weise an fast allen bedeutsamen
sozial- und bildungspolitischen Reformen und sicherheitspolitischen
Entscheidungen mit. Diese doppelte Fassade reizte uns, Bertelsmanns Geschichte
und gegenwärtige Verfassung eingehend zu untersuchen.
Gegen Kritik gefeit ist man in Gütersloh allerdings nicht, oder besser gesagt:
nicht mehr. Nach der Ablösung des Vorstandsvorsitzenden Thomas Middelhoff durch
Gunter Thielen im Sommer 2002 wurde festgeschrieben, dass Bertelsmann auch
künftig zu bleiben hat, was es immer gewesen ist: ein Familienbetrieb. Seitdem
lässt die deutsche Presse den gewohnten Respekt vor der Familie Mohn vermissen.
Über Liz Mohn wird gelästert, und auch an Reinhard Mohn, dem die Zügel
entgleiten, wird neuerdings herumgemäkelt.
Das Phänomen Bertelsmann streift diese Kritik jedoch nur am Rande. Bei solchen
Sticheleien spielt viel enttäuschte Liebe mit. Man hatte den Aufstieg
Bertelsmanns zum mondänen Weltstar und Thomas Middelhoffs Schneid bewundert und
rümpft nun die Nase über das provinzielle Führungspersonal und die Winkelzüge
zur Sicherung des Familieneinflusses. Aber alle diejenigen, die den
Konzernvorständen ankreiden, sie handelten den Prinzipien Reinhard Mohns
zuwider, glauben vergeblich an den guten Kern von Bertelsmann. Und alle
diejenigen, die die Zukunftsperspektive des Konzerns an der Person Liz Mohns
festmachen, verkennen gleichfalls die wahren Zusammenhänge. So ist auch Thomas
Schuler, der in seinem lesenswerten Buch über Die Mohns die Machtspiele der
Familie aufgedeckt hat, die angekündigte kritische Unternehmensgeschichte
schuldig geblieben...


Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

am 13. Januar 2005
Format: Gebundene Ausgabe
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 18. April 2006
Format: Gebundene Ausgabe
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
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