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Kommentar: Hldr., Rundum-Goldschnitt, Goldprägungen, Ottobrunn bei München : Franklin-Bibliothek, 1982. 419 S. : Ill. ; 24 cm, mit Lesebändchen, antiquarisch sehr gut erhaltenes Exemplar, Laden groß 1 Ein Rechnungsbeleg mit ausgewiesener MwSt. liegt der Sendung bei.
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Berlin Alexanderplatz (Franklin Bibliothek) Ledereinband – 1982

4.0 von 5 Sternen 71 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Berlin Alexanderplatz - Die Geschichte vom Franz Biberkopf - von Alfred Döblin - Franklin Bibliothek, Ottobrunn 1982- Blauer, goldgeprägter, dekorativer.-Ledereinband mit Vollgoldschnitt, 3 Zierbünde, Seidenvorsätze, Lesebändchen aus Seide- 420 Seiten - mit Illustrationen von George Grosz.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Die Geschichte von Franz Biberkopf, Berlin Alexanderplatz, ist in dieser Hörbuch-Version ein Highlight. Hannes Messemer, der die Texte liest, setzt das Buch mit seiner sehr variantenreichen, virtuosen Stimme in bestechender Weise in gesprochene Sprache um, so dass die Geschichte und ihre Dialoge mit allen Gestalten pointiert und im Wechselspiel ihrer Einstellungen und Situationen sehr eindrücklich für den Hörenden entsteht. Auch schafft er es für meine Begriffe, den atmosphärischen Kolorit der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts sehr gut zu treffen. Dieses Hörbuch mit seinen 11 CDs und seinem großen Umfang an Text Alfred Döblins und sonstigem Material (Booklet) kann daher als ein ganz eigenes Kunstwerk auf Basis von Alfred Döblins Romanwerk angesehen werden. Das Hörbuch hat mich ohne Zweifel sehr beeindruckt und sehr gefallen. Ich habe es gerne angehört.
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Format: Taschenbuch
Man mag, kann und muss über Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz" differenziert diskutieren. Die einen geißeln es als überladenes, wirres Roman-Ungetüm, während die anderen in ihm eines der größten deutschen Werke sehen, das sich in methodischer und sprachlicher Qualität als wahrer Schatz erweist.
Ob einem das Buch gefällt oder nicht, mag durchaus daran liegen, mit welcher Intention man sich an es heranwagt. Will ich einen zeitgenössischen Weimar-Roman lesen, der sich primär um die gesellschaftlichen Probleme der damaligen Zeit dreht und diese anhand des „babylonischen Berlins" festmacht oder möchte ich darüber hinaus, und das ist eine nicht zu vernachlässigende Prämisse, in die persönlich-emotionalen Weiten einer tragischen und zugleich umstrittenen Figur (Franz Bieberkopf) abtauchen. Das lässt sich synthetisch nur schwer miteinander vereinbaren, weshalb das Buch an manch gehegter Erwartungshaltung scheitert (siehe hierzu andere Rezensionen).
Franz Biberkopfs Kampf mit der Großstadt Berlin, ist auch ein Kampf mit dem Geist seiner Zeit. Verlockung und Abscheu zugleich: wie der verbotene Apfel im Garten Eden verführt ihn die Faszination an der Kriminalität. Biberkopf stilisiert sich dabei immer wieder selbst als Opfer, das sich den Fängen der urbanen Umgebung ausgesetzt sieht. Vieles von dem wie Biberkopf handelt, ist dabei kennzeichnend für die gesamtgesellschaftlichen Strukturen der Weimarer Republik
Dennoch tut man sich schwer Bieberkopf zu (er)fassen und sogleich auch die historische Dimension der 20er-Jahre („Goldenen Zwanziger") und deren fundamentale Umwälzungen zu begreifen.
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Format: Taschenbuch
Mit Büchern geht es einem oft wie mit Menschen. Wenn man mehrfach und aufrichtig versucht hat, zu jemandem in Kontakt zu treten und es immer wieder scheitert, dann lässt man es schließlich. Ebenso ging es mir mit Döblins "Berlin Alexanderplatz". Ich habe dieses Buch immer gerne lesen wollen, weil alle erzählen, es sei ein Meilenstein der abendländischen Kulturentwicklung, doch ich habe die Lektüre immer wieder abgebrochen, weil mir der Stil zuwider war, weil mich die Handlung langweilte (insofern ich eine erkennen konnte) oder weil ich bei aller Mühe keinerlei Interesse für die Hauptperson Franz Biberkopf aufbringen konnte. Dann aber geriet dieses Buch auf die Agenda unseres Lesekreises, und nun half alles nichts mehr: nun musste ich es lesen, und wenn mit vor Ödnis die Brille von der Nase fallen würde.
Normalerweise lese ich ein Buch in wenigen Tagen. Für die ersten 90 Seiten "Berlin Alexanderplatz" habe ich über eine Woche gebraucht, nach zweieinhalb Wochen befinde ich mich nun auf S. 142 am Ende des vierten Buches. Manchmal packt einen ein regelrechter Widerwillen gegen dieses Konvolut, und die Lektüre macnher Seiten kommt mir so vor, als würde man Holzwolle lutschen oder sich selber eine Ohrfeige verpassen. Der Text ist im Stil freier Assoziation verfasst, und man muss sich immer genau überlegen, wer gerade spricht - ist es der Franz, ist es sein Gegenüber, oder ist es der Erzähler? Sehr oft erscheinen Nebenfiguren, die vom Autor genau vorgestellt werden, nur um gleich wieder zu verschwinden, ohne jemals wieder aufzutauchen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe Berlin Alexanderplatz nach zwanzig Jahren wieder zur Hand genommen und war erneut völlig begeistert von der virtuosen Beschreibung der Erlebnisse des Franz Biberkopf im Berlin der Jahre 1928-29. Die Geschichte ist die eines Kleinkriminellen, der aus dem Gefängnis entlassen beschließt anständig zu werden und doch an verschiedenen Prüfungen des Lebens scheitert, wieder kriminell, und dann zum Krüppel wird, schließlich seine Braut verliert und zum Schluss erkennt, dass er sich im Leben nur auf sich selbst und auf Gott verlassen kann. Döblin beschreibt ihn als den 'Hiob' Berlins.

Was mich bei der diesmaligen Lektüre jedoch besonders berührt hat, sind die Beschreibungen Berlins kurz vor dem Sieg der Nationalsozialisten. Es besteht eine breite Kluft zwischen der großen Masse der Armen, der Arbeiter, Arbeitslosen, Kleinhändler, Handwerker etc. und den wenigen Großbesitzern (die Letzteren bleiben im Roman anonym). Die Armen kämpfen ums Überleben und wenn sie 'anständig' bleiben, dann ist es vor allem aus Angst vor der Polizei und vor Strafe. Es gibt eine große Gewaltbereitschaft, politisch wählt man die Extreme und jeder sehnt sich nach einer Perspektive für eine positivere Zukunft. Die Beschreibungen erinnern in Manchem an das heutige Moskau, Bukarest oder Kiev. Man bekommt Angst, wenn man Döblin liest, dass sich die Geschichte wiederholen könnte, wenn die Politik im Osten sich nicht ändert und weiter wenig Gewinner, viele Verlierer und wenig Perspektive und Stolz auf das Erreichte hervorbringt.
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