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am 24. August 2016
Wer kennt nicht den ersten Satz dieses Buches, der sich über eine halbe Seite erstreckt und in dem der Protagonist seiner eigenen Geburt gedenkt? Dieser erste Satz, der auch die Rückseite dieser Ausgabe ziert, ist eine wunderbare Zusammenfassung der Atmosphäre, die im Felix herrscht.
Ein interessanter Charakter, der aus seinem Leben in intelligentem Plauderton erzählt und die verschiedenen Personen, denen er begegnet mit Charme und Witz kommentiert. Durch die vielen Orte, die im Buch beschrieben werden, hat man als Leser selbst das Gefühl mitzureisen und etwas von der Welt zu erleben.
Viele Passagen ergehen sich in der Beschreibung von Gefühlen und inneren Vorgängen, die den Protagonisten gleich von der ersten Seite an mit Leben füllen. Wer Sprache liebt und an der menschlichen Natur interessiert ist, sollte dieses Buch von Thomas Mann gelesen haben.
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am 7. Juni 2002
Die 4 CDs enthalten Mitschnitte aus den Jahren 1953-55 der von Thomas Mann kurz vor seinem Tod 1955 vorgenommenen Lesereise zum Felix Krull.

Thomas Mann liest: Zweites Buch, 5., 7. (Ausschnitt), 8. (Ausschnitt) Kapitel; Drittes Buch, 1. (Ausschnitt), 5., 10. Kapitel. - Die Aufnahmen sind von verschiedener, jedoch niemals schlechter, Tonqualität.

Es ist eine Freude, dem Meister zu lauschen, zumal die Aufnahmen sehr authentisch sind: Das Umblättern der Seiten ist ebenso zu hören wie die Reaktionen der Zuhörer, und selbst ein Thomas Mann ist nicht davor gefeit, sich gelegentlich zu verlesen.

Was das Buch als solches betrifft, so ist der 1954 erschienene Schelmenroman ein guter Einstieg in die Literatur Thomas Manns. - Erzählt wird die äußerst amüsante, mit feiner Ironie durchwobene Lebensgeschichte eines weltgewandten Lebenskünstlers; ... böse Zungen mögen gar sprechen von der eines Betrügers, ... genauer: des Betrügers schlechthin: Felix Krull - und zwar von niemand geringerem als von diesem höchstselbst!

Sicher, die Syntax ist kompliziert, setzt voraus, dass der Leser sich darauf einlässt, und erfordert Konzentration und Geduld; - in ihrer Schönheit, der Poesie ihrer vollendeten Komposition entschädigt sie jedoch vollkommen dafür. Und nicht nur durch diese. Der geneigte Leser wird, abgesehen von dem herrlichen Plot, verwöhnt mit einer Priese (gut verständlicher) Philosophie und Lebenswahrheiten über menschliches Zwischeneinander und über die Liebe, bei denen man sich zurücklehnt und sie sich auf der Zunge noch einmal zergehen lässt.

"Der Memoiren erster Teil" lautet der Untertitel. Und in der Tat ist es bedauerlicherweise weder Felix Krull noch Thomas Mann vergönnt gewesen, diese Erzählung zu beenden. Diese Tatsache mag Anteil daran haben, dass das Geschehen zum Ende hin, im letzten Viertel, ein wenig zu zerfließen scheint und ins Stocken kommt. Allzu lang lässt Thomas Mann seinen Felix Krull in Lissabon verweilen, zu ausführlich über die Liebe philosophieren. Doch wie schon erwähnt, und das mag den Leser diesbezüglich etwas milder stimmen: Das Ende des Romans ist nicht auch das Ende der Geschichte, sondern ist lediglich als der Abschluß einer der zahlreichen Episoden, aus denen die Erzählung besteht, zu verstehen.
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am 26. Februar 2014
Schon in der Schule behandelten wir die 'Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull` ausführlich. Nun, gut 2 Jahrzehnte später, fiel mir der Roman durch Zufall erneut in die Hände. Waren es zu Schulzeiten noch Zwang und Unlust dem geschriebenen Wort gegenüber, die mir keinen Zugang zu dem Werk gewährten, so begeisterte mich jetzt in reiferem Alter dieser Klassiker umso mehr. Die feine Sprache Thomas Manns lässt nichts zu wünschen übrig. Manns Wortwitz und der wunderschöne Ausdruck sind ein Genuss. Auch wenn die Sätze vielleicht zu lang und sein Stil etwas verschraubt erscheinen, so überzeugt der brilliante Plot auf ganzer Linie.
Erzählt wird die Geschichte des, von der Natur mit blendendem Aussehen gesegneten, Titelhelden Felix Krull, der es durch Besonnenheit und Charme, Zielstrebigkeit und ein ausgeprägtes Talent zur Verstellung und Rollenaneignung vom Sohn eines bankrotten Sektfabrikanten zum anerkannten Mitglied der besten Gesellschaft bringt.

Ich verbrachte sehr vergnügliche Stunden mit diesem Buch. Einzig der nicht mehr zeitgemäße Schreibstil hinderte mich an der Vergabe von 5 Punkten. Aber dafür ist es ja ein Klassiker.
Trotzdem sehr lesenswert!
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am 31. Dezember 2016
Ich habe das Buch für die Schule gebraucht. Die Lieferung erfolgte sehr schnell, das Buch war in einem sehr guten Zustand. Der Inhalt des Buchs ist natürlich Geschmacksache, jedoch recht leicht zuverstehen.
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am 12. September 2012
Dieser Roman hat es in sich. Wortwitz, eine wunderschöne Sprache und eine der wohl beeindruckendsten Bekenntnisse in der Literaturgeschichte. Diese Felix Krull werden Sie niemals vergessen! :-)
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am 5. Oktober 2013
Dieses Buch hat mir sehr gefallen, es war humorvoll und spritzig und doch voller Tiefgang. Thomas Mann ist damit etwas von seiner üblichen Schreibweise abgewichen.
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am 23. Februar 2013
Dieses Buch ist sehr spannend geschrieben. Literatur von Thomas Mann ist immer den Kauf wert. Das Buch ist weiter zu empfehlen.
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am 25. Januar 2014
Sehr gut! Literarisch anspruchsvoll, aber trotzdem ein spannender Roman! Schade, dass es keinen zweiten mehr Teil gibt! Fünf Sterne von mir!
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am 26. April 2012
Wer denn meint dieses sei in seinem Umfange ein kompakterer, weniger ausschweifender Lesestoff, im Vergleiche zu anderen Werken des Thomas Mann, der muss auf recht klare Weise hier eine Enttäuschung erfahren. Auch wird der eine oder andere gar verwundert sein über den Stil der hier dargelegten Bewertung. Doch sie soll nur dazu dienen, eine Ahnung davon zu erhalten, auf was er sich beim Lesen da einlasse.

Natürlich möchte ich mir nicht im Entferntesten anmaßen, zu glauben wie der altehrwürdige Thomas Mann zu schreiben, aber doch habe ich die Annahme das diese Zeilen einen guten Eindruck über die verwendete Sprache ermöglichen. Sollte Ihnen diese Schreibart eine Last auf das Gemüt legen, bezüglich der Lust dieses Werk zu lesen, oder gar zu abstoßend sein aufgrund ihrer schwelgerischen, überbordenden und weitläufigen Art, so sollten Sie ernsthaft überdenken sich dieser Lektüre anzunehmen.
Warum bedient sich Herr Mann eben dieser Sprache? Zunächst ist es seine Art so den Stift zu Schwingen, auch nicht ungeachtet sollte die Entstehungszeit dieses Werkes bleiben, in der es sprachlich noch anders von statten ging. Des Weiteren beschreibt ein Betrüger sein Leben, was meiner bescheidenen Ansicht nach einer besonderen Beachtung verdient, dessen erste Waffe die Blendung ist. So lässt ihn die Sprache so wirken als ob aus höherem, gar adligem Hause stammt, wickelt die Menschen mit prosaischen Wortnetzen ein und betäubt sie mit seinem Charme und Aussehen.

Nun aber zum Stoff in zeitgemäßer Sprache. Die Erzählung bricht mittendrin ab, es wird nur ein kleiner Teil des Lebens von Felix Krull beschrieben (er ist am Ende ungefähr 21), was der Untertitel "Der Memoiren erster Teil" erahnen lässt. Der umfangreiche Rest dieses spannenden Lebens konnte nie fertig gestellt werden. Thomas Mann veröffentlichte 1953 diesen ersten Teil und starb 1954. Würde wirklich das ganze Leben beschrieben, würden 1000 Seiten bestimmt deutlich überschritten werden.
Es wird immer wieder Appetit auf mehr gemacht, indem der erste Gefängnisaufenthalt, die tolle eigene Kutsche usw. erwähnt werden. Leider gelangt die Geschichte nie soweit, was am Ende frustrierend ist.

In der Erzählung der Jugend sieht man gut wie die Weichen für seine "Karriere" gestellt werden. Als Bildmodell schlüpft er oft in verschiedene Kostüme. Im Sich-Krank-Stellen schult er seine schauspielerischen Fähigkeiten. Der Vater als klassisches Vorbild feiert ausschweifende, sittlich zweifelhafte Feste, stellt Sekt her von nur schlechter Qualität, der aber eine pompöse Aufmachung besitzt. Das nur eine Auswahl von Dingen, die ihn während seines Lebensweges formen.
Immer wieder muss man Schmunzeln. Wie er mit Schauspielkunst, Sprache und Optik Menschen manipuliert, z.B. bei der Musterungskommission. Dieses Buch ist in erster Linie eine Komödie in anspruchsvoller Sprache. Es zeigt auch immer wieder sarkastisch die unsinnige Trennung des Bürgertums und des Adels bzw. der Reichen. Da erhält Felix einen Orden, weil er als vermeintlicher Adliger ein gutes, aber belangloses Gespräch mit einem König führt.

Verfällt der Roman aber in die ausführliche Beschreibung von Details, ist der Ton meist ernst. Die besondere Aufmerksamkeitsgabe von Thomas Mann beispielsweise feine Mimikzüge präzise zu erfassen und sprachlich darstellen zu können ist beeindruckend. Diese Detailbeschreibungen sind trotzdem ein zweischneidiges Schwert. Sind sie wichtig für die Geschichte (Musterung) oder interessiert einen das Thema (Stierkampf), liest man sie gerne. Andernfalls empfindet man diese Passagen aber als unnötige Längen. Das wird verstärkt durch die besonders geschwollene Sprache, auch wenn sie teilweise dem Humor dient.

Falls man meint, aufgrund der Aufmachung der Buchreihe, Thomas Mann hätte den Nobelpreis für diesen Roman erhalten, so ist das falsch. Er hat ihn bereits 1929 und zwar hauptsächlich für die Buddenbrooks bekommen. Was, hier nur erwähnt, ein grandioses Buch ist.
Dieser Roman hat tolle Passagen, aber die unerfüllten Erwartungen an eine Lebensgeschichte und die häufig überstrapaziert verschnörkelte Sprache lassen mich nur 3 Sterne vergeben.
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am 21. Juli 2014
Diese Aufnahmen entstanden 1 Jahr vor dem Tode Westphals. Seine Stimme ist daher bereits sehr tief, jedoch immer noch kristallklar, selbst alle Zischlaute kommen präzise. Wichtiger noch: Er versteht es, die zum Teil ellenlangen und oft verschachtelten Sätze dem Hörer absolut schlüssig und angenehm vorzutragen, ohne, dass der Faden verloren ginge. Wer einmal versucht, auch nur eine halbe Seite von Thoman Mann vorzulesen, der ahnt, welche fast unlösbare Aufgabe dies ist.

6 von 5 Sternen! Lieber Westpahl, ruhe sanft an der Seite Thomas Manns.
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