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Am Beispiel meines Bruders Taschenbuch – 1. April 2005

4.2 von 5 Sternen 70 Kundenrezensionen

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In Toni Morrisons Roman Menschenkind geistert ein Opfer der Sklaverei noch Jahre später am Ort des Geschehens herum. Auch Uwe Timms älterer Bruder spukt Jahrzehnte nach seinem Tod durch dessen Träume. Nur, dass er zu den Tätern zählt -- anfänglich.

Als Angehöriger der SS-Totenkopf-Division verliert Karl-Heinz auf dem Russland-Feldzug zuerst beide Beine, dann das Leben. Durch das trauernde Nicht-Vegessen-Wollen der Mutter und das zornige Nicht-Vergessen-Können des Vaters wird er für den 1940 geborenen Autor zur mythischen Figur, ist "abwesend und doch anwesend". Als Eltern und Schwester nicht mehr leben, kann er endlich auch darüber schreiben.

Mithilfe der Feldpostbriefe und seiner Erinnerung an die Erinnerungen der Eltern nähert er sich dem fremden Bruder. Dessen Kriegsnotizen "verraten weder den Überzeugungstäter noch aufkeimenden Widerstand", deuten nur an, wie Ganz normale Männer allmählich zu Mordmaschinen werden: "75 m raucht Iwan Zigaretten, ein gefundenes Fressen für mein MG." Timm rechnet mit dem Schlimmsten: Meint "Läusejagd" wirklich nur eine hygienische Maßnahme?!

Eigene Erinnerungen rahmen das Suchbild ein: Nazi-Größen müssen 1945 plötzlich die Straße fegen; der Vater stürzt sich, wie seine gekränkte und kranke Generation, in den "lärmenden Wiederaufbau"; die 74-jährige Mutter reist auf den Spuren des Sohnes in die Ukraine. Timm versucht zu urteilen, ohne zu verdammen, und wittert stets "die Gefahr, glättend zu erzählen".

Ebenso behutsam wie schonungslos legt er menschliche Abgründe offen, bringt deutsche Befindlichkeiten in schlichte Sätze, die nachklingen: "Die Erziehung zur Tapferkeit... führte zu einer zivilen Ängstlichkeit." Oder: "Erst wenn etwas zur Sprache kommt, kann sich auch Widerspruch bilden."

Ein Altachtundsechziger rekapituliert am Beispiel seines Bruders Geschichte im Kleinen und Großen, mehr wehmütig als wütend. Wo er das Schreiben als "Notwehr" begreift, hat es dem Älteren irgendwann die Sprache verschlagen: "Hiermit schließe ich mein Tagebuch, da ich es für unsinnig halte, über so grausame Dinge, wie sie manchmal geschehen, Buch zu führen." --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Pressestimmen

»Eine ebenso dichte wie aussagekräftige Familien-geschichte.«
Jochen Hörisch, Neuen Zürcher­ Zeitun­­g

»Ein kleines, aber überaus wichtiges Buch.«
Klaus Siblewski, Frankfurter Rundschau

»Ein kluges und nachdenkliches Buch, das noch lange nachklingt.«
Focus

»Seine Spurensuche in der eigenen Familie wird zum Psychogramm einer Generation, das den Leser betroffen und nachdenklich zurücklässt.«
Irene Binal, ORF

»Lesenswert - für alle, die wissen wollen, was ein Krieg mit Familien anstellen kann und wie lange er wirklich nachwirkt.«
Oldenburgische Volkszeitung 23.09.2011

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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Uwe Timm hat gerade sein Erinnerungsbuch an Benno Ohnesorg veröffentlicht, dass mich sehr beeindruckt und begeistert hat. Nun habe ich sein Erinnerungsbuch an den Bruder gelesen,
mit dem Uwe Timm bereits vor längerer Zeit eine große Leserschaft erreicht hat. Wer noch keines seiner Bücher gelesen hat, sollte vielleicht mit "Am Beispiel meines Bruders" beginnen, denn auch hier erzählt Uwe Timm sehr persönlich aber immer diskret von seiner Familie und seinen Prägungen!
Wer war der "große" Bruder, der 1943 in Russland fiel, nachdem er im Lazarett unmenschliche Qualen erlitten hatte? Wie hat diese Abwesenheit ihn und seine Familie geprägt? Das sind die zentralen Fragen um die sich dieses schmale, gleichsam gewichtige Buch dreht.
Uwe Timm erzählt von seinen Eltern, dem Pioniergeist der Nachkriegszeit von dem auch die Timms beseelt sind, die sich eine vielversprechende, aber doch zum Scheitern verurteilte Existenz als Kürschner aufbauen. Uwe versucht, in die Fußstapfen des toten Bruders zu treten, lernt - ungern - ebenfalls das Kürschnerhandwerk.
In vielen - manchmal durch Kleinigkeiten ausgelösten - Erinnerungsfragmenten lässt Uwe Timm den Leser an seiner eigenen Geschichte teilhaben, die einzigartig und dennoch repräsentativ ist für diese Generation.
Ein schönes, niemals anklagendes Buch, dass allen Beteiligten versucht gerecht zu werden ohne jemals in eine unkritische Verteidigungshaltung zu rutschen! Ein grandios erzähltes und versöhnliches Buch!
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Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 14. Oktober 2003
Format: Gebundene Ausgabe
In seinem neuen Buch befasst sich Uwe Timm ( Jahrgang 1940 ) mit seiner Herkunftsfamilie. Eindringlich hinterfragt er das Denken und Handeln seines um viele Jahre älteren Bruders, der Mitglied der SS-Totenkopfdivision war und reflektiert am Beispiel seines Vaters " die kranke Generation , die ihr Trauma " ( nicht länger als Herrenmenschen gesehen zu werden) " im Wiederaufbau verdrängten."
Ausschlaggebend für das Buch waren, laut Timm , die Tagebuchaufzeichnungen und Feldbriefe seines Bruders, die dieser aus der Ukraine schrieb und in denen er " geschliffen " und enthumanisiert durch seine " SS-Elite"-Ausbildung, monoton den Kriegsalltag schildert, ohne sich dabei in Details zu verstricken. Sein konkretes Tun bleibt nebulös!
Uwe Timm, der sich intensiv mit den Machenschaften der Soldaten in Russland und der Ukraine befasst hat, weiß um den Massenmord in Babij Jar, einer Schlucht in der Nähe von Kiew. Dort wurden 33 771 Juden seitens eines Sonderkommandos eines deutschen Polizei-Regimentes exekutiert. Zu welchen Handlungen war sein Bruder fähig?
Timms Bruder starb, aufgrund seiner schweren Kriegsverletzungen , im Jahre 1943 und wurde irgendwo in der Nähe von Minsk beerdigt. Sein Tagebuch endet mit dem Hinweis, dass er es " für unsinnig halte, über so grausame Dinge, wie sie manchmal geschehen, Buch zu führen."
Die Elterngenerationen verdrängte nach dem Ende der Nazi-Zeit die Gräueltaten, welche seitens der Deutschen, während des 2.Weltkrieges, begangen worden waren und schwieg. Der Autor analysiert Verstocktheit und Trotz, aufgrund politischer und mentalitätsmäßiger Entmachtung.
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Format: Taschenbuch
Habe das Buch vor einigen Jahren gelesen. Im Einzelnen ist es mir deshalb nicht mehr ganz gegenwärtig. Es hat mich aber nie wieder losgelassen. Gerade jetzt, wo soviel zu lesen, zu sehen, zu hören ist bezüglich der "Machtergreifung" der Nazis vor 80 Jahren (es war ja wohl mehr eine Überlassung der Macht an den Nazionalsozialismus durch die Deutschen Eliten), und dem Ende der Demokratie der Weimarer Republick, ist es mir wieder präsent. Das Buch behandelt Ereignisse und Nachwirkungen des 2.Weltkrieges und Verwicklungen des Einzelnen aus Überzeugung, Mitläufertum, als Freiwilliger oder auch Einberufener. Ganz speziell am Beispiel des Bruders des Erzählers. Es wird deutlich gesagt, und damit widerspricht das Buch der Legende vom Gezwungensein z.B. der Wehrmacht an Erschießungskommandos von Gefangenen, dass es eine Wahl gab. Man konnte nein sagen und wurde deshalb nicht selbst erschossen. Dieses Reinwaschen von Schuld, mit dem Argument "weil man doch mußte", erinnert sehr an die SED-Parteimitglieder die nach der Wende mit eben demselben Argument um Sympathie buhlten, "ihr wisst doch wie es war, wir mussten doch", oder schlimmer, die inoffiziellen Informanten der Staatssicherheit. Gewiss, es waren nicht alles Nazis, die in den Krieg zogen, genausowenig wie es alles schlechte Menschen waren, die der DDR-SED- Einheitspartei zugehörig waren. Das wäre zu einfach, würde die vielfältigsten Grau-Schattierung zwischen Schwarz und Weiss negieren. Aber "gemusst" hat man nicht. Das Buch greift die Frage nach der ganz persönlichen Entscheidungsfreiheit des Menschen auf. Dabei ist Jeder allein. Jeder hat die Wahl und Jeder trägt die Verantwortung.Lesen Sie weiter... ›
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