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Beim Häuten der Zwiebel (Englisch) Taschenbuch – 1. Mai 2008

3.7 von 5 Sternen 72 Kundenrezensionen

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Das im Vorfeld seiner Erinnerungen Beim Häuten der Zwiebel bekannt gewordene Bekenntnis des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Günter Grass, im Alter von 17 Jahren kurz bei der Waffen-SS gewesen zu sein, hat im Blätterwald der Feuilletons viel Staub aufgewirbelt. Vor allem die späte Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit machte den Kritikern offenbar zu schaffen. Jetzt, sagte Grass, sei die Zeit einfach reif dafür gewesen, dieses lang verdrängte Trauma niederzuschreiben. Wer Beim Häuten der Zwiebel aufmerksam liest, kann die Gründe hierfür -- und damit Grass -- besser verstehen.

Die Passage von der Zeit bei der Waffen-SS ist nur ein Bruchteil des fast 500 Seiten dicken Buchs. Es schildert die Kindheit und Jugend des Schriftstellers bis zum Erscheinungsjahr seines hoch gelobten und längst zum Klassiker avancierten Debütromans Die Blechtrommel. Es geht um die Liebe zu seiner Mutter, die den Wunsch, Künstler zu werden, unterstützte, seine Verwirklichung durch ihren frühen Krebstod aber nicht mehr erlebte,. Es geht um Hitlers Überfall auf Polen, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs und das Ende von Grass’ Kindheit bedeutete. Es geht um die Zeit als ideologiegläubiger Hitlerjunge, Luftwaffenhelfer und Kriegsgefangener. Und es geht nicht zuletzt um die Pariser Jahre, in denen die Blechtrommel entstand. Vor allem aber geht es auch darum, „was alles geschehen musste, um diese Sperre vor der Sprache abzubauen, bis es dann zu den Wortkaskaden der ‚Blechtrommel’ kommt“. Dass dies auf verschiednen Zeit- und Reflexionsebenen und mit Hilfe einer überaus eigenwilligen Sprache geschieht, versteht sich bei Grass von selbst.

Grass liebt poetologische Metaphern. In der Novelle Katz und Maus war es die Katze, die mit ihren Streifzügen den „lauernden“, jederzeit die Richtung wechselnden Geschichtsverlauf symbolisch fasste. Bei Im Krebsgang diente der seitliche, mögliche Feinde täuschende Gang des Krebses als Bild für den vorsichtig abwägenden Erzählfluss. Beim Häuten der Zwiebel nun hat Grass diese Vorsicht ein Stück weit aufgegeben. Denn seine Erinnerungen sind ein ehrliches, offenes Buch, bei dem sich sogar ein Teil der Figurenwelt wie Oskar Matzerath aus der Blechtrommel selbstständig macht und Dichtung und Wahrheit ein ums andere Mal ineinander fließen. Auch wenn Grass, sprachverspielt wie er nun einmal ist, seine Biografie nicht gänzlich entblößt, sondern im permanenten Oszillieren mit der Fiktion selbst die Erinnerung wieder ein wenig als Phantasie entlarvt, bietet Beim Häuten der Zwiebel auf literarisch hohem Niveau vielfach Gelegenheit, sich mit dem Werden eines großen Autors auseinander zu setzen. Und beim langsamen Entblättern der Gedächtnisschichten wird einem plötzlich klar, wie viel Autobiografisches sich im literarischen Werk verbirgt. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin.

1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman, Die Blechtrommel. 1999 wurde Günter Grass der Nobelpreis für Literatur verliehen. Bis zu seinem Tod am 13. April 2015 lebte Günter Grass in der Nähe von Lübeck. Sein gesamtes literarisches Werk ist auch bei dtv erschienen.

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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Über Günter Grass' Erinnerungsbuch "Beim Häuten der Zwiebel" ist im Gegensatz zu seinem darin zu findenden Bekenntnis, Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein, vergleichsweise wenig gesprochen worden, was ich angesichts der Qualitäten des Buchs recht schade finde. Wenngleich sich für Grass hiermit - im Buch deutlich erkennbar - auch einiger Rechtfergtigungsdruck breit macht, so schlägt Grass einen alles andere als rechthaberischen Ton an. Grass zeichnet ein sehr persönliches Bild seiner familiären Verhältnisse und sowohl seiner künstlerischen als auch literarischen Entwicklung. Er beschreibt hierbei einen zeitlichen Bogen von der Vorkriegszeit bis in die 2000er Jahre und versucht sich aus der zeitlichen Distanz seinem früheren Ich zu nähern. "Beim Häuten der Zwiebel" ist über weite Strecken eine Hommage an seine durch den Weltkrieg sehr in Mitleidenschaft gezogene Familie und seine ostpreußische Heimat, die Stadt Danzig, die Ostsee und ihre Strände, vor allem aber setzt Grass seiner kunstaffinen Mutter ein literarisches Denkmal. Das Besondere an Grass` Erinnerungsbuch und zugleich thematischer Aufhänger ist, dass die Erinnerung, gewollt oder ungewollt, hin und wieder streikt, und Grass für das Ausloten der sich dann und wann mürrisch der Erkenntnis verschließenden Vergangenheit das Bild einer Zwiebel kreiert, deren Schichten nach und nach freigelegt werden oder das eines Bernsteins, dessen wie zu Eis erstarrter Inhalt zum Geschehenen befragt werden will. Das Bild dieser Zwiebel und dieses Bernsteins wird zwar recht häufig bemüht, ohne aber sperrig zu wirken. Neben der "Blechtrommel" und "Im Krebsgang" ist "Beim Häuten der Zwiebel" meines Erachtens eines der besten Bücher von Grass.
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Format: Taschenbuch
Mitunter tue ich mich mit Günter Grass schwer, z.B. beim Butt. Ganz anders sieht das bei seiner Biografie aus, man liest sie in einem Rutsch und lernt dabei einiges aus der Zeit der dreißiger, vierziger und fünfziger Jahre. Grass steht auch zu seiner HJ-Vergangenheit (anstatt diese wenig schmeichelhafte Phase zu ignorieren!) und fragt sich, wieso er damals der Politik so kritiklos gegenüberstand, sich so leicht hat beirren lassen. Manche machen ihm heute sein Mitmachertum zum Vorwurf. Lächerlich! Es kommt darauf an, wie sich ein Mensch entwickelt. Das zeigt dieses Buch sehr gut.
Ein wenig nervig sind die laufenden Hinweise auf seine Romane und Gedichte. Person X ist die spätere Person Y in "Hundejahre" und so weiter ... Das erinnert an Basar-Mentalität, wenn möglicherweise auch ungewollt. Dass Grass das überhaupt nicht nötig hat versteht sich. Die Biografie ist jedenfalls lesenswert. Ähnlich der sortenreichen Kulturpflanze trifft sie beim Lesen viele Geschmacksnerven.
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Von Paul Grass am 21. Oktober 2014
Format: Taschenbuch
Mir ist dieses Buch neulich erst in die Hände gefallen und ich habe es in einer Phase der Langeweile gelesen. Natürlich schreibt Grass gelegentlich ein wenig sperrig, mich hat seine Lebensgeschichte dennoch sehr gefesselt und auch beeindruckt. Eigentlich ist er mir immer eher unsympathisch gewesen, nun kann ich ihn aber ein wenig besser verstehen.
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Format: Taschenbuch
Was vor und was nach seiner Kindheit geschehen ist dränge sich fast unerträglich an die Oberfläche. Wenn er sich aber die Erinnerung an den Jungen in kurzen Hosen und Kniestrümpfen ins Gedächtnis rufen will, ergreifen dessen Gedanken die Flucht weil sie nicht gedacht werden wollen. Das war mal, jetzt ist alles ganz anders, und überhaupt würde man gerne beschönigen, was sich nicht beschönigen lässt. Schicht um Schicht gälte es auf die Ereignisse jener Zeit genau hinzuschauen und sie abzutragen, an die nur noch Gegensätnde zu erinnern vermöchten, wenn man willens wäre ihnen eine Sprache zu verleihen.

Als Jazz-Trio für Unterhaltungsmusik sichern sich drei Musiker ihre Existenzgrundlage. Ein Gitarist, ein Banjospieler, und Grass am Waschbrett. Sie treten im "Zwiebelkeller" auf, wo innerlich erstarrte Gäste auf Hackbrettern Zwiebeln zerkleinern. Haut um Haut freigelegt bahnen sich Erinnerungen ihren Weg in die Gegenwart und die Leute heulen dazu Rotz und Wasser im Dämmerlicht der Petroleum-Lampen.

Nicht nur schildert der Autor auszugsweise fragmentarisch sein Leben, er verquickt Wahrheit und Fiktion, entlarvt so manches als Lüge und geht schonungslos gegen ungenaue Erinnerungen an.

Ich erachte das Buch als sehr lesenswert weil es auch in unserer Zeit einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert hat. Es spiegelt u.A. unsere Geschichte die wir nicht einfach abstreifen können. Möge es viele Leser finden.
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Von la Gila TOP 100 REZENSENT am 25. November 2015
Format: Taschenbuch
Von Günter Grass hatte ich bislang nur das Buch Die Blechtrommel gelesen und kam durch Zufall zu dem Buch "Beim Häuten der Zwiebel." Einfühlsam und vorsichtig beschreibt er mal aus Sicht des kleinen Jungen bis zum pubertierenden Knaben und dann wieder gestandener Mann sein Leben, wo er rückblickend auf eigene Erinnerung seine Kindheit im Alter von zwölf Jahren in Danzig am Labesweg durch den beginnenden Krieg verlor.

Die Erinnerungen an vergangene Zeiten wecken Günter Grass's Ehrgeiz und behutsam wie das Schälen einer Zwiebel legt er Schicht für Schicht seines Lebens frei. Die Zwiebel hat viele Häute und vergleichbar kommt zum Vorschein, was vor und nach seiner Kindheit geschah. Er selbst beginnt in seinem Buch als pubertierender Junge, erzählt von seinem Hang zu Maler-Sammelbildern und die dadurch erworbenen Kenntnisse zur Kunst, breitet sein Familienleben aus und wie er zum Schuldeneintreiber seiner Mutter wurde.

Günter Grass erzählt von dem Beginn der Hitlerzeit, von der Erschießung seines Onkels und dem beginnenden Wahnsinn dieser unglückseligen Zeit, die ihn genauso gefangennahm wie unzählige Menschen seines Alters, die sich von Versprechungen und gezielter Propaganda der Nazis blenden ließen. Gut nachvollziehbar ist seine Begeisterung, die ihn als Mitglied des Jungsvolks packte und und er zum Jungzugführer wurde. "Jugend muss von Jugend geführt werden" und beinhaltete Zeltlager, Geländespiele, Lagerfeuer und mehr und führte weg von seinem als kleinbürgerlich empfundenen Mief des Elternhauses.

Das späte Erwachen kam und endete in Kriegsgefangenschaft.
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