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Kundenrezensionen

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am 11. Juni 2013
nach dem vermeintlichen Happy End? Selten wurde diese Frage so gut im Kino beantwortet. Fast schon akribisch demontieren Celine und Jesse ihre mittlerweile zum Alltag gewordene Beziehung. Und trotzdem bleibt am Schluß der kleine Streif am Horizont, das sie es irgendwie schaffen auch diese Klippe zu umschiffen, denn wer wenn nicht die Beiden?
Viel wurde vorher über den Film geschrieben, viel auch negativ. Aber das konnte mich nicht davon abhalten meinem Lieblingsfilmpaar wieder auf der Leinwand zuzusehen. Natürlich sind auch die Beiden erwachsener und reifer geworden- Dinge wie Arbeit, Kindererziehung und wenig Zeit für Zweisamkeit bestimmen auch ihren Alltag. Und doch finde ich, der Film ist eine würdige Fortsetzung, eben weil er ein realistisches Bild zeigt.
Die Geschichte ist wieder toll erzählt, E. Hawke und J. Delpy spielen zauberhaft und intensiv zugleich mit R. Linklater als Dirigent im Hintergrund.
Dieser Film schafft es auf jeden Fall zu seinen Vorgängern auf das DVD-Regal und vielleicht ja auch eine Fortsetzung 2022?
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am 21. Juli 2013
Julie Delpy und Ethan Hawke haben sich als Céline und Jesse in "Before Sunrise" lieben gelernt, in "Before Sunset" wiedergefunden und streiten sich nun, neun Jahre später, im dritten Teil der ‚Langzeitstudie’. In "Before Midnight" sind Céline und Jesse endlich ein Paar. Er hat seine Erlebnisse mit Céline in zwei erfolgreichen Büchern verarbeitet, ist zufrieden und immer noch verspielt, während seine Frau ihm Zwillinge geboren hat und dort angekommen ist, wo man das Leben in Frage stellt: in der Realität.

Céline und Jesse haben ihren Urlaub in der Villa eines Freundes verbracht und bringen Jesses Sohn aus erster Ehe zum Flughafen. Mit dabei sind ihre gemeinsamen Zwillinge. Das Paar wirkt nach wie vor verliebt, man neckt sich in aller Freundschaft und spielt sich die (verbalen) Bälle zu. Die Stimmung kippt, als die beiden widerwillig das Angebot ihrer Gastgeber annehmen, die ihnen ein luxuriöses Hotelzimmer gemietet haben, in dem sie ungestört von den Blagen eine Nacht verbringen können. Ohne die Fesseln des Alltags erkennt Céline, dass sie in der Beziehung zu kurz kommt. Sie kritisiert, dass Jesse ihr Glück aufs Spiel setzt, weil er wieder näher bei seinem Sohn leben möchte, was zu Konflikten mit seiner Ex führen und ihren eigenen Karriereplanungen entgegenstehen würde. Jesse versucht auf seine lockere naive Art, die Situation zu retten und provoziert damit Céline nur noch weiter. Schließlich arbeiten beide die Mängelliste ihrer Partner ab. Beide kennen die Schwächen des anderen und jeder Hieb endet mit einem ‚Treffer versenkt’, bis Céline schließlich konstatiert, dass sie Jesse nicht mehr liebt, womit sie eine mögliche Trennung inkludiert. Die Ultima Ratio eines Beziehungsstreits.

Ein Streitgespräch bietet natürlich ein weitaus höheres verbales Potenzial, als der verliebte Austausch von Weltanschauungen der ersten beiden Teile der Reihe. Die Dialoge sind perfekt choreografiert und die scheinbar perfekte Beziehungssituation, mit der der Film beginnt, hat den Zuschauer so weit eingelullt (aber auf eine unterhaltsame Art und Weise), dass der Konflikt wie ein Schock wirkt – ein Schock, der Jesse ähnlich wie den Zuschauer trifft. Nicht weniger trifft der Wiedererkennungseffekt der ausgetauschten Schläge unter die Gürtellinie. Unterhaltsam ist vor allem der auf wenige Minuten kondensierte Konflikt, der all das auf den Partner rsp. Gegner ablädt, was sich in neun Jahren ‚unter der Decke’ angesammelt hat.

Absolut empfehlenswert!
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am 8. Juni 2013
Mit „Before Midnight“ legt das Trio Linklater/Hawke/Delpy den unschönsten, vielleicht aber wichtigsten Teil ihrer mittlerweile 18 Jahre umspannenden Liebesgeschichte vor. Die Vorgängerfilme lebten vor allem von der zarten Annäherung der beiden Protagonisten und ihrer vagen Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft. Waschechte Liebesfilme eben. Teil drei zieht nun eine recht ernüchternde Bilanz und erzählt von einer durch den Alltag ramponierten Beziehung, die erwachsen geworden ist. Die Helden im kräftezehrenden Dauerclinch. Zwar nervt auch dieser Teil wieder mit viel pseudo-gescheitem Gelaber, das die Figuren zu den wissenschaftlich-distanzierten Beobachtern ihres eigenen Lebens werden lässt. Der Film findet aber auch immer wieder Momente von eindringlicher Wahrhaftigkeit. Dass „Before Midnight“ trotz alledem nicht die Gewissheit um die Endlichkeit von Liebe propagiert, sondern auch immer wieder einen Funken Hoffnung und jugendlicher Romantik durchschimmern lässt, ist tröstlich und macht diese „Szenen einer Ehe“ erst erträglich.
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am 6. Juni 2014
Man muss schon wissen, worauf man sich einlässt, bevor man sich "Before Midnight" zu Gemüte führt: Der Film stellt die dritte Episode aus der Story von Jesse und Celine dar. Alles begann Mitte der Neunziger in Wien ("Before Sunrise"), dann ein "zufälliges" Wiedersehen ein Jahrzehnt später in Paris ("Before Sunset", damals mit schönem, zu Spekulationen animierendem Ende) und nun, ein knappes Jahrzehnt später, finden wir die Beiden in Griechenland wieder...ich will zur Story mal nicht mehr verraten.
Wer die ersten beiden Filme mochte, wird sich auch im dritten Teil der verkorksten Lebens-Love-Story auf ein Wiedersehen mit den Protagonisten freuen. Wie schon "Before Sunset" ist "Before Midnight" wieder extrem dialoglastig, ein Umstand den viele meiner Vorkritiker bemängeln. Ich sehe das anders: Im Endeffekt sind alle drei Filme Kammerspiele ohne Kammer. Die Locations waren/sind dabei (unter Ausnahme von Wien) von untergeordneter Bedeutung und austauschbar, was zählt war/ist die Interaktion der beiden Hauptdarsteller. Gut gefällt/gefiel mir dabei der Realitätsbezug: Jesse und Celine sind Menschen zum Anfassen, nicht optimal gestyled oder durchtrainiert, eben Menschen wie Du und ich mit Problemen und Sorgen wie Du und ich.
Also, ansehen oder nicht? Ja, aber nur nachdem man die ersten beiden Teile (in chronologischer Reihenfolge) gesehen hat und nur, wenn einem die Machart der beiden Vorgänger gefiel! Und ja, der Film hat schon auch seine Längen... ds
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am 28. Februar 2014
Es ist für mich der erste Teil dieser Film-Trilogie gewesen. Erst danach, weil ich von diesem Film so begeistert war, habe ich mir die anderen Teile besorgt. Das beweist: man kann definitiv jeden einzelnen Film als in sich abgeschlossen betrachten.

Before Midnight ist ein herrlicher Film, nicht nur für Romantiker, sondern auch für Menschen, die sich mit den (zwischenmenschlichen-) Fragen des (Beziehungs-) Lebens auseinander setzen und "spritzige" Dialoge lieben.
Die Schauspieler sind meiner Meinung nach grandios.
Alles spielt in einer wunderschönen, mediterranen Umgebung.

Normalerweise schreibe ich keine Filmrezensionen, aber für diesen - meinen neuen Lieblingsfilm, musste ich mal eine Ausnahme machen. Er hat (noch) mehr Publikum verdient!
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am 15. November 2015
Ich kenne die ersten beiden Teile und bin sozusagen mit ihnen erwachsen geworden. Und ich muss sagen, dieser gefällt mir am besten. Ich finde das Besondere an allen Teilen dieser Filmreihe ist der Fokus auf die Kommunikation eingeschlossen in eine fließende Handlung, durchgängig und ohne Lücken. Doch hier hat der Film durch die Einbeziehung weiterer Charaktere, eine gewisse Lebendigkeit und Abwechslung, die ich in den anderen Teilen ein bisschen vermisst habe. Dazu die Landschaft und die Bilder eines Sommertages in Griechenland. Ein wunderbarer Film und ich hoffe sehr, dass in 9 Jahren vielleicht der nächste Teil erfolgt und man diesem Paar weiter zuschauen kann!
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am 30. November 2013
Am Ende ihres gemeinsamen Griechenlandurlaubs bringt Jesse seinen dreizehnjährigen Sohn Henry zum Flughafen. Henry fliegt zurück zu seiner Mutter nach Chicago. Jesse lebt mit seiner Frau Celine und den beiden Töchtern in Paris. Auf dem Rückweg zum Feriendomizil entbrennt zwischen Jesse und Celine ein lang andauerndes Wortgefecht, das durchaus das Niveau von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf erreicht.

Man nehme einen wunderschönen Urlaubsort, setze drei Generationen an einen mediterran gedeckten Tisch mit reichlich Wein und lasse sie vor sich hin philosophieren. Heraus kommen zahllose Dialoge und manchmal auch Monologe über das Leben, das ja so schwer zu begreifen ist. Besonders dann, wenn es so unendlich schön ist, dass es weh tut. Auf das Klagen auf hohem Niveau verstehen sich die beiden Protagonisten bereits aus ihren beiden vorigen erfolgreich verfilmten Zusammentreffen. Viel fürs Auge bieten die Szenenbilder nicht. Der Raum gehört den Handelnden. Regie und Schauspielern ist eine unterhaltsame Fortsetzung gelungen.
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am 22. Januar 2014
Im Gegensatz zu den zwei ersten Filmen (Before Sunrise und Before Sunset) dieser aussergewöhnlichen Serie, die sich meiner Ansicht nach eher durch ihre Form von üblichen Beziehungsfilmen abhoben als durch den Inhalt, fand ich diesen dritten Film auch Inhaltlich beeindruckend. Ich denke, dass er viele Denkanstösse für Menschen bietet, die in mehrjährigen Beziehungen leben; eine Aufforderung zu einer offenen Diskussion. Der Film besteht nahezu nur aus Dialogen zwischen den zwei Hauptfiguren über ihre Beziehung und über ihre Wünsche und Bedürfnisse.
Es ist nicht notwendig, die ersten zwei Filme zu sehen, um Before Midnight zu schätzen, aber sie helfen, sich der Veränderungen besser bewusst zu werden, die sich in einer Beziehung zwischen zwei Menschen vom Kennenlernen, sich verlieben bis zum Elterndasein ergeben können.
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am 18. Oktober 2014
Ich kenne die Vorläufer, "Before Sunrise, Before Sunset". Toll, die Geschichte weiterzuführen.
So ist das Leben. Wer hat nicht diese Erfahrungen gemacht? Es klingt an, dass Leben nicht nur Verliebtsein und Leidenschaft ist. Da kommen Verantwortung füreinander und die Kinder dazu. Da spielt Freundschaft, Vertrauen, sich aufeinander verlassen können, eine immer größer werdende Rolle. Ja, und eine lange Beziehung ist auch Heimat.
Schade, bei uns gibt es den Film nicht mal in der Videothek, ist wohl zu anspruchsvoll, deshalb der Kauf. Habe sie an meine Kinder weitergereicht, die haben jetzt ähnliche Probleme und Fragen, wenn sie mir das auch nicht eingestehen würden.
Könnte mir vorstellen, dass eine Fortsetzung in 15 Jahren, wenn die Kinder groß sind und aus dem Haus gehen, sinnvoll wäre. Das ist doch auch eine Phase, in der ein Paar sich neu finden und bestimmen muss.
Sehr zu empfehlen.
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am 10. November 2013
Lange schon habe ich mich auf diesen Film gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Jesse und Celine führen uns auf eine Reise durch das Chaos ihres Alltags. Durch die Tücken des Zusammenlebens von Mann und Frau. Ich habe mich köstlich über ihre Streitereien amüsiert, die wirklich sehr gut beobachtet und pointiert waren. Ein großes Lob an die Drehbuchautoren. Wirklich anrührend war ihre Versöhnung am Ende und man bekam einen Eindruck davon, wie stark ihre Liebe, trotz all der gegenseitigen Vorwürfe doch ist.
Mein Fazit: Ein wunderbarer, wahrhaftiger Film, ohne Kitsch und doch voller Gefühl!
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