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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
24
Beethoven: Der einsame Revolutionär
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:29,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 18. Mai 2018
Als Dreizehnjährige hörte ich die Große Fuge op.133 von Beethoven. Da ist etwas in mir und mit mir passiert. Der Zauber hält bis heute über mein sechzigstes Lebensjahr hinaus an.
Beethovens Musik ist für mich meine Hausapotheke geworden. In glücklichen Momenten höre ich sie, um mein Glück noch zu verstärken. Aber vor allem wenn Mutlosigkeit in Verzweiflung übergeht sind es, vor allem die Spätwerke, die mir immer wieder eine Leiter sind ,um aus dem schwarzen Loch heraus zu krabbeln.Das funktioniert aber nur mit Beethoven, obgleich ich natürlich auch andere Musik höre.
Glaubte ich doch nichts neues mehr erfahren zu können über Ludwig van Beethoven wurde ich durch Jan Caeyers eines Besseren belehrt.
Diese Biographie ist mit Liebe und einer gehörigen Portion Humor geschrieben worden ( ganz im Sinne Beethovens ). Keine staubtrockene Aneinanderreihung von Fakten. Auch habe ich teilweise meine Einstellung zu Menschen revidiert, welche Beethoven umgaben.
Josephine kommt dabei sehr schlecht weg. Ich war schon immer der Ansicht, dass sie diese "Unsterbliche Geliebte" ist .Schön, intelligent, gebildet, zweimal zwangsverheiratet... Nö, so war's ja nicht. Eigentlich war mir immer egal wann, wo, und mit wem Beethoven seine erotischen Gefühle ausgelebt hat. Aber durch diese Biographie von. J.C. bin ich richtig mobilisiert mich damit näher zu befassen.Das ist ja ein richtiger Krimi. Habe nun weitere Literatur bestellt. Mal sehen was sich mir dann für ein Bild von dieser Josephine zeigt. Aber z.Zt. ist sie für mich ein moralisch runtergekommenes verlogenes Wesen .Wenn sie Sex brauchte gingen bei ihr im Schädel die Lichter aus. Leichter als Luft und scharf wie Nachbars Fiffi. Verständlich das die Verhältnisse der Zeit, in welcher sie lebte, sie fast erdrückten. Heute mit Pille und sonst was für Verhütungsmethoden hätte sie munter drauf los machen können. Aber wie brachte es Jonannes Brahms auf den Punkt: Wo man lebt lebt man alle Verhältnisse mit, und es ist eine Einbildung sich aussuchen zu können was einem gefällt. Das war so, das ist so und wird auch so bleiben.
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am 3. Dezember 2013
Mir wurde diese Beethoven Biographie von der Leiterin eines Lese-Hauskreises empfohlen. Seit ich ihn sie auf meine beiden Kindle heruntergeladen habe, lesen meine Frau und ich sie parallel und tauschen forrtwährend unsere neuen Erkenntnisse über Beethoven, seine Kompositionen, sein Privatleben, seine frühe Schwerhörigkeit, sein Liebesleben, seine Begegnungen mit berühmten Personen seiner Zeit etc aus. Auf Kindel merkt man auch nicht die hohe Seitenzahl nicht. Wegen der Spannung und der Neugier zerrinnen einem die Seiten wie im Nu.
Sehr zu empfehlen. 5 Sterne ohne Einschränkung verdient.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 16. April 2013
Sehr gut geschriebene und recherchierte Biografie!
Ich finde sie für Laien und auch für Profis sehr gut lesbar, sie hat bei ihren 755 Seiten (reiner Text, danach folgen Anmerkungen usw.) nur wenige Längen, die meiste Zeit habe ich gedacht, "oh nur noch 355 Seiten,... nur noch 200" usw. Ich war richtig traurig als es zu Ende war. Von mir aus hätte das Buch noch doppelt so dick sein können.
Ich finde es sehr kurzweilig und werde es mit Sicherheit bald wieder lesen, was ich sonst eigentlich nie mache!
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 23. Februar 2012
Ein tolles Buch und eine hervorragende Biographie ist das jetzt auf Deutsch erhältliche Werk des an der Universität Löwen lehrenden Professors Jan Caeyers "Beethoven. Der einsame Revolutionär."

Umfassend, tiefgründig, einfühlsam und mit hohem musikalischem Sachverstand beschreibt Caeyers auf knapp 800 Seiten (inklusive Anmerkungen)Leben und Musik dieses außergewöhnlichen Komponisten. Zunächst war ich etwas skeptisch, hatte ich doch schon einige Musikerbiographien gelesen, die mir nicht gefallen hatten, da diese zu sehr auf die Musik und deren Bedeutung abzielten. Die Skepsis wich aber bereits nach kurzer Zeit. Dieses leicht lesbare Buch, sehr spannend und gut verständlich geschrieben, fesselt seinen Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Kein Wunder das Cayers Werk in Belgien und den Niederlanden ein Bestseller war. Der Autor lässt keine Fragen unbeantwortet und löst so manche Legende über Beethoven auf, zugleich gelingt es ihm ausgezeichnet den Charakter des etwas exzentrischen Künstlers nachzuzeichnen. Ceyers geht auch ausführlich auf Beethovens gesundheitlichen Probleme ein, bekanntermaßen war der Künstler in den letzten Jahren beinahe taub zudem sah er noch sehr schlecht. Ursache letzteren Leidens war vornehmlich Beethovens ungewöhnlich hoher Alkoholkonsum, den einige Biographen bisher dezent unterschlagen haben.
Besonders gefallen hat mir an diesem Buch wie der Autor es vermag auch nicht Musikern die Besonderheiten von Beethovens Musik in einfachen Worten verständlich zu erläutern.

Insgesamt kann ich nur raten, dieses ausgezeichnete Buch zu kaufen und zu lesen. Es lohnt sich wahrhaftig!

Weniger als fünf Amazonsterne wären nicht gerechtfertigt.
57 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 25. Mai 2013
Keine romantische Vergötterung, sondern sachliche und doch bildhafte Information. Vorausgesetzt wird natürlich, dass man von den besprochenen musikalischen Werken etwas versteht.
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am 9. Juli 2014
Es gibt zur Zeit einfach keine bessere Beethovenbiographie als diese. Das kann man drehen und wenden, wie man will, es ist einfach so! Punkt!
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am 19. Juni 2014
Das Werk: Beethoven "Der einsame Revolutionär" von Jan Caeyers wird als von mir verschenktes e-Book hoffentlich auch ebenso gut wie mir selbstgefallen. Erika Leue
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am 4. März 2015
Ich hätte nicht gedacht, noch eine Beethoven Biographie zu lesen. Diese aber hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Es gab sogar Neues zu entdecken, Neues zu berücksichtigen, Neues zu Denken. Danke Jan Caeyers
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am 31. August 2017
Ich habe diese wundervolle Biografie geradezu verschlungen und das Buch in nur wenigen Tagen durchgelesen, weil es so fesselnd und interessant geschrieben ist, dass man es kaum wagt, es aus der Hand zu legen.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 27. August 2012
Es wäre eine Illusion zu glauben, dass man heute noch grundlegend Neues über Beethoven herausfinden kann; dazu ist sein Leben zu gründlich erforscht und die Quellenlage zu lückenhaft - ein gewisser Schindler, den Caeyers als "ekelhaften Kriecher" hinreichend kritisiert, ein selbsternanter Freund Beethovens, hat kurz nach dessen Tod alles, was das Ansehen des Meisters ist ein zweifelhaftes Licht rücken könnte, vernichtet. So arbeitet sich diese Biographie an den bekannten Themen dieses ebenso erfüllten wie verzweifelten Lebens ab:
Die Bedeutung des Vaters Jean, einem Chorsänger und Alkoholiker, der nach dem Tod seiner Frau quasi entmündigt wurde, so dass Ludwig van Beethoven früh alle Verantwortung für die Familie übernehmen musste. Jan Caeyers stellt den Vater in etwas milderem Licht als die bisherigen Biographen dar, betont, dass er seinem Sohn immerhin die richtigen Musiklehrer verschafft habe.
Da ist die große unerfüllte Liebe zu der adeligen Josephine von Brunswick, die ihn unzweifelhaft ebenfalls liebte, aber diese Gefühle - auch nach der Trennung von ihrem regulären Ehemann - dem gesellschaftlichen Prestige und ihren Kindern opferte, für die der ständig klamme Komponist nicht der richtige Vater gewesen wäre. Im Anschluss an diverse Forschungsarbeiten ist Jan Caeyers ganz entschieden der Meinung, dass auch die geheimnisvolle Geliebte seiner späteren Jahre nicht Antonia Brentano, sondern eben Josphine ist.
Da ist der verlorene Kampf um die Vormundschaft seines Neffen Karl, dem Sohn seines Bruders, den er nach dessen Tod gern selbst großgezogen hätte.
Und natürlich die Taubheit. Auslöser war nicht Typhus, schon gar nicht Syphilis, sondern ein damals häufig vorkommendes "Floh-Fleckfieber", das er sich auf einer Konzertreise holte. So genau wie hier konnte man bisher wohl nirgends nachlesen,wie Beethoven diese Erkrankung erlebte, wie er sie anfangs in Schach hielt, wie er die Neuerungen im Klavierbau ausnutzte - namentlich die englischen Klaviere wurden damals immer lauter -, so dass er wenigtens partiell noch Musik hören konnte, während er Gespräche nur noch mit Hörrohren, Schiefertafeln und sogenannten Konversationsheften bestritt. Vollständig ertaubt, so dass er gar nichts mehr von der Musik hörte, war Beethoven demnach erst in seinen letzten drei Lebensjahren.
Faszinierend finde ich vor allem die Darstellung seiner wirtschaftlichen Stellung: Er ist der erste bürgerliche Komponist,in dem Sinne, dass er versuchte, von dem Verkauf - dem Druck - seiner Kompositionen zu leben; er ist bekannt für einige n heroische Äußerungen gegenüber dem Adel, aber er bleibt doch finanziell immer abhängig von adligen Mäzenaten (Waldstein, Lichnowski etc. ) Mit Ausnahme der "Lärmlawine", wie es hier treffend heißt, "Wellingtons Sieg", die Beethoven Ruhm und Geld wie nie zuvor verschafte, ließ er sich niemals von seinen Gönnern künstlerisch beeinflussen.(Seine anderen großen Erfolge zu Lebzeiten waren "Adelaide", die 1. und die 9. Symphonie und die erst später so geannte Mondscheinsonate, "Fidelio", reüssierte erst in einer vollständig umgearbeiten Fassung, und seine Streichquartette erreichten vor allem die Kenner.)
Diese Biographie ist randvoll von liebevollen Porträts der Freunde von Beethoven - etwa Carl Czerny, das Wunderkind, das aber für eine Karriere nicht gemacht war und das sich früh in den Dienst von Beethoven stellte - von wissenswerten Details über die damalige Konzertpraxis(vielmehr freie Improvisationen als der heutige Klassikbetrieb auch nur erahnen lässt!), über Revolutionen im Instrumentenbau (der Geigenbogen wurde damals sozusagen neu erfunden)und über den Einfluss der großen Politik. Und Jan Caeyers ist wohl der erste Biograph, der Beethovens Bearbeitungen schottischer und irischer Folklore (würde man sie aufnehmen, bräuchte man dazu sechs CDs) nicht ein paar vorschnell und ungerechtfertigt abwertende Zeilen, sondern ein ganzes Kapitel widmet.
Ein fesselndes, großes Buch, dem man die kleinen stilistischen Mängel - etwa jede zwanzig Seiten meint der Autor einen vermeintlich fetzigen Begriff wie "Groupie" (zu Bettina Brentano, früher sagte man charmanter: Muse) oder "VIPs" oder "Marketing-Mix" (zu der Doppelwidmung der "Eroica") - gern verzeiht.
14 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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