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Kundenrezensionen

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am 9. Dezember 2005
Mir sind nur wenige Schriftsteller bekannt, die die skurrile Leistung eines sich selbst erzeugenden Buches vollbracht haben. Daniel Kehlmann kann das, auch wenn die Phantasie dabei manchmal (nach meinem Geschmack noch zu oft) mit ihm durchgeht.
In Anlehnung an M. C. Escher sich selbst zeichnenden Hände hat Kehlmann dieses Buch geschaffen. Autor und Leser wissen nicht: Träume ich oder ist das Wirklichkeit?
Alles hängt mit allem zusammen. Kehlmann, Beerholm und der Leser stehen vermeintlich mehrfach kurz vor der alles umfassenden Erkenntnis, dem Verstehen der universalen Zusammenhänge. Und nicht nur Beerholm ergreift dabei der Schwindel, so, wenn er den (meta-) physischen Zusammenhang der mathematischen Unendlichkeit und dem christlichen Glauben herstellt.
Immer wieder beschreibt Kehlmann in seinen Werken Menschen an der Grenze zum Wahnsinn, hier den Zauberer, Magier Beerholm.
Kehlmann ist dabei nichts heilig. Allmachtsphantasien suchen Kehlmann, pardon, Beerholm heim. Selbst vor christlichen Allegorien wie der des "brennenden Busches" macht er nicht halt. Am Ende, so scheint es, gehorcht ihm gar die Materie. Doch gleich Ikarus, der der Sonne zu nahe kommt, ist der Absturz Beerholms programmiert, natürlich nicht, ohne die Fallgeschwindigkeit vorher zu berechnen.
Traumgleich erschafft Beerholm sich auch seine Eva/Nimue, von der weder er noch der Leser letztlich genau sagen können, existiert sie nur in seiner Phantasie oder ist sie wirklich?
Ein im wahrsten Sinne des Wortes "traumhaftes" Buch. Allerdings nur für Leser, die so etwas schätzen. Unschwer lassen sich Anlehnungen an große andere Autoren erkennen. So erinnert mich nicht nur das Kapitel 4 stark an Hermann Hesses "Glasperlenspiel".
Am Ende dieses Buches wacht der Leser wie aus einem schweren Traum auf - und fragt sich "Habe ich das nun gelesen? Oder habe ich nur geträumt, so ein Buch gelesen zu haben?" Ich versichere Ihnen, ich bin mir selber nicht ganz sicher ...
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am 17. Oktober 2007
Dieser Roman des mittlerweile renommierten Autors stammt aus dem Jahre 1997, als Kehlmann gerade 22 Jahre alt war. Darauf weist auch der hohe Anspruch hin, den er in der romanhaften Verbindung von Mathematik, Religion und Magie stellt. Ein anderer hat vor ihm ein ganzes Leben gebraucht, um diese drei Gebiete in einem umfassenden Werk zu "fassen", doch Kehlmann wollte offensichtlich im Schnelldurchgang und auf 250 Seiten erfassen, "was die Welt im Innersten zusammenhält". Seine schriftstellerische Qualität zeigt sich immerhin darin, dass der Versuch nicht zur Lächerlichkeit gerät, obwohl er die drei Gebiete im "Handstreich" erobert.

Der Ich-Erzähler wächst - überdeutliches und dramaturgisch nicht notwendiges Symbol für die "Unbehaustheit" des Menschen - als Adoptivkind eines kinderlosen Ehepaares auf. Nach dem frühen Blitzschlagtod der Ziehmutter - nächster ironischer Symbolverweis auf das Überirdische! - bringt er die folgenden Jahre in einem Schweizer Internat zu, wo er schon bald seine Liebe zur Mathematik entdeckt. Doch die Abgründe der Mathematik, nämlich das in dieser Wissenschaft geradezu obszöne Aufscheinen des Undefinierten - vulgo: Unendlichkeit - in der Gestalt der Singularität schockieren den von der in sich geschlossenen Logik der Mathematik faszinierten Jungen geradezu elementar. Dass eine mathematische Funktion - als Beispiel nennt Kehlmann f(x)=4/x - an einer Stelle ins "Unendliche", nicht mehr Fassbare ausbrechen kann, nimmt für ihn jenseitigen Charakter an, was seine Hinwendung zur Religion zur Folge hat. Er beschließt Theologie zu studieren und bringt es auf diesem Gebiet sogar zu den niederen Priesterweihen. Doch wochenlange Exerzitien mit absolutem Rede-, Arbeits- und Leseverbot lassen ihn an der strengen, keiner menschlichen Logik zugänglichen Disziplin der Religion zweifeln. Die bedingungslose Unterwerfung unter einen nicht hinterfragbaren Glauben lässt ihn zum zweiten Mal ausbrechen und sich in seine Jugendleidenschaft, die Magie, retten. Diese Rückwendung zur ursrprünglich kindlichen Zauberei - und nichts als eine professionelle Variante dieses Zeitvertreibs ist es anfangs - wirkt wie eine Kapitulation vor den erkenntnistheoretischen Grenzen des menschlichen Geistes. Was man weder mit Mathematik noch mit Religion erklären kann, dem musss man in geradezu verzweifelter Ironie mit dem Zaubertrick gegenübertreten. So wie die Kunst des Zauberers aus simplen, wenn auch lange geübten Tricks besteht, so ist auch die Welt nur ein Zaubertrick einer höheren Instanz, die sich über die dummen Zuschauer lustig macht.

Auch wenn Kehlmann mit diesem Buch eine durchaus spannende, temporeiche und über weite Strecken geistreiche Geschichte entwickelt, zielt der Themenkomplex letztlich doch höher als die Kugel schließlich fliegt. Zu schnell werden die weiten Felder der Mathematik und der Religion durchschritten und im Vorbeigehen abgegrast, zu wenig trägt die Magie wirklich als Alternative oder als Pakt mit dem Bösen; zu sehr bleibt die Geschichte im Unverbindlichen weil nur Originellen stecken. Dennoch ist die Lektüre jedem durchschnittlichen Thriller oder den pseudo-tiefsinnigen Nabelschauen schwermütiger Jungdichter vorzuziehen, und die Gedanken über Mathematik und Religion entbehren nicht einer gewissen Originalität.
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am 7. September 2006
Lange nicht habe ich einen Roman gelesen, der mich so sehr angesprochen hat und die Identifikation mit dem äusserst sensiblen, menschenscheuem Protagonisten war rührend.

Ein Idealist mit einem Traum, der es ihm kurzzeitig ermöglicht, der Realität zu entfliehen, doch schließlich in den Wahnsinn treibt.

Gleichzeitig ein Kampf gegen die stumpfsinnige Masse Menschheit

und der erneute Beweis für die Beschränktheit des menschlichen Geistes im Versuch Gottes Schöpfung zu verstehen.

Der beste Roman Kehlmanns, obwohl der warscheinlich unbekannteste.
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am 19. Mai 2016
Der Lebensbericht eines jungen Mannes, der auf dem Weg der Selbstfindung in eine Sackgasse gerät. Zunächst wendet er sich der Religion zu, um dann zu erkennen, dass ihn seine frühe Neigung zur Zauberkunst mehr erfüllt. Aber auch als erfolgreicher Magier bleibt er auf der Suche, ohne das Ziel wirklich benennen zu können.

Der Bericht ist an eine unbekannte Liebe des Protagonisten adressiert, von dem der Leser nur wenig erfährt und es bleibt unklar, ob es sich hier tatsächlich um eine reale Person handelt. Das Kapitel, welches sich diesem Thema näher annimmt, wirkt leider etwas „eingeschoben“ und bringt am Ende auch nicht mehr Licht ins Dunkel. Es sorgt eher für die Untermauerung der Zweifel, was aber – sprechen wir das Herrn Kehlmann nicht ab – auch gewollt sein kann. Alles in allem ist die Geschichte sehr interessant und – ohne große Effekte zu bemühen – auch spannend zu lesen.

Die zarte Verbindung von Mathematik, Religion und Magie (zart, weil der Text abstrakt bleibt und sich nie in überflüssigen Detailbetrachtungen verliert) und das Spiel mit offensichtlicher und verdeckter Fiktion im Kontrast zur einer nicht immer wahrscheinlichen Realität hat mir sehr gut gefallen. Der Stil ist anspruchsvoll und dennoch leicht konsumierbar. Für ein Erstlingswerk sogar sehr gelungen.
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Nach dem Sensationserfolg von "Die Vermessung der Welt" legt nun der Rowohlt-Verlag Daniel Kehlmanns ersten Roman vor, den der Schriftsteller als 22-Jähriger schrieb.
Auch wenn der Roman - laut Verlag - vom Autor "behutsam" überarbeitet wurde, muss man nach der Lektüre des Buches feststellen: Der Meister von 2005 kündigt sich bereits in seinem 1. Buch an.
Arthur Beerholm sitzt im Kaffeehaus auf einem Fernsehturm unter freiem Himmel. Seit einem Monat schreibt er hier seine "Autobiografie" - und will dann offensichtlich vom Turm springen: Seine Mutter, bei der Geburt sehr jung und aus ärmlichen Verhältnissen stammend, gab ihn zur Adoption frei. Einen Vater kannte er nie. Arthur kommt zur freundlichen Familie Beerholm. Ella Beerholm, seine Stiefmutter, an der der Junge sehr hängt, wird von einem Blitz erschlagen. Nun übt sein - etwas eigenwilliger - Stiefvater die alleinige Erziehungsgewalt aus. Doch nicht lange, denn Arthur kommt ziemlich bald in ein Schweizer Internat. Warum, ist schnell klar: Beerholm heiratet seine junge Hausangestellte.
Im Internat lernt er zaubern, wobei er, je älter er wird, mit diesem Begriff immer mehr Schwierigkeiten hat. "Zaubern" ist für ihn Manipulation. Ein Zauberer hat keine Macht über die Wirklicheit! Einzige Lösung für Arthur: Die Tricktechnik, die verborgenen Griffe "hinabsinken lassen in das Halbdunkel des Unterbewußten". Und das macht er auch - wenigstens für eine gewisse Zeit. Dass er dazwischen ein Theologiestudium abschließt, macht seinen Fall für den Leser nur umso rätselhafter...
Summa summarum: Ein wunderbares Buch, in dem die Naturwissenschaften (wie auch in "Die Vermessung der Welt") eine wichtige Rolle spielen; aber auch ein Buch, das den Leser voll fordert (und das sich ihm voll wahrscheinlich erst nach dem 2. Lesen erschließt).
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am 31. Dezember 2015
Klar war es "Die Vermessung der Welt" und nicht zuletzt die sich etwas ähnelnden Bucheinbände, die mich dazu verleiteten von Daniel Kehlmann auch dessen sehr viel früher entstandenen Roman "Beerholms Vorstellung" zu lesen.

Der junge Beerholm wird nach seiner Geburt (seine Eltern hat er nie gekannt und zumindest seinen Vater wollte er auch nie kennenlernen) von Pflegeeltern aufgezogen. Prägendstes Erlebnis seiner Kindheit ist ein Blitz, von dem seine Adoptivmutter Ella Beerholm, die er Mama nannte, erschlagen wird. In der Jugend, in einem Schweizer Nobel-Internat, wird er zufällig von einem Mitschüler mit einem Kartenspielertrick konfrontiert. Das ist DAS Ereignis schlechthin; es wird sein gesamtes Leben prägen. Ein Leben, das - nachdem es lange von der Mathematik - bis zum Schluss von der Magie bestimmt sein wird; hieran können auch eine Unterbrechung in Form eines Theologiestudiums, das ihn immerhin bis zu den niederen Weihen eines Priesters führte und eine Zeit, in der sich der Erzähler zu Exerzitien in einem Kloster aufhielt, nichts ändern. Vielmehr hat diese Zeit und damit die Religion wohl gar den Ausschlag dafür gegeben, zu erkennen, dass er ohne Zauberei nicht sein kann. Aber Zauberei allein reicht ihm nicht aus. Als er längst schon ein weltweit angesehener Zauberer ist, lässt ihn das weiter unzufrieden sein. Er will mehr: Beerholm will Magier werden, jenseits von Tricks und Täuschung, die ein Nur-Zauberer braucht. Und als er es schließlich ist, zu sein scheint, wirklich oder im Traum, wer weiß das schon, der Leser ebenso wenig wie Beerholm, ist er nicht nur weiter unzufrieden, da wird er wahnsinnig und steuert auf sein tragisches Ende.

Beeindruckend ist in erster Linie natürlich wie das Buch geschrieben ist; wie geschickt der Autor Mathematik, Religion und Magie miteinander verknüpft. Zuweilen hatte ich den Eindruck, der Erzähler spricht mich, den Leser, mit Du an, bis sich herausstellt, dass er seine Worte an die von ihm magisch erschaffene imaginäre Sie, an Nimue, richtet. An die Hüterin des Sees, aus welchem Artus das Schwert Excalibur erhielt, an die Ziehmutter und die Lehrerin oder Geliebte des Zauberers Merlin. Spätestens dann war es Kehlmann gelungen, mich in seine Perspektive bzw. in die seines Protagonisten und dessen Geschichten zu versetzen. Nicht weniger beeindruckend wie es geschrieben ist, ist wann Daniel Kehlmann es geschrieben hat: nämlich als er gerade mal 22 Jahre alt war. Kehlmann war schon damals Magier: Magier der Sprache, der Worte, der Bilder, der Träume. Und er hat damals den Grundstein dafür gelegt, dass man ihn heute mit Gabriel Garcia Marquez in einem Atemzug nennt. Sehr beeindruckend.

Eine fesselnde Geschichte, die ich jedem, der auf der Suche nach zeitgenössischer und dennoch interessanter, hochwertiger Literatur ist, als "sehr lesenwert" empfehlen möchte.
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am 3. März 2015
In "Beerholms Vorstellung" übte sich der 22jährige Daniel Kehlmann daran, seinen Stil und seine Themen zu finden, mit denen er als Schriftsteller Erfolg haben würde. Vieles wird man in seinen späteren Werken in verwandelter Form wiedererkennen. Die einzelnen Miniaturen sind bereits sehr gelungen, doch es fehlt noch der große Zusammenhang. Der rote Faden der Geschichte erscheint nicht zwingend und entwickelt sich jeweils überraschend, eben experimentell, und dabei noch ohne den richtigen Ernst, den ein 22jähriger wohl auch noch nicht hat.

Kehlmann gelingt es, typische Erfahrungen ironisch einzufangen und zum Thema zu machen, die den Leser sagen lassen: Ja, genau so, genau so habe ich es auch schon erlebt und empfunden, und genau so sollte man auch darüber lachen. Auch das Verschwimmen von Realität und Traum ist hier schon perfekt gelungen.

Auch die für Kehlmann typische Skurrilität der Geschichte und ihrer Personen ist schon angelegt: Es geht um einen jungen Mann, der sich von der Metaphysik der Mathematik dazu verleiten lässt, Theologie zu studieren, bis sich sein Talent zur Zauberei Bahn bricht. Schließlich zerfließen die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit, und das Ende ist tragisch.

Ein Thema ist die Unfähigkeit des Protagonisten, zu sich selbst zu finden, und nie bei dem bleiben zu können, was er ist und hat. Wohl eher ein Thema für junge Leute wie den Autor, die sich erst noch finden müssen, ebenso wie das Thema Suizid; langfristig ist aber jeder angefragt.

Alles in allem lesenswert, aber kein Muss.
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am 27. Juli 2014
"Beerholms Vorstellung" ist meiner Meinung nach ein sehr anspruchsvoller Roman, der mich mit vielen Gedanken nach dem Lesen zurückgelassen hat, weil er zum einen viele geniale Erzählmomente bietet und zum anderen bedrückende Momente auslöst.
Es ist einfach genial, wie Kehlmann das Thema "Zauberei und Magie" mit der psychischen Existenz des Menschen verbindet und das Einzelschicksal des Protagonisten Beerholm so vielschichtig beschreibt. Jedes Wort steht am richtigen Ort, der Schreibstil ist sehr lebendig, der Protagonist in all seinen Zügen eine unglaublich spannende Romanfigur.
Was mich besonders fasziniert hat, ist wie Kehlmann einen völlig neuen Blick auf die Magie lenkt, unter der Berücksichtigung von theologischen, mathematischen wie psychosozialen Aspekten - das hat mich unglaublich fasziniert.

Allerdings ist "Beerholms Vorstellung" keine leichte Kost zum "Lesen zwischendurch". Mich hat der Roman tief bewegt und (häufig auch in negativer Weise) berührt und beschäftigt. Und gerade deswegen finde ich, dass "Beerholms Vorstellung" ein absolutes lesenswertes Buch für diejenigen ist, die auf der Suche nach anspruchsvoller zeitgenössischer Literatur sind.
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am 22. August 2013
dass man so wohl nur mit Anfang 20 schreiben kann - denn Kopf voll unbeantworteter Fragen, dass Herz gefüllt mit postpubertärer Melancholie. Leider erreicht der Erstling nicht die Qualität der grandiosen Folgewerke, vielleicht sollte man ihn daher auch vor jenen lesen.
Ein Buch mit (pseudo)autobiographischem Ansatz, stark reflektierend, nur selten ausbrechend aus der Mollgrundstimmung, die Story etwas verquast und gefühlt zugunsten von Zustandsbeschreibungen der Handelnen stark in den Hintergrund tretend.
Unzweifelhaft ein sehr talentierter Autor, der mit diesem Werk Ansätze aber noch nicht sein Talent aufzeigt.
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am 3. Juni 2012
Ich habe dieses Buch erst nach dem wohl bekanntesten Kehlmann Werk "Die Vermessung der Welt" gelesen und musste feststellen, dass Beerholms Vorstellung zu unrecht weniger bekannt ist und mehr Leser verdient hätte.
Der Roman hat mich gefesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Realität und Phantasie, Wirklichkeit und Traum sind auf meisterhafte Weise miteinander verwoben und schließlich nicht mehr unterscheidbar. Der Leser, aber nicht nur dieser, sondern auch der Autor scheinen nicht mehr zu wissen was wahr und was Vorstellung ist. Magie, Religion und Mathematik werden auf wundersame Weise gestreift, vertieft und miteinander verwoben. Bei allem bleibt das Buch aber gut zu lesen. Der Leser erlebt den Akt des Erschaffens des Buches mit oder doch nicht?
Fazit: ein muss für alle Kehlmann-Fans!
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