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Battle Royale Taschenbuch – 26. Februar 2003
- Seitenzahl der Print-Ausgabe624 Seiten
- SpracheEnglisch
- HerausgeberVIZ Media LLC
- Erscheinungstermin26. Februar 2003
- Abmessungen12.7 x 3.81 x 20.32 cm
- ISBN-10156931778X
- ISBN-13978-1569317785
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Produktinformation
- Herausgeber : VIZ Media LLC
- Erscheinungstermin : 26. Februar 2003
- Auflage : Original
- Sprache : Englisch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 624 Seiten
- ISBN-10 : 156931778X
- ISBN-13 : 978-1569317785
- Abmessungen : 12.7 x 3.81 x 20.32 cm
- Buch 1 von 4 : Battle Royale (Novel)
- Kundenrezensionen:
Über die Autoren

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- Bewertet in Deutschland am 6. Juli 2012"Your class has been selected for this year's 'Program'." (S.39)
Bevor das Buch bei mir zu Hause ankam, hatte ich bereits einige Szenen von der Verfilmung gesehen. Oje, Dani dachte ich mir Was hast du denn da für ein Buch gekauft? Aber man sollte dabei im Hinterkopf behalten, dass Filme, die sich mit einer solchen Thematik befassen, immer brutaler sind, als das Buch. Ich will jetzt nicht behaupten, dass der Film schlimmer ist, aber all dies visualisiert zu sehen, ist natürlich viel schlimmer und grausamer, als es zu lesen (Obwohl das auch schon heftig genug ist).
Das Buch beginnt mit einer Einleitung, in der erklärt wird, was Battle Royale eigentlich bedeutet: Es ist eine Art von Wrestling. Dabei steigen zehn bis zwanzig Teilnehmer in den Ring und können machen, was sie wollen, solange sie bestimmte Regeln nicht verletzen.
Danach folgt eine interne Anmerkung der Regierung, die ziemlich verwirrt (der Inhalt der Anmerkung wird erst am Ende des Buches aufgeklärt).
Einige Notizen, um den Überblick zu behalten ;)
Die eigentliche Handlung beginnt erst danach. Die neunte Klasse B der Shiroiwa Junior High School befindet sich derzeitg in einem Bus- sie machen eine Klassenfahrt. Zunächst hatte ich einige Probleme mit den japanischen Namen, nicht zuletzt, da es 42 Schüler gibt. Aber man gewöhnt sich schnell daran. Auch deshalb, da am Anfang des Buches eine Schülerliste mit Nummerierung nach Geschlechtern getrennt aufgeschrieben ist. Eine weitere, gute (vielleicht auch makabere) Gestaltung ist der Überblick über die noch Lebenden. Zu Beginn jedes Kapitels steht die Schülerzahl, die noch lebt.
Unsere Hauptperson ist Shuya Nanahara. In personeller Sicht wird erzählt, wie Shuya's Leben aussieht, wer und wie seine Klassenkameraden und seine Freunde sind. Dieser Anfang vermittelt eine total normale Klassenfahrt. Richtig süß ist die Szene, als Noriko Shuya und seinem Freund Yoshitoki selbstgebackene Kekse bringt und dabei ganz rot wird. Es ist eine normale Situation unter Klassenkameraden, die miteinander reden, lachen und scherzen. Aber schon bald hört der Spaß auf.
Denn gegen Abend schlafen alle ein, nur Shuya ist noch wach, wenn auch schläfrig. Er sieht sich um und weiß sofort, dass irgendwas nicht stimmt.
Als er das nächste Mal aufwacht, sitzt er zusammen mit seinen noch schlafenden Klassenkameraden in einem Raum, der ihm nicht bekannt vorkommt. Kaum wachen alle auf, stürmt ein Mann in den Raum, gefolgt von drei bewaffneten Soldaten und verkündet ihnen, dass ihre Klasse für das diesjährige 'Programm' ausgewählt worden ist. Das 'Programm', auch Battle Experiment No. 68 Program genannt, ist ein seit 1947 stattfindendes Programm, bei dem eine neunte Klasse per Zufallsverfahren ausgelost wird. Diese wird zu einem geheimen Ort gebracht. Sie sollen sich gegenseitig töten, bis nur noch eine/r übrig bleibt. Sinn und Zweck des Ganzen ist eine für mich nicht nachvollziehbare paranoide Angst des Diktators. Nach seinen Worten zu urteilen hält er Japan für das beste und wohlhabenste Land der Welt und will nicht durch Amerika und ähnliche Länder in Bedrängnis gebracht werden. Da es keine Wehrpflicht gibt, sieht der dieses Programm als eine Wehrpflicht an, in der junge Menschen freiwillig (!) ihrem Land dienen und seinen Wohlstand für immer festsetzen. Damit bezieht sich der Diktator auf die Freiwilligen in der Army und die Air Special Defense Forces. Natürlich ist seine Erklärung für das 'Programm' absolut lächerlich und auch nicht wirklich nachvollziehbar, denn die Jugendlichen machen das einhunderprozentig nicht freiwillig und es hilft dem Land nicht weiter, außer dass es viele, viele Nachkommen verliert. In den Anfangsjahren war es sogar noch schlimmer, denn es wurden jährlich fünfzig Klassen ausgewählt.
Nicht, dass das Töten der Klassenkameraden nicht schon schlimm genug ist, tragen alle von ihnen eine Art Halsband, das sicherstellt, dass auch nach den Regeln gespielt wird.
Die Regeln sind einfach, aber unglaublich grausam:
1. Tötet, bis nur noch eine/r übrig ist.
2. Gibt es innerhalb von 24 Stunden keinen einzigen Toten, so werden sie Halsbänder aktiviert und explodieren- alle!
3. Alle sechs Stunden gibt es eine Ansage vom "Ausbilder", der die Toten verkündet und die verbotenen Zonen. Alle zwei Stunden wird eine Zone zu einer verbotenen. Sollte sich danach noch jemand in einer verbotenen Zone befinden oder sie betreten, stirbt er oder sie durch das explodierende Halsband.
Zu Beginn des 'Programms' erhält jeder Schüler einen Rucksack mit Essen, Trinken, einem Kompass, einer Waffe und einer Karte. Die Karte ist von einem Rastermuster überzogen, sodass man jederzeit sehen kann, in welcher Zone man sich befindet.
Je nach ihrer Nummer, werden die Schüler abwechselnd nach Geschlecht nach draußen entlassen und das Spiel beginnt. Es beginnt bereits, bevor alle Schüler aus dem Gebäude draußen sind. Denn als Shuya das Freie betritt, liegt schon die erste Tote vor dem Eingang. Es gibt also Schüler, die das Spiel spielen.
Und das ist eben das Grausame und auch Kritikwürdige an dem Buch. Es ist schlimm genug, dass sich die Schüler gegenseitig töten müssen und die Halsbänder tragen- womit garantiert ist, dass nur höchstens einer überlebt- aber die emotionale und psychische Belastung wird erst im Laufe des Buches ganz klar. Einige Schüler haben viel zu viel Angst, getötet zu werden, sodass sie selbst zu Mördern werden. Andere wiederum glauben, alle würden das Spiel verweigern und wollen eine Fluchtmöglichkeit finden, aber auch sie werden getötet. Schon nach wenigen Kapiteln kristallisiert sich heraus, vor wem man sich besser in Acht nehmen sollte.
Zunächst begleiten wir Shuya und Noriko, die Hauptpersonen des Buches. Shuya hat sich geschworen, Noriko zu beschützen. Denn schon bevor der Ausbilder überhaupt die Regeln erklärt hat, wurden zwei Schüler getötet- vom ihm selbst. Erst Shuya's Freund Yoshitoki, der den Ausbilder angreifen wollte- dabei wurde auch Noriko angeschossen- und schließlich Fumiyo, die es gewagt hat, während den Erläuterungen zu flüstern.
Die Erzählform des Buches ist sehr clever gewählt. Wir kommen immer wieder zu Shuya und Noriko zurück, aber zwischendurch begleiten wir andere Schüler, deren Begegnung meist mit einem grausamen Tod endet. Dabei zählt natürlich auch die Ungerechtigkeit hinzu. Die Waffen, welche sich in den Rucksäcken befinden, sind total unterschiedlich, von Dartpfeilen bis hin zu Äxten und Pistolen. Die wohl tödlichste Waffe in diesem Spiel ist eine Maschinenpistole, die ausgerechnet Kazuo Kiriyama in die Hände fällt. Er ist absolut emotionslos, tötet alles und jeden, dem er begegnet. Er selbst glaubt, das dies von einem Unfall herrührt, bei dem er noch ungeboren im Bauch seiner Mutter war und sie dabei starb. Allerdings ist ihm das total egal. Er hat seinen Freunden eine Nachricht hinterlassen, wo sie sich treffen sollen und bringt alle um.
So grausam die Tötungen auch sind, hat das Buch immerhin stolze 616 Seiten und muss noch anders gefüllt sein. Es gibt auch völlig normale Szenen, in denen sich die Schüler über ihre Vorlieben und ihre Hobbies unterhalten, als wäre es eine ganz normale Klassenfahrt. Es kommen auch viele Geheimnisse ans Licht. Zum Beispiel die Schwärmereien füreinander. Und so kommt es dazu, dass sie die "Verliebten" natürlich suchen, aber dies endet meist mit dem Tod.
Ziemlich traurig ist die Suizidszene zu Beginn eines Liebespaares. Sie wollen da nicht mitmachen, weshalb sie sich gemeinsam von einer Klippe stürzen.
Nun habe ich euch ja genug Beispiele für die Grausamkeit und Brutalität geliefert, aber wenn die Schüler locker miteinander reden oder über ihre Vergangenheit nachdenken, vergisst man fast selbst, dass sie in diesem 'Programm' festsitzen. Das Buch ist auf keinen Fall darauf ausgerichtet, ein Massaker darzustellen, dazu ist es viel zu komplex.
Die zentrale Frage, die sich durch das ganze Buch zieht, ist ganz klar: Wem kann ich vertrauen? Obwohl sie alle Klassenkameraden sind, so weiß man doch nicht alles über sie. Sogar Freunden und besten Freunden wird misstraut. Und genau dieser psychische Aspekt macht dieses Buch grausam. Man solle lieber nur auf das hören, was man selbst über die Person weiß.
"Someone once said, if you could see for yourself then there's no need to lend an ear to what others said." (S.31)
Obwohl sich alle Klassenkameraden vom neuen Schüler Shogo Kawada in einer gewissen Weise bedroht fühlen, verbünden sich Shuya und Noriko mit ihm. Denn Shogo wahrt ein Geheimnis: Er ist der Sieger des 'Programms' im letzten Jahr. Eigentlich sollte uns das nur misstrauischer machen, immerhin hat er dann schon vorher getötet. Aber Shuya und Noriko vertrauen ihm. Und er hilft ihnen wirklich und schmiedet einen Fluchtplan für die beiden.
Traurig an Shogos Geschichte ist, dass er wirklich erneut bei dem 'Programm' teilnehmen muss, obwohl die Chancen sehr gering sind. Der Gewinner erhält eine ordentliche Geldsumme, die allerdings kleiner ausfällt als angepriesen, und eine Autogrammkarte des Diktators. Shogo war nach dem 'Programm' schwer verletzt und musst deshalb lange im Krankenhaus bleiben. Schließlich blieb ihm nichts anderes übrig, als die neunte Klasse zu wiederholen. Der Gewinner muss nach der Auskurierung in eine andere Schule und darf niemals über das 'Programm' sprechen. Das einzige, was die Öffentlichkeit davon mitbekommt, ist das Siegerfoto in der Zeitung.
Je weiter man im Buch kommt, desto tiefer lassen die Charaktere in sich blicken, auch wenn die meisten nach dem ersten Erscheinen getötet werden. Geheime Schwärmereien werden aufgedeckt und Misstrauen geschürt, sodass bald nur aus Misstrauen getötet wird. Obwohl alle geschockt darüber sind, dass sie Teil dieses 'Programms' sein sollen, spielen erstaunlich viele von ihnen mit- was auch verständlich ist, denn wer will schon von einem Klassenkamerad getötet werden? Somit gibt es nach wenigen Stunden bereits 11 Tote. Dieses Spiel im Gesamten, also bis zu seinem Ende dauert nur knapp 48 Stunden, dann sind (scheinbar) 41 Schüler tot.
Das Ende jedoch hält einige Überraschungen bereit. Ich war so aufgeregt, dass ich gar nicht mehr mit dem Lesen nachkam. Mein Mund klappte dauernd auf, weil ich das, was ich da las, nicht glauben konnte. Und dann gab es aber doch wieder eine Wendung. Eine fantastische Umsetzung der Idee! Die Spannung bleibt nie aus- auch nicht am Ende.
Obwohl ich das Buch wirklich ziemlich gut finde, ist es irgendwie makaber, das zu sagen. Ein Diktator, der völlig den Verstand verloren hat, errichtet ein 'Programm', bei dem eine neunte Klasse dazu verdammt ist, sich gegenseitig bis auf einen einzigen Schüler zu töten. Die Vorstellung ist schon grausam genug, wenn sich Menschen überhaupt töten müssen, aber Klassenkameraden? Selbst diejenigen, die man nicht leiden kann, würde man doch nicht töten wollen oder können. Stellt euch die Situation vor: Eure Klasse wird "entführt" und ihr müsst euch gegenseitig töten, bis nur noch einer übrig ist. Das ist eine so heftige Vorstellung, dass man Herzrasen bekommt. Und wem würdest du trauen? Wem könntest du trauen? Sicher sein kannst du dir nicht. In extremen Situationen tun Menschen dumme Dinge, sie werden verrückt, weil ihre eigene Psyche und die Umstände ihnen Streiche spielen. Wenn du mitten in diesem Spiel wärst und einem Klassenkamerad begegnest, der eine Pistole in der Hand hält, würdest du nicht sofort auf ihn losgehen, damit er dich nicht zuerst tötet? Und das, obwohl du gar nicht sicher weißt, ob er dich töten wollte.
Die Angst vor dem Tod und das große Unwissen über andere Menschen treibt dieses 'Programm' voran.
Dieses Buch ist sehr realistisch, obgleich es zur Zeit der Jahrtausendwende in der Vergangenheit spielt. Es ist eine Situation, die sich jeder vorstellen könnte. Es gibt auch heute in unserer Welt genug Diktaturen und oftmals wissen wir gar nicht, was dort vor sich geht. Wer weiß, was in dieser Welt alles passiert? Authentisch wird es auch für den Leser, denn jeder von uns ist oder war einmal Schüler und weiß, wie es ist, wenn man in einer Klassengemeinschaft ist.
Das Ende ist ebenfalls sehr realistisch dargstellt. Mehr sage ich dazu nicht. Lest es selbst :)
Battle Royale ist ein heftig kritisierter Roman, der jedoch authentisch und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen zeigt, wozu Menschen fähig sind, wenn sie von anderen Menschen in eine Situation gedrängt werden, die unseren Verstand übersteigt.
- Bewertet in Deutschland am 7. Juni 2016Inhalt
Während sich Shuya Nanahara gemeinsam mit seinen 41 Mitschülern aus der Klasse 9B der Shiroiwa Junior High School auf dem Weg zu einem Schulausflug befindet, ahnt er nicht, dass er und seine gesamte Klasse teil eines Programms werden sollen, als im Reisebus auf einmal alle einschlafen. Betäubt, entführt und mit Sicherheitsalarm ausgestattet, wachen die Schüler in einem seltsamen Klassenraum auf einer einsamen Insel wieder auf und ein Mann eröffnet ihnen: Ihr seid Teil eines Spiels. Und ihr müsst solange gegeneinander kämpfen, bis nur noch einer von euch am Leben ist. Shuya beschließt, sich den Regeln des Spiels nicht zu beugen und versucht, Verbündete zu finden. Doch anscheinend haben einige seiner Mitschüler sich dazu entschieden, beim Spiel mitzuspielen und haben die Jagd auf die anderen Schüler eröffnet...
Meine Meinung
Nachdem The Hunger Games von Suzanne Collins vor einigen Jahren ein riesiger Erfolg wurde, kamen neben den Lobesstimmen auch viele Kritiken zu Tage. Hauptaussage: Der Inhalt ist komplett von Battle Royale abgekupfert. Daher wollte ich seither meine eigene Meinung bilden, hatte das Buch dann aber irgendwie aus den Augen verloren. Nun habe ich mir diese ziemlich cool aussehende Remastered Edition gegönnt, die ein sehr verstörendes Cover hat und allgemein von der Aufmachung her richtig gut aussieht.
Man wird - fast - direkt in die Handlung geworfen. Ohne viel Vorgeschichte befinden sich Shuya und seine Mitschüler im Bus auf dem Klassenausflug. Noch ahnen sie alle nichts, was ihnen blüht, und man erlebt Shuya mit, der in Gedanken seine Klassenkameraden grob analysiert. Dies diente wohl dazu, den Lesern es zu erleichtern, bei den 42 Schülern den Überblick zu behalten, vor allem, da neben jedem Namen (Girls #15) oder (Boys #11) stand. Und obwohl mir japanische Namen nicht völlig fremd sind, so war ich dennoch verwirrt. Verwirrt bezüglich der Namen blieb ich auch recht lange. Erst nach einem Drittel hatte ich grob raus, welcher Name zu welcher Figur gehörte und ich konnte die meisten Charaktere unterscheiden. Daher empfehle ich einfach jedem, sich vielleicht zu Beginn einige Notizen zu machen - auch wenn direkt auf den ersten Seiten ein Personenregister vorhanden ist. Aber es ist einfacher, wenn man sich auch notieren kann, wer mit wem in welcher Verbindung steht.
Koushun Takami versucht, dem Buch etwas World-Building mitzugeben und dafür, dass sich das Buch in erster Linie mit der Zeit auf der Insel befasst, gelingt ihm das meiner Meinung nach ganz gut. Die Handlung spielt in einer alternativen Zukunft, so existiert Japan nicht, wie wir es kennen, da es 1947 zu Republic of Great East Asia wurde. Es herrscht ein totalitäres System, das Land ist von der Außenwelt praktisch abgeschottet und vor allem das Empire of America gilt als Feind - daher sind Güter und Waren aus America verboten. Insgesamt erinnert dieses Weltbild stark an das, was Nord-Korea heutzutage darstellt. Wofür dieses "Spiel" gut ist, das wird lange Zeit nicht klar.
Ähnlichkeiten zu The Hunger Games gibt es definitiv. Beziehungsweise eher andersrum. Da wäre das totalitäre System, der Umstand, dass Kinder in einem abgeschottetem Areal eingeschlossen werden und sich gegenseitig umbringen müssen, die Verwendung von Waffen, die Überwachung durch Aufspürer und Alarm, die regelmäßige Bekanntgabe, welche "Teilnehmer" bisher gestorben sind, Blutvergiftungen... Ja, es gibt diese Ähnlichkeiten. Aber das macht meiner Meinung nach The Hunger Games nicht schlechter. Oder Battle Royale für mich nun langweilig. Tatsächlich war das Buch überhaupt nicht langweilig. Es hat über 600 Seiten und ich hatte es nach zwei Tagen durch, weil ich es teilweise gar nicht aus der Hand legen konnte. Was etwas irritiert ist, dass das Buch dann doch recht offen endet. Ich denke, dass der Autor sich offen halten wollte, ob er mal eine Fortsetzung schreibt oder nicht. Immerhin gibt es von der Verfilmung eine Fortsetzung.
Das Buch ist absolut nicht zimperlich. Dass wahrscheinlich 41 Schüler und Schülerinnen im Verlauf der Handlung sterben werden, das ist naheliegend. Dennoch ist es teilweise erschütternd, auf welch grausame Weise die Kinder - ja, es sind noch Kinder - sterben. Auch wenn der Leser in erster Linie Shuya als Protagonisten begleitet, so werden dennoch hin und wieder einige Kapitel aus den Perspektiven von anderen Schülern geschildert. Meistens, wenn sie dann auch in diesem Kapitel sterben. Es ist insofern fies, da man in diesen Kapiteln ein wenig Persönliches über die anderen Figuren lernt und einfach jedem wünscht, dieses Spiel zu überleben, da jeder von ihnen einen Grund hat, zu überleben. Daher gehen einem die meisten Tode auch recht nahe, da man auf den wenigen Seiten stets das Gefühl hatte, die Figuren kennengelernt zu haben. Und gleichzeitig erschreckt es auch, zu beobachten, wie sich diese schreckliche Situation auf die Psyche der unfreiwilligen Teilnehmer auswirkt. Während einige ruhig und besonnen bleiben, rasten andere völlig aus, wieder andere geben sich komplett auf, andere gehen gezielt auf die Jagd und töten kaltblütig ihre Klassenkameraden.
Das einzige, was ich negativ anzumerken habe - und das hat nichts mit der Handlung zu tun - ist, dass das Buch, obwohl es eine Rematered Edition ist, einige Rechtschreibfehler aufweist. Das wäre sicherlich ab und zu noch zu verkraften, aber was viel schlimmer ist, ist, dass einige Namen in der Handlung vertauscht werden. So wird aus Yumiko einmal Yukiko, aus Toshinori wird im nächsten Satz plötzlich Yoshitoki, und während zu Beginn die Schülerin Sakura ihrem Freund Kazuhiko eine Nachricht zusteckt, so steht später im Buch, er habe ihr eine Nachricht zukommen lassen. Ich gehe nicht davon aus, dass die Fehler dem Autor zuzuschieben sind, dennoch ist es ärgerlich, dass niemandem die Fehler in der Remastered Edition aufgefallen sind, beziehungsweise dass sie nicht verbessert wurden und man eine neue Auflage druckte.
Fazit
Über 600 Seiten in zwei Tagen zu lesen - und wäre ich nicht krank geworden, hätte ich das Buch auch an einem Tag geschafft - spricht definitiv für das Buch. Es war spannend, erschreckend, gruselig, ekelig, aufreibend - ein echter Pageturner. Das Worldbuilding war zwar relativ knapp gehalten, war für mich und für die Story an sich aber ausreichend. Ich empfehle jedem, sich ein eigenes Bild zu machen und dieses Buch zu lesen. Aber Achtung: Nichts für schwache Nerven! Ich vergebe abschließend 5 von 5 Sternen !
- Bewertet in Deutschland am 21. Februar 2014Nachdem ich den Film gesehen habe, wollte ich noch ein bißchen mehr wissen...
Das Buch gibt einen kurzen Abriß über Battle Royale und steigt dann in die Geschichte ein...
Eine Klasse auf einen Schulausflug... Es herrscht eine heitere Atmosphere und dann überstürzen sich die Ereignisse.
Als die Schüler wieder aufwachen, sind sie in einen Klassenraum, umziegelt von Soldaten und erfahren, das sie die diesjährigen Teilnehmer des Battle Royale sind...
Wie meine Vorrednerin hatte ich zunächst Probleme mit dem japanischen Vornamen, aber durch die jeweilige Info hinter dem Name (weiblich/männlich und Nummer) sowie die Liste vorne im Buch - gewöhnte ich mich recht schnell dran.
Ich habe Tribute von Panem gelesen und Battle Royale und ja ich erkenne die Ähnlichkeiten. Aber da wo Panem nur das Thema anreißt, wird es in BR deutlicher & auch brutaler. Da schon die Voraussetzung eine andere ist Schulklasse statt freme Tibute anderer Distrikten ist die Überwindung "das Spiel zu spielen" gefühlt höher. Ich empfinde BR als intensiver.
Ebenso gefallen mir die Seitenhiebe auf Gesellschaft, Soziales und auch die Thematik der "Unschuld". Die Thematik erinnert mich auch stark an "Lord of the Flies"...
Wer sich also auf die se Art Bücher einlassen ist mit BR gutberaten!
Spitzenrezensionen aus anderen Ländern
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JaiBewertet in Großbritannien am 12. Mai 20175,0 von 5 Sternen Not that I hadn't heard good things because I've heard nothing but praise
After being a big fan of the film for around 15 years I was extremely apprehensive about buying the book. Not that I hadn't heard good things because I've heard nothing but praise. I was worried after being such a big fan of the film that I wouldn't enjoy the differences between the film and the book. I was worried I wouldn't enjoy the story and especially the characters as much, or that in the end I would end up no longer enjoying the film so much.
I had nothing to worry about.
I was hooked from the first page and blew through the final 400 pages in two days. Beautifully written in an easy to read and uncomplicated and littered with dark humour that appears to break the forth wall on numerous occasions this book made me feel afraid, physically sick and utterly heartbroken.
The character development and the insight into their lives in their final hours makes this book deeply tragic and truly heartbreaking and I found I connected with these characters on a deep level that I doubt will ever leave me. Takami weaves a fantastically tragic tale about loyalty, love, survival and murder that centers around the breakdown of relationships during times of war. Of course there is the social and political commentary but at it's heart Battle Royale is about friendships torn apart by violence.
Yes, the violence is graphic but that only adds to the tragedy of the tale. This is an outstanding and riveting read that's as compelling and in its own way beautiful as it is tragic and vulgar.
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cc87Bewertet in den Niederlanden am 24. August 20245,0 von 5 Sternen Good
Looks good
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FBewertet in Italien am 19. Juli 20243,0 von 5 Sternen The translator could (and should) have done better
The novel is okay, but the translation is not very good. If you're looking for an entertaining story without literary pretenses, this is it.
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Doc H.Bewertet in Kanada am 9. Januar 20255,0 von 5 Sternen The Book Wins
If you liked the movie, you'll love the book!
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FelipeBewertet in Brasilien am 25. Juli 20225,0 von 5 Sternen Arrived in perfect condition
5,0 von 5 Sternen
FelipeArrived in perfect condition
Bewertet in Brasilien am 25. Juli 2022
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