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Bartok, Bela - Herzog Blaubarts Burg (GA)

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Produktinformation

  • Darsteller: London Philharmonic Orchestra, Georg Solti, Sylvia Sass, Kolos Kováts
  • Regisseur(e): Miklós Szinetár
  • Format: Farbe
  • Sprache: Ungarisch
  • Untertitel: Chinesisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Universal/Music/DVD
  • Erscheinungstermin: 17. Juni 2008
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 56 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen 5 Kundenrezensionen
  • ASIN: B0011WMWWU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 92.465 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)
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Produktbeschreibungen

"Interpreten"
Bluebeard - Kolos Kovats
Judith - Sylvia Sass

"Musik"
London Philharmonic Orchestra
Conductor: Sir Georg Solti

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Mit Ausnahme einiger russischer und tschechischer Opern sind Werke des osteuropäischen Musiktheaters im Westen nur sehr wenig bekannt. Hierzu zählt auch der Einakter "Herzog Blaubarts Burg" des Ungarn Béla Bártòk aus dem Jahr 1911, den man gleichwohl als einen der großen Opernklassiker des 20. Jahrhunderts ansehen muss. Bei der vorliegenden DVD-Einspielung von Decca handelt es sich nicht um eine Aufnahme einer Bühnenaufführung, sondern um eine sehr werkgetreue Opernverfilmung aus dem Jahr 1981 in Coproduktion mit MTV.
Bártòks Zwei-Personen-Stück ist ein quasi symbolistisches Seelen- und Beziehungsdrama (s. Prolog im Beiheft), in dem Judith ihrem Gatten Blaubart gegen den Willen ihrer Familie in dessen düstere und kalte Burg folgt, um ihn aus seiner Einsamkeit und von seiner Gefühlskälte zu befreien. Im Verlaufe des Stückes wandeln sich Judiths anfängliche Liebe zu Blaubart und ihr Wunsch, ihren Gatten besser kennenzulernen (ihre "Neugier" in Bezug auf die sieben verschlossenen Türen), zunehmend in Misstrauen.
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Verifizierter Kauf
Diese Studioproduktion zeichnet sich durch ein bildmagisches Kompositum von düster involvierender Präsenz aus. Insbesondere für Liebhaber mystisch romantischer Umsetzungen, die adäquate Inszenierung.
Dieses Szenario von bildmagischen Örtlichkeiten, eine Art teils märchenhaftes Gruselkabinett, ist der düster atmenden, schwer lastigen Atmosphäre der Musik wie eine zweite Dimension zugeordnet.
Musik und Szene verhalten sich wie kommunizierende Gefäße.

Gesungen wird in ungarischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

Rein sängerisch überzeugt Sylvia Sass als Judith und Kolos Kovats als Blaubart. Die Lippensynchronität ist überzeugend, denn der Studioraum der Aufnahme ist nicht der Raum des Gesangs. Der wurde separat aufgenommen und zugemischt mit einer Hallanmutung auf den Stimmen, ähnlich der in leeren Opernhäusern,wie anfangs auch in Bayreuth.

George Solti dirigiert das London Philharmonic Orchestra und lotet die Partitur farbstrukturell in allen Dimensionen sehr überzeugend aus.

Insgesamt eine überzeugende Studioproduktion dieser Kurzoper.
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Sylvia Sass ist eine bezaubernde und sehr beeindruckende Dame, die eine sehr hübsche und auch etwas FlowerPower-Ausstrahlung hat, die mich auch hier persönliche Darstellung neugierig gemacht hat.
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Die beste Inszenierung einer imaginären Welt mit hervorragenden Interpreten. Ein Werk, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Sehr empfehlenswert.
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In dieser Produktion gibt es leider ein Missverhältnis zwischen Ton und Bild. Georg Solti und das London Philharmonic Orchestra bieten mit der Technik und den beiden Protagonisten eine rundum hörenswerte Aufnahme. Sylvia Sass und Kolos Kovacs sind Künstler, für die das komplizierte ungarische Idiom kein Problem darstellt. Sie singen hervorragend.
Doch nun die herbe Enttäuschung: die Inszenierung! Sie ist ganz im altertümlichen Stil gehalten, was ja noch kein Problem wäre. Doch das Studio, in dem dies alles aufgebaut wurde, enthält leider nur Versatzstücke einer Laienspieltruppe. Eine Pappmachee-Burg, die eher einer Höhle gleicht. Spiegelglasbruch in der Schatzkammer und Nylonvorhänge als Tränensee ...
Dazu die Kostüme - sehr überladen und für heutige Ästhetik schwer erträglich. Und die Personenführung läßt leider auch zu wünschen übrig!
Sylvia Sass wabert wie eine wahnsinnige Lucia di Lammermoor durch das Bild wie auf einer Bühne des 19. Jahrhunderts. Dass sie dazu auch noch die Augen rollt wie eine Stummfilmdiva macht die Sache nicht besser.
Irgendwie wundert es mich nicht, dass mir beim Ansehen alle paar Minuten die Augen zugefallen sind.
Wichtig erscheint mir noch der psychologische Hintergrund der ganzen Story.
Hier begegnen sich zwei Menschen, ein Mann und eine Frau. Er sammelt Frauen wie Kunstobjekte und braucht Judith als vierten Edelstein seiner Sammlung. Sie gibt vor ihn zu lieben, ist aber von einer fatalen Neugierde getrieben, will ihm alle seine Geheimnisse entreissen und büßt das mit ewiger Beziehungslosigkeit.
Das klingt doch alles ziemlich vertraut ... oder?!
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