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am 4. Februar 2003
Zuerst: Mir fehlen die Grundvoraussetzungen als nicht studierter Musikwissenschaftler, um die Einspielung Perahias en detail aus dieser Warte zu beurteilen. Noch bin ich in der Lage, die unzähligen Einspielungen der Goldberg-Variationen mit der von Perahia zu vergleichen. Ich will daher gleich auf den Kern kommen und ganz ehrlich sein: Wir alle, die die Goldberg-Variationen kennen und mögen, werden alle Klavier-Einspielungen (vergangene, gegenwärtige und zukünftige) mit den legendären Glenn Gould-Einspielungen aus den Jahren 1955 (ungestüm, revolutionär und richtungsweisend) und 1981 (ein Meilenstein, das Vermächtnis Gouldschen Musik- und Aufnahmeverständnisses) vergleichen. Es führt kein Weg daran vorbei, muß man ehrlich sein. Gould ist und war die Meßlatte für Bachs Goldberg-Variationen.
Doch was beschert uns Murray Perahia, der Mann, der das Klavierspielen nach einer harmlosen Verletzung 1996 fast schon aufgeben musste? In Zusammenarbeit mit den erstklassigen Sony-Technikern zaubert er eine Einspielung, die schlicht meisterlich und als der neue Maßstab zu nennen ist. Perahias präzises Spiel offenbart neue Details der Variationen. Sie ist in ihrer klanglichen Vielfalt derart beeindruckend, daß man geradezu verzückt ist, neue Innenansichten der Goldberg-Variationen zu entdecken, die vorher offenbar verdeckt waren. Perahias Können zeigt eindrucksvoll, wie Empfindsamkeit auf Virtuasität trifft.
Klart, direkter und präziser sind die Goldberg-Variationen wohl in nächster Zeit nicht einzuspielen. Und vorallem: Nie wirkt Murray Perahias Stil steril oder aseptisch. Wirklich ein Triumph für den Barock-Enthusiasten Murray Perahia.
Kompliment auch an Sony Classics, die den zwei legendären Gould-Aufnahmen der Goldberg-Variationen aus den eigenem Hause (!) nun eine weitere wahrhaft exzellent Aufnahme hinzufügten.
Früher hieß meine Gleichung: Goldberg-Variationen=Glenn Gould. Ohne Diskussion. Heute stelle ich fest, daß ich ihn durch Murray Perahia ersetzt habe. Bei ihm gibt es bei jedem erneuten Hören etwas Neues zu entdecken. Kann es ein schöneres Komliment geben?Noch ein Tipp zum Abschluss: Die SACD ist gar noch einen Moment präziser in der Darstellung.
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am 27. Oktober 2008
Mein Bach-Gott ist ja eigentlich Glenn Gould, ganz besonders, was seine Aufnahmen der Goldberg-Variationen angeht, wobei ich die von 1981 den früheren vorziehe. Ich hatte zwischenzeitlich weitere Aufnahmen der GV, die auch sehr gut waren, von denen ich mich aber wieder getrennt habe, weil ich sie einfach nach dem Kennenlernen nicht mehr hörte (z.B. Schiff, Stadtfeld - jawohl, die fand' ich gut!). Behalten habe ich neben Gould nur die Aufnahmen von Angela Hewitt und Murray Perahia, weil sie, wenn auch beide ganz unterschiedlich zu denen von Gould, einfach die unglaubliche Schönheit dieser Musik wunderbar vermitteln und das Hören jedesmal zu einem kleinen Wunder machen. Beide sind vom Ansatz her lyrischer, leiser und weniger "exzentrisch" (und natürlich langsamer...) als Gould und geben so ihren Interpretationen einen eigenen Rang - technisch brilliant und makellos sind Pianisten dieses Ranges ja sowieso. Es kann durchaus sein, dass in Zukunft noch neue Einspielungen dazukommen, von Hewitt und Perahia trennen werde ich mich aber ganz sicher nie!
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am 26. November 2002
Murray Perahia's Interpretation von Bachs „Goldbergvariationen" ist derzeit die am häufigsten gehöhrte CD meiner Sammlung - meine Lieblings-CD. Dieses monumentale Werk, das nur von wenigen grossen Klavierspielern in den letzten Jahrzehnten aufgenommen wurde - eine Tatsache, die sehr verwundert,oder streben heutige Pianisten doch nur nach der Technik für Liszt's h-Moll Sonate? - wird für meinen Geschmack von Perahia in mehrfacher Hinsicht in einer ausserordentlich ausgewogenen Weise dargeboten. Ich möchte versuchen dies durch einem Vergleich mit der späten, berühmt gewordenen Aufnahme Glenn Goulds von 1981 näher zu erörtern. Beginnen wir mit der Wahl des Tempos am Beispiel der Aria. Perahia wählt für die Aria, also ein „Gesangsstück mit Instrumentalbegleitung", ein für mich punktgenau adäquates Tempo; Perahia's Tempo liegt zwischen den beiden Glenn Gould - Einspielungen von 1955, in der die Aria mit einer unverständlich hohen Geschwindigkeit vorgetragen wird, was Gould später bestätigte und schliesslich zur Neuaufnahme bewog, und der wohl langsamsten Aria überhaupt in der Aufnahme von 1981, die in der Wiederholung am Schluss des Werkes noch einmal um fast eine Minute, mit höchster Kontemplation, verlangsamt wird. In beiden Aufnahmen wird ein geradezu unübertroffenes, beinahe pedalloses Legatospiel geboten, Perahia vermeidet jedoch überaschende Lautstärkeeffekte, wie beim Übergang von der Aria zur ersten Variation in der späten Gould-Aufnahme. Perahia's Phrasierungen sind ausgeprägt und zeugen von höchster Musikalität, Verzierungen werden zurückhaltend und fließend integriert, Unterschiede im Charakter der einzelnen Variationen weniger stark betont als bei Gould. Insgesamt ist diese Einspielung nach meinem Verständnis als eine innovative Bereicherung und Erweiterung der Interpretation dieses grossartigen Werkes zu sehen und wird sich als neuer Standard etablieren. Und sicherlich ist dieses gelungene Werk auch geprägt vom Einfluß eines unvergleichlichen Lehrers - Perahia, dessen Karriere durch eine Verletzung der Hand fast beendet worden wäre, war ein Schüler des legendären Mieczyslaw Horzowski, der noch mit 90 Jahren konzertierte, und in dessen wundervollem Spiel immer die Musik und nie die Demonstration aberwiztiger Technik im Zentrum des Vortrags stand.
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TOP 1000 REZENSENTam 5. Januar 2011
Von den zahlreichen Kompositionen für Tasteninstrument von Johann Sebastian Bach nehmen seine sogenannten "Goldberg Variationen" BWV 988 von jeher eine besondere Stellung ein. Immerhin handelt es sich um eine der längsten zusammenhängenden Kompositionen für ein Tasteninstrument überhaupt. Bach schrieb sie für einen osteuropäischen Fürsten. Besagter Goldberg, einer der fürstlichen Angestellten, musste ihm dann bisweilen nachts aus diesen Variationen vorspielen, nämlich immer dann, wenn der Fürst nicht schlafen konnte.
Bach ist hier ein wahres Meisterstück gelungen, denn zum einen ist der Zyklus natürlich in sich geschlossen, was schon die Wiederkehr der einleitenden, das thematische Material enthaltenden "Aria" am Ende des Zyklus' verrät. Andererseits aber sah sich der Thomaskantor vor das Problem gestellt, dass die einzelnen Variationen auch losgelöst voneinander noch verständlich seien, was ihm mit Bravour glückte.
Unter den vielen Stücken finden sich die verschiedensten: So darf sich der Hörer auf schnell verrauschte Momente ebenso freuen wie auf tiefsinnige, innige. Kurze, scheinbar oberflächliche Kompositionen stehen passend neben längeren, intensiveren. Es ist erstaunlich, was Bach aus der scheinbar recht schlichten, ja, unergiebigen Anfangsarie herauszuholen vermag.

Die vorliegende Einspielung durch den Pianisten Murray Perahia entstand im Jahre 2000 und erfreut sich bester Tonqualität. Perahia entscheidet sich im Rahmen seiner Interpretation für den modernen Konzertflügel und beweist eindrucksvoll, mit wie viel Kraft und Dynamik eben dieser die Kompositionen auflädt. Alfred Brendel sagte einst, dass derjenige, der barocke Klavierkompositionen nur auf dem Cembalo oder dem Clavichord gelten lassen wolle, diese selben eigentlich auch nur in barocken Marmorsälen hören dürfe.
Perahias Herangehensweise an die "Goldberg Variationen" ist erstaunlich frisch und schlicht. Auf übermäßiges Pathos verzichtet er gänzlich. Sein Spiel ist gekennzeichnet von vollkommener ästhetischer Durchdringung der Kompositionen. Sein zarter Anschlag und seine konzise Linienführung sind nie Selbstzweck. Auch seine facettenreichen Schattierungen, perlenden Nuancierungen und treffsicheren Akzente stehen im Dienste der Partitur. Auf individuelle Pointen allerdings zu verzichten, wäre Perahias Sache nicht - was dabei herauskommt, ist eine glasklar, transparent und differenziert gezeichnete Deutung, die nicht den Anspruch hat, an anderen gemessen zu werden.
Wärme, Innigkeit und Menschlichkeit sind es schließlich auch, die diese für Bachs Kompositionen so typische Stimmung erzeugen, die ihre Pfründe zwischen Gottesfurcht und Zeitlosigkeit aufspannt. Den Vorwurf, Bach habe oftmals zu akademisch und schulmeisterhaft komponiert, entkräftet Perahia eindrucksvoll und weist sich erneut als einer der führenden Bach Interpreten unserer Zeit aus.
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am 5. September 2002
Die künstlerische Seite muß nicht mehr gelobt werden; die beste Einspielung, die ich je gehört habe. Leider ist es mir auch mit 5-maligem Umtausch nicht gelungen, eine technisch einwandfreie CD zu erstehen; wichtige Stellen werden von störenden Klick- bzw. Knack-Geräuschen begleitet, die auf Dauer erheblich stören. Wer weiß, wie man sony dazu bekommt, der Sache auf den Grund zu gehen und idealerweise einen Umtausch in eine fehlerlose Version zu ermöglichen - das wären dann fünf Sterne ohne wenn und aber!!
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am 9. Februar 2012
Die Vergleiche mit Gould führen meines Erachtens nicht weiter, da es sich bei der Aufnahme Perahias sowohl musikalisch als auch aufnahmetechnisch und eine fundamental andere Herangehensweise handelt. Hervorzuheben ist die exorbitant gute Aufnahmetechnik, die die Musik atmen lässt. Man hat das Gefühl alleine im Konzertsaal zu sitzen und Perahia spielt nur für einen selbst.
Und er spielt Bach mit jener seltenen Mischung aus Wärme und Exaktheit, die die Musik zu jenem großen Ereignis werden lassen können. Über Jahre höre ich nun diese Aufnahme und werde daran nicht müde. Ein Meisterwerk. Wer diese Aufnahme schätzt, der wird auch Freude an folgenden Einspielungen haben:

Bach: Partiten 1,5 & 6, BWV 825, 829, 830
Bach: Partiten 2,3 & 4, BWV 826, 827, 828
Bach: Klavierkonzerte 1, 2, 4, BWV 1052, 1053, 1055
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am 27. November 2002
das ist musik in ihrer schönsten form und es ist reminiszenz an die erfindung des piano forte. nie wieder möchte man diese musik von einem anderen gespielt hören, geschweige denn auf einem cembalo, denn perahia gelingt es, der in ihrer musikalischen struktur zweifelsfrei brillianten komposition eine weitere, emotionale ebene hinzuzufügen, wie ich dies in keiner zuvor gehörten aufnahme je empfunden habe. die aufnahme ist technisch perfekt, es irritieren lediglich leichte klickgeräusche, die wie digitale aussetzer klingen, doch nach längerem überlegen kam ich darauf, dass es wohl die fingernägel des meisters sein müssen. das begleitheft, nicht eben berauschend gestaltet enthält einen text, der es dem normal gebildeten menschen ermöglicht, in knapper form den inhalt und die umsetzung des themas in den variationen nachzuvollziehen. völlig ausreichend, denn für eine weitere exegese empfielt sich ja der kauf einer entsprechenden literatur.
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am 10. September 2001
Perahia liefert eine in sich stimmige Gesamtinterpretation der Goldbergvariationen ab. Technisch perfekt und mit einer unerwarteten Originalität hebt Perahia seine Interpretation von der Goulds ab. Virtuosität in selten gehörter Bescheidenheit und großer Mut, ausgetretende Wege zu verlassen, zeichnen diese Einspielung aus. Ich hätte nicht gedacht, daß mich eine Bach-Interpretation so sehr in ihren Bann schlagen könnte.
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am 6. Dezember 2013
Hier strömt und fließt die Musik in einzigartig natürlicher Weise und durch diesen ganz und gar unaffektierten Ansatz hat mich die Aufnahme gefangen genommen. Man merkt, das Perahia diese Musik tief verinnerlicht hat, so selbstverständlich und feinfarbig ausformuliert wirkt hier alles.

Zum Klang: das Klavier ist rund und warm und eher nah aufgenommen, was dem weichen Anschlag Perahias gut entgegenkommt und der Aufnahme etwas intimes verleiht. In einigen Passagen sind "Fingernagelgeräusche" in Form eines leichtes Klackens zu vernehmen - mich haben sie nicht gestört, da ich sie als Teil der Aufnahmeakustik empfunden habe.
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am 8. Dezember 2000
Murray Perahia ist mit dieser CD wieder einmal gelungen,was vielen gerne gelänge. Er vereint eine gekonnte technische Umsetzung mit grandioser Virtuosität. Er verleit Bachs Goldberg-Variationen leben auf eine Art, die jedem in seiner Gemütslage etwas gibt, sie ist dem Traurigen Emunterung ebenso wie sie dem Rastlosen Ruhe schenkt. Für mich war diese Investition eine der besten und ich kann sie nur jedem empfehlen, der es leid ist sich mit zweitklassigem abzugeben.
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