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Bürger Grass: Biografie eines deutschen Dichters Taschenbuch – 1. Oktober 2004

3.6 von 5 Sternen 5 Kundenrezensionen

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Nun stand er wieder am Lesepult, Brille halb herabgerutscht, die Pfeife erkaltet, das Rotweinglas stets griffbereit. Den Triumph, eine nationale Debatte literarisch losgetreten zu haben, genoss er sichtlich. Figuren aus früheren Romanen hatten noch einmal ihren Auftritt, ein literarischer Kreis schloss sich. Selbst sein kritischer Quälgeist, der "unvermeidliche Nörgler", den er ein Leben lang nicht loswerden sollte, schämte sich seiner Tränen nicht. Als längst niemand mehr damit gerechnet hatte, als es so aussah, als ob er ausgeschrieben hätte, hatte Günter Grass sein altes Danzig noch einmal aufgesucht -- und war mit einem Bestseller zurückgekehrt.

Mit dem Überraschungserfolg der Novelle Im Krebsgang und der sich anschließenden politischen Diskussion, endet Michael Jürgs' lange Reise ins Innenleben des Bürgers Grass. Nicht nur stur Lebensdaten herbetend, umschwebt der ehemalige Stern-Chefredakteur den nunmehr 75-Jährigen förmlich meditierend, schlägt aber beim Versuch, eigenen dichterischen Impulsen nachzugeben, bisweilen über die Stränge. Vom Sohn eines Kolonialwarenhändlers in Danzig-Langfuhr zum Bildhauer, Grafiker und Romancier -- schließlich zum Gewissen der Nation. Viel Privates über den nicht immer grundsoliden Patriarchen, Frauen- und Pilzkenner weiß Jürgs zu berichten, das Werk des Nobelpreisträgers bleibt indes merkwürdig unterbelichtet.

Literaturfreunde werden die Interna aus der Gruppe 47 dankbar begrüßen, jenem legendären Literaturkreis, der 1958 die ersten Kapitel der Blechtrommel zu hören bekam. Dann wieder werden wir mit kulinarischen Fragwürdigkeiten wie Kutteln konfrontiert, die Grass Freunden mit Vorliebe auftischte, was geladenen Schöngeistern nicht selten den Schweiß auf die Stirn trieb. Auch erfahren wir mit Staunen, welch feuriger Tangotänzer Grass noch immer ist.

Leicht schieflagiges, aber einfühlsames Porträt eines "auf eine verquere Art Unkomplizierten". SPD-Wahlkämpfer und Brandt-Freund mit dem Image des ewig Belehrenden. Ein Fighter mit schlechten Nehmerqualitäten. Hochempfindsam, robust genug jedoch, Kunst- und Geschäftssinn auf das Förderlichste zu verbinden. Einer, der sich schließlich, allen Erfolgen zum Trotz, stets als politisch engagierter Kleinbürger Grass begriff. Und den werden wir noch lange brauchen. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Pressestimmen

»Was für ein riskanter Versuch, einen der bedeutendsten Erzähler der Gegenwartsliteratur zu porträtieren. Michael Jürgs ist das bravourös geglückt.« (Fritz J. Raddatz, Die Welt)

»Ein politisches Lesebuch, ein Stück bundesrepublikanische Geschichte.« (Verena Auffermann, Süddeutsche Zeitung)

»Ein Lebensbild voller Tempo und Schwung.« (Neues Deutschland)

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Kundenrezensionen

3.6 von 5 Sternen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Vorneweg: Ich habe Germanistik studiert habe und über Grass Examen gemacht bei einem der wohl besten Grass-Kenner Deutschlands: Volker Neuhaus. Von daher hatte ich natürlich schon Vorkenntnisse über Grass' Leben und Werk. In dieser Biographie von Jürgs steht sein - wie der Titel signalisiert - Leben im Vordergrund; über das Werk erfährt man nur, was in Verbindung mit Grass' Leben steht. Leider schreibt der Autor, den ich ansonsten für seine Glossen sehr schätze, gerne auch über sich selber und wie er sich Grass nähert und schimpft dabei (wie Grass auch - was für ein Zufall) mehrmals über die Germanisten, die Grass' Bücher nach autobiographischen Schlüsselstellen abklopfen. Das nervt insbesondere anfangs ziemlich; die ersten 100 Seiten fande ich daher - Achtung Wortspiel! - grässlich. Insgesamt hat Jürgs aber eine sehr informative Biographie über Grass geschrieben, aus der auch ich noch Neues erfahren habe. Schade, dass die 90er Jahre und die Gegenwart bei Jürgs äußerst kurz und knapp wegkommen: Der Riesenkrach über das weite Feld, der Grass ziemlich angeschlagen hatte, wird auf wenigen Seiten abgehandelt. Das sehr wortwitzige Buch liest sich unterhaltsam und kommt Grass auch stilistisch durchaus nahe, daher doch noch vier Sterne.
Wer sich speziell über Grass' Werk informieren möchte, sei an die vorzüglichen - und weitaus schmaleren - Bändchen von Claudia Mayer-Iswandy und Volker Neuhaus verwiesen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Am Wochenende entdeckte ich im Lübecker Grass-Haus zufällig, dass es sich bei der hier angezeigten Ausgabe von Bürger Grass um eine aktualisierte Neuausgabe handelt. Wie man mir dort sagte, erschien diese anlässlich der Trauerfeier für Günter Grass erst vor wenigen Tagen. Das o. g. Datum September 2002 stimmt also so nicht bzw. gilt für die Erstausgabe.
Wer sich mit Grass beschäftigt und eine aktuelle Biographie mit interessanten Deutungen seines Schaffens sucht, der sollte unbedingt zu diesem journalistischen Werk greifen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ein rotes Tuch ist der Schriftsteller Günter Grass für die Einen gewesen. Eine faszinierende Persönlichkeit ist er für Andere gewesen. In diesem Spannungsbogen bewegt sich das Buch „Bürger Grass“, das der Journalist Michael Jürgs über den Literatur-Nobelpreis-Träger geschrieben hat. Es ist ein Buch, das die vielen Schattenseiten, aber auch die vielen hellen Stunden eines streitbaren Zeitgenossen auf den Punkt bringt.

Michael Jürgs ist eine sehr persönlich gefärbte Biographie von Günter Grass gelungen, die man ungern aus der Hand legt. Dies deutet sich schon an in dem Epiprolog, den Jürgs geschrieben hat: „Grass wurde zum Lebenspartner auf Zeit. Je mehr ich über ihn erfuhr nach Interviews mit Freunden und Feinden, mit Zeitgenossen und Genossen, desto kundiger konnte ich fragen. Je mehr Bücher von Grass ich gelesen hatte, desto sicherer war ich, dass eines über ihn geschrieben werden musste.“ (S. 6)

Dem Buch merkt man an, dass Jürgs große Freude am Schreiben, aber auch großen Spaß an der Person von Günter Grass gehabt hat. Es ist möglicherweise die Kauzigkeit und Knorrigkeit des Günter Grass gewesen, die die Neugierde immer wieder hat entfachen lassen. Irgendwie hat sich Grass mit seiner Persönlichkeit ja auch zwischen einer Widersprüchlichkeit und einer konsequenten Lebenshaltung gewesen.

Es sind die vielen Lebensstationen gewesen, die das Leben von Günter Grass zu einem Faszinosum gemacht haben. Er hat nicht nur viele Menschen mit seiner Literatur und seiner bildenden Kunst geprägt. Er hat Städte geprägt. Angefangen mit seiner Geburtsstadt Danzig, in der er den Blechtrommler Oskar Matzerath zum Leben erweckt hat.
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Format: Gebundene Ausgabe
Es bleibt immer ein fragwürdiges Unterfangen, einen noch Lebenden mit einer Biografie zu würdigen. Das gilt auch dann, wenn der zu Würdigende ein Literatur-Nobelpreisträger ist und Günter Grass heißt und in Kürze 75 Jahre alt wird. Sei's aber drum: das Buch ist geschrieben und soll gelesen sein. Und vielleicht ist ihm Gutes abzugewinnen?

Michael Jürgs ist geübt in gefälliger Biografik. Hat der Journalist sich auf diesem Feld doch schon heftig getummelt. Unter anderem ist eine Richard-Tauber-Biografie aus seiner Feder, sind es "Der Fall Romy Schneider" und "Der Fall Axel Springer". Und nun also "Bürger Grass. Biografie eines deutschen Dichters". Und zugegeben: Ihm ist mit dieser Biografie ein hochinteressantes, ein spannendes Buch gelungen. Basierend auf vielen Gesprächen mit Grass selbst, auf Interviews mit Weg- und Zeitgefährten, in umfassender Kenntnis des Werks hat sich Jürgs auf erfolgreiche Spurensuche begeben.

Dass der Biograf seinem Helden Grass äußert zugetan ist, beweist er mit jeder Zeile. So gerät ihm gleichsam unter der Hand die Lebensbeschreibung des Sprachbildhauers, des Dichters, des sich ständige einmischenden homo politicus zu einer Art Hagiografie. Das geht so weit, dass Jürgs versucht, sich dem Objekt seiner schriftstellernden Begierde im Grass'schen Stil zu nähern. Man gewöhnt sich allerdings im Laufe der Lektüre fast daran und nimmt mehr oder weniger gelassen die nie endend wollende Begeisterung mit all ihren Lobpreisungen und Schmeicheleien hin. Das hat sich allerdinsg nach dem "Geständnis" von Grass sowohl bei Jürgs als auch bei (diesem) Leser geändert.

"Ich gebe kein Bild ab.
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