Facebook Twitter Pinterest
Gebraucht kaufen
EUR 10,94
+ EUR 3,00 Versandkosten
Gebraucht: Sehr gut | Details
Verkauft von MEDIMOPS
Zustand: Gebraucht: Sehr gut
Kommentar: Von Europas Nr.1 für gebrauchte Bücher und Medien. Gelesene Ausgabe in hervorragendem Zustand.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Alle 3 Bilder anzeigen

Austerlitz Audio-CD – Audiobook, 19. März 2012

4.5 von 5 Sternen 30 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Audio-CD, Audiobook
"Bitte wiederholen"
EUR 10,94
2 gebraucht ab EUR 10,94

Die Spiegel-Bestseller
Entdecken Sie die Bestseller des SPIEGEL-Magazins aus unterschiedlichen Bereichen. Wöchentlich aktualisiert. Hier klicken
click to open popover

Hinweise und Aktionen

  • Entdecken Sie die aktuellen BILD Bestseller. Jede Woche neu. Hier klicken

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.



Produktinformation

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Willkommen im Universum des W.G. Sebald. Der Besuch lohnt sich. Man tritt ein in den schmuckvollen Bahnhof von Antwerpen, einem Monument des belgischen Kolonialismus, wo der unbenannte Erzähler gerade mit einem Gefühl des Unwohlseins aus England ankommt. Nachdem er den großäugigen Tieren im benachbarten Nocturama einen kurzen Besuch abgestattet hat, spricht er im prunkvollen Wartesaal jenen Jacques Austerlitz an, der dort gerade zeichnet und fotografiert -- und ab nun der Held des Romans sein wird. Erst viele Jahre später und nach vielen Reisen quer durch Europa wird der -- inzwischen weiser und nachdenklicher -- gewordene Leser vor der Festung Breedonk bei Antwerpen entlassen.

Austerlitz ist ein sehr europäisches Buch, mit Aufenthalten in Wales, London, Prag, Theresienstadt, Marienbad und Paris. Ortsbeschreibungen verraten viel über die Austerlitzsche Seele. Als er in den 50er-Jahren einmal in Nürnberg aus dem Zug aussteigt und deutschen Boden betritt, beobachtet er Schuhwerk und Schweigsamkeit der vorübergehenden Menschen in den Fußgängerparadiesen. Die Architektur wird zum Seelenzustand, zu etwas, das psychologische Rückschlüsse zulässt -- für welche Art Mensch zum Beispiel haben die Architekten das Sicherheitssystem der Pariser Bibliothèque Nationale entwickelt?

Sebalds Sprache erinnert in ihrer Klarheit und Bestimmtheit gelegentlich an Thomas Bernhard, wenngleich die schlimmsten Ereignisse ohne Übertreibung beschrieben werden. Wo kommen die Waren her, die im Theresienstädter Laden auf den Tischen ausliegen? In diesem Buch ohne Kapitel oder Absätze sind Fotos ein wichtiger Bestandteil.

Statt des Exils beschreibt Sebalds Roman auf bewegende Weise die Suche nach der eigenen Vergangenheit. Wie kann Austerlitz die Heimat verlassen, wenn er sich an sie nicht erinnern kann, nicht mal weiß, wo sie gewesen ist? Der ausführliche Mittelteil des Buches beschreibt die Reise nach Prag, Theresienstadt und das dazugehörige dunkle Kapitel mitteleuropäischer Geschichte. Den Stillstand der Zeit zwischen Kindertransport (von Prag nach England, 1939, als Fünfjähriger) und der Abreise aus Prag mit wiedergefundener Identität in den 50er-Jahren.

Austerlitz versucht, "das Bild der von dem Wanderer durchquerten beinahe schon in der Vergessenheit geratenen Landschaft" heraufzubeschwören. Dabei empfindet er ein Gefühl des Widerwillens und des Ekels. Die Exkurse zu den verschiedensten Themen sind wertvolle Anregungen und wichtiger Teil dieser seelischen Landschaft. Was bleibt, ist die Frage: Werden im Nocturama nach Feierabend die Lichter eingeschaltet, damit die Tiere schlafen können? --Richard Foster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Wer "Austerlitz" hört, bleibt atemlos zurück." (Kulturtipp)

"Mit wenigen Mittel und Sprechern weckt dieses Hörspiel das ewige Bahnhofsgefühl: die Auflösung von Zeit und Raum in einer unwirklichen Welt, in der man sich selbst näher ist als irgendwo sonst. Großes Bahnhofskino:" (IN München)

Alle Produktbeschreibungen

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Ein nicht näher vorgestellter Erzähler trifft bei seinen architekturgeschichtlichen Streifzügen durch die Städte Mitteleuropas auf den etwas älteren Austerlitz, einen universal gebildeten sehr zurückhaltenden Menschen, mit dem sich über große Zeiträume hinweg eine intensive, zuerst sachliche, später persönliche Konversation ergibt. Man erfährt, dass der kleine Austerlitz als ein Waisenkind zunähst unbekannter Herkunft im Haushalt eines Geistlichen aufwuchs, dass er zur Schule ging, dass er dort Freunde und Gefährten traf, eine Leidenschaft für Kunst und Kultur und entwickelte und mit seinen herausragenden Begabungen zu den schönsten Hoffnungen berechtigte - wäre da nicht die Grundstimmung einer trübsinnigen Gemütsart, die dem heranwachsenden Austerlitz alle Freuden des Lebens gründlich vergällte. Schließlich kam es sogar zu einer manifesten Persönlichkeitskrise, in deren Verlauf dem Literateten und Bücherfreund Austerlitz zuerst das Schreiben und dann das Lesen entglitt, bis er von permanenter Schlaflosigkeit gepeinigt, Nacht für Nacht durch London lief, ohne zu wissen, was er eigentlich suchte. In einem dunklen Londoner Bahnhof steht er plötzlich einem fünfjährigen Waisen und zwei verhärmte Erwachsenen gegenüber und erkennt in dieser Halluzination urplötzlich die Szene seine Abkunft in London vor mehr als einem halben Jahrhundert. Doch woher kam er? Auf der Suche nach seiner eigenen Vergangenheit beginnt Austerlitz alle Barrieren der Verdrängung beiseite zu schieben und aus dem Fundus einer sich immer weiter erschließenden Erinnerung seinen Werdegang zu rekonstruieren.Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 38 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Von Ein Kunde am 30. Dezember 2001
Format: Gebundene Ausgabe
„... Nach und nach entsann ich mich auch, wie es mir während der Fahrt auf einmal unwohl geworden war, wie ein Phantomschmerz sich ausbreitete in meiner Brust und wie ich dachte, ich werde jetzt sterben müssen an diesem schwachen Herzen, das ich geerbt habe, ich weiß nicht, von wem ...", sagt Austerlitz, meint der Erzähler, in Sebalds Werk (S. 378). Der Autor muß gewußt haben, wovon er sprach, denn am 14. Dezember 2001 erlitt W. G. Sebald, während er mit seinem Auto in Norwich unterwegs war, einen Schwächeanfall des Herzens, geriet mit dem Fahrzeug auf die gegenüberliegende Strassenseite, wo er mit einem Lastkraftwagen zusammenstieß, der Sebald tötete; seine Tochter, die ihn als Beifahrerin begleitet hatte, überlebte den Unfall verletzt. Sebalds Tod ist zweifelsohne ein großes Unglück auch für die deutsche Literatur.
So ist „Austerlitz", Sebalds letztes zu Lebzeiten erschienenes Werk, das literarische Vermächtnis Sebalds. Es fällt auf, dass Sebald dem Werk keine Gattungsbezeichnung gegeben hat: weder Biographie, noch Roman, noch Bericht, noch Erzählungen oder dergleichen. Wahrscheinlich sperrt sich „Austerlitz" auch gegen eine solche Ettikettierung: viele Elemente des Werks werden auf Erzählungen einer oder mehrerer realen Personen beruhen: in England leben noch heute viele während der Nazizeit ausgewanderte Juden, wie Sebald kurz vor seinem Tod meinte, und er, der aus Deutschland weggegangene Nichtjude Sebald, habe manche von ihnen dort kennengelernt. So mag dieser Roman - Germanisten mögen es herausfinden - auch zugleich das Dokument einer Freundschaft zwischen Sebald und einem „Emigranten" wie Jaques Austerlitz sein.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Das ist vielleicht das beste Buch der deutschen Gegenwartsliteratur. Vielschichtig im Inhalt, in einer wunderbaren Sprache geschrieben. Eigentlich eine Komposition, vergleichbar mit einem Werk von Johann Sebastian Bach. Die wenigen stillen Fotos aus dem Archiv des Autors illustrieren nicht, sondern berühren beim Lesen auf merkwürdige Weise. Die Vergangenheit in der Gegenwart, geknüpft an Architekturbetrachtungen von Festungsbauwerken und Bahnhöfen, Symbole für den Seelenzustand. Ein älterer Mann sucht in langsamen, traurigen Schritten seine Vergangenheit. Als Kind jüdischer Eltern zur Rettung in die Fremde verschickt beschäftigt er sich sein Leben lang nicht mit seiner Herkunft. Er ist gleichsam abgeschnitten von seiner Identität. Erst als die Zeichen aus der Vergangenheit sich mehren, macht er sich auf eine vorsichtige Suche und findet Schatten. Als er alles weiß und sich gefunden hat, endet sein Leben. Ein trauriges Buch, aber ohne Verzweiflung. Traurig ist auch, dass Sebald so spät mit dem Schreiben von solchen Büchern begonnen hat und dann so früh starb. Um so kostbarer ist alles, was er geschrieben hat. Im Marbacher Literaturarchiv kann man die Materialien Sebalds zu Austerlitz betrachten.
Kommentar 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Die Geschichte von Jacques Austerlitz ist das zugänglichste, leichteste und tränenreichste Werk dieses Schriftstellers, eine Wanderung rückwärts durch das Leben der Titelfigur, durch europäische Geschichtslandschaften, auf der immer wieder zwei Motive aufeinanderstoßen: die Schrecken der Geschichte und die Schönheit der Landschaften.

Jacques Austerlitz, zum Zeitpunkt des Erzählens ein rastloser Reisender kreuz und quer durch den Kontinent, gekleidet in eine Arbeitshose aus verschossener blauer Baumwolle sowie in ein 'maßgeschneidertes, aber längst aus der Mode gekommenes Anzugsjackett', hatte dreißig Jahre lang als Kunsthistoriker in London gearbeitet. Davor war er Schüler an einem wunderlich verstaubten Internat in England gewesen, davor Kind eines calvinistischen Predigers an der Küste von Wales. Bald aber ist J. Austerlitz unterwegs nach Prag, zu seiner eigentlichen, im Holocaust verschwundenen Familie, zu seinem eigentlichen Ich ' und unterwegs nach Theresienstadt. Denn Jacques Austerlitz, der jüdische Knabe, war kurz vor dem Zweiten Weltkrieg mit einem 'Kindertransport' aus der Tschechoslowakei nach England geschickt worden, um dort in der Adoption zu überleben.

Die Suche nach der persönlichen Identität scheint diesem Buch das Handlungsmodell zu liefern. Doch so einfach ist es nicht. Denn dahinter, in einem beispiellosen Amalgam aus Essay, Poesie, Tatsachenbericht und Roman, entfaltet sich der Versuch, die europäische Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts als das Leben eines einzelnen Menschen zu erzählen, so nah wie möglich, so vielfältig, so disparat wie nötig.

Zusammengehalten wird dieses Unternehmen durch eine einzigartige Sprache: W. G.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden