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am 17. August 2015
Der gegenwärtige Williams-Hype beschert uns sicher bald Augustus auf deutsch. ' Ich vermute, der Übersetzer arbeitet bereits mit Hochdruck daran. Williams hat den Roman in den Jahren 1967 -1972 geschrieben, er erhielt dafür den National Book Award.

Leben und Person des Gaius Octavius Cäsar Augustus, des mächtigsten Mannes seiner Zeit, werden in Form von Briefen, Erinnerungen, Fragmenten und Tagebüchern lebendig. Autoren der fiktionalen Texte sind historisch 'echte' Personen: Die Weggefährten des Augustus, seine Familienangehörigen, seine Feinde kommen zu Wort. Damit legt der Autor kunstvoll ein Informationsnetz aus, aus dem das Profil des Imperators zunehmend klarer hervortritt.

Der Roman ist dreigeteilt: Zunächst der Aufstieg des Octavian. Hier wird geschildert was uns aus Filmen, TV-Serien und historischen Büchern schon längst bekannt ist. Zugegebenermaßen sehr kunstvoll und lebensnah, doch die Story ist nicht neu, der Text arbeitet die historischen Fakten ab. Es bleibt das Erstaunen, wie ein blässlicher, unscheinbarer fast autistisch anmutender Knabe ohne zu zögern und zu zweifeln, ohne sich selbst und andere zu schonen an die Spitze des Römischen Reiches gespült wird. Getrieben allein von seinem Willen und einem niemals angezweifelten Pflichtgefühl.

Teil 2 umfasst die Geschichte Julias, der Tochter des Augustus, die nach wilder exzessiver Jugend ein willfähriges Objekt der kaiserlichen Heirats- und damit Machtpolitik wird. Letztendlich stellt auch sie das herrschende System niemals in Frage, akzeptiert sogar ihre Verbannung vordergründig aufgrund ihres Lebenswandels. Es ist ihr Vater, der wie eine Spinne im Netz die Fäden zieht und das feine Spiel zwischen brutaler Machtausübung, Vorbildfunktion und Lenkung des Volkswillens meisterhaft beherrscht. Der Jüngling hat eine Metamorphose vollzogen, er verkörpert jetzt das Staatswesen in nahezu entmenschlichter Form. Er ist zum Mann geworden, der Rom ist.

Erst im dritten Teil kommt Augustus selbst zu Wort. Wenige Tage vor seinem Tod segelt der 76 jährige - gebrechlich und zahnlos - auf einem Schiff im Golf von Neapel und zieht eine Bilanz seines Lebens in Form eines Briefes an einen alten Weggefährten. Der Grundton ist melancholisch, selbst der mächtigste Mann der Welt und seine Werke werden bald in Vergessenheit geraten. Seine Selbsteinschätzung und die im Roman sich entwickelnden Einschätzungen durch andere kommen zur Deckung:
Ein Leben in Pflichterfüllung zum Wohle des Staates.

Der Autor und Dichter Williams legt in diesem Monolog - vermutlich augenzwinkernd - dem Imperator die Bewunderung von Autoren und Dichtern in den Mund. Sie sind die eigentlichen Herrscher, die 'freiesten' Menschen, sie haben die Fähigkeit durch ihre Werke die Welt zu erklären und zu verändern.

Das Buch ist wunderbar ausbalanciert zwischen wohl recherchierten Fakten und dem Versuch, sich der Person des Augustus zu nähern.
Absolut lesenswert.

Wer sich in der Schule mit Latein herumplagte, wird schmunzeln, wenn der aus Schulaufgaben bekannte und gefürchtete Livius, von seinem Kumpel Maecenas als 'my dear Livy' angesprochen wird.
5 Punkte
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am 4. Dezember 2013
I share the enthusiasm of the other reviewers, but not their logic.
Please ignore all the references to Robert Graves' I, Claudius.
Williams is a greater master of the English language, in particular the traditional style in which the Latin classics were translated. And the structure of this novel is way more intricate: drama and playfulness combined.
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am 21. Mai 2015
Die Zeitenwende BC/AD im römischen Reich wird von John Williams ausserordentlich spannend aus dem Blickwinkel wichtiger Protagonisten erzählt. Kaiser (Octavius) , Krieger (Markus Aurelius) und Kinder (Octavius Tochter Julia) kommen u.a. dabei abwechslungsweise zu Wort und es gelingt dem Autor - trotz der gegensätzlichen Gesichtspunkte - die tatsächlichen Ereignisse inhaltlich und stilistisch so zu gestalten, dass das die Einmaligkeit des Schicksals von Rom nur noch durch die Brutalität, nämlich das 'Machsal' seiner Machthaber übertroffen wird. Ein grosses Buch, das John Williams auch in der Geschichte der Literatur einen prominenten Platz zuweisen wird.
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am 4. Juni 2015
Als Briefroman geschrieben, entführt das Buch die Leserin in die spannendste Zeit der Antike, als wäre sie mittendrin. Toll geschrieben, gut recherchiert, mit ungewöhnlicher Tiefe und Authentizität der Gefühle, und außerdem noch voll bildend. Schön, diesen Autor nach einem halben Jahrhundert zu entdecken. Ich kam darauf durch "Stoner" - mindestens ebenso empfehlenswert!
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am 3. April 2014
Auch ein Buch von Williams, das ich lesen wollte nachdem ich Stoner gelesen hatte. Wer sich für Römer interessiert, ist hier sehr gut bedient. Obwohl alle Briefe fiktiv sind, atmen sie für mich die Zeit der Römer. Dank sorgfältiger Recherchen ist das Buch sehr glaubwürdig. Es brauchte für mich eine Weile bis ich mich auch an die etwas andere Sprache gewöhnt hatte. Aber: So haben die Römer wohl wirklich ihre Briefe geschrieben!
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