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Auf den Spuren der Cello-Suiten: Johann Sebastian Bach, Pablo Casals und ich Gebundene Ausgabe – 22. März 2010

3.7 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Produktinformation

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dies ist eines der außergewöhnlichsten, klügsten, schönsten und sorgfältigsten recherchierten Bücher, die ich seit Jahren gelesen habe. Eine faszinierende Geschichte in unbeschwertem Ton erzählt - und, wenigstens für mich, am besten dann zu lesen, wenn Bachs 36 Sätze dazu im Hintergrund leise gespielt werden: das beste Rezept für einen literarischen Freudentaumel ." (Bestseller-Autor Simon Winchester)

"Faszinierend ... »Auf den Spuren der Cello-Suiten« ist ein glücklich machendes und stärkendes Leseerlebnis. Absolut empfehlenswert - gleichermaßen für Musikfreunde als auch für Laien." (Montreal Review of Books)

"Einfühlsam und bezaubernd ... Eric Siblin bringt uns die Freude nah, eine neue Leidenschaft im Leben entdeckt zu haben." (Toronto Star)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Eric Siblin ist ein preisgekrönter Journalist und Filmemacher aus Kanada. Er war Kritiker für Pop-Musik bei der Montreal Gazette, bevor er 2002 zum Fernsehen wechselte. Für seinen Dokumentarfilm "Word Slingers", der sich der kuriosen Welt der Scrabbel-Wettkämpfe widmet, erhielt er eine Auszeichung. Später ließ ihn sein geringer werdendes Interesse an Rockmusik und seine Enttäuschung über die sich zum Schlechteren verändernde Rock- & Pop-Kultur das Terrain zu wechseln. So fand er zur klassischen Musik, speziell zu Bach und seinem Meisterwerk. "Auf den Spuren der Cello-Suiten" ist sein erstes Buch, das es auf Anhieb auf die kanadische Bestsellerliste schaffte.

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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Vorweg: ich bin - leider - weder ausgebildeter Musiker, noch habe ich Musikwissenschaften oder verwandte Gebiet systematisch studiert. Mir fehlen deshalb viele grundsätzliche theoretische Kenntnisse. Andererseite bin ich ein großer Bewunderer und Liebhaber der Violoncello - Suiten von J.S. Bach und sammle sie seit etlicher Zeit in allen möglichen Varianten. Einen Tag, ohne zumindest ein Suite anzuhören, geht gar nicht; oft sind es mehrere und wenn ich Zeit habe auch gerne den ganzen Zyklus hintereinander weg. Und obwohl ich sie schon so oft gehört habe, haben sie für mich nichts von ihrer Faszination eingebüßt.

Natürlich hatte ich mich - als im vergangenen Jahr die erste Vorankündigung erschien - auf das Buch von Eric Siblin sehr gefreut und viele neue Gedanken zu der Entstehungsgeschichte, der Stellung in Bachs Gesamtwerk und vor allem zur heutigen Aufführungspraxis erwartet.

Nach der ersten Lektüre hinterläßt das Buch bei mir leider einen sehr zwispältigen Eindruck. Positiv zu vermerken ist Siblins Bemühen, diese sperrigen Werke einem großen Publikum nahezubringen. Dafür gebührt ihm Anerkennung und Respekt. Auch wenn ein wenig unklar bleibt, worin nun für ihn die besondere Bedeutung gerade dieser Stücke beruht - Bach hat ja auch weitere Solostücke für verschiedenen Instrumente geschrieben, die einen durchaus vergleichbaren Stellenwert haben.

Dass es "sorgfältig recherchiert" sein soll, bezweifle ich. Nur ein Fakt: Siblin erwähnt, der Katalog zähle ca. 50 Einspielungen der Suiten ein. Ich darf mich glücklich schätzen, ca.
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Format: Gebundene Ausgabe
Das Prélude: "Die ersten Takte entfalten sich mit einer erzählerischen Kraft eines meisterlichen Improvisator. Eine Reise hat begonnen... Die dunklen Klänge der Streicher tragen uns zurück in das 18. Jahrhundert. Die Klangwelt ist fröhlich. Die Eleganz jugendlich. Entdeckung liegt in der Luft."

So liest sich der Anfang der "Reise", die der kanadische Journalist und Popmusik-Kritker, mit vielen Auszeichnungen bedacht, durch die Welt der Bach'schen Cello-Suiten unternommen hat. Für ihn eine ideale Begegnung mit einer barocken Musik, aus der er Volksmusik ebenso herauszuhören glaubt wie postmodernen Minimalismus, wie spirituelle Klagen und Heavy-Metal-Riffs, mittelalterliche Jigs und Filmusik aus Agententhrillern.

Siblin hat die Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach erst einmal hörend für sich entdeckt. Daraus ist eine Leidenschaft geworden, der er fortan forschend und schreibend frönt. Das Ergebnis ist - soviel sei vorweggenommen - ist das spannende Buch "Auf den Spuren der Cello-Suiten - Johann Sebastian Bach, Pablo Casals und ich". Wenn auch dieses "...und ich" im Untertitel etwas manieriert wirkt (im Original lautet der Titel "The Cello-Suites. J. S. Bach, Pablo Casals and the search for a baroque masterpiece"): dem Lesevergnügen tut es keinen Abbruch.

Ein Lesevergnügen - allein deshalb, weil es dem Autor auf hervorragende Weise gelingt, eigene (Hör-)Erfahrungen und -Erlebnisse mit den Cello-Suiten in Beziehung zu setzen zur Entstehung der Suiten und einer musiktheoretischen Auseiandersetzung sowie zu den Biografien des Johann Sebastian Bach und des großen Pablo Casals. Von alle dem erzählt Eric Siblin sehr engagiert und leidenschaftlich, aber auch sehr kenntnisreich.
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Format: Gebundene Ausgabe
Dreihundert Seiten quasi an einem Stück lesen, ist immer ein ziemlich sicheres Indiz, dass es sich um ein spannendes Buch handelt.

Drei Geschichten erzählt Siblin, eingebaut in die Struktur der sechs Suiten für Solo-Cell0 ( wenn sie denn nicht für ein anderes Instrument geschrieben wurden, was Siblin thematisiert).

Kenntnisreich über das Leben von Bach. Was man von Bach wissen kann, wird hier zusammengetragen, einschliesslich eine Kurz-Geschichte über die nachfolgende Generationen, die Söhne,und selbst die Enkel. Da Siblin ausgebildeter Historiker ist, wird auch der historische Kontext des Schaffens von Bach beleuchtet. In knappen Skizzen ensteht ein Eindruck der damaligen Zeit. Ich habe den Teil lieber gelesen als das Buch von Maarten't Haart.

Kenntnisreich wird das Leben von Pau Casals ausgebreitet.Auch dieses Leben eingeordnet in den historischen Hintergrund. Das bewegende Leben eines Mannes, der in seinem so langen Leben das Maximun erreicht hat, was einem Musiker gelingen kann. Nicht nur als Musiker überwältigend, sondern als Mensch total beeindruckend. Welcher Musiker hatte schon Gelegenheit, 45 Minuten privat mit einem amerikanischen Präsidenten zu verbringen( Kennedy). Bemerkenswert, mit welcher Konsequenz Pau Casals seinen Überzeugungen gefolgt ist, sich nicht durch Vergünstigungen irgendwelcher Art davon hat abbringen lassen.

Schliesslich als dritter Strang der eigene Zugang des Autors zu diesem Thema. Seine Recherchen, seine Begegnungen, u.a. mit einem Cellisten, der durch die Zeit des Nationalsozialismus ein sehr bewegendes Leben hatte und den Siblin dann in hohem Alter in Montreal traf. Siblin versteht,packend zu schreiben.
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