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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Juli 2016
Bei dem Namen Benecke denken viele Leser sicherlich an den so genannten Herr der Maden Mark Benecke, der auch regelmäßig auf RadioEins wissenschaftliche Ergebnisse für das durchschnittliche Publikum dargelegt. In diesem Zusammenhang habe ich auch das erste Mal von Lydia gehört, die immer mal wieder die psychologischen Aspekte bestimmter Forschungen beleuchtete. Irgendwann wurde sie dann auch Frau Benecke und arbeitete gemeinsam mit ihrem Mann an der ein oder anderen Publikation. Zu der damaligen Zeit konnte ich irgendwie noch nicht so richtig etwas mit ihr anfangen. Die Kombination der beiden traf bei mir keinen Nerv, weil ich mich zwar einerseits für den psychologischen Teil interessierte, andererseits aber immer den Eindruck hatte, dass zwei Bücher mit jeweils einem Autor mehr Gehalt hätten. Mittlerweile gehen die beiden getrennte Wege und Lydia hat sich unabhängig von ihrem Ex-Mann einen sehr guten Ruf erarbeitet. Zwar wird ihr immer wieder vorgeworfen den Namen für ihre Zwecke zu nutzen, aber wer sich ein bisschen mehr mit ihrer Arbeit beschäftigt, sieht sehr schnell, dass das überhaupt nicht notwendig ist. Die Begründung für das Behalten des Namens ist schlichtweg die Einfachheit gegenüber ihrem Mädchennamen (Wawrzyniak).

Lydia Benecke beschäftigt sich sehr umfangreich mit verschiedenen Formen der Persönlichkeitsstörungen und arbeitet häufig therapeutisch mit Straftätern. Neben diversen anderen Interessengebieten, setzt sie sich auch mit dem Thema Psychopathen auseinander. Das Buch „Auf dünnem Eis“ beschäftigt sich genau mit diesen besonderen Menschen.

Lydia Benecke bietet dem Leser einen umfangreichen Einblick in das Wesen verschiedener Psychopathen. Dabei konzentriert sie sich nicht nur auf Straftäter, sondern beschreibt auch Menschen, die starke psychopathische Züge haben und nicht straffällig werden. Wer jetzt denkt, dass dies total langweilig ist und nur die spektakulären Fälle interessant wären, irrt sich gewaltig. Aufgrund ihrer strukturierten und gleichzeitig nicht zu wissenschaftlichen Vorgehensweise schafft es die Autorin, dass man die Mischung zwischen Sachbuch und reellen Kriminalfällen mit Spannung und Spaß liest. Lydia Benecke verbindet die Darstellung der Therapeuten- und Gutachterarbeit mit Geschichten von bekannten Psychopathen sowie Beschreibungen ihrer Patienten, die teilweise einen sehr intimen Einblick in ihr Leben gewähren. Gleichzeitig vermittelt sie aber auch noch die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die wir bisher über Psychopathen haben.

Aufgrund der klaren Ausdrucksweise, die den Leser direkt anspricht und auch immer wieder in bestimmte Gedankengänge einbezieht, hat man kein Problem dem Geschehen bzw. den Erläuterungen zu folgen. Die Satzstruktur ist sehr angenehm und sorgt für einen Lesefluss, der nicht durch langes Nachdenken unterbrochen wird. Gleichzeitig wird man aber auch nicht mit so kurzen Sätzen konfrontiert, dass man sich blöd vorkommt. Aus meiner Sicht schaffen dies nicht alle Autoren, die dem Laien ihr Arbeitsgebiet darlegen wollen. Der schmale Grat zwischen „Erklärungen für Dummies„ und „Wer das nicht versteht, ist mir als Leser nicht willkommen“ kann halt nur gemeistert werden, wenn man seine Arbeit mag und gleichzeitig nicht den Blick für die Welt drumherum verloren hat.

Wer sich die Interessen und Arbeitsfelder sowie das Leben von Lydia Benecke einmal anschaut, wird sofort fasziniert sein von der Komplexität, aber auch von dem Interesse für „das Andere“ oder „das Dunkle“. Ihr Buch spiegelt auch diese beiden Aspekte wieder und zeigt gleichzeitig einen unersättlichen Geist, dessen Offenheit und Interesse auf den Leser überspringt. Es wird mit Mythen aufgeräumt, Tatsachen werden dargelegt und man selbst denkt darüber nach, ob man nicht auch ein paar Persönlichkeitsmerkmale aufweist, die einen Psychopathen ausmachen.
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am 28. April 2017
Ein tiefgründiger Blick in menschliche Abgründe. Lydia Benecke beschreibt gut lesbar und in verständlicher Sprache anhand zahlreicher Fallbeispiele Menschen, die diese Bezeichnung beinahe nicht mehr verdienen.
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am 25. April 2017
Das, was die Autorin vorgibt, zu sein: wissenschaftlich, erfüllt sie nicht. Das Buch enthält viele Klischees und Fehler.
Vor allem aber ist es - wie mehrfach schon beschrieben - eine Selbstdarstellung. Um das Thema geht es nur am Rande.
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am 12. Februar 2017
Ich bin zwar kein Psychologe, aber ich arbeite immerhin schon einige Jahre als Schwester in der Psychiatrie und habe nun eine Lesung zu diesem Buch mitverfolgt. In der Pause bin ich gegangen, weil es schier unglaublich ist, mit welchen Mitteln die Autorin versucht, Geld und Berühmtheit zu scheffeln. Die Worte selbstverliebt und unerfahren sind ja schon gefallen, ich würde noch reißerisch, verantwortungslos und in sehr hohem Maße unprofessionell hinzufügen.

Alles, was beschrieben wurde zum Thema Psychopath kann sich jeder von Wikipedia ziehen. Es fehlte an Struktur, am Detail und vor allem an der Abgrenzung zu anderen Krankheitsbildern oder auch normalen Eigenschaften. Es wirkte alles wie abgeschrieben, keine eigenen Erfahrungswerte, alles irgendwie geklaut und grob zusammen geschustert. Dazwischen jede Menge Selbstdarstellung. Wenn ich an meine Kollegen Psychologen denke, dann ist das hier alles weit weg von Wissenschaft, professionellem Tun, Realität und eigenen Erfahrungsschätzen.

Dem ganzen noch die Krone aufgesetzt hat für mich die Tatsache, dass sie offenbar Facebook als legitime Informationsquelle nutzt, wenn es darum geht, was die Kinder eines Serienmörders heute tun. Ob sie ihr Leben in den Griff bekommen haben oder nicht. Dies stellt sie allein daran fest, welche Informationen diese Kinder auf ihrem privaten Facebook Profil womöglich sogar unwissend für die Öffentlichkeit Preis geben. Sinngemäß : Es hat mich etwas Zeit gekostet, aber zu Guter Letzt habe ich sie doch noch gefunden. (Stalking? Datenschutz?) DAS würde ein ordentlicher Psychologe niemals tun.
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am 3. Dezember 2015
Wenn man dieses Buch in die Hände bekommt, muß man erstmal Mut beweisen, es zu öffnen bei diesem schrecklichen Titelbild. Warum sich Frau Benecke in so ein kindlichem verwischten Porträt präsentiert, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Es wäre aber sehr schade, das Buch nicht zu lesen nur aufgrund des - wie ich finde - schrecklichen Titelbildes.
Die Frage, warum Menschen morden und Psychopathen werden/sind, steht im Mittelpunkt des Buches. Ist man von Haus aus böse oder wird man erst böse. Anhand von mehreren realen Verbrechern wird hier nachgestellt, wie die Persönlichkeitsentwicklung von statten ging. Erschreckenderweise kommt auch oft die Kindheit ins Spiel und die Versäumnisse & Geschehnisse in selbiger. Die Erzählweise von Frau Benecke, die Therapeutin, Psychologin und Referentin ist, ist dabei durchweg spannend. Man möchte das Buch zu Ende lesen, auch wenn man kein Ende ersehnt wie bei Romanen. Für ein Sachbuch ist dies wirklich gut geschrieben und vor allem auch kurzweilig.
Die verwendeten Beispielen stammen größtenteils nicht aus ihrer eigenen Praxis - ein Manko - und sind teilweise auch allgemein bekannt. Ihr eigenes Beispiel aus dem Bekanntenkreis ist eher oberflächlich und mir wurde nicht so ganz klar, wieso sie zum Schluß kommt, dass er ein Psychopath ist. Sie vertritt zudem die These, dass in jedem ein bißchen Psychopath steckt und nur die meisten dies nicht "herauslassen". Neben den Fallanalysen stellt sich Frau Benecke ausführlich selbst dar und beschreibt auch ihre harte Kindheit, die sie zu diesem Menschen werden lassen haben und diesen Job ausüben lassen. Dies ist ein wenig melodramatisch und unnötig, wenn man das eigentliche Ansinnen des Buches betrachtet.
Dafür, dass es als Sachbuch recht unterhaltsam und fließend lesbar geschrieben ist, bekommt es einen kleinen Daumen hoch, für die Selbstdarstellung und wenig wirklich selbst erlebte Praxis Beschreibung leider einen Minuspunkt. Ich würde es als lesenswert einstufen, mit kleinen Abstrichen und Überblättern von Seiten.
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am 4. Februar 2016
Also ich habe das Buch als Leihe gelesen ich meine ich habe mich vorher nie mit sowas befasst, am Anfang fand ich es ziemlich eklig und grausam da sie ja den Lebensweg eines Serienkiller detairt erzählt ab ca Mitte wurde es schon lehrreich und ich konnte besser nach vollziehen wieso sie den Anfang so geschrieben hat , meine Meinung über Psychopathen hat sie jetzt nicht verändert aber den Blick einwenig auf die zb wie man besser mit den umgehen könnte oder solche Leute einiger Massen erkennen kann , wie die zu dem geworden sind was sie sind. Für mich Persönlich ich bin vorsichtiger geworden wem ich vertraue und auf wen ich mich einlasse durch das Buch geworden. Ich erkenne auch nach dem Buch bei machen Menschen Charakterzüge die im Buch beschrieben werden. Vielleicht ist das Buch für mich so interessant und aufschlussreich weil ich in der Pflege arbeite und sehr sehr viele unterschiedliche Menschen um mich herum habe.
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TOP 500 REZENSENTam 18. März 2017
»Nutze deine Fehler, nutze deine Schwächen!« zitiert die Psychologin und Psychotherapeutin Lydia Benecke die französische Sängerin Edith Piaf. Die Autorin hat mit nichtkriminellen Menschen, die eine mittelgradige psychopathische Persönlichkeit haben, Gespräche geführt, erzählt aber auch von den schwerkriminellen Psychopathen und Serienmördern der Kriminalgeschichte.

DIETZ
Quasi ein Kollege der Autorin, der forensische Psychiater Dr. Park Dietz, untersuchte den sog. "Eismann" Richard Kuklinski (s. The Iceman), der bei seinen zahllosen Morden meist im Auftrag der Mafia nicht die geringste Furcht verspürt habe. Dietz machte eine wichtige Feststellung: Es gebe eine genetische Grundlage dafür, eine furchtlose Person zu sein. Doch die Tatsache, daß einer mit einer genetischen Anlage zur Furchtlosigkeit geboren wurde, bedeute nicht, daß er unvermeidlich ein Verbrecher werde. Denn einige Menschen, die die genetische Veranlagung haben, furchtlos zu sein, verwenden ihre Risikoneigung zum Nutzen der Gesellschaft als Testpiloten oder Sprengmittelbeseitiger. Auch Menschen in Berufen, die mit Strafverfolgung zu tun haben, nutzen ihre Risikoneigung.

DIE AUTORIN
gibt selbstbewußt darüber Auskunft, daß sie persönlich "eine Gemeinsamkeit mit deutlich psychopathischen Menschen" aufweist und sich u.a. auch deshalb sehr gut in sie hineindenken könne. Das starke Bedürfnis nach viel Abwechslung hänge vermutlich damit zusammen, daß man in einigen Bereichen weniger starke Gefühle hat als andere, daß man beispielsweise seltener ängstlich und betroffen reagiert. Dies komme auch bei psychopathischen Menschen häufig vor. Doch erst die Anzahl, Zusammenstellung und Stärke der Eigenschaften aus dem Psychopathie-Baukasten (und anderer) entscheide darüber, wie die Persönlichkeit eines Menschen aussehe. Es müsse nicht zwangsläufig negative Folgen haben, in bestimmten Eigenschaften nicht dem Durchschnitt der Bevölkerung zu entsprechen. Benecke erklärt ihre Seelenverwandtschaft mit der Figur »Sherlock Holmes« - sowohl in den Romanen als auch in der aktuellen Fernsehserie der BBC (s. Sherlock: Hinter den Kulissen der Erfolgsserie). Holmes habe ein deutlich anderes Gefühlsleben als die meisten Menschen, er brauche viel Abwechslung, um sich wohlzufühlen, und liebe es, Dinge sachlich zu betrachten und zu durchdringen. Diese Eigenschaften nutze er für eine selbstbestimmte, kreative und äußerst sinnvolle Tätigkeit. Stellt sich nur noch die Frage, die Benecke nicht beantwortet, ob Holmes ebenfalls dem psychopathischen Grundprinzip folgt, das laute "Was mir nützt, ist gut".

LINEHAN
Die Psychologin Marsha Linehan, bekannt, für ihre »Dialektisch-Behaviorale Therapie« kam 1961 kam für zwei Jahre mit der Fehldiagnose Schizophrenie in die Psychiatrie, litt aber tatsächlich an der Borderline-Störung. Später habe sie sie Psychologie studiert und sich spezialisiert auf die Behandlung von Patienten mit den gleichen Symptomen. Es sei kein Zufall, daß gerade sie die bis heute wirksamste Behandlungsmethode für ihre eigene Störung entwickelte. Benecke schreibt mit Respekt: "2011 hielt Marsha Linehan einen Vortrag in ebender Psychiatrie, wo sie genau fünfzig Jahre zuvor als Patientin gewesen war. Bei dieser Gelegenheit bekannte sie sich zum ersten Mal öffentlich dazu, selbst an Borderline zu leiden. Einige Tage später machte sie ihre Vergangenheit in einem Interview mit der Zeitung »New York Times« öffentlich. Sie beschrieb darin mit eindrücklichen Worten, was sie motiviert hatte, nicht nur sich selbst, sondern auch anderen zu helfen: »Ich war in der Hölle und ich machte ein Versprechen: Wenn ich hier herausfinde, werde ich wiederkommen und andere hier herausholen.«"

FOOT
Die britische Moralphilosophin Philippa Foot hat das bekannte Gedankenexperiment zu dem moralischen Dilemma entwickelt, ob man durch eigenes Eingreifen in ein bevorstehendes Unglück einen Menschen aktiv opfern würde, um fünf andere zu retten. Im Kernspintomographen haben Wissenschaftler beobachtet, was in den Gehirnen von Psychopathen und normalen Menschen bei Vorlage der moralischen Dilemmata vorging. Die Erklärungen und die Begriffswahl von Benecke geben Rätsel auf. Sie schreibt, daß
• "die Gehirne von Psychopathen" etwas anderes taten als die der normalen Menschen,
• ihr Gehirn die vernünftigste Lösung suchte und entschied,
• "Gehirne normaler Menschen in der Brückensituation etwas ganz anderes taten , und
• daher wählte das »normale« Gehirn nicht wie im ersten Teil die vernünftigste Entscheidung.
So gesehen wären vernünftige Entscheidungen etwas, das man ausrechnen kann. Die Gehirne als die Akteure zu betrachten (und nicht die Personen) ist der bekannte mereologische Fehlschluß der Hirnforscher. Da die Autorin gleichsam berufsbedingt, wie die meisten Therapeuten im Unterschied zu den Hirnforschern, den sog. Freien Willen des Menschen nicht leugnet, stellt sich die Frage, wie konsistent und durchdacht ihre Position in diesem Punkt wirklich ist. Beneckes Vernunftbegriff erscheint fragwürdig. Müßten nicht - wenn die Autorin recht hätte - alle intelligenten Psychopathen Kantianer sein? Oder doch eher Utilitaristen?

FAZIT
Das Buch ist kurzweiliger und substantieller als gedacht. Daß es zu allen Fragen der Psychopathie Auskunft gibt, durfte man nicht erwarten. Überraschend viel erfährt man über das Seelenleben der Therapeuten und über die Autorin. Angrenzende philosophische Fragen zur Ethik, zur Vernunft, zum Freien Willen und der Hirnforschung, die Benecke anreißt, bleiben rätselhaft.
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TOP 500 REZENSENTam 3. August 2015
Wir tauchen tief ein in die Täter- und Gedankenwelt von Psychopathen. Lydia Benecke erklärt anhand konkreter Fälle, wo die Motivationen liegen für extreme Hass- und Gewalttaten, die heute insbesondere auch (verbal) im Internet stattfinden. Mir selbst ging neulich dieses Urteil zu, in dem ich sozusagen auf das Sterbebett geschoben wurde:

"Wenn einem im fortgeschrittenen Alter und nach einem erfüllten Leben die Erkenntnis übermannt, dass man der Nachwelt unbedingt ein Vermächtnis hinterlassen muss, dann ist man hier bei Amazon genau richtig. Die unausweichliche Einsicht, dass die biologische Uhr gnadenlos ihren Tribut fordert, beflügelt so manch einen Schreiberling zu unfassbaren geistigen Höchstleistungen. Ein letztes berauschendes Erlebnis in Kenntnis der heraufziehenden Dämmerung. Das Fazit ist fast immer dasselbe: mit dem Erlöschen der eigenen (unbedeutenden) Existenz wird der Untergang der gesamten Menschheit gleichgesetzt. Ja, was soll denn nach Ihnen noch folgen, Happyx. Nur noch finstere Leere!"

Wenn einem nun gar keine Argumente mehr zufallen, dann schiebt man den anderen ins Sterbebett, eine Selbst-Gnade für jene Charaktere, deren Denken nur noch geprägt ist durch Vernichtung anderer, verbal umso stärker sprühend je weniger die wirkliche Tat aufgrund eigener Gegebenheiten in Frage kommt. Ihre Lieblingsabwertung anderer: erbärmlicher Versager, ein Bild, dem man jeden Morgen beim Zähneputzen ausgesetzt ist, während man die grauen Haare ein letztes Mal blond aufhübscht.
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Mit einigen Leuten zu diskutieren ist vergleichbar mit einem Freiluft-Schachspiel, das man mit einem Booby-Bird spielen muss. Er schiebt Figuren wahllos hin und her, wirft alle um, um dann auch noch den sonstigen Unrat zu hinterlassen. Mit stolz geschwellter Brust läuft er anschließend über das Feld im sicheren Gefühl des vernichtenden Sieges über den Gegner. Oftmals nennt man diese Spezies heute auch Klatschreporter und die eigene Bedeutung ist umso höher, je mehr man von ihnen beehrt wird.

Mein Namensvetter hat inzwischen mindestens 281 x-Versionen kreiert mit über 10.000 Postings. Danke sei ihm gesagt für die langanhaltende, ausdauernde Verehrung meiner Person, die demzufolge nicht ganz unwichtig sein kann. Trotzdem würde man sich schon einen etwas besser Schach spielenden Gegner wünschen.
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am 23. Januar 2015
Lydia Benecke fehlt es nicht nur an fachlicher Erfahrung, sondern auch an charismatischer Persönlichkeit, um sachlich fundierte, informative und unterhaltsame Sachbücher zu einem derart komplexen Thema zu schreiben. Mit dem Buch segelt sie im Windschatten ihres berühmten Ex-Mannes Dr. Mark Benecke, dessen Name eine gewisse Zugkraft hat. Das Buch ist unendlich langweilig, die Autorin ist selbstgefällig, geschwätzig und glänzt ausschliesslich durch immerwährende Selbstdarstellung. Nicht die Fälle, sondern sie, Lydia Benecke, steht im Mittelpunkt dieses langatmingen Buches. Die Leser erfahren wenig über die Psychologie im Allgemeinen und über die des Bösen im Speziellen. Zumal Frau Benecke mit den meisten Fällen persönlich nichts zu tun hatte, sie plappert mehr oder weniger nach, was sie selber vielleicht ein Mal am Rande ihres Studiums gehört oder gelesen hat, höchst unprofessionell. Ein bekannter Name reicht eben doch nicht. Wenn ich könnte, würde ich Minussterne vergeben, da es nicht nur rausgeschmissenes Geld, sondern auch sinnlos an dieses Buch verschwendete Lebenszeit war.
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am 21. Februar 2014
Die Autorin war mir, bis ich das Buch geschenkt bekommen habe, nicht bekannt. Insofern bin ich unbefangen und, als Psychologe sowie Psychotherapeut mit langjähriger Erfahrung, erst einmal mit Interesse an das Buch herangegangen. Zunächst positiver Eindruck: Die Schilderung des Falles Alcala ist durchaus gelungen wie auch später die der Fälle Scattone/Ferraro und Leopold Loeb. Aber das sind Fälle, mit denen die Autorin nichts zu tun hat, die man auch woanders nachlesen kann. Der erste gute Eindruck konnte sich leider nicht halten: Alles Weitere in dem Buch wirkte auf mich wenig überzeugend, das mag an der offensichtlich geringen Erfahrung der Autorin zu liegen, die aus dem Buch spricht. Da es auch großenteils weitschweifig und langweilig geschrieben ist - die Autorin ist keine begnadete Schriftstellerin - habe ich mir erlaubt, zwischendurch über mehrere Seiten nur noch hinwegzufliegen. Der Fall "Christian", den Frau Benecke als eigenen beschreibt, ist kein Klient, sondern eine Person aus ihrem Bekanntenkreis. Das mit ihm geführte Gespräch, das sie sehr ausführlich wiedergibt, ist kein diagnostisches Gespräch, sondern mehr oder weniger ein gemeinsames Herumschwadronieren über seine Persönlichkeit. Warum er eindeutig ein Psychopath mittleren Grades sein soll, hat sich mir aus dem Gespräch nicht zwingend erschlossen. Und hier ist auch ein großes Problem des Buches zu sehen: Die Autorin geht sehr großzügig mit dem ohnehin heiklen Begriff "Psychopath" um, was ich im Zusammenhang mit einem Buch, das für Laien geschrieben sein soll, unverantwortlich finde! Die deutliche Abgrenzung gegenüber anderen ähnlichen psychischen Störungen hätte unbedingt erfolgen müssen, damit der Leser nicht aufs Glatteis geführt wird, v.a. wenn er sich dazu verleiten lässt, anhand des HARE-Fragebogens eine Art Selbstdiagnose zu betreiben
Als unangenehm habe ich die sich ständig wiederholende und recht selbstverliebt wirkende Selbstdarstellung der Autorin empfunden. Es wirkt schon recht befremdlich, wie sie ihre Coolness bzw. emotionale Ungerührtheit im Zusammenhang mit Situationen schildert, die bei normalen Menschen Ekel und Abscheu erregen würden. Im allgemeinen würde man ja erwarten, dass man in den von ihr geschilderten Situationen in einem längeren Prozess zwischen Betroffenheit und Distanzierung zu einer gewissen Abgeklärtheit gelangt. Nun ja, die Autorin erklärt ja selbst, dass sich bei ihr aufgrund ihrer persönlichen Entwicklung Persönlichkeitsszüge herauskristallisiert haben, die es ihr leicht machen sich in Psychopathen hineinzufühlen.
Ich möchte es damit bei der Kritik bewenden lassen, obwohl ich sie durchaus fortführen könnte. Dem, was in den anderen Ein-Sterne-Rezensionen angeführt worden ist, kann ich mich voll und ganz anschließen.
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