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Auf der Suche nach Marie: Roman (Piper Taschenbuch) Taschenbuch – 1. November 2005

3,3 3,3 von 5 Sternen 15 Sternebewertungen

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Madeleine Bourdouxhe, geboren 1906 in Lüttich, gestorben 1996 in Brüssel. Sie gehörte zum literarischen Kreis um Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Ihr uvre, das mehrere Romane und Erzählungsbände umfaßt, erlebte ein internationales Comeback. Auf deutsch erschienen mit großem Erfolg die Romane "Gilles' Frau", "Auf der Suche nach Marie" sowie die Erzählungsbände "Wenn der Morgen dämmert", "Unterm Pont Mirabeau fließt die Seine" und zuletzt der Roman "Als wir träumten".

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ Piper; 7., Edition (1. November 2005)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 192 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3492229697
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492229692
  • Kundenrezensionen:
    3,3 3,3 von 5 Sternen 15 Sternebewertungen

Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
3,3 von 5
15 weltweite Bewertungen

Spitzenbewertungen aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 21. Februar 2012
Da dieses Buch (zu Recht) als literarisches Meisterwerk gefeiert wird und schon mehrmals von Profis rezensiert worden ist, bleibt mir nur wenig zu schreiben. Das Buch handelt von Marie, einer liebenden, glücklich verheirateten Frau, die ihre Freiheit finden möchte und im Prozess des Erinnerns die ursprüngliche Marie wiederfinden möchte. Ich habe mich sehr angesprochen gefühlt und viele Gefühle sind mir sehr vertraut, auch wenn ich nicht so introvertiert bin wie Marie.
Marie lernt einen jungen Mann kennen, mit dem sie eine intensive erotische Affäre beginnt. Dennoch bleiben ihr die Gefühle für ihren Mann und auch ihr Pflichtbewusstsein und die Realität erhalten. Sie liebt die Menschen und die Dinge, aber sie hat das Gefühl, dass diese Menschen und die Pflichten an unsichtbaren Schnüren mit ihr verbunden sind, und sie mal hierhin und mal dorthin gezogen wird. Mit ihrem Geliebten erfährt sie es zum ersten Mal anders: "...Der Mensch, der mir so ähnlich ist. Und dennoch bleibe ich ich selbst. Mehr ich selbst, als ich es je gewesen bin." Dennoch begleitet sie ihren Mann in eine ungeliebte Stadt, als dieser beruflich wechseln muss. "Man befreit sich nicht, indem man einen Menschen im Stich lässt. Wirklich befreien kann man sich nur, wenn man sich den Dingen stellt, vor denen man davonlaufen möchte." Und sie lässt auch ihre Schwester Claude nicht im Stich, als diese in Not ist. In ihrem Prozess erfährt Marie, wie sehr sich ihr Verhältnis zu der Schwester ändert bzw geändert hat. Die Ansichten der Schwestern sind sehr unterschiedlich und Marie löst auch hier die unsichtbare Schnur: "Man sieht nur das, was man auch versteht. Und man versteht nur das was man auch liebt. Zuerst muss man sich hingeben, sich einlassen, dann erhält man dafür auch etwas zurück. Aber du wartest immer nur, du wartest, dass irgend etwas auf Dich zukommt...[...] Da aber nichts von alleine auf Dich zukommt, verzweifelst du.[...] Du selbst musst lieben, du selbst musst leben. Etwas vom Leben zu fordern, heißt, es von sich selbst zu fordern."
Es gäbe noch viele schöne Aspekte zu erwähnen. Manche lassen sich bei Simone de Beauvoir in "Das andere Geschlecht" nachlesen.
Die Woche schreibt: "Dieser Roman ist einer der schönsten Liebesromane, die es momentan zu lesen gibt." Stimmt!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 30. Juni 2017
Ist `Gilles Frau' für mich ein ganz großes Werk der Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts gewesen (das ist es noch) -
und machte mich über Nacht zum Fan der Bourdouxhe - so lässt mich diese Geschichte ratlos zurück.

Die Protagonistin mäandert in ihrem Tun (befremdlich unmotivierte Liebe zu einem zufällig Getroffenen, der kaum ein Gesicht kriegt und nie wirklich Gestalt annimmt) vor sich hin, wie ein Bächlein, das seinen Weg nicht kennt und auch nicht wirklich finden zu wollen scheint?
Doch halt! Kurz erfährt man - das heißt man überliest es schnell, wenn man nicht höllisch aufpasst - , dass sie auf der Suche nach sich selbst ist!
Aha!?
Ansonsten: Geplätscher irgendeiner Handlung, banalstes Zeug ... allenfalls im Nebensatz eine beiläufige Erwähnung des drohenden Krieges, als ginge es um das Gesäusel einer Wespe am Limonadenglas?!
Dann - auch das zufällig ... oder so - erzählt sie mal was vom Sinn der Ungewissheit (ich hab ihn leider nicht verstanden), des Momenthaften in der Liebe (Dito - denn die wird ja nicht greifbar, ist allenfalls so lau zu spüren wie eine Windstille) und gibt dem Geliebten - der mit ihr Verstecken spielt und nie über sich spricht - die Absolution für sein Zublocken. Äh?

Kurzum: ich muss wieder einmal konstatieren - um mit Asterix zu sprechen - `ils sont fout, ces francais!' Und das sage ich bei aller Liebe, ich mag die Nachbarn nämlich. Aber manchmal, es tut mir leid, da denkt ihr Franzosen arg seltsam ums komische Eck ...

Insgeheim habe ich mich gefragt auf welchem transeligen Hormonfilm die Autorin (oder Hauptdarstellerin) vor sich hin tapert?!
Dann habe ich mich brav besonnen - ist das Werk doch ehrwürdige Jahrzehnte alt. Aber ob deshalb die Schriftstellerin vor Zusatzstöffchen beim Schreiben gefeit war? Man weiß es nicht.
Zudem wurde die Autorin damals viel gelobt (immerhin von der Beauvoir persönlich!), ich habe also bis zur letzten Seite ausgehalten. Dann - kurz vor Schluss - glaubte ich das eine oder andere literarische Sätzchen entdeckt zu haben ... doch dann ist plötzlich Schluss ... ach? Das soll dann alles gewesen sein? Und wenn ja, wozu?

Nun ja .... mein Rat? Trotzdem und auf jeden Fall `Gilles Frau' lesen.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 14. August 2013
Der Roman ist schön geschrieben, ich allerdings hätte mir noch etwas mehr Herzklopfen erwartet. Aber Romane sind ja immer Geschmacksache und jeder Leser hat andere Vorstellungen.
Rezension aus Deutschland vom 17. April 2013
und nicht bereut, diese Schriftstellerin gefunden zu haben, schade, dass ihre Werke schwer zu kriegen sind, ich kann sie nur empfehlen, berührend, traurig und sehr ergreifend
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