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am 12. Juli 2017
Eine der nettesten alten Spielfilme die ich kenne. War begeistert das ich ihn gefunden habe. Einfach sehenswert. Nur zu empfehlen
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am 17. September 2015
Ein Film, den ich schon immer unbedingt sehen wollte! Endlich habe ich ihn mir gekauft und nicht bereut!
Glanzleistung von Cary Grant! Sehr lustig! :)
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am 2. Dezember 2013
...so hatte ich es in Erinnerung und so wollte ich es auch! Übertrieben und gerade deswegen ein super Film. Ich liebe diese alten filme und meine Frau genauso, welch ein Glück :-)
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am 1. August 2013
Wer Spaß an alten schwarz-weiß-Filmen und Klassikern hat ist mit diesem Film gut beraten. Die Story ist witzig und auch die Schauspieler sind gut gewählt. Ich find ihn super.
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am 30. Mai 2017
Einer der besten klassiker überhaupt
Sehr zu empfelen lustig und viel humor
Zu zweit oder mit freunden immer ein spass
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am 13. Dezember 2015
Dies ist die Geschichte von Mortimer Brewster (Cary Grant) , der heute geheiratet hat und nun mit seiner jungen
Frau Elaine (Priscilla Lane) , auf Hochzeitsreise möchte.
Doch es kommt alles anders.
Bei einem Abstecher zu seinen zwei kleinen Tantchen,( Josephine Hull, Jean Adair ) entdeckt er in einer Truhe eine Leiche.
Als er sie zur Rede stellen will, stellt sich raus, dass das nicht die einzige ist.

Hier hat Frank Capra wieder eine wahnsinns-turbulente Komödie erschaffen die mit viel Schwarzem Humor
und den wahnwitzigsten Dialogen durchzogen ist.
Morde auf die komischste Art und Weise
Und durch Cary Grant's köstlicher Mimik und Gestik, lässt einem das Lachen nicht schwer fallen.
Die Handlung ist teilweise von einem Tempo, dass man meint, man ist wirklich im Irrenhaus.

Auf dieses DVD sind 3 Fassungen zum aussuchen.
1. Deutsche Kinofassung von 1957 - ca. 113 min.s/w
2. Deutsche TV-Fassung von 1962 - ca, 110 min. s/w
3. Amerikanische Originalfassung - ca. 113 min.s/w - OmU zuschaltbar
US-Trailer

Meine Empfehlung: Die TV-Fassung von '62 ansehn. Da passen die Mimik und Gestik,
mit den Dialogen Cary Grant's super zusammen.
Die '57er Fassung ist dagegen etwas anders, höflich ausgedrückt, auch die Synchro ist anders.
Die amer.Originalfassung kann ich nicht beurteilen, da ich nix versteh.:)
Das einzige was an der '57er besser als an der '62er ist, ist der Vorspann.
Beim '62er bin ich etwas erschrocken. Aber alles andere perfekt.

Die Rolle des Mortimer Brewster hatte Capra 1941 zuvor drei anderen Schauspielern angeboten,
die aber absagen mussten und so bekam Cary Grant als vierter die Rolle.
Das beste was Capra passieren konnte.
Cary Grant spendete seine ganze Gage von 100.000 $ dem U.S. War Relief Fund. (Wiki)
Darsteller:Cary Grant, Raymond Massey, Peter Lorre, Priscilla Lane, Jack Carson, John Alexander,Josephine Hull, Jean Adair, James Gleason.

Bild und Ton, für so einen alten Streifen, hervorragend.
Kein Wendecover
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am 4. Juli 2011
"Now, Aunt Abby, when you say 'others' ... do you mean 'others' - as in 'more than one others'?!?"

Cary Grant als Mortimer Brewster)

Ein dreifaches Hoch beschert diese DVD Film-Junkies, beinhaltet sie den Film doch in gleich drei verschiedenen Fassungen: Neben der Originalfassung in englischer Sprache wird nicht nur die deutschsprachige Fassung geboten, die 1957 fürs Kino entstand, sondern außerdem eine Fassung aus dem Jahr 1962.

Die 62er Fassung entstand fürs TV, und für die Ausstrahlung im Fernsehen wurde Frank Capras wunderbare Komödie offensichtlich neu synchronisiert. Warum dem so ist bzw. wo Verdienste oder auch Defizite der einen oder der anderen deutschen Fassung liegen, kann ich nicht sagen - dafür habe ich den Film in der letzten Zeit zu selten mit deutschem Ton gesehen.

Ein Unterschied ist jedoch ganz augenfällig: Die fürs TV bearbeitete Fassung bietet nicht den Titelvorspann des Originals. Der wurde vielmehr durch einen neuen Vorspann mit knuffigen Totenschädel-Grafiken ersetzt, deren Optik in den frühem 60er Jahren wahrscheinlich le dernier cri war. Warum das für nötig befunden wurde? Keine Ahnung, aber ich weiß immerhin, dass es mit Leoparden küsst man nicht" einen Präzedenzfall gibt.

Arsen und Spitzenhäubchen" nimmt auf meiner persönlichen Ewige Besten-Liste" mit sehenswerten Filmen einen besonderen Platz ein als einer der Filme, an denen ich mich auch im laufe langer Jahre nie habe satt sehen können. Mit Arsen und Spitzenhäubchen" habe ich sogar einst den Vorzeige-Ignoranten in meinem Bekanntenkreis davon überzeugen können, dass es keine Zeitverschwendung ist, sich Filme aus der Prä-Farbfilm-Ära anzusehen. Bitte? Jawoll, genau das hatte das Mensch nämlich steif und fest behauptet: Schwarzweiß-Filme seien per se nicht sehenswert. Wenn ich so was höre, gehe ich natürlich ganz flott auf die Barrikaden bzw., wie in diesem Fall geschehen, ans Videoregal. Zur Ehrenrettung des Banausen sei gesagt, dass er dank Arsen und Spitzenhäubchen" eines Besseren belehrt sah und sein engstirniges Vorurteil im Laufe des gemeinsamen Kino-Abends revidiert hat.

Als Frank Capra 1944 aus einem erfolgreichen Bühnenstück einen nicht minder erfolgreichen Film machte, war der Farbfilm zwar schon erfunden, die Regel war er aber noch lange nicht. Mir persönlich fallen, wenn ich an Farbfilme denke, vor allem Vom Winde verweht und Der Zauberer von Oz (beide 1939) ein, und den ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge" hatten die Disney-Studios 1937 ebenfalls schon in Farbe produziert. Wie dem auch sei: Arsen und Spitzenhäubchen" ist ein Schwarzweißfilm, und ich finde das auch nicht weiter schlimm. Jedenfalls wünsche ich dem Film, es möge sich nie, nie, nie jemand zu dem abseitigen Gedanken versteigen, die Filmwelt brauche ein farbiges Remake von Arsen und Spitzenhäubchen".

Das Wichtigste an Arsen und Spitzenhäubchen" ist ohnehin tiefschwarz: der Humor.

Für mich ist der Film übrigens die perfekte Wahl für einen Halloween-Videoabend, zumal auch die turbulente Geschichte, die der Film erzählt, sich an einem Halloween-Abend abspielt. Auch die Grundstimmung des Films trägt der des Halloween wunderbar Rechnung: Arsen und Spitzenhäubchen" ist ein bisschen spukig und makaber, aber Arsen und Spitzenhäubchen" ist eben kein Horrorstreifen, sondern eine Komödie. Und was für eine!

Der Film legt ein solches Tempo vor, dass man ihm seine durchaus stolzen 113 Minuten Länge nicht anmerkt.

Ausgerechnet den Halloween-Tag haben Mortimer Brewster (Cary Grant) und seine Auserwählte Elaine Harper (Priscilla Lane) sich für ihre Heirat auserkoren. Und noch ein ausgerechnet" gibt es da: Dass er ausgerechnet mit der Tochter des örtlichen Pfaffers in den heiligen Stand der Ehe treten würde, hätte sich der Theaterkritiker wohl auch nicht träumen lassen - immerhin hat der flotte Junggeselle neulich erst mit einem Bestseller von sich reden gemacht, in dem er vehement gegen die Ehe anschreibt.

Jetzt plötzlich aber kann's ihm nicht schnell genug gehen: Nach der standesamtlichen, sehr geheimen und höchst unzeremoniellen Trauung will das junge Glück nur noch eben bei Mortimers alten Tantchen und Zieheltern Abby und Martha vorbeischauen, um sich dann nach Verkündigung der frohen Neuigkeit schnellstmöglich in die Flitterwochen abzusetzen. Allerdings haben die beiden jungen Eheleute die Rechnung ohne den sprichwörtlichen Wirt gemacht, denn die beiden rührigen Damen wollen es sich partout nicht nehmen lassen, wenigstens noch kurz mit den beiden Frischvermählten anzustoßen. Während Elaine die Koffer packt und die Tanten in der Küche zugange sind, nimmt Mortimer auf der alten Truhe Platz, die unter dem Wohnzimmerfenster steht.

Tja, und dann platzt die Bombe. Genauer gesagt: In dem Moment, in dem Mortimer gedankenverloren den Deckel der Truhe anhebt und darin Mister Hoskins entdeckt.
Bei dem handelt es sich um einen allein stehenden Herrn, der bei den Brewster-Schwestern ein möbliertes Zimmer bewohnt hat. Jetzt ist mausetot, und das liegt an dem vergifteten Holunderwein, den die beiden Tantchen ihm kredenzt haben. Und natürlich soll Mister Hoskins seine letzte Ruhe nicht in der Fenstertruhe finden, sondern im Keller. Das alles erzählen die Tanten dem Neffen ganz ungerührt, und es kommt noch toller: Mister Hoskins ist nicht der erste Untermieter, dem die beiden Damen den Schierlingsbecher gereicht haben. Nein, im Keller ruht bereits ein gutes Dutzend anderer Herren - von den Tantchen ums Leben und von Mortimers Halbbruder Theodore unter die Erde gebracht. Der nämliche Bruder hält sich selbst übrigens für den US-Präsidenten Teddy Roosevelt und den heimischen Keller für den Panama-Kanal. Und was hält Brewster von all dem? "Insanity runs in my family. It practically gallops", stellt der entgeistert fest. Und der Wahnsinn galoppiert sogar noch fröhlich weiter, denn auch Mortimers Cousin Jonathan, der in Begleitung eines halbseiden wirkenden Doktors sowie eines gewissen Mister Spenalzo reist, wirkt, gelinde gesagt, etwas verschroben. Besagter Mister Spenalzo hat übrigens etwas mit Mister Hoskins gemeinsam: Auch Mister Spenalzo hat sein Leben kürzlich ausgehaucht - allerdings war in diesem Falle nicht Holunderwein die Todesursache, sondern Jonathan Brewster persönlich. Nun suchen Jonathan (Raymond Massey) und sein Kumpel Dr. Einstein (Peter Lorre) nach einem sicheren Versteck für den toten Spenalzo und für sich selbst, und jetzt überschlagen sich die Geschehnisse erst recht ...

Arsen und Spitzenhäubchen" ist für mich eine der gelungensten Komödien der gesamten Filmgeschichte - die Charaktere sind wunderbar skurril, sämtliche Rollen sind perfekt besetzt, die Gags und überraschenden Wendungen sind wunderbar getimt und das Drehbuch steckt voller absurder Pointen und Wortspiele.

Wer den Film so liebt wie ich, wird den Transfer des Films auf DVD sicher genauso gelungen finden wie ich: Dass es zwei unterschiedliche deutsche Synchronfassungen des Films gibt, war mir nie wirklich bewusst; dass die DVD den Vergleich der beiden leicht unterschiedlichen Schnittfassungen erlaubt, ist ein Mehrwert, den mindestens erklärte Filmfans zu schätzen wissen dürften. Dass außerdem das englischsprachige Original den Weg auf die DVD gefunden hat, macht die Veröffentlichung rund; als nette Beigabe gibt's außerdem den Trailer zu bewundern. Fazit: Mehr kann, muss aber nicht unbedingt auf einer DVD wie dieser sein. Bild und Ton sind auch hier so gut, wie Filmfans das von den DVDs aus dem Hause Warner gewohnt sind.

R e s ü m e e

Der Film ist gelungen, die DVD ist es auch: Interessierte Fans dürfen das englischsprachige Original mit der deutschen Kinofassung von 1957 und der neu synchronisierten TV-Fassung aus dem Jahr 1962 vergleichen, außerdem bietet die DVD den Original-Kino-Trailer.
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am 10. Oktober 2005
"Arsen und Spitzenhäubchen" -- das ist eine Jahrhundert-Komödie! Selten ist ein beschauliches Vorstadt-Idyll rasanter und hysterischer ins Makabre abgedriftet, und sogar unter den Screwball-Komödien der Extraklasse, von denen in jener Zeit ja etliche gedreht wurden, ragt dieses Prachtstück heraus.
Dabei beginnt alles so beschaulich auf dem klassischen Schauplatz des Idylls: auf dem Standesamt... Aber wie man aus dem Vorspann weiß, geht der Wahnsinn los, sobald man die Brooklyn Bridge überschritten hat.
Es geht um den frisch verheirateten Theaterkritiker Mortimer Brewster (Cary Grant), der in der Fenstertruhe seiner beiden herzensguten Tanten (wunderbar altjüngferlich: Josephine Hull und Jean Adair) eine Leiche entdeckt, und dem die beiden in aller Unschuld von 11 weiteren einsamen älteren Herren berichten, die sie mit Arsen im Holunderbeerwein mildtätig vergiftet und anschließend im Keller christlich bestattet haben... dann gibt es noch den nicht minder verqueren Bruder Teddy Brewster, der sich für Theodore Roosevelt hält, bei den Tanten lebt und im Keller die Schleusen für den Panama-Kanal gräbt... und einen weiteren Brewster-Bruder, Jonathan (Raymond Massey), genauso verrückt und obendrein sadistisch, ein international gesuchter Massenmörder, dem der zwielichtige Chirurg Dr. Einstein (Peter Lorre) gelegentlich ein neues Gesicht verpasst -- vor der letzten Operation allerdings hatte er "Frankenstein" mit Boris Karloff gesehen...
Damit der Wahnsinn perfekt wird, spielen noch einige Nebenfiguren mit, jede bestmöglich besetzt: Ein sarkastischer Taxifahrer, eine verliebte Pfarrerstochter, ein theaterbegeisterter Polizist, ein leidgeprüfter Psychiater, und einige mehr.
Cary Grants Talent, sagenhaft dämlich und/oder verblüfft dreinzuschauen, läuft in diesem Film zur Hochform auf: Mortimer Brewster treibt die Erkenntnis, der einzige Normale im Hause zu sein, seinerseits schier in den Wahnsinn -- und das in einem Wahnsinnstempo!
Ein solches Chaos anzurühren ist allein schon ein Kunstwerk, aber dieses Chaos einem harmonischen Ende entgegenrasen zu lassen, das ist eine echte Meisterleistung! "Arsen und Spitzenhäubchen" gehört zu den Filmen, die man noch hingerissen anschaut, wenn man längst die Dialoge mitsprechen kann.
Auf dieser DVD ist sind neben der allgemein bekannten, leicht gekürzten deutschen TV-Fassung und der (ungekürzten) deutschen Kinofassung natürlich noch das Original enthalten.
Deutsche Zuschauer werden begeistert feststellen, dass Peter Lorre im Original ein "German English" reinsten Wassers radebrecht -- die deutsche Synchronisation war damit offenbar überfordert. Davon abgesehen aber stellt sich als zweite Erkenntnis ein: In den 50er Jahren konnten Synchronisationen noch kongeniale Leistungen sein, sogar bei solch außergewöhnlichen Vorlagen! Der Sprachwitz der englischen Fassung geht nicht verloren (sieht man von Lorres "Englisch" einmal ab), im Gegenteil! Wer erinnert sich nicht an Cary Grant, der seine beiden schmollenden Tanten belehrt: "Man bringt keine Leute um. Erst ist es eine schlechte Angewohnheit, und dann wird es zur Unsitte!" -- ein Satz, den man eingerahmt übers Kanapee hängen sollte. Im Original ist hier "nur" von "bad habits" die Rede.
Und sonst -- hört man gelegentlich, dass auf der DVD zu wenig "Bonusmaterial" enthalten sei. Ja, was wollen die Leute denn noch alles?! Ich schließe mich der Meinung an: Gute Regisseure haben ihre Gründe, warum sie einen Film am Ende so veröffentlichen, wie sie ihn veröffentlichen. Zu Capras Zeiten war es außerdem noch nicht üblich, den Abfall aufzuheben und bei erstbester Gelegenheit zu versilbern.
Fünf(zig) Sterne!
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TOP 500 REZENSENTam 27. Juni 2011
Gerade frisch verheiratet und dann entdeckt Mortimer Brewster, dass seine beiden so unbekümmerten, liebenswürdigen Tanten einen Toten in einer Truhe aufbewahren, dem sie nur 'helfen' wollten. Und der Spruch: EINE Leiche im Keller haben, ist auf diese Damen auch nicht anwendbar und noch stark untertrieben...
Auch wenn "Arsen mit Spitzenhäubchen" fast 70 Jahre alt ist, trieft er auch heute noch vor soviel schwarzem Humor, wie ihn das US-Kino seitdem selten hervorgebracht hat und er eigentlich eher in Großbritannien Gang und Gebe ist. Situationskomik, Wortwitz, schräge Charaktere, gut aufgelegte Darsteller, all das macht "Arsen mit Spitzenhäubchen" nach wie vor zu einer flotten, rabenschwarzen Komödie, auch wenn Cary Grant bisweilen 'etwas' zu überzogen hektisch agiert.
Ein Musterbeispiel ist bei dieser DVD, dass der Film in gleich drei verschiedenen Schnittfassungen enthalten ist. Diese variieren zwar nur um gut 5 Minuten, aber man sollte bei viel mehr Filmen dem Kunden diese Möglichkeit geben, aus verschiedenen Schnittlängen wählen zu können.
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am 26. September 2009
Es beginnt so beschaulich auf dem klassischen Schauplatz allen Idylls: auf dem Standesamt... Aber wie Cary Grant alias Mortimer Brewster so treffend feststellt, geht der Wahnsinn los, sobald man die Brooklyn Bridge überquert hat. Noch rasanter und noch hysterischer dürfte wohl kaum ein beschauliches Vorstadt-Idyll je ins Makabre abgedriftet sein, als in "Arsen und Spitzenhäubchen" ("Arsenic and Old Lace"). Dieses Prachtstück spielt in der Ersten Liga der Screwball-Komödien ganz vorne mit, und von denen wurden in den 40ern ja etliche gedreht.

Man muss ihn einfach bemitleiden, den frisch verheirateten Theaterkritiker Mortimer Brewster, wenn er in der Fenstertruhe seiner beiden herzensguten Tantchen eine Leiche entdeckt -- zumal ihm die beiden in all ihrer altjüngferlichen Unschuld von elf weiteren einsamen älteren Herren berichten, die sie mit Arsen im Holunderbeerwein mildtätig vergiftet und anschließend im Keller christlich bestattet haben. Das "Projekt 'Nearer My God, to Thee'" läuft wie geschmiert.
Als wäre das nicht genug, gibt es außerdem noch Mortimers nicht minder verqueren Bruder Teddy Brewster, der sich für Theodore Roosevelt hält, bei den Tanten lebt und im Keller "Schleusen für den Panama-Kanal" gräbt... Und dann gibt's noch einen weiteren Brewster-Bruder, Jonathan. Der ist genauso verrückt und obendrein als sadistischer Mörder steckbrieflich gesucht. Der zwielichtige deutsche Chirurg Dr. Einstein (Peter Lorre) verpasst ihm gelegentlich ein neues Gesicht -- vor der letzten Operation allerdings hat er dummerweise "Frankenstein" im Kino gesehen.
Damit der Wahnsinn perfekt wird, spielen noch einige Nebenfiguren mit, und jede Rolle wurde bestmöglich besetzt: Ein sarkastischer Taxifahrer, eine verliebte frischverheiratete Pfarrerstochter, ein theaterbegeisterter Polizist, ein leidgeprüfter Psychiater, und noch einige mehr.

Cary Grants Talent, sagenhaft dämlich und/oder verblüfft dreinzuschauen, läuft in diesem Film zur Hochform auf: Mortimer Brewster treibt die Erkenntnis, der einzige Normale im Hause zu sein, seinerseits schier in den Wahnsinn -- und das in einem Wahnsinnstempo.
Ein solches Chaos anzurühren ist allein schon ein Kunstwerk, aber dieses Chaos einem harmonischen Ende entgegenrasen zu lassen, das ist eine echte Meisterleistung! "Arsen und Spitzenhäubchen" gehört zu den Filmen, die man noch hingerissen anschaut, wenn man längst die Dialoge rückwärts mitsprechen kann.

Die DVD enthält neben den beiden (!) deutschen Fassungen (die etwas kürzere ist die bekanntere, herzigallerliebste von 1962) natürlich noch das Original.
Deutsche Zuschauer werden begeistert feststellen, dass Peter Lorre alias Dr. Einstein im Original ein "German English" reinsten Wassers radebrecht -- die deutsche Synchronisation war damit offenbar überfordert. Davon abgesehen aber stellt sich als zweite Erkenntnis ein: In jenen Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, waren Synchronisationen oft kongeniale Leistungen, sogar bei solch außergewöhnlichen Vorlagen! Der Sprachwitz der englischen Fassung geht nicht verloren (sieht man von Lorres "Englisch" einmal ab), im Gegenteil! Wer erinnert sich nicht an den derangierten Mortimer Brewster, der seine beiden schmollenden Tanten belehrt: "Man bringt keine Leute um. Erst ist es eine schlechte Angewohnheit, und dann wird es zur Unsitte!" -- ein Satz, den man eingerahmt übers Kanapee hängen sollte. Im Original ist hier aber nur von "bad habits" die Rede.

Wer nicht glauben will, dass man sich über 13 Leichen im Keller scheckig lachen kann, der überzeuge sich durch diesen Film vom Gegenteil. Und wer's glaubt, weil er nämlich den Film bereits kennt, der weiß auch, warum er ihn immer wieder anschaut.
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