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am 10. Oktober 2005
"Arsen und Spitzenhäubchen" -- das ist eine Jahrhundert-Komödie! Selten ist ein beschauliches Vorstadt-Idyll rasanter und hysterischer ins Makabre abgedriftet, und sogar unter den Screwball-Komödien der Extraklasse, von denen in jener Zeit ja etliche gedreht wurden, ragt dieses Prachtstück heraus.
Dabei beginnt alles so beschaulich auf dem klassischen Schauplatz des Idylls: auf dem Standesamt... Aber wie man aus dem Vorspann weiß, geht der Wahnsinn los, sobald man die Brooklyn Bridge überschritten hat.
Es geht um den frisch verheirateten Theaterkritiker Mortimer Brewster (Cary Grant), der in der Fenstertruhe seiner beiden herzensguten Tanten (wunderbar altjüngferlich: Josephine Hull und Jean Adair) eine Leiche entdeckt, und dem die beiden in aller Unschuld von 11 weiteren einsamen älteren Herren berichten, die sie mit Arsen im Holunderbeerwein mildtätig vergiftet und anschließend im Keller christlich bestattet haben... dann gibt es noch den nicht minder verqueren Bruder Teddy Brewster, der sich für Theodore Roosevelt hält, bei den Tanten lebt und im Keller die Schleusen für den Panama-Kanal gräbt... und einen weiteren Brewster-Bruder, Jonathan (Raymond Massey), genauso verrückt und obendrein sadistisch, ein international gesuchter Massenmörder, dem der zwielichtige Chirurg Dr. Einstein (Peter Lorre) gelegentlich ein neues Gesicht verpasst -- vor der letzten Operation allerdings hatte er "Frankenstein" mit Boris Karloff gesehen...
Damit der Wahnsinn perfekt wird, spielen noch einige Nebenfiguren mit, jede bestmöglich besetzt: Ein sarkastischer Taxifahrer, eine verliebte Pfarrerstochter, ein theaterbegeisterter Polizist, ein leidgeprüfter Psychiater, und einige mehr.
Cary Grants Talent, sagenhaft dämlich und/oder verblüfft dreinzuschauen, läuft in diesem Film zur Hochform auf: Mortimer Brewster treibt die Erkenntnis, der einzige Normale im Hause zu sein, seinerseits schier in den Wahnsinn -- und das in einem Wahnsinnstempo!
Ein solches Chaos anzurühren ist allein schon ein Kunstwerk, aber dieses Chaos einem harmonischen Ende entgegenrasen zu lassen, das ist eine echte Meisterleistung! "Arsen und Spitzenhäubchen" gehört zu den Filmen, die man noch hingerissen anschaut, wenn man längst die Dialoge mitsprechen kann.
Auf dieser DVD ist sind neben der allgemein bekannten, leicht gekürzten deutschen TV-Fassung und der (ungekürzten) deutschen Kinofassung natürlich noch das Original enthalten.
Deutsche Zuschauer werden begeistert feststellen, dass Peter Lorre im Original ein "German English" reinsten Wassers radebrecht -- die deutsche Synchronisation war damit offenbar überfordert. Davon abgesehen aber stellt sich als zweite Erkenntnis ein: In den 50er Jahren konnten Synchronisationen noch kongeniale Leistungen sein, sogar bei solch außergewöhnlichen Vorlagen! Der Sprachwitz der englischen Fassung geht nicht verloren (sieht man von Lorres "Englisch" einmal ab), im Gegenteil! Wer erinnert sich nicht an Cary Grant, der seine beiden schmollenden Tanten belehrt: "Man bringt keine Leute um. Erst ist es eine schlechte Angewohnheit, und dann wird es zur Unsitte!" -- ein Satz, den man eingerahmt übers Kanapee hängen sollte. Im Original ist hier "nur" von "bad habits" die Rede.
Und sonst -- hört man gelegentlich, dass auf der DVD zu wenig "Bonusmaterial" enthalten sei. Ja, was wollen die Leute denn noch alles?! Ich schließe mich der Meinung an: Gute Regisseure haben ihre Gründe, warum sie einen Film am Ende so veröffentlichen, wie sie ihn veröffentlichen. Zu Capras Zeiten war es außerdem noch nicht üblich, den Abfall aufzuheben und bei erstbester Gelegenheit zu versilbern.
Fünf(zig) Sterne!
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am 4. Juli 2011
"Now, Aunt Abby, when you say 'others' ... do you mean 'others' - as in 'more than one others'?!?"

Cary Grant als Mortimer Brewster)

Ein dreifaches Hoch beschert diese DVD Film-Junkies, beinhaltet sie den Film doch in gleich drei verschiedenen Fassungen: Neben der Originalfassung in englischer Sprache wird nicht nur die deutschsprachige Fassung geboten, die 1957 fürs Kino entstand, sondern außerdem eine Fassung aus dem Jahr 1962.

Die 62er Fassung entstand fürs TV, und für die Ausstrahlung im Fernsehen wurde Frank Capras wunderbare Komödie offensichtlich neu synchronisiert. Warum dem so ist bzw. wo Verdienste oder auch Defizite der einen oder der anderen deutschen Fassung liegen, kann ich nicht sagen - dafür habe ich den Film in der letzten Zeit zu selten mit deutschem Ton gesehen.

Ein Unterschied ist jedoch ganz augenfällig: Die fürs TV bearbeitete Fassung bietet nicht den Titelvorspann des Originals. Der wurde vielmehr durch einen neuen Vorspann mit knuffigen Totenschädel-Grafiken ersetzt, deren Optik in den frühem 60er Jahren wahrscheinlich le dernier cri war. Warum das für nötig befunden wurde? Keine Ahnung, aber ich weiß immerhin, dass es mit Leoparden küsst man nicht" einen Präzedenzfall gibt.

Arsen und Spitzenhäubchen" nimmt auf meiner persönlichen Ewige Besten-Liste" mit sehenswerten Filmen einen besonderen Platz ein als einer der Filme, an denen ich mich auch im laufe langer Jahre nie habe satt sehen können. Mit Arsen und Spitzenhäubchen" habe ich sogar einst den Vorzeige-Ignoranten in meinem Bekanntenkreis davon überzeugen können, dass es keine Zeitverschwendung ist, sich Filme aus der Prä-Farbfilm-Ära anzusehen. Bitte? Jawoll, genau das hatte das Mensch nämlich steif und fest behauptet: Schwarzweiß-Filme seien per se nicht sehenswert. Wenn ich so was höre, gehe ich natürlich ganz flott auf die Barrikaden bzw., wie in diesem Fall geschehen, ans Videoregal. Zur Ehrenrettung des Banausen sei gesagt, dass er dank Arsen und Spitzenhäubchen" eines Besseren belehrt sah und sein engstirniges Vorurteil im Laufe des gemeinsamen Kino-Abends revidiert hat.

Als Frank Capra 1944 aus einem erfolgreichen Bühnenstück einen nicht minder erfolgreichen Film machte, war der Farbfilm zwar schon erfunden, die Regel war er aber noch lange nicht. Mir persönlich fallen, wenn ich an Farbfilme denke, vor allem Vom Winde verweht und Der Zauberer von Oz (beide 1939) ein, und den ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge" hatten die Disney-Studios 1937 ebenfalls schon in Farbe produziert. Wie dem auch sei: Arsen und Spitzenhäubchen" ist ein Schwarzweißfilm, und ich finde das auch nicht weiter schlimm. Jedenfalls wünsche ich dem Film, es möge sich nie, nie, nie jemand zu dem abseitigen Gedanken versteigen, die Filmwelt brauche ein farbiges Remake von Arsen und Spitzenhäubchen".

Das Wichtigste an Arsen und Spitzenhäubchen" ist ohnehin tiefschwarz: der Humor.

Für mich ist der Film übrigens die perfekte Wahl für einen Halloween-Videoabend, zumal auch die turbulente Geschichte, die der Film erzählt, sich an einem Halloween-Abend abspielt. Auch die Grundstimmung des Films trägt der des Halloween wunderbar Rechnung: Arsen und Spitzenhäubchen" ist ein bisschen spukig und makaber, aber Arsen und Spitzenhäubchen" ist eben kein Horrorstreifen, sondern eine Komödie. Und was für eine!

Der Film legt ein solches Tempo vor, dass man ihm seine durchaus stolzen 113 Minuten Länge nicht anmerkt.

Ausgerechnet den Halloween-Tag haben Mortimer Brewster (Cary Grant) und seine Auserwählte Elaine Harper (Priscilla Lane) sich für ihre Heirat auserkoren. Und noch ein ausgerechnet" gibt es da: Dass er ausgerechnet mit der Tochter des örtlichen Pfaffers in den heiligen Stand der Ehe treten würde, hätte sich der Theaterkritiker wohl auch nicht träumen lassen - immerhin hat der flotte Junggeselle neulich erst mit einem Bestseller von sich reden gemacht, in dem er vehement gegen die Ehe anschreibt.

Jetzt plötzlich aber kann's ihm nicht schnell genug gehen: Nach der standesamtlichen, sehr geheimen und höchst unzeremoniellen Trauung will das junge Glück nur noch eben bei Mortimers alten Tantchen und Zieheltern Abby und Martha vorbeischauen, um sich dann nach Verkündigung der frohen Neuigkeit schnellstmöglich in die Flitterwochen abzusetzen. Allerdings haben die beiden jungen Eheleute die Rechnung ohne den sprichwörtlichen Wirt gemacht, denn die beiden rührigen Damen wollen es sich partout nicht nehmen lassen, wenigstens noch kurz mit den beiden Frischvermählten anzustoßen. Während Elaine die Koffer packt und die Tanten in der Küche zugange sind, nimmt Mortimer auf der alten Truhe Platz, die unter dem Wohnzimmerfenster steht.

Tja, und dann platzt die Bombe. Genauer gesagt: In dem Moment, in dem Mortimer gedankenverloren den Deckel der Truhe anhebt und darin Mister Hoskins entdeckt.
Bei dem handelt es sich um einen allein stehenden Herrn, der bei den Brewster-Schwestern ein möbliertes Zimmer bewohnt hat. Jetzt ist mausetot, und das liegt an dem vergifteten Holunderwein, den die beiden Tantchen ihm kredenzt haben. Und natürlich soll Mister Hoskins seine letzte Ruhe nicht in der Fenstertruhe finden, sondern im Keller. Das alles erzählen die Tanten dem Neffen ganz ungerührt, und es kommt noch toller: Mister Hoskins ist nicht der erste Untermieter, dem die beiden Damen den Schierlingsbecher gereicht haben. Nein, im Keller ruht bereits ein gutes Dutzend anderer Herren - von den Tantchen ums Leben und von Mortimers Halbbruder Theodore unter die Erde gebracht. Der nämliche Bruder hält sich selbst übrigens für den US-Präsidenten Teddy Roosevelt und den heimischen Keller für den Panama-Kanal. Und was hält Brewster von all dem? "Insanity runs in my family. It practically gallops", stellt der entgeistert fest. Und der Wahnsinn galoppiert sogar noch fröhlich weiter, denn auch Mortimers Cousin Jonathan, der in Begleitung eines halbseiden wirkenden Doktors sowie eines gewissen Mister Spenalzo reist, wirkt, gelinde gesagt, etwas verschroben. Besagter Mister Spenalzo hat übrigens etwas mit Mister Hoskins gemeinsam: Auch Mister Spenalzo hat sein Leben kürzlich ausgehaucht - allerdings war in diesem Falle nicht Holunderwein die Todesursache, sondern Jonathan Brewster persönlich. Nun suchen Jonathan (Raymond Massey) und sein Kumpel Dr. Einstein (Peter Lorre) nach einem sicheren Versteck für den toten Spenalzo und für sich selbst, und jetzt überschlagen sich die Geschehnisse erst recht ...

Arsen und Spitzenhäubchen" ist für mich eine der gelungensten Komödien der gesamten Filmgeschichte - die Charaktere sind wunderbar skurril, sämtliche Rollen sind perfekt besetzt, die Gags und überraschenden Wendungen sind wunderbar getimt und das Drehbuch steckt voller absurder Pointen und Wortspiele.

Wer den Film so liebt wie ich, wird den Transfer des Films auf DVD sicher genauso gelungen finden wie ich: Dass es zwei unterschiedliche deutsche Synchronfassungen des Films gibt, war mir nie wirklich bewusst; dass die DVD den Vergleich der beiden leicht unterschiedlichen Schnittfassungen erlaubt, ist ein Mehrwert, den mindestens erklärte Filmfans zu schätzen wissen dürften. Dass außerdem das englischsprachige Original den Weg auf die DVD gefunden hat, macht die Veröffentlichung rund; als nette Beigabe gibt's außerdem den Trailer zu bewundern. Fazit: Mehr kann, muss aber nicht unbedingt auf einer DVD wie dieser sein. Bild und Ton sind auch hier so gut, wie Filmfans das von den DVDs aus dem Hause Warner gewohnt sind.

R e s ü m e e

Der Film ist gelungen, die DVD ist es auch: Interessierte Fans dürfen das englischsprachige Original mit der deutschen Kinofassung von 1957 und der neu synchronisierten TV-Fassung aus dem Jahr 1962 vergleichen, außerdem bietet die DVD den Original-Kino-Trailer.
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am 26. September 2009
Es beginnt so beschaulich auf dem klassischen Schauplatz allen Idylls: auf dem Standesamt... Aber wie Cary Grant alias Mortimer Brewster so treffend feststellt, geht der Wahnsinn los, sobald man die Brooklyn Bridge überquert hat. Noch rasanter und noch hysterischer dürfte wohl kaum ein beschauliches Vorstadt-Idyll je ins Makabre abgedriftet sein, als in "Arsen und Spitzenhäubchen" ("Arsenic and Old Lace"). Dieses Prachtstück spielt in der Ersten Liga der Screwball-Komödien ganz vorne mit, und von denen wurden in den 40ern ja etliche gedreht.

Man muss ihn einfach bemitleiden, den frisch verheirateten Theaterkritiker Mortimer Brewster, wenn er in der Fenstertruhe seiner beiden herzensguten Tantchen eine Leiche entdeckt -- zumal ihm die beiden in all ihrer altjüngferlichen Unschuld von elf weiteren einsamen älteren Herren berichten, die sie mit Arsen im Holunderbeerwein mildtätig vergiftet und anschließend im Keller christlich bestattet haben. Das "Projekt 'Nearer My God, to Thee'" läuft wie geschmiert.
Als wäre das nicht genug, gibt es außerdem noch Mortimers nicht minder verqueren Bruder Teddy Brewster, der sich für Theodore Roosevelt hält, bei den Tanten lebt und im Keller "Schleusen für den Panama-Kanal" gräbt... Und dann gibt's noch einen weiteren Brewster-Bruder, Jonathan. Der ist genauso verrückt und obendrein als sadistischer Mörder steckbrieflich gesucht. Der zwielichtige deutsche Chirurg Dr. Einstein (Peter Lorre) verpasst ihm gelegentlich ein neues Gesicht -- vor der letzten Operation allerdings hat er dummerweise "Frankenstein" im Kino gesehen.
Damit der Wahnsinn perfekt wird, spielen noch einige Nebenfiguren mit, und jede Rolle wurde bestmöglich besetzt: Ein sarkastischer Taxifahrer, eine verliebte frischverheiratete Pfarrerstochter, ein theaterbegeisterter Polizist, ein leidgeprüfter Psychiater, und noch einige mehr.

Cary Grants Talent, sagenhaft dämlich und/oder verblüfft dreinzuschauen, läuft in diesem Film zur Hochform auf: Mortimer Brewster treibt die Erkenntnis, der einzige Normale im Hause zu sein, seinerseits schier in den Wahnsinn -- und das in einem Wahnsinnstempo.
Ein solches Chaos anzurühren ist allein schon ein Kunstwerk, aber dieses Chaos einem harmonischen Ende entgegenrasen zu lassen, das ist eine echte Meisterleistung! "Arsen und Spitzenhäubchen" gehört zu den Filmen, die man noch hingerissen anschaut, wenn man längst die Dialoge rückwärts mitsprechen kann.

Die DVD enthält neben den beiden (!) deutschen Fassungen (die etwas kürzere ist die bekanntere, herzigallerliebste von 1962) natürlich noch das Original.
Deutsche Zuschauer werden begeistert feststellen, dass Peter Lorre alias Dr. Einstein im Original ein "German English" reinsten Wassers radebrecht -- die deutsche Synchronisation war damit offenbar überfordert. Davon abgesehen aber stellt sich als zweite Erkenntnis ein: In jenen Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, waren Synchronisationen oft kongeniale Leistungen, sogar bei solch außergewöhnlichen Vorlagen! Der Sprachwitz der englischen Fassung geht nicht verloren (sieht man von Lorres "Englisch" einmal ab), im Gegenteil! Wer erinnert sich nicht an den derangierten Mortimer Brewster, der seine beiden schmollenden Tanten belehrt: "Man bringt keine Leute um. Erst ist es eine schlechte Angewohnheit, und dann wird es zur Unsitte!" -- ein Satz, den man eingerahmt übers Kanapee hängen sollte. Im Original ist hier aber nur von "bad habits" die Rede.

Wer nicht glauben will, dass man sich über 13 Leichen im Keller scheckig lachen kann, der überzeuge sich durch diesen Film vom Gegenteil. Und wer's glaubt, weil er nämlich den Film bereits kennt, der weiß auch, warum er ihn immer wieder anschaut.
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am 5. März 2006
Nur eine Richtigstellung zum Kommentar des Rezensenten aus Burscheid. Der Film wurde NICHT neu vertont, sondern auf der DVD ist zusätzlich zur neueren und bekannteren Synchronfassung von 1962 auch die ÄLTERE von 1957 mit drauf. Großes Lob an "Warner": Sehr beispielhaft, so sollte es immer sein wenn mehrere Synchronisationen zu einem Film existieren. Noch zur Erklärung für den Herrn/die Dame aus Burscheid: Auf einer DVD befinden sich in der Regel mehrere Tonspuren und der Verbraucher kann sich dann für diejenige entscheiden, die er hören möchte. Einfach mal einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres DVD-Players werfen! ;)
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am 13. Dezember 2015
Dies ist die Geschichte von Mortimer Brewster (Cary Grant) , der heute geheiratet hat und nun mit seiner jungen
Frau Elaine (Priscilla Lane) , auf Hochzeitsreise möchte.
Doch es kommt alles anders.
Bei einem Abstecher zu seinen zwei kleinen Tantchen,( Josephine Hull, Jean Adair ) entdeckt er in einer Truhe eine Leiche.
Als er sie zur Rede stellen will, stellt sich raus, dass das nicht die einzige ist.

Hier hat Frank Capra wieder eine wahnsinns-turbulente Komödie erschaffen die mit viel Schwarzem Humor
und den wahnwitzigsten Dialogen durchzogen ist.
Morde auf die komischste Art und Weise
Und durch Cary Grant's köstlicher Mimik und Gestik, lässt einem das Lachen nicht schwer fallen.
Die Handlung ist teilweise von einem Tempo, dass man meint, man ist wirklich im Irrenhaus.

Auf dieses DVD sind 3 Fassungen zum aussuchen.
1. Deutsche Kinofassung von 1957 - ca. 113 min.s/w
2. Deutsche TV-Fassung von 1962 - ca, 110 min. s/w
3. Amerikanische Originalfassung - ca. 113 min.s/w - OmU zuschaltbar
US-Trailer

Meine Empfehlung: Die TV-Fassung von '62 ansehn. Da passen die Mimik und Gestik,
mit den Dialogen Cary Grant's super zusammen.
Die '57er Fassung ist dagegen etwas anders, höflich ausgedrückt, auch die Synchro ist anders.
Die amer.Originalfassung kann ich nicht beurteilen, da ich nix versteh.:)
Das einzige was an der '57er besser als an der '62er ist, ist der Vorspann.
Beim '62er bin ich etwas erschrocken. Aber alles andere perfekt.

Die Rolle des Mortimer Brewster hatte Capra 1941 zuvor drei anderen Schauspielern angeboten,
die aber absagen mussten und so bekam Cary Grant als vierter die Rolle.
Das beste was Capra passieren konnte.
Cary Grant spendete seine ganze Gage von 100.000 $ dem U.S. War Relief Fund. (Wiki)
Darsteller:Cary Grant, Raymond Massey, Peter Lorre, Priscilla Lane, Jack Carson, John Alexander,Josephine Hull, Jean Adair, James Gleason.

Bild und Ton, für so einen alten Streifen, hervorragend.
Kein Wendecover
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am 4. Oktober 2004
Nach dem es schon länger eine Import-Version dieser DVD gibt, kommt jetzt endlich die deutsche Version. Der Film liegt als etwas längere US-Version, als Kino-Synchro (1952) und als die geläufige TV-Synchro vor. Sonst keine Extras, weder über die Darsteller, die Autoren, den Regisseur noch sonst was (na ja, den Trailer).
Ein Theaterkritiker (Cary Grant) besucht vor seiner Hochzeitsreise seine Tanten. Und findet einen Toten. Und das bleibt nicht der einzige Tote, denn Mortimers verbrecherischer, sadistischer Bruder (Raymond Massey) stattet den Tanten einen Besuch ab. Was es mit "Frankenstein", Einstein, Theodore Roosevelt, Hobby-Dramatikern, Holunderbeerwein und alten Herren auf sich hat, sollte man selbst herausfinden. Nebenbei erfährt man noch das schlechte Theaterstücke lebensgefährdend sein können.
Der Film ist wohl eine der besten schwarzen Komödien der Filmgeschichte. Und obwohl voller Leichen, sieht man höchstens deren Konturen. Die Darsteller sind bis in die kleinste Rolle erste Klasse. Vor allem die Darstellerinnen der alten Tanten und Peter Lorre (spielt allerdings seine Klischeerolle).
Der Film sollte in keiner Sammlung fehlen.
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am 10. Dezember 2014
Höchst erfreut war ich, neben deutschen auch die Originalfassung erleben zu dürfen! Ein wahrer Ohrenschmaus! Allein Teddy ist es wert, sich das Original anzusehen (und zu hören)!
Was die beiden deutschen Synchronfassungen angeht, da überwiegt die zweite von 1962 um Längen! Nicht nur, dass man sie durch das Fernsehen kennen und lieben gelernt hat, sondern sie ist um vieles witziger und die Stimmen viel besser ausgewählt. Die Synchronstimme von Johnny ist meiner Meinung nach sogar die Beste aller drei Fassungen! Allerdings gibt es bei meiner heißgeliebten 62er Fernsehfassung ein winziges Makel - es fehlt was! Und zwar nicht das, was den üblichen Unterschied zur Kinofassung ausmacht, sondern an zwei anderen Stellen. Vor 10 - 15 Jahren kam auf dem Sender "West 3" diese 62er Synchronfassung (mit dem Totenschädel-Anfang) in einer etwas längeren Version! Aus mir unersichtlichen Gründen ist die hier NOCH kürzer!? Folgende Szenen sind gemeint:
Noch ziemlich am Anfang. wo Polizist O'Hara wissen will, was es mit Teddy auf sich hat. nachdem es ihm erklärt wurde, sagt er aber noch "Ja, wirklich. Der Bursche ist hochinteressant" (1957 sagt er an dieser Stelle "Das muss ich mir aufschreiben"); danach wendet sich Brophy, der ältere Polizist dem Pastor Harper zu und meinst "Es ist eine Schande, dass in dem Nest dieser außerordentlich netten Familie ein ausgesprochenes Kuckucksei liegt".
Die zweite Stelle:
Gegen Ende fragt der Polizeichef den Dr.: "Können sie die beiden Tanten nicht auch noch bei ihnen unterkriegen?"
und Dr. Witherspoon antwortet: "Nur die Tanten?" und es ist Mortimer der antwortet: "Nur die Tanten!".
Es sind nur kurze Stellen aber wenn man wie ich das damals auf West 3 aufgenommen und ein Dutzend mal angesehen hat, kennt man das Teil auswendig... und wenn dann blöderweise was fehlt.... na ja.
Trotz allem bin ich sehr zufrieden mit der DVD! Vor allem, wegen des Originals. Denn keine Synchronfassung kann es mit Teddys "Chaaaaarge!!" aufnehmen. :-))
Dennoch volle Punktzahl. Auf jeden Fall ein empfehlenswerter Kauf!
Und wem immer noch was fehlt, sollte hoffen, dass es mal im Theater kommt - das alte Broadwaystück!
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am 21. Oktober 2014
"Arsen und Spitzenhäubchen" ist ein Film mit dem mich meine Mutter eine ganze Zeit lang verfolgte. Ich habe die DVD für meine Mutter bestellt und da ging es los. Ich muss wohl nicht erwähnen das meine Mutter den Film liebt. Ich war (ohne den Film gesehen zu haben) eher weniger begeistert. Aus den 40er Jahren und in schwarz weiß. Doch irgendwann habe ich mich erbarmt und den Film angesehen und war begeistert.

"Arsen und Spitzenhäubchen" ist schon 1941 entstanden doch wurde er erst 1944 veröffentlicht. In den Hauptrollen waren oder sind Cary Grant, Josephine Hull und Jean Adair zu sehen. Die beiden älteren Damen haben ihre Rollen auch in dem gleichnamigen Broadway Stück gespielt. Das auch für die spätere Veröffentlichung verantwortlich ist.

Mortimer Brewster besucht nach seiner Hochzeit und vor dem Beginn seiner Hochzeitsreise seine beiden älteren Tanten. Mortimer würde schwören das die beiden niemanden ein Haar krümmen könnten und wird doch bei dem Besuch eines besseren belehrt. Er findet in einer Truhe im Wohnzimmer eine Leiche. Nachdem ihm seine beiden Tanten erklärt haben das Sie aus Mitleid ältere einsame Herren in ihr Haus locken und mit einer Mischung aus Wein und den Giften Arsen, Strychnin und Zyankali töten und sein Bruder (der sich für Präsident Theodore Roosevelt hält) die Leichen im Keller vergräbt, steht Mortimer vor einer schweren Entscheidung.

Ich habe mich zwar lange bitten lassen den Film mal zu sehen bin aber froh ihn mir doch angesehen zu haben. 1940er Jahre und schwarz weiß, egal. Die Geschichte ist einfach toll genauso wie die Leistung der Darsteller. Mein Favorit John Alexander als Teddy Brewster der sich Theodore Roosevelt hält, einfach Genial. Der Film hat eine Komik die sich über den Film verteilt. Es macht einfach Spaß Mortimer durch den Film zu begleiten.

Die DVD ist auch überzeugend. Die Bildqualität ist sehr gut, gerade wenn man bedenkt wie alt der Film ist. Auch der Ton ist gut und man bekommt den Film gleich in 2 unterschiedlichen Synchronisationen aus denen man wählen kann. Möchte als jemand der den Film das erste mal hier auf DVD gesehen hat nicht zu diesen äussern. Mir gefallen beide.

"Arsen und Spitzenhäubchen" ist ein toller Film der auch so viele Jahre immer noch gut ist und es mit vielen aktuellen Filmen es locker aufnehmen kann.
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am 7. April 2007
"Arsen und Spitzenhäubchen" -- das ist eine Jahrhundert-Komödie! Selten ist ein beschauliches Vorstadt-Idyll rasanter und hysterischer ins Makabre abgedriftet, und sogar unter den Screwball-Komödien der Extraklasse, von denen in jener Zeit ja etliche gedreht wurden, ragt dieses Prachtstück heraus.

Dabei beginnt alles so beschaulich auf dem klassischen Schauplatz des Idylls: auf dem Standesamt... Aber wie Cary Grant alias Mortimer Brewster so treffend feststellt, geht der Wahnsinn los, sobald man die Brooklyn Bridge überschritten hat.

Es geht um den frisch verheirateten Theaterkritiker Mortimer Brewster (Cary Grant), der in der Fenstertruhe seiner beiden herzensguten Tanten (wunderbar altjüngferlich: Josephine Hull und Jean Adair) eine Leiche entdeckt, und dem die beiden in aller Unschuld von 11 weiteren einsamen älteren Herren berichten, die sie mit Arsen im Holunderbeerwein mildtätig vergiftet und anschließend im Keller christlich bestattet haben...

Dann gibt es noch Mortimers nicht minder verqueren Bruder Teddy Brewster, der sich für Theodore Roosevelt hält, bei den Tanten lebt und im Keller die Schleusen für den Panama-Kanal gräbt... und einen weiteren Brewster-Bruder, Jonathan (Raymond Massey), genauso verrückt und obendrein sadistisch, dem der zwielichtige Chirurg Dr. Einstein (Peter Lorre) gelegentlich ein neues Gesicht verpasst -- vor der letzten Operation allerdings hatte er dummerweise "Frankenstein" mit Boris Karloff gesehen...

Damit der Wahnsinn perfekt wird, spielen noch einige Nebenfiguren mit, jede bestmöglich besetzt: Ein sarkastischer Taxifahrer, eine verliebte frischverheiratete Pfarrerstochter, ein theaterbegeisterter Polizist, ein leidgeprüfter Psychiater, und einige mehr.

Cary Grants Talent, sagenhaft dämlich und/oder verblüfft dreinzuschauen, läuft in diesem Film zur Hochform auf: Mortimer Brewster treibt die Erkenntnis, der einzige Normale im Hause zu sein, seinerseits schier in den Wahnsinn -- und das in einem Wahnsinnstempo!

Ein solches Chaos anzurühren ist allein schon ein Kunstwerk, aber dieses Chaos einem harmonischen Ende entgegenrasen zu lassen, das ist eine echte Meisterleistung! "Arsen und Spitzenhäubchen" gehört zu den Filmen, die man noch hingerissen anschaut, wenn man längst die Dialoge mitsprechen kann. <>Auf dieser DVD ist sind neben der allgemein bekannten, leicht gekürzten deutschen TV-Fassung natürlich noch das Original enthalten.

Deutsche Zuschauer werden begeistert feststellen, dass Peter Lorre im Original ein "German English" reinsten Wassers radebrecht -- die deutsche Synchronisation war damit offenbar überfordert. Davon abgesehen aber stellt sich als zweite Erkenntnis ein: In den 50er Jahren konnten Synchronisationen noch kongeniale Leistungen sein, sogar bei solch außergewöhnlichen Vorlagen! Der Sprachwitz der englischen Fassung geht nicht verloren (sieht man von Lorres "Englisch" einmal ab), im Gegenteil! Wer erinnert sich nicht an Cary Grant, der seine beiden schmollenden Tanten belehrt: "Man bringt keine Leute um. Erst ist es eine schlechte Angewohnheit, und dann wird es zur Unsitte!" -- ein Satz, den man eingerahmt übers Kanapee hängen sollte. Im Original ist hier nur von "bad habits" die Rede.

Wer nicht glauben will, dass man sich über 13 Leichen im Keller scheckig lachen kann, der überzeuge sich durch diesen Film vom Gegenteil. Und wer's glaubt, weil er nämlich den Film bereits kennt, der weiß auch, warum er ihn immer wieder anschaut.

So oder so also: Fünf(zig) Sterne!
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am 3. Oktober 2012
Ohne Zweifel eine der besten Kommödien aller Zeiten. Wunderbar inszeniert und gespielt. Einfach nur noch unterhaltend und sehenswert. Für den Film mindestens 5 Sterne. Filmentspannung pur.

Doch Vorsicht bei dem Kauf speziell dieser DVD:

Warner Brothers gibt mittels eines Aufklebers und einem der DVD beigefügten speziellen rosafarbenen Leaflets vor "Was Frauen schauen". Entsetzt mußte ich als männlicher Vertreter der Gattung Mensch feststellen, daß ich den falschen Film gekauft habe und es sich zudem weitere - in dem besagten Leaflet genannten - Filme in meiner Videothek befinden.

Nach Ansicht von WB darf ich also nur "Tiefer, Breiter, Blöder" - Filme á la Ballermann schauen und muß auf jeglichen unterhaltsamen Anspruch verzichten. Na dann werde ich wohl eine Geschlechtsumwandlung durchführen müssen, damit ich lt. Warner Brothers ebenso "Arsen und Spitzenhäubchen" anschauen darf.
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