Neu:
18,00€18,00€
KOSTENFREIE Retouren
GRATIS Lieferung Dienstag, 24. Oktober
Oder schnellste Lieferung Montag, 23. Oktober. Bestellung innerhalb 12 Stdn. 32 Min.
Auf Lager
Zahlung
Sichere Transaktion
Versand
Amazon
Verkäufer
Amazon
Rückgaben
Retournierbar innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt
Gebraucht kaufen 4,65 €
Andere Verkäufer auf Amazon
& Kostenlose Lieferung
95 % positiv in den letzten 12 Monaten
& Kostenlose Lieferung
91 % positiv in den letzten 12 Monaten
& Kostenlose Lieferung
92 % positiv in den letzten 12 Monaten
Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich.
Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.
Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.
Bild nicht verfügbar
Farbe:
-
-
-
- Herunterladen, um dieses Videos wiederzugeben Flash Player
Dem Autor folgen
OK
Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften Taschenbuch – 1. Juni 2006
Kaufoptionen und Plus-Produkte
- Seitenzahl der Print-Ausgabe592 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberFISCHER Taschenbuch
- Erscheinungstermin1. Juni 2006
- Abmessungen12.5 x 3.28 x 18.9 cm
- ISBN-103596172144
- ISBN-13978-3596172146
Wird oft zusammen gekauft

Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : FISCHER Taschenbuch; 12. Auflage, Überarbeitete Neuausgabe (1. Juni 2006)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 592 Seiten
- ISBN-10 : 3596172144
- ISBN-13 : 978-3596172146
- Originaltitel : Guns, Germs and Steel. The Fate of Human Societies
- Abmessungen : 12.5 x 3.28 x 18.9 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19,697 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 4 in Lexika, Hand- & Jahrbücher der Ethnologie & Soziologie (Bücher)
- Nr. 6 in Volks- & Völkerkunde (Bücher)
- Nr. 10 in Kulturgeschichte (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Entdecke mehr Bücher des Autors, sieh dir ähnliche Autoren an, lies Autorenblogs und mehr
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
Die Antwort ist, dass nur die Ehtnien denen es gelang, die Landwirtschaft zu entwickeln soziokulturell abgehen wie die Raketen - die anderen müssen in den Gesäßfalten der Naturgeschichte verharren. Wie sich nun dieser Übergang vom Nomadentum zur Landwirtschaft in den verschiedenen Weltteilen ökologisch gestaltet, gehört zu den interessantesten Passagen des Buches. Der erste Schritt war die Verwertung von Wildpflanzen, wobei sich zunächst 90 % aller Wildpflanzen als ungenießbar erwiesen. Doch alles das, was dem Menschen nicht schmeckt verschwindet, die Biomasse wird domestiziert, und schnell bedecken die 0,1 % der sehr gut verwendbaren Pflanzen den allergrößten Teil der Anbauflächen. So geht das mit zuerst mit Weizen, Geste und Erbsen, später mit Obst, Oliven, Feigen Datteln, danach mit Äpfel, Birnen und Pflaumen und so weiter. Parallel dazu treten auch Rind, Schaf, Schwein Pferd, Huhn und Ziege (wo ist der Hund?) als domestizierte Wesen in das Haus des Menschen ein. Ihre Haltung als Fleisch- und Milchlieferant und als Zugtiere erhöhte die Möglichkeiten der Feldbestellung und damit die sesshaften Perioden. Sesshaftigkeit steigert wieder die Fruchtbarkeit, denn nun müssen die Frauen den Balg auf der Wanderung nicht immer mit sich rumschleppen sondern könne ihn auch mal hinter die Feuerstelle zum Trocknen legen. Von den vier Gebieten, in denen die Landwirtschaft unabhängig voneinander erfunden wurde (der fruchtbare Halbmond, China, die Ostküste der USA und Mittelamerika) könnten nun die "Bipopakete" in alle Welt exportiert werden. Doch leider gelang das nur in Eurasien, weil sich die Nehmerkulturen der Ägypter, Inder, Iraner und Griechen auf einem ähnlichen Breitengrad der Ost-West Achse befanden. Eine analoge Verbreitung auf dem amerikanischen und afrikanischen Kontinent war (abgesehen davon, dass die Erfindungen erst viel später gelangen) wegen der Nordsüdausdehnung und dem Wechsel der Klimazonen nicht in vergleichbare Weise möglich.
Doch kaum hat der Mensch in großer Zahl Tiere domestiziert, wird er von Seuchen befallen, denn was sind Seuchen anderes als mutierte Übertragungen von Schädlingen vom Tier auf den Menschen ( siehe Aids). Was sich als eine Plage der sesshaften Viehbesitzer anhört, ist jedoch in Wahrheit eine Stärkung: denn nun werden innerhalb der Agrargesellschaften die Schwachen die Seuchen ausselektiert, es überleben die Starken, die gegen die Schädlinge eine Art Resistenz entwickeln. Der Erfindung der Landwirtschaft und der Resistenzenbildung gegen Seuchen folgte die Entstehung differenzierter und arbeitsteiliger Gesellschaften, politischer Organisationen (Staat) und die Entwicklung einer Produktivität, die die Unterhaltung stehender Heere gestattete. Bei Zusammenprall der Kulturen im 16. Jahrhundert und später gaben dann die Seuchen der eurasischen Völker den bis dahin weltabgegelenen verspäteten Kulturen den Rest. Was für ein Glück, denkt man als Europäer unwillkürlich, dass wir in den alten Zeiten so tolle Biopakete von den Orientalen erhalten haben und dadurch so reich geworden sind, dass wir uns solche Bücher leisten können. Aber im Ernst: das vorliegenden Buch, dessen Facettenreichtum hier noch nicht einmal angedeutet werden konnte, ist ein intellektuelles Abenteuer, eine ökologische Weltgeschichte der Extraklasse, für die fünf Sternchen fast noch zu wenig sind. Unbedingt vor dem Bestseller "Kollaps" vom gleichen Autor zu lesen.
Aufgrund des Umfangs und der teilweisen Länge des Werks würde ich angehenden Sachbuchfetischisten empfehlen, den Blick für die teilweise autobiografisch gefärbten Einschübe und trockenen statistischen, beziehungsweise sehr fachbezogenen Ausführungen zu schärfen, um diese bei Zeitmangel oder Unlust überlesen und die Filetstücke dafür noch umso besser genießen zu können. Es darf selbstverständlich auch das gesamte Menü genossen werden, nur die Längen werden meinem gutgemeinten Rat wohl das eine oder andere Mal Recht geben und gerade bei so hervorragender Literatur wie der vorliegenden wäre es eine Schande, wenn das Leseerlebnis dadurch geschmälert oder im schlimmsten Fall gar vorzeitig beendet wird.
Neben der eigentlichen Flora und Fauna der verschiedenen beschriebenen Weltgegenden bildet als primäre geologische Schicksalsinstanz die West-Ost- beziehungsweise Nord- Südachse den entscheidenden Faktor über Aufstieg und Fall der Völker. Das Glück oder Pech mit gut domestizierbaren Tieren oder aufgrund großer Halsstarrigkeit zur Viehzucht absolut ungeeigneten Vertretern der Herbivoren beziehungsweise ertragreichen, widerstandsfähigen oder wenig abwerfenden, empfindlichen Pflanzen spielt eine weitere wichtige Rolle.
Betrachtet man sich die Kontinente, so ergibt sich einzig in Eurasien eine auf etwa den gleichen Breitengraden und ähnlichen Klimazonen gelegene West-Ostachse, die den Austausch von Pfanzen und Tieren über Handelsrouten wesentlich erleichtert, da diese in ähnlichen Umgebungen wesentlich bessere Überlebensbedingungen vorfinden, als wenn man sie über eine Nord- Südachse von Norwegen nach Südafrika oder von Chile nach Kanada transportieren würde. Dadurch wurde der Übergang zu Ackerbau und Viehzucht sowie die damit einhergehende Möglichkeit, durch Überschuss an Nahrung Spezialisten wie Handwerker, Krieger und Wissenschaftler zu ernähren und auf den Zug zum Großstaat aufzuspringen, wesentlich erleichtert. Als wäre das nicht genug der vorgegebenen Ungerechtigkeit, befinden sich auch noch die meisten der ertragreichsten Saatpflanzen und Nutztiere im eurasischen Raum, während selbige auf anderen Kontinenten rar gesät sind. In Lateinamerika sowie Afrika sind sowohl gut für den Hausgebrauch geeignete Großsäuger als auch ertragreiche Pflanzensorten relativ selten. Und selbst wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte ein Austausch über die verschiedenen Klimazonen hinweg kaum funktionieren können.
So sind in Afrika sowohl extrem aride Gebiete als auch tropische Dschungel oder schlichte Savanne für keinen Tiertransport zu empfehlende Besichtigungspunkte und auch den Zimmerpflanzen dürfte es übel bekommen. In Lateinamerika verhält es sich ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem. Dass sich das militärisch einst unersetzliche Pferd auch noch just der südlichen Hemisphäre entsagen musste war ein weiterer wesentlicher Nachteil. Wie der Autor so treffend anführt, hätte nur ein gutmütigeres Wesen von Bisons oder Nashörnern vonnöten sein müssen, um den Lauf der gesamten Weltgeschichte zu verändern. Wenn Hunnenheere und Mongolen auf, im Vergleich zu den potentiellen und wesentlich robusteren Reittieren des Südens, schlichten Pferden Weltreiche errichten konnten, wäre das kriegerische Potential von bis zu fast einer Tonne schweren Bisons und bis zu über drei Tonnen schweren Nashörnern noch wesentlich durchschlagender gewesen. Man stelle sich diese Tiere zu Tausenden und im Stil eines Paladinpferds gepanzert mit Pfeilhagel schwirren lassenden Reitern vor.
Es erschließen sich anhand der minutiösen Schilderungen verschiedener Sachverhalte noch diverse Ideen für Uchronien, die schöner nicht sein könnten, da sie im Gegensatz zu weit hergeholten, unwahrscheinlichen Vermutungen und Lehrmeinungen auf nachweisbaren Grundlagen beruhen.
Dem Autor gebührt, nicht nur aufgrund seines beeindruckenden bisherigen Werks, zu Recht der Ruf eines Wissenschaftsautors der Spitzenklasse, sondern auch und gerade für die Serie an Hammerschlägen, die er auf die, als fleischgewordene Anachronismen längst durch einen Paradigmenwechsel in das intellektuelle Nirwana zu schickenden, Vertreter seiner Zunft niederprasseln lässt, die seinen Denkansetzen wenig entgegenzusetzen haben. Außer irgendjemand aus dem Universitätsbetrieb entblödet sich wirklich noch, etwas von kultureller Überlegenheit oder anderer rassistischer, verbaler Diarrhöe zu halluzinieren.
Positiv:
- Einführung und Sensibilisierung für das Thema
- Anfänglicher Naturdeterminismus zur Erklärung von Genese und Zerfall früherer Hochkulturen
- Spannende Einblicke in verschiedene Kulturen
- Einige interessante Nebeninformationen zu verschiedenen Völkern
- Versuch eines allumfassenden Werkes zur menschlichen Entwicklungsgeschichte
- Beleuchtung vieler Wissenschaftsdisziplinen
Nicht so gelungen:
- Methodischer Aufbau führt zu endlosen Wiederholungen und manchmal zu einer wirren Abfolge von Kapiteln (das letzte Kapitel zu den Japanern z.B. tritt vollkommen aus dem Zusammenhang)
- Das Buch hätte auf Grund der Wiederholungen gut 300 Seiten kürzer sein können
- Anfänglicher Determinismus setzt sich bis in die Neuzeit fort... für mich fraglich, ob man dann noch Arm und Reich damit erklären kann
- Teils Widersprüche
- Manchmal sehr ausufernde Kapitel über Völker, die rein von der Einflussnahme der gesamten menschlichen Entwicklung kaum nennenswert sind (zumindest nicht bei dem Versuch eines übersichtlichen Gesamtwerkes)
Fazit:
Ein Werk, das laut Überschrift und beim Anlesen sehr viel verspricht und es auch zu Anfang halten kann. Dann aber verliert es sich (auch wenn es widersprüchlich klingt!) zum einen in zu vielen Details (z.B. die erwähnten ausufernden Kapitel zu manchen Völkern) und zum anderen in zu wenigen Details (z.B. der angesprochene alleinige Naturdeterminismus). Was aber wirklich zum Ende hin sehr Nervraubend wird, sind die andauernden Wiederholungen, auf die auch immer wieder eingegangen wird.







