Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich.
Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.
Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.
Bild nicht verfügbar
Farbe:
-
-
-
- Herunterladen, um dieses Videos wiederzugeben Flash Player
Dem Autor folgen
OK
Antisemit!: Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument Taschenbuch – 5. Oktober 2010
Kaufoptionen und Plus-Produkte
- Seitenzahl der Print-Ausgabe220 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberPromedia
- Erscheinungstermin5. Oktober 2010
- Abmessungen14.9 x 1.8 x 21 cm
- ISBN-103853713181
- ISBN-13978-3853713181
Wird oft zusammen gekauft

Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
- Die ethnische Säuberung Palästinas: Mit einem Grußwort von Ilan PappeIlan PappeTaschenbuch3,47 € VersandGewöhnlich versandfertig in 3 bis 7 Monaten
- Apartheid und ethnische Säuberung in Palästina: Der zionistische Siedlerkolonialismus in Wort und TatTaschenbuch3,31 € VersandNur noch 20 auf Lager
Produktinformation
- Herausgeber : Promedia; 5. Edition (5. Oktober 2010)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 220 Seiten
- ISBN-10 : 3853713181
- ISBN-13 : 978-3853713181
- Abmessungen : 14.9 x 1.8 x 21 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 258,032 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 32 in Antisemitismus (Bücher)
- Nr. 181 in Naher Osten
- Nr. 208 in Israelische Politik (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Entdecke mehr Bücher des Autors, sieh dir ähnliche Autoren an, lies Autorenblogs und mehr
Verwandte Produkte zu diesem Artikel
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
Die Shoah sei für fremdbestimmte Belange instrumentalisiert worden. Als Beispiel dafür interpretiert er die Rede von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu vom 24. September 2009 vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Ein weiteres Beispiel sei der Außenminister Lieberman, den Zuckermann einen faschistisch getriebenen Rassisten nennt, der das Andenken der Shoah zum Spielball fremdbestimmter politischer Interessen entarten lässt. Als drittes Beispiel analysiert und zerpflückt Zuckermann die Rede vom 27.1. 2010 anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages vom israelischen Staatspräsidenten Peres vor dem deutschen Bundestag.
Ausführlich beleuchtet er das Verhalten der Siedler im Westjordanland.
Dann nimmt Zuckermann sich die ganze Ausgabe der Zeitung Haaretz vom 7. März 2010 vor, um über Israels politische Kultur nachzudenken. Sein Fazit: eine wirkliche Linke hat es in Israel noch nicht gegeben. "Shoah" und "Antisemitismus" seien degeneriert zum Instrument der Abwehr aller Kritik an Israel.
Argumentiert Zuckermann hier wie Martin Walser in seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels? Walser sei auf Provokation und nicht auf kritische Reflexion aus gewesen. Heute würde er jedoch unverhohlen des Antisemitismus beschuldigt werden, wenn er die gleiche Rede hielte.
Im weiteren diskutiert Zuckermann das Verhältnis von SPD, Grünen, Linken und den 68ern zum "linken Antisemitismus", der Gretchenfrage, wie man es mit Israel halte. Es dürften Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik nicht zusammengeworfen werden.
Eine Rede von Bundeskanzlerin Merkel aus dem März 2008 vor der Knesset wird analysiert (entweder sei sie subversiv oder zynisch); ein Artikel Elie Wiesels aus amerikanischen Zeitungen vom 16. April 2010 kommentiert (kitschig-emotional). Beiden sei gemein: wer sie dafür angreife, gelte als "Antisemit".
Ausführlicher geht Moshe Zuckermann auf ein Ereignis vom 25.10. 2009 in Hamburg ein, bei dem der Film "Warum Israel" von Claude Lanzmann nicht gezeigt werden konnte. Lag hier Antisemitismus vor?
Am Beispiel der Ausladung von Norman Finkelstein von einem israelkritischen Vortrag diskutiert der Autor den Begriff des "jüdischen Antisemiten" oder des "selbsthassenden Juden". Soll damit Kritik unterdrückt werden?
Fazit des gesamten Buches: der Antisemitismus-Vorwurf diene manchmal als Herrschaftsinstrument und solle Kritik an der realen Politik Israels abblocken.
Wer Netanjahus heutige Rede vor dem amerikanischen Kongress besser einordnen können will, sollte zu diesem Buch greifen.
Der Inhalt des Buches ist wirklich sehr aufschlussreich. Der Schreibstil ist hingegen - finde ich - eine ziemliche Herausforderung. Ich würde mich nicht als intellektuell schwach einstufen, allerdings nahmen mir Sätze die manchmal fast eine halbe Seite lang waren, gespickt mit Wörtern die man teilweise zweimal Lesen musste doch etwas die Lust am Lesen. Ich habe mich trotzdem durch diese Buch gekämpft, da mich das Thema, wie schon geschrieben sehr interssiert hat. Allerding denke ich nicht, dass das Buch viel zur allgemeinen Aufklärung beiträgt, da doch die Mehrzahl der Menschen schon nach den erste 10 Seiten das Buch augenrollend in die Ecke legen würden. Aus diesem Grund vier statt fünf Sterne.
Sehr aufschlussreich.
Und jetzt noch einige Füllwörter, um endlich über die mindestanzahl von Wörtern kommt, um eine Bewertung abzuschicken.
Sein 2009 erschienenes Buch "Sechzig Jahre Israel. Die Genesis einer politischen Krise des Zionismus" wurde nicht nur in Israel sehr beachtet und diskutiert.
In dem hier vorliegenden Buch befasst er sich mit der Geschichte des Antisemitismusvorwurfs als Herrschaftsinstrument. Er konstatiert, dass die Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs als Parole im vermeintlichen Kampf gegen Antisemitismus "in eine fürchterliche Epidemie umgeschlagen ist". Dieses Instrument sei schon lange zu einem ideologischen Totschlagargument politisch-moralischer Gutmenschen geworden.
Man muss es erklären, um genau verstehen zu können, was da in der Debatte abgeht. Denn: "Zu viel steht auf dem Spiel. Zu desaströs sind die Auswirkungen dieser Epidemie auf vernunftgesteuerte, emanzipative Bestrebungen der Gegenwart. Zu offensichtlich kommen gerade jene zu Schaden, die die historisch Verfolgten und ihre Nachkommen 'beschützen' wollen - freilich nicht zuletzt durch das Selbstversschulden derer, die sich im Wohlgefühl einer Solidarität ausruhen, die keine ist und ihrem Wesen nach auch keine sein kann."
Diese differenzierten und kompetenten Aufsätze sind eine Pflichtlektüre für alle, die sich vielleicht schon sehr lange mit dem Antisemitismus, aber auch mit dem Staat Israel, und dem Konflikt zwischen Juden und Palästinensern auseinandersetzen. Auch die immer wieder entlang dieser Muster aufflammenden Debatten in Deutschland kann man nach der Lektüre diese Buches besser einordnen.




