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Antipop Taschenbuch – 1998

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Hat Popkultur als rebellische Gegenkultur ausgedient?
Neben Artikeln zum Ausverkauf von Pop in den Neunzigern gibt der Autor auch Beispiele für wirksame kritische Stimmen innerhalb des Pop-Undergrounds, darunter ein Interview mit Jello Biafra (Dead Kennedys). Neben ernsten, wütenden und politischen Essays fehlt es aber auch nicht an humorvollen Texten, etwa über Phil Collins und die Psychologie von Plattensammlern. Wer die Romane von Nick Hornby mag, findet hier seinen essayistischen Gegenspieler.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Martin Büsser, geboren 1968, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. Freier Autor und Journalist (u.a. für Jazzthetik, taz, Konkret, INTRO, junge Welt). Mitherausgeber der seit 1995 erscheinenden Buchreihe "testcard - Beiträge zur Popgeschichte".

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Martin Büsser folgte zu Lebzeiten (er ist leider im letzten Jahr verstorben) als Musikjournalist und Poptheoretiker einem ganz geradlinigem Credo: Musik sollte eine Kunst sein, die irritiert, anregt, Hörgewöhnheiten und somit Denkgewohnheiten ändert und zudem in unabhängigen Strukturen organisiert ist. Das Do-It-Yourself-Prinzip des Punk und die Kulturkritik Adornos waren die groben Eckpfeiler seines Modells. Der Mann hatte Prinzipien: "Pop" im Sinne jeder Ästhetik, die bloß unterhält und/oder auf irgendeine Weise mit dem Bestehenden Frieden schließt, war für ihn der Gegner. "Antipop" war der Freund. Er schrieb mit Büchern wie diesem und dem weiterhin jährlich erscheinenden Magazin TESTCARD an einem ganz anderen Kanon der Musikgeschichte, einem Kanon des Dissidenten, Abseitigen und Subversiven, wobei "subsersiv" bei ihm immer von links gedacht ist. Das war und ist streitbar und es gibt gute Gründe, die Dinge komplett anders zu betrachten, aber so oder so führt die Lektüre des Büssers immer gleichermaßen zu Reibung und Horizonterweiterung. Antipop ist eine sehr gute Einführung in diese Art des Nachdenkens über Musik, da man die verstreuten Essays und Interviews auch häppchenweise lesen kann. Wobei das ja schon fast wieder zu "konsumentenfreundlich" für "Antipop" ist. :)
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