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Amerika: Roman (suhrkamp taschenbuch) von [Kafka, Franz]
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Amerika: Roman (suhrkamp taschenbuch) Kindle Edition

3.9 von 5 Sternen 51 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"That the Statue of Liberty holds a sword instead of a torch and that a bridge connects New York City and Boston unsettle the reading by placing an essentially realist novel close to the realm of fantasy. Hofmann's slick, sleek translation does a wonderful job of keeping those competing forces in balance."

Kurzbeschreibung

Amerika, der erste große Roman Franz Kafkas, erzählt die Geschichte des jungen Karl Roßmann, der wegen eines unhaltbaren Verhältnisses auswandern muß und versucht, sich in der rationalisierten und unpersönlichen Neuen Welt zurechtzufinden. Mit der vorliegenden Ausgabe werden zum 125. Geburtstag des Autors im Juli 2008 die drei großen Romane Franz Kafkas vollständig und in preiswerten Ausgaben im suhrkamp taschenbuch vorliegen.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1449 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 307 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (17. September 2012)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0097A4WVW
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen 51 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #194.741 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 5. März 2008
Format: Taschenbuch
Kafka erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Karl Roßmann. Dieser wird von seinen Eltern dazu angehalten zu Beginn des letzten Jahrhunderts in die USA auszuwandern, nachdem ihn eine ältere Hausangestellte verführt hat und daraufhin schwanger geworden ist. In Amerika angekommen wird er alsbald mit den übergroßen Erwartungshaltungen Dritter, wie auch den drastischen Folgen, wenn er diese nicht zu deren Zufriedenheit erfüllt, konfrontiert. So geht sein reicher Onkel, bei dem er vorübergehend Unterschlupf findet, ebenso unbarmherzig mit Karl um, wie später dann zwei Tagelöhner, die sich als seine Kumpane aufspielen, sich gleichwohl aber ungeniert seiner Habe und anschließend gar seiner Arbeitskraft bemächtigen. Der gutwillige, naive Karl wird, wo immer auch er sich aufhält, unfair behandelt, gnadenlos ausgenutzt und fallen gelassen. Als Liftjunge in einem gut besuchten Hotel ergeht es ihm nicht viel besser, wie später als versklavter Diener einer heruntergekommenen , selbstsüchtigen Opernsängerin. Obgleich er immerfort als " Mittel" für die eigennützigen Zwecke anderer eingesetzt wird, stellt dieser stets hilfsbereite junge Mann das niederträchtige Verhalten seiner Gegenüber nicht in Frage, sondern ist bemüht vernünftige Argumente zu finden, um deren Tun auf irgend eine Weise zu exkulpieren. Karl erscheint als einer der wenigen feinen Menschen unter einer Herde egoistischer Rohlinge.
Dieser Roman Kafkas ist ein Fragment.
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Von G. J. Matthia TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 12. November 2008
Format: Taschenbuch
»Als der sechzehnjährige Karl Roßmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Sonnenlicht. Ihr Arm mit dem Schwert ragte wie neuerdings empor, und um ihre Gestalt wehten die freien Lüfte.«

So beginnt ein Roman, der kein Ende hat. Die Erzählung bricht ab, unvermittelt, weil der Autor nicht dazu gekommen ist, einen Schluss zu verfassen. Er hat das Fragment unvollendet beiseite gelegt. Der Leser wird am Ende des Buches mitten auf der Strecke allein gelassen. Die letzten Sätze:

»Am ersten Tag fuhren sie durch ein hohes Gebirge. Bläulich-schwarze Steinmassen gingen in spitzen Keilen bis an den Zug heran, man beugte sich aus dem Fenster und suchte vergebens ihre Gipfel, dunkle, schmale, zerrissene Täler öffneten sich, man beschrieb mit dem Finger die Richtung, in der sie sich verloren, breite Bergströme kamen, als große Wellen auf dem hügeligen Untergrund eilend und in sich tausend kleine Schaumwellen treibend, sie stürzten sich unter die Brücken, über die der Zug fuhr, und sie waren so nah, daß der Hauch ihrer Kühle das Gesicht erschauern machte.«

Und dann? Und nun? Wohin geht die Reise? Was wartet am Zielbahnhof auf uns? Kommen wir wirklich im Theater in Oklahoma an? Wir werden es von Franz Kafka nicht erfahren, es bleibt uns allerdings unbenommen, mittels unserer Phantasie diese Geschichte fortzusetzen.
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Von junior-soprano TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 28. August 2004
Offensichtlich geht es der Feuilletonredaktion mit dieser Reihe nicht so sehr darum, die besten Werke der jeweiligen Autoren zu präsentieren, sondern mitunter auch unbekanntere Bücher einem größeren Publikum nahezubringen. Das ist im Falle von Hermann Hesse, John Steinbeck und Franz Kafka so. Ein typischer Roman des Prager Juristen wäre „Der Prozeß" gewesen, der erste Band der „Trilogie der Einsamkeit" wie Kafkas bester Freund Max Brod es nannte. „Der Prozeß" und „Das Schloß" sind das, was man als „kafkaesk" bezeichnet, also die Schilderung bedrückend-absurder Geschichten. In den beiden Romanen wird die Hauptfigur schlicht K. genannt, ein Mann in den Dreißigern, mit einem gut bezahlten, angesehenen Beruf, der ohnmächtig gegen die Anfeindungen und Schikanen eines unsichtbaren Gegners ankämpft. Es wird nicht erklärt, warum K. so schlecht behandelt wird, um so beklemmender ist die Wirkung, um so nachdenklicher stimmen die Geschichten und um so stärker ist ihre Wirkung. Im Falle von „Amerika" liegen die Dinge anders. Die Hauptfigur heißt Karl Roßmann und ist ein 16-jähriger Mittelschüler, der von seinen Eltern in die USA geschickt wird. Auch diesem jungen Mann wird immer wieder Unrecht angetan, aber nie von einer unheimlichen, im Verborgenen arbeitenden Macht, sondern von konkret zu benennenden Personen, wie etwa seinen Eltern, seinen Vorgesetzten und seinen Arbeitskollegen. Somit wirkt die Geschichte sehr viel konventioneller als z.B. die großartige, verstörende Erzählung „Die Verwandlung", für Kafkas Verhältnisse ist „Amerika" fast schon leicht und unbeschwert.Lesen Sie weiter... ›
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