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Alexa und der Datenschutz
Echo und Alexa wurden mit Datenschutzmaßnahmen auf mehreren Ebenen entwickelt. Erfahren Sie, wie Alexa Ihre Daten schützt.
Amazon Echo Spot, Smarter Wecker mit Alexa - Schwarz
Ob und wann dieser Artikel wieder vorrätig sein wird, ist unbekannt.
- Echo Spot wurde so entwickelt, dass es überall bei Ihnen zuhause hinpasst. Schauen Sie sich mit der 2. Generation unserer Fernfeld-Spracherkennung Ihre tägliche Videozusammenfassung an, zeigen Sie Songtexte, die Wettervorhersage oder To-do- und Einkaufslisten an, durchsuchen Sie Audible, hören Sie Hörbücher und vieles mehr. Allein mithilfe Ihrer Stimme – einfach fragen.
- Echo Spot verbindet sich mit dem cloudbasierten Alexa Voice Service, um Musik abzuspielen, die Nachrichten vorzulesen, Fragen zu beantworten, Musikwecker zu stellen, Ihr Smart Home zu steuern und mehr.
- Fragen Sie einfach nach einem Song, Künstler oder Genre und zeigen Sie mit Amazon Music Songtexte an. Außerdem können Sie Musik und Bücher von Apple Music, Spotify, TuneIn und Audible streamen.
- Verwenden Sie die integrierten Lautsprecher oder verbinden Sie externe Lautsprecher über Bluetooth oder ein 3,5 mm-Stereokabel. Mit Multiroom Musik können Sie Musik auf Ihren Echo-Geräten in verschiedenen Räumen wiedergeben (verfügbar für Amazon Music, Apple Music, TuneIn und Spotify, Bluetooth wird nicht unterstützt).
- Steuert kompatible Smart Home-Geräte. Bitten Sie Alexa Ihre Lampen einzuschalten, die Babykamera oder die Haustürkamera anzuzeigen. Außerdem können Sie Ihre Thermostate, Stecker und mehr bedienen.
- Sie können alle, die ein Echo-Gerät, die Alexa App oder Skype haben, per Sprachbefehl anrufen und ihnen Nachrichten schicken, oder sprechen Sie per Videoanruf mit Familienmitgliedern und Freunden, die Echo Spot, Echo Show, die Alexa App oder Skype haben. Verbinden Sie sich schnell und direkt mit anderen Echo-Geräten in Ihrem Haushalt.
- Dank Tausender Skills lernt Alexa ständig dazu und erhält neue Funktionen. Bitten Sie Alexa einfach ein Taxi oder eine Pizza zu bestellen, den Zugfahrplan abzurufen und mehr.
- Entwickelt, um Ihre Privatsphäre zu schützen. Echo Spot umfasst Datenschutz- und Kontrollmaßnahmen auf mehreren Ebenen, darunter eine Mikrofon-/Kamera-aus-Taste, mit der Sie die Stromzufuhr zu den Mikrofonen und der Kamera unterbrechen und diese somit deaktivieren können.
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Echo Spot ist klein und kompakt und passt in jeden Raum bei Ihnen zuhause. Dank der kompakten Größe und des Bildschirmwinkels kann Echo Spot ideal auf dem Nachttisch oder dem Schreibtisch als intelligenter Wecker verwendet werden, der zudem Ihr Licht einschalten, die Verkehrslage, das Wetter oder Ihren Kalender anzeigen kann. Oder verwenden Sie Echo Spot in der Küche, um ganz leicht Timer zu stellen und anzuzeigen, Freunde und Familienmitglieder anzurufen, Einkaufs- oder To-do-Listen aufzurufen und mehr.
Echo Spot kann direkt über ein 3,5 mm-Stereokabel oder Bluetooth mit Lautsprechern verbunden werden, sodass Sie Ihre Stereoanlage im Wohnzimmer per Sprachbefehl bedienen können. Erfahren Sie mehr über Bluetooth-Lautsprecher und Geräte, die gut mit Echo Spot funktionieren. Außerdem können Sie mit Multiroom Musik Ihre Lieblingssongs bei Ihnen zuhause auf mehreren Echo-Geräten gleichzeitig abspielen (verfügbar für Amazon Music, TuneIn und Spotify, Bluetooth wird nicht unterstützt). Mehr dazu
Benutzen Sie Echo Spot, um eine Live-Kameraübertragung aus dem Babyzimmer oder von Ihrer Haustür zu sehen. Stellen Sie das Thermostat höher oder dimmen Sie die Beleuchtung vom Sofa aus – ohne einen Finger zu rühren. Steuern Sie mehrere Geräte zu geplanten Zeiten oder mit einem einzigen Sprachbefehl, wie z. B. die Heizung anstellen und das Licht ausschalten, wenn Sie ins Bett gehen.
Echo Spot funktioniert mit Smart Home-Geräten wie Kameras, Lampen, Steckern, Thermostaten und mehr. Erfahren Sie mehr über kompatible Smart Home-Geräte, wie z. B. einfach einzurichtende Starterkits von Marken wie Arlo, Bosch, Philips Hue, WeMo, TP-Link, Innogy, Tado und weiteren.
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Alexa lernt ständig dazu – je öfter Sie Echo Spot benutzen, desto besser passt sich Alexa an Ihre Sprachgewohnheiten, Ihr Vokabular und Ihre persönlichen Vorlieben an. Und da Echo Spot immer mit dem Internet verbunden ist, wird es automatisch aktualisiert.
Allein in den letzten Monaten haben wir Anrufe und Nachrichten mit Alexa, Multiroom Musik, Erinnerungen und viele Skills von Drittanbietern hinzugefügt. Entdecken Sie mehr zum Ausprobieren mit Alexa
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahre mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
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Der Versand der Echo Spot war - wie immer bei Amazon - schnell, gut verpackt und komplikationslos.
~~~Lieferumfang~~~
- Echo Spot (in meinem Fall in schwarz)
- Netzteil, auch schwarz
- 3 kleine Booklets :
"Werbeheft" des Echos, das die Möglichkeiten aufzeigt
Anleitung mit "erste Schritte"
"wichtige Produktinformationen"
~~~Erster Eindruck~~~
Der Echo Spot hat etwa die Größe eines Tennisballs, dem eine Seite fehlt, weil dort ein Display eingebaut ist. Das runde Display hat einen Durchmesser von 2,5 Zoll = 63 mm. Es ist also deutlich kleiner als ein Handy-Display, aber größer als jede Smart-Watch. Das Display ist mit einer Glasscheibe abgedeckt, die einen 1cm großen Rahmen um das Display erzeugt. Über dem Display befinden sich ein Helligkeitssensor und die Kamera. Das Display besitzt einen Touchscreen. Dadurch kann das Gerät per Berührung, per Zuruf und über die Alexa-App bedient werden. Oben auf der Kugel befinden sich noch drei Tasten für Lauter, Leiser, und in der Mitte der Abschalter für Mikrofon und Kamera. Wenn Kamera und Mikrofone deaktivert sind, leuchtet der Taster rot und es wird ein roter Ring um das Display eingeblendet. An der Rückseite sind zwei Anschlüsse. Links steckt man das Netzteil ein, rechts gibt es eine 3,5mm Klinkenbuchse mit analogem Tonausgang für Stereoanlage, Kopfhörer oder Aktivboxen. Im Technikteil unten stehen meine detaillierten Meßwerte dazu.
Der kleine Ball hat ein überraschend hohes Gewicht von 422 Gramm (ohne Netzteil), was ich so auf den ersten Blick nicht erwartet hätte. Ich bin überrascht! In meinen Augen schick, und als Küchentimer, Radiowecker oder auf dem Regal im Wohnzimmer gut verwendbar. Die Unterseite ist gegen Rutschen gummiert, so daß die Kugel nicht versehentlich beim Bedienen des Touchscreens verrutscht.
~~~Was ist Alexa~~~~~
Offiziell bezeichnet "Alexa" die Alexa Sprachdienste von Amazon. Amazon bietet dafür mehrere Geräte an: Die ersten beiden waren Die große Röhre Echo und die kleine Röhre Echo dot. Später wurden Updates dieser Geräte und mit Bildschirm Echo Show und jetzt Echo Spot in den Markt gebracht. Die Geräte bestehen aus einem WLAN Modul, Bluetooth Modul, Mikroprozessor, Mikrofon, Lautsprecher, Display und Kamera. Das Gehirn, also die künstliche Intelligenz, ist auf den Amazon-Servern in der Cloud. Das Gehirn ist also ausgelagert, wohin auch immer. Der Mikroprozessor in Alexa verarbeitet den ganzen Tag alles, was das Mikrofon empfängt und hört zu, ob das Wort Alexa gesagt wird. Sobald der Mikroprozessor das Wort Alexa versteht, wird Alexa tätig: Alles Gehörte wird per WLAN zum Amazon-Server übertragen. Dort wird nachgedacht, was die Worte bedeuten und Alexa liest uns dann z.B. die Nachrichten vor, wenn man dies verlangt hat.
~~~Ersteinrichtung~~~
Die Erstinstallation lief unkompliziert ab: Wir haben Echo Spot Strom gegeben und müssen über den Touchscreen das WLAN Passwort, E-Mail und Amazon Passwort eingeben. Ort und Zeitzone werden bestätigt und schon beginnt Echo Spot, Updates zu suchen. Nach etwa 10 Minuten meldet sich Alexa "Ich bin wieder da, weiter gehts." Die installierte und getestet Softwareversion ist 599473320.
Nach einem kurzen Vorstellungsvideo, das die Möglichkeiten mit dem Gerät aufzeigt, wird mir das Audible-Abo angeboten, das wir nach Runterscrollen durch Berühren der "Nein danke" Schaltfläche abgelehnt haben.
~~~Was kann die kleine Kugel~~~
Amazon Shopping: Shoppen geht, wenn man Amazon Prime-Kunde ist. Dann lassen sich Prime-berechtigte Artikel mit Alexa kaufen. Man benötigt außerdem eine deutsche Lieferadresse, eine Zahlungsart einer deutschen Bank, eine deutsche Rechnungsadresse, aktivierten Spracheinkauf in der App. Wenn man sich beim Bestellen versprochen hat, kann die Bestellung auch wieder storniert werden. Dazu sagt man "Bestellung stornieren" direkt nach der Bestellung. Puuuh...
Man kann sein Smart Home steuern, und z.B. sagen:
Alexa, mach die Lampe im Wohnzimmer an.
Alexa, zeig mir die Kamera im Wohnzimmer
Alexa, setze die Temperatur im Wohnzimmer auf 22 Grad
Was Alexa so versteht:
Alexa, was kann ich fragen
Alexa, erzähle einen Witz.
Alexa, zurück zur Startseite
Alexa, wie wird das Wetter morgen
Alexa, spiele NDR2 (dann wird von tunein abgespielt und der Liedtitel auf dem Display angezeigt)
Alexa, spiele Madonna (Alexa spielt dann Songs aus meiner Bibliothek in zufälliger Reihenfolge und zeigt karaokemäßig den laufenden Text)
Alexa, regnet es am Wochenende?
Alexa, stelle einen Teetimer für 5 Minuten.
Alexa, stelle einen Timer auf 30 Sekunden. (man kann mehrere Timer parallel starten)
Alexa, lösche den Timer.
Alexa, stelle den Wecker auf 6:30 morgen früh.
Alexa, Wikipedia Brandenburger Tor
alexa, wie wird das Wetter heute in Hannover?
Alexa, wie ist die Verkehrslage?
Alexa, welche Nachrichten gibt es?
Alexa, spiele NDR2
Alexa, lauter.
Alexa, Lautstärke auf 5 (auch auf Lautstärke 10 verzerrt Echo Spot noch nicht, ist allerdings auch nicht brüllend laut)
Alexa, Stop.
Alexa, lies die Einkaufsliste vor.
Alexa, wie weit ist es nach Bremen?
Alexa, wie heißt der Bundespräsident?
Alexa, wie heißt der US Präsident?
Alexa, wie lang dauert es mit dem Zug nach Berlin (es kommt eine PKW Fahrzeitberechnung :-)
Alexa, was ist die Quadratwurzel von 99 (9,9)
Alexa, was sind deine beliebtesten Skills
Viele Fragen beantwortet Alexa, indem sie einfach bei Wikipedia nachschaut und den Text von dort vorliest.
~~~Display~~~
Das kleine Display ist für die meisten Aktionen schmückendes Beiwerk. Es zeigt laufende Texte (z.B. von Wikipedia vorgelesene Antworten) oder verschiedene Grafiken (z.B das Wikipedia Bild des Brandenburger Tores) an. Bei Frage nach der Fahrzeit nach Hamburg wird die Uhr weiter angezeigt, bei Frage nach der Route ein Straßenbild eingeblendet. Hauptanwendung ist die Videotelefonie mit anderen Alexa-fähigen Geräten. Wir haben dies zu einem Handy mit Alexa App getestet, es funktioniert einwandfrei. Die Videoqualität bekommt von Note 3.
~~~Skills~~~
In der Alexa App gibt es jede Menge Skills und es werden täglich mehr. Weil Alexas Gehirn auf den Amazon Servern liegt, kann es wachsen und dazulernen. Alle Alexa fähigen Produkte, wie Echo oder Echo Spot, werden also von allein besser und können auch von allein immer mehr. Ich kann nicht alle verfügbaren Skills installieren und testen und beschränke mich in dieser Rezension mehr auf die Hardware, weil die während des Gerätelebens unverändert bleibt, sich die Software aber täglich verbessert :-)
~~~Lautsprecher~~~
Der Klang der kleinen Kugel hat mich richtig angenehm überrascht. Echo Spot hat einen anständigen Lautsprecher eingebaut. Für die Größe sehr gut, deutlich besser als unser alter Radioweckerwürfel, obwohl dieser das doppelte Volumen hat. Es ist auch deutlich besser und voluminöser als der Klang von Echo dot. Natürlich kann Echo Spot nicht mit den größeren Röhren mithalten, es reicht aber definitiv für die Küche als Hintergrundberieselung oder als Radiowecker aus.
Echo Spot verzerrt fast nicht. Der Bass geht bis etwa 250 Hz runter. Es dröhnt nicht und es gibt keine Resonanzen. Die Höhen sind ausgewogen, nicht scharf, nicht lästig. Bei der Entwicklung hat offenbar ein Akustikspezialist mitgewirkt und ganze Arbeit geleistet. Wir vermissen keine Klangregler zum Aufdrehen von Bässen oder Höhen. Es ist wirklich gut. Hier wurde alles aus der gegebenen Gehäusegröße rausgeholt, was geht.
Der Aufstellort beeinflußt nachhaltig den Klang. Wenn Alexa frei steht, klingt sie optimal. Direkt an einer Wand wird die Basswiedergabe verstärkt. Wenn Echo Spot in eine Zimmerecke gestellt wird, ist die Basswiedergabe stärker als wenn sie frei steht. Hier kann experimentiert werden...
~~~Bluetooth-Lautsprecher~~~
Alexa taugt auch als Bluetoothlautsprecher, der Klang ist dann massiv besser als direkt vom Handy. Die Einrichtung geht ganz einfach: Man muß nur Alexa, Bluetooth sagen, schon gehts los.
~~~Kamera~~~
Die eingebaute Kamera für Videochats hat eine Auflösung von 640 * 480 Pixel. Dies ist VGA Qualität, sie war 1995 bei 15 Zoll großen Computer-Monitoren Standard. Für das kleine Display der Kugel und Videochats zu Handys mit Alexa-App reicht diese Auflösung aus. Wir haben dies zu einem Handy mit Alexa App getestet, es funktioniert einwandfrei. Die Videoqualität der Kamera ist im Handy ausreichend = Note 4.
Kommen wir zum Meßtechnikteil dieser Rezension. Ich habe mich eingehend mit der Akustik des Kleinlautsprechers und den elektrischen Eigenschaften des analogen Klinkenausgangs beschäftigt, sowie WLAN Performance und Energieverbrauch des Gerätes ermittelt.
~~~Akustische Messwerte von Amazon Echo Spot~~~
Frequenzgang
Ich habe die Frequenzgänge von vorn mit Rosa Rauschen als Testsignal gemessen. Das Signal wurde per Bluetooth gestreamt. Bei Vol = 10 reicht der Frequenzgang von 220 Hz - 13 kHz. Der für die Baugröße sehr gute Klangeindruck spiegelt sich in der Messung wieder. Um zu prüfen, ob in Echo Spot eine frequenzgangverändernde Regelung in das Ergebnis eingreift, habe ich bei Lautstärke 7 die Messung wiederholt. Man sieht in den Meßkurven, daß die Pegel bei voller Lautstärke meinen Mikrofoneingang bis -16 dB aussteuern, bei Lautstärke 7 nur bis -30 dB. Der Sprung von 7 auf 10 entspricht also 14 dB. Der Frequenzgang des Gerätes ändert sich dabei nicht, der Messschrieb ist nur etwa 14 dB niedriger als bei voller Lautstärke. Die untere Grenzfrequenz von 220 Hz ist für diese Gehäusegröße sehr gut. Ich habe schon einige preiswerte Kompaktanlagen mit größeren Boxen gemessen, die dennoch nur 150 - 200 Hz untere Grenzfrequenz hatten. Kleine Lautsprecher haben natürlich auch nur einen kleinen maximalen Schalldruck. So ist es nicht verwunderlich, daß aus diesem Gerät keine Discolautstärke entstehen kann.
Regelung der Aussteuerung
Der Lautsprecher von Echo Spot hat kaum hörbare Verzerrungen, auch nicht bei hohem Pegel. Ich habe dies untersucht und einen 100 Hz / 110 Hz Doppelton über Alexa abgespielt. Normale Radios in der Größe erzeugen damit Klirrfaktoren von 30% bei Übersteuerung. Nicht so diese Kugel: Hier ist eine Regelung aktiv, die bei voller Lautstärke Übersteuerungen verhindert und die Lautstärke auf ein verzerrungsarmes Höchstmaß automatisch absenkt. Im Messplot des 100 / 110 Hz Doppeltones bei Lautstärke 10 sieht man, daß der Meßverstärker bis -30 dBFS ausgesteuert wird und der Klirrfaktor 7,9 % und damit nur wenig wahrnehmbar ist. Es klingt gerade eben angezerrt. Der Doppelton mit Lautstärke 7 ist auch beigefügt, THD ist dabei 4 % und die Aussteuerung noch -37 dBFS. Mit diesem Tieftontestsignal ist der Lautstärkeunterschied Vol 10 / Vol 7 aufgrund der Regelung nur noch 7dB. Die Regelung ist offenbar so ausgelegt, daß dauerhaft auf voller Lautstärke gehört werden kann, ohne das es übermäßig verzerrt. Eine schöne Sache, die sehr gut entwickelt wurde.
Klirrfaktor
Der Klirrfaktor bei 1 kHz ist auch bei den angehängten Bildern dabei. Bei Lautstärke 7 ist der THD 0,36 % (Pegel im Messplot ist -15,3 dBFS). Bei Lautstärke 10 ist der THD 0,7% (Pegel im Messplot ist -10 dBFS). Auch hier hat die Regelung wieder ganze Arbeit geleistet und die Lautstärke soweit abgeregelt, daß der Klirrfaktor unter 1% liegt. Der Klirrfaktor ist damit tadellos. Die Zeitkonstante der Regelung ist einige 100 ms. Durch die Regelung verzerrt die Kugel einfach nicht.
~~~Klinkenausgang~~~
Der Klinkenausgang soll einen Kopfhörer speisen und Hifi Klang abliefern. Dabei wäre wichtig, daß die Regelung auf diesem Ausgang nicht wirkt. Ich konnte keinerlei Regelung an diesem Ausgang nachweisen!
Der Frequenzgang des Lineausgangs ist im Vergleich zum akustischen Frequenz erwartungsgemäß schnurgerade. Ich habe ihn mit rosa Rauschen und 200 Mittelungen gemessen. Er reicht von <20 Hz...16,5 kHz bei -3dB. Der mit Sinussweep gemessene Frequenzgang ist nochmal erheblich glatter mit Restwelligkeit von etwa 0,1dB. Beide Frequenzgänge sind beigefügt.
Der Klirrfaktor des Klinkenausgangs zeigt 0,011% THD. Außerdem sind geringe nichtharmonische Störtöne bei 4,5 kHz und 6,5 kHz in der gleichen Größenordnung vorhanden. Töne mit diesem Pegel sind unterhalb der Maskierungsschwelle des Gehörs und werden vom Ohr deshalb nicht wahrgenommen.
Bei 1 kHz und -60 dBFS habe ich den Signal-Rausch-Abstand des Line-Ausgangs gemessen. Mit A-Filter ergeben sich 88 dB Störabstand. Die nichtharmonischen Störprodukte sind jetzt unterhalb des Rauschflurs.
Der Klinkenausgang ist damit voll Hifi-tauglich und kann problemlos an eine Stereoanlage angeschlossen werden.
~~~Energieverbrauch~~~
Der Stromverbrauch der Kugel ist bei Stille genügsam mit 2,1 W Leistungsaufnahme. Da sind im Jahr etwa 18 kWh Stromverbrauch (bei 0,30€ / kWh also 5,40 € / Jahr) und die fallen kaum ins Gewicht bei 3000 KWh durchschnittlichem Jahres-Gesamtverbrauch. Wenn man mit Lautstärke 5 Musik abspielt, erhöht sich die Leistungsaufnahme auf 2,8 W. Bei voller Lautstärke werden 3,2 W verbraucht. Unser Radiowecker ist mit 1,95 W kaum sparsamer als diese Kugel mit Computer, WLAN, Bluetooth, Display Kamera etc.!
~~~~~~WLAN~~~~~~
Echo Spots WLAN ist ohne Fehl und Tadel.
Wir haben im Erdgeschoß eine FritzBox7490 als Router und ich habe folgende Werte ausgelesen:
270/270 Mbit/s 5GHz, MIMO 2x2, -47 dBm Sichtverbindung, 6m Entfernung zur FritzBox
144/144 Mbit/s 2,4 GHz, MIMO 2x2, -66 dBm in 8m Entfernung, im Obergeschoß, dazwischen eine Stahlbetondecke
Am entferntesten Punkt unseres Hauses zwischen Fritz Box7490 im Erdgeschoß und dem Obergeschoß gibt es beeindruckende Ergebnisse:
Echo Spot empfängt hier immer noch sehr gut: 144/144 Mbit/s 2,4 GHz, MIMO 2x2, -72 dBm, 12m Entfernung, durch Stahlbetondecke
Echo Spot empfängt im Obergeschoß auch mehr WLANs als unsere Handys! Das WLAN hat damit sehr gute Performance. Die Reserven sind also immens groß.
~~~~~Mikrofone~~~
Die Spracherkennung von Alexa soll auf mehrere Meter Entfernung funktionieren. Dazu besitzt Echo Spot 4 Mikrofone, mit denen eine Richtwirkung (Beamforming gibt es auch im Audiobereich bei Schallwellen) erzielt wird. Das funktioniert natürlich besser als die Ok-Google Erkennung unserer Handys mit nur einem Mikrofon. Auch aus mehreren Metern Entfernung und bei hoher Lautstärke hört Echo Spot noch auf Alexa. Ich war doch überrascht, wie gut das mit den vier Mikrofonen geht. Was Alexa versteht oder glaubt verstanden zu haben, kann man unmittelbar in der Alexa App im Handy lesen. Dazu muß nur die App gestartet werden, es ist kein Klicken durch Untermenus notwendig. Die verstandenen Worte kann man natürlich auch auf der Alexa Internetseite im PC mitlesen. Hier kann man auch teilweise oder alles löschen, was man jemals zu Alexa gesagt hat. Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie gut Alexa auf ihren Namen hört, während sie selbst Musik abspielt. Selbst wenn die Lautstärke auf 10 gestellt ist (=Maximum) hört Alexa ihren Namen noch aus 4 m Entfernung. Die Richtungserkennung funktioniert am Besten, wenn Alexa wenigstens 20 cm Wandabstand hat.
~~~Fazit~~~
Alexa macht Spaß und kann eine Menge. Bewerten kann ich hier aber nur die Hardware, weil eine Bewertung der Software schon morgen veraltet ist. Das Gesamtpaket ist stimmig. Die Spracherkennung ist auf sehr gutem Niveau. Der Touchscreen funktioniert einwandfrei. Die Akustik der kleinen Kugel gefällt mir richtig gut. Das WLAN ist Top. Die Mikrofon-Richtungserkennung ist Top. Das Display ist hell und gut lesbar. Die ganze Haptik gefällt gut. Dieses Produkt hat volle fünf Sterne verdient.
Kundenrezension aus Deutschland 🇩🇪 am 27. Januar 2018
Der Versand der Echo Spot war - wie immer bei Amazon - schnell, gut verpackt und komplikationslos.
~~~Lieferumfang~~~
- Echo Spot (in meinem Fall in schwarz)
- Netzteil, auch schwarz
- 3 kleine Booklets :
"Werbeheft" des Echos, das die Möglichkeiten aufzeigt
Anleitung mit "erste Schritte"
"wichtige Produktinformationen"
~~~Erster Eindruck~~~
Der Echo Spot hat etwa die Größe eines Tennisballs, dem eine Seite fehlt, weil dort ein Display eingebaut ist. Das runde Display hat einen Durchmesser von 2,5 Zoll = 63 mm. Es ist also deutlich kleiner als ein Handy-Display, aber größer als jede Smart-Watch. Das Display ist mit einer Glasscheibe abgedeckt, die einen 1cm großen Rahmen um das Display erzeugt. Über dem Display befinden sich ein Helligkeitssensor und die Kamera. Das Display besitzt einen Touchscreen. Dadurch kann das Gerät per Berührung, per Zuruf und über die Alexa-App bedient werden. Oben auf der Kugel befinden sich noch drei Tasten für Lauter, Leiser, und in der Mitte der Abschalter für Mikrofon und Kamera. Wenn Kamera und Mikrofone deaktivert sind, leuchtet der Taster rot und es wird ein roter Ring um das Display eingeblendet. An der Rückseite sind zwei Anschlüsse. Links steckt man das Netzteil ein, rechts gibt es eine 3,5mm Klinkenbuchse mit analogem Tonausgang für Stereoanlage, Kopfhörer oder Aktivboxen. Im Technikteil unten stehen meine detaillierten Meßwerte dazu.
Der kleine Ball hat ein überraschend hohes Gewicht von 422 Gramm (ohne Netzteil), was ich so auf den ersten Blick nicht erwartet hätte. Ich bin überrascht! In meinen Augen schick, und als Küchentimer, Radiowecker oder auf dem Regal im Wohnzimmer gut verwendbar. Die Unterseite ist gegen Rutschen gummiert, so daß die Kugel nicht versehentlich beim Bedienen des Touchscreens verrutscht.
~~~Was ist Alexa~~~~~
Offiziell bezeichnet "Alexa" die Alexa Sprachdienste von Amazon. Amazon bietet dafür mehrere Geräte an: Die ersten beiden waren Die große Röhre Echo und die kleine Röhre Echo dot. Später wurden Updates dieser Geräte und mit Bildschirm Echo Show und jetzt Echo Spot in den Markt gebracht. Die Geräte bestehen aus einem WLAN Modul, Bluetooth Modul, Mikroprozessor, Mikrofon, Lautsprecher, Display und Kamera. Das Gehirn, also die künstliche Intelligenz, ist auf den Amazon-Servern in der Cloud. Das Gehirn ist also ausgelagert, wohin auch immer. Der Mikroprozessor in Alexa verarbeitet den ganzen Tag alles, was das Mikrofon empfängt und hört zu, ob das Wort Alexa gesagt wird. Sobald der Mikroprozessor das Wort Alexa versteht, wird Alexa tätig: Alles Gehörte wird per WLAN zum Amazon-Server übertragen. Dort wird nachgedacht, was die Worte bedeuten und Alexa liest uns dann z.B. die Nachrichten vor, wenn man dies verlangt hat.
~~~Ersteinrichtung~~~
Die Erstinstallation lief unkompliziert ab: Wir haben Echo Spot Strom gegeben und müssen über den Touchscreen das WLAN Passwort, E-Mail und Amazon Passwort eingeben. Ort und Zeitzone werden bestätigt und schon beginnt Echo Spot, Updates zu suchen. Nach etwa 10 Minuten meldet sich Alexa "Ich bin wieder da, weiter gehts." Die installierte und getestet Softwareversion ist 599473320.
Nach einem kurzen Vorstellungsvideo, das die Möglichkeiten mit dem Gerät aufzeigt, wird mir das Audible-Abo angeboten, das wir nach Runterscrollen durch Berühren der "Nein danke" Schaltfläche abgelehnt haben.
~~~Was kann die kleine Kugel~~~
Amazon Shopping: Shoppen geht, wenn man Amazon Prime-Kunde ist. Dann lassen sich Prime-berechtigte Artikel mit Alexa kaufen. Man benötigt außerdem eine deutsche Lieferadresse, eine Zahlungsart einer deutschen Bank, eine deutsche Rechnungsadresse, aktivierten Spracheinkauf in der App. Wenn man sich beim Bestellen versprochen hat, kann die Bestellung auch wieder storniert werden. Dazu sagt man "Bestellung stornieren" direkt nach der Bestellung. Puuuh...
Man kann sein Smart Home steuern, und z.B. sagen:
Alexa, mach die Lampe im Wohnzimmer an.
Alexa, zeig mir die Kamera im Wohnzimmer
Alexa, setze die Temperatur im Wohnzimmer auf 22 Grad
Was Alexa so versteht:
Alexa, was kann ich fragen
Alexa, erzähle einen Witz.
Alexa, zurück zur Startseite
Alexa, wie wird das Wetter morgen
Alexa, spiele NDR2 (dann wird von tunein abgespielt und der Liedtitel auf dem Display angezeigt)
Alexa, spiele Madonna (Alexa spielt dann Songs aus meiner Bibliothek in zufälliger Reihenfolge und zeigt karaokemäßig den laufenden Text)
Alexa, regnet es am Wochenende?
Alexa, stelle einen Teetimer für 5 Minuten.
Alexa, stelle einen Timer auf 30 Sekunden. (man kann mehrere Timer parallel starten)
Alexa, lösche den Timer.
Alexa, stelle den Wecker auf 6:30 morgen früh.
Alexa, Wikipedia Brandenburger Tor
alexa, wie wird das Wetter heute in Hannover?
Alexa, wie ist die Verkehrslage?
Alexa, welche Nachrichten gibt es?
Alexa, spiele NDR2
Alexa, lauter.
Alexa, Lautstärke auf 5 (auch auf Lautstärke 10 verzerrt Echo Spot noch nicht, ist allerdings auch nicht brüllend laut)
Alexa, Stop.
Alexa, lies die Einkaufsliste vor.
Alexa, wie weit ist es nach Bremen?
Alexa, wie heißt der Bundespräsident?
Alexa, wie heißt der US Präsident?
Alexa, wie lang dauert es mit dem Zug nach Berlin (es kommt eine PKW Fahrzeitberechnung :-)
Alexa, was ist die Quadratwurzel von 99 (9,9)
Alexa, was sind deine beliebtesten Skills
Viele Fragen beantwortet Alexa, indem sie einfach bei Wikipedia nachschaut und den Text von dort vorliest.
~~~Display~~~
Das kleine Display ist für die meisten Aktionen schmückendes Beiwerk. Es zeigt laufende Texte (z.B. von Wikipedia vorgelesene Antworten) oder verschiedene Grafiken (z.B das Wikipedia Bild des Brandenburger Tores) an. Bei Frage nach der Fahrzeit nach Hamburg wird die Uhr weiter angezeigt, bei Frage nach der Route ein Straßenbild eingeblendet. Hauptanwendung ist die Videotelefonie mit anderen Alexa-fähigen Geräten. Wir haben dies zu einem Handy mit Alexa App getestet, es funktioniert einwandfrei. Die Videoqualität bekommt von Note 3.
~~~Skills~~~
In der Alexa App gibt es jede Menge Skills und es werden täglich mehr. Weil Alexas Gehirn auf den Amazon Servern liegt, kann es wachsen und dazulernen. Alle Alexa fähigen Produkte, wie Echo oder Echo Spot, werden also von allein besser und können auch von allein immer mehr. Ich kann nicht alle verfügbaren Skills installieren und testen und beschränke mich in dieser Rezension mehr auf die Hardware, weil die während des Gerätelebens unverändert bleibt, sich die Software aber täglich verbessert :-)
~~~Lautsprecher~~~
Der Klang der kleinen Kugel hat mich richtig angenehm überrascht. Echo Spot hat einen anständigen Lautsprecher eingebaut. Für die Größe sehr gut, deutlich besser als unser alter Radioweckerwürfel, obwohl dieser das doppelte Volumen hat. Es ist auch deutlich besser und voluminöser als der Klang von Echo dot. Natürlich kann Echo Spot nicht mit den größeren Röhren mithalten, es reicht aber definitiv für die Küche als Hintergrundberieselung oder als Radiowecker aus.
Echo Spot verzerrt fast nicht. Der Bass geht bis etwa 250 Hz runter. Es dröhnt nicht und es gibt keine Resonanzen. Die Höhen sind ausgewogen, nicht scharf, nicht lästig. Bei der Entwicklung hat offenbar ein Akustikspezialist mitgewirkt und ganze Arbeit geleistet. Wir vermissen keine Klangregler zum Aufdrehen von Bässen oder Höhen. Es ist wirklich gut. Hier wurde alles aus der gegebenen Gehäusegröße rausgeholt, was geht.
Der Aufstellort beeinflußt nachhaltig den Klang. Wenn Alexa frei steht, klingt sie optimal. Direkt an einer Wand wird die Basswiedergabe verstärkt. Wenn Echo Spot in eine Zimmerecke gestellt wird, ist die Basswiedergabe stärker als wenn sie frei steht. Hier kann experimentiert werden...
~~~Bluetooth-Lautsprecher~~~
Alexa taugt auch als Bluetoothlautsprecher, der Klang ist dann massiv besser als direkt vom Handy. Die Einrichtung geht ganz einfach: Man muß nur Alexa, Bluetooth sagen, schon gehts los.
~~~Kamera~~~
Die eingebaute Kamera für Videochats hat eine Auflösung von 640 * 480 Pixel. Dies ist VGA Qualität, sie war 1995 bei 15 Zoll großen Computer-Monitoren Standard. Für das kleine Display der Kugel und Videochats zu Handys mit Alexa-App reicht diese Auflösung aus. Wir haben dies zu einem Handy mit Alexa App getestet, es funktioniert einwandfrei. Die Videoqualität der Kamera ist im Handy ausreichend = Note 4.
Kommen wir zum Meßtechnikteil dieser Rezension. Ich habe mich eingehend mit der Akustik des Kleinlautsprechers und den elektrischen Eigenschaften des analogen Klinkenausgangs beschäftigt, sowie WLAN Performance und Energieverbrauch des Gerätes ermittelt.
~~~Akustische Messwerte von Amazon Echo Spot~~~
Frequenzgang
Ich habe die Frequenzgänge von vorn mit Rosa Rauschen als Testsignal gemessen. Das Signal wurde per Bluetooth gestreamt. Bei Vol = 10 reicht der Frequenzgang von 220 Hz - 13 kHz. Der für die Baugröße sehr gute Klangeindruck spiegelt sich in der Messung wieder. Um zu prüfen, ob in Echo Spot eine frequenzgangverändernde Regelung in das Ergebnis eingreift, habe ich bei Lautstärke 7 die Messung wiederholt. Man sieht in den Meßkurven, daß die Pegel bei voller Lautstärke meinen Mikrofoneingang bis -16 dB aussteuern, bei Lautstärke 7 nur bis -30 dB. Der Sprung von 7 auf 10 entspricht also 14 dB. Der Frequenzgang des Gerätes ändert sich dabei nicht, der Messschrieb ist nur etwa 14 dB niedriger als bei voller Lautstärke. Die untere Grenzfrequenz von 220 Hz ist für diese Gehäusegröße sehr gut. Ich habe schon einige preiswerte Kompaktanlagen mit größeren Boxen gemessen, die dennoch nur 150 - 200 Hz untere Grenzfrequenz hatten. Kleine Lautsprecher haben natürlich auch nur einen kleinen maximalen Schalldruck. So ist es nicht verwunderlich, daß aus diesem Gerät keine Discolautstärke entstehen kann.
Regelung der Aussteuerung
Der Lautsprecher von Echo Spot hat kaum hörbare Verzerrungen, auch nicht bei hohem Pegel. Ich habe dies untersucht und einen 100 Hz / 110 Hz Doppelton über Alexa abgespielt. Normale Radios in der Größe erzeugen damit Klirrfaktoren von 30% bei Übersteuerung. Nicht so diese Kugel: Hier ist eine Regelung aktiv, die bei voller Lautstärke Übersteuerungen verhindert und die Lautstärke auf ein verzerrungsarmes Höchstmaß automatisch absenkt. Im Messplot des 100 / 110 Hz Doppeltones bei Lautstärke 10 sieht man, daß der Meßverstärker bis -30 dBFS ausgesteuert wird und der Klirrfaktor 7,9 % und damit nur wenig wahrnehmbar ist. Es klingt gerade eben angezerrt. Der Doppelton mit Lautstärke 7 ist auch beigefügt, THD ist dabei 4 % und die Aussteuerung noch -37 dBFS. Mit diesem Tieftontestsignal ist der Lautstärkeunterschied Vol 10 / Vol 7 aufgrund der Regelung nur noch 7dB. Die Regelung ist offenbar so ausgelegt, daß dauerhaft auf voller Lautstärke gehört werden kann, ohne das es übermäßig verzerrt. Eine schöne Sache, die sehr gut entwickelt wurde.
Klirrfaktor
Der Klirrfaktor bei 1 kHz ist auch bei den angehängten Bildern dabei. Bei Lautstärke 7 ist der THD 0,36 % (Pegel im Messplot ist -15,3 dBFS). Bei Lautstärke 10 ist der THD 0,7% (Pegel im Messplot ist -10 dBFS). Auch hier hat die Regelung wieder ganze Arbeit geleistet und die Lautstärke soweit abgeregelt, daß der Klirrfaktor unter 1% liegt. Der Klirrfaktor ist damit tadellos. Die Zeitkonstante der Regelung ist einige 100 ms. Durch die Regelung verzerrt die Kugel einfach nicht.
~~~Klinkenausgang~~~
Der Klinkenausgang soll einen Kopfhörer speisen und Hifi Klang abliefern. Dabei wäre wichtig, daß die Regelung auf diesem Ausgang nicht wirkt. Ich konnte keinerlei Regelung an diesem Ausgang nachweisen!
Der Frequenzgang des Lineausgangs ist im Vergleich zum akustischen Frequenz erwartungsgemäß schnurgerade. Ich habe ihn mit rosa Rauschen und 200 Mittelungen gemessen. Er reicht von <20 Hz...16,5 kHz bei -3dB. Der mit Sinussweep gemessene Frequenzgang ist nochmal erheblich glatter mit Restwelligkeit von etwa 0,1dB. Beide Frequenzgänge sind beigefügt.
Der Klirrfaktor des Klinkenausgangs zeigt 0,011% THD. Außerdem sind geringe nichtharmonische Störtöne bei 4,5 kHz und 6,5 kHz in der gleichen Größenordnung vorhanden. Töne mit diesem Pegel sind unterhalb der Maskierungsschwelle des Gehörs und werden vom Ohr deshalb nicht wahrgenommen.
Bei 1 kHz und -60 dBFS habe ich den Signal-Rausch-Abstand des Line-Ausgangs gemessen. Mit A-Filter ergeben sich 88 dB Störabstand. Die nichtharmonischen Störprodukte sind jetzt unterhalb des Rauschflurs.
Der Klinkenausgang ist damit voll Hifi-tauglich und kann problemlos an eine Stereoanlage angeschlossen werden.
~~~Energieverbrauch~~~
Der Stromverbrauch der Kugel ist bei Stille genügsam mit 2,1 W Leistungsaufnahme. Da sind im Jahr etwa 18 kWh Stromverbrauch (bei 0,30€ / kWh also 5,40 € / Jahr) und die fallen kaum ins Gewicht bei 3000 KWh durchschnittlichem Jahres-Gesamtverbrauch. Wenn man mit Lautstärke 5 Musik abspielt, erhöht sich die Leistungsaufnahme auf 2,8 W. Bei voller Lautstärke werden 3,2 W verbraucht. Unser Radiowecker ist mit 1,95 W kaum sparsamer als diese Kugel mit Computer, WLAN, Bluetooth, Display Kamera etc.!
~~~~~~WLAN~~~~~~
Echo Spots WLAN ist ohne Fehl und Tadel.
Wir haben im Erdgeschoß eine FritzBox7490 als Router und ich habe folgende Werte ausgelesen:
270/270 Mbit/s 5GHz, MIMO 2x2, -47 dBm Sichtverbindung, 6m Entfernung zur FritzBox
144/144 Mbit/s 2,4 GHz, MIMO 2x2, -66 dBm in 8m Entfernung, im Obergeschoß, dazwischen eine Stahlbetondecke
Am entferntesten Punkt unseres Hauses zwischen Fritz Box7490 im Erdgeschoß und dem Obergeschoß gibt es beeindruckende Ergebnisse:
Echo Spot empfängt hier immer noch sehr gut: 144/144 Mbit/s 2,4 GHz, MIMO 2x2, -72 dBm, 12m Entfernung, durch Stahlbetondecke
Echo Spot empfängt im Obergeschoß auch mehr WLANs als unsere Handys! Das WLAN hat damit sehr gute Performance. Die Reserven sind also immens groß.
~~~~~Mikrofone~~~
Die Spracherkennung von Alexa soll auf mehrere Meter Entfernung funktionieren. Dazu besitzt Echo Spot 4 Mikrofone, mit denen eine Richtwirkung (Beamforming gibt es auch im Audiobereich bei Schallwellen) erzielt wird. Das funktioniert natürlich besser als die Ok-Google Erkennung unserer Handys mit nur einem Mikrofon. Auch aus mehreren Metern Entfernung und bei hoher Lautstärke hört Echo Spot noch auf Alexa. Ich war doch überrascht, wie gut das mit den vier Mikrofonen geht. Was Alexa versteht oder glaubt verstanden zu haben, kann man unmittelbar in der Alexa App im Handy lesen. Dazu muß nur die App gestartet werden, es ist kein Klicken durch Untermenus notwendig. Die verstandenen Worte kann man natürlich auch auf der Alexa Internetseite im PC mitlesen. Hier kann man auch teilweise oder alles löschen, was man jemals zu Alexa gesagt hat. Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie gut Alexa auf ihren Namen hört, während sie selbst Musik abspielt. Selbst wenn die Lautstärke auf 10 gestellt ist (=Maximum) hört Alexa ihren Namen noch aus 4 m Entfernung. Die Richtungserkennung funktioniert am Besten, wenn Alexa wenigstens 20 cm Wandabstand hat.
~~~Fazit~~~
Alexa macht Spaß und kann eine Menge. Bewerten kann ich hier aber nur die Hardware, weil eine Bewertung der Software schon morgen veraltet ist. Das Gesamtpaket ist stimmig. Die Spracherkennung ist auf sehr gutem Niveau. Der Touchscreen funktioniert einwandfrei. Die Akustik der kleinen Kugel gefällt mir richtig gut. Das WLAN ist Top. Die Mikrofon-Richtungserkennung ist Top. Das Display ist hell und gut lesbar. Die ganze Haptik gefällt gut. Dieses Produkt hat volle fünf Sterne verdient.
Grundsätzliches: Ich habe schon ein paar Echos, genauer: vier Dots, zwei Echo Plus und einen Echo 2, kenne mich ziemlich gut mit den Geräten und Alexa insgesamt aus, weiß also schon, wovon ich rede. Jedenfalls meistens. ;)
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•• Lieferumfang
- Echo Spot in pottschwarz
- Netzteil
- Zettelkram, den nie jemand liest
- Der Echo Spot ist größer als man meint. Man stellt sich immer einen Tennisball vor, der Spot ist aber deutlich größer. Das Gerätchen macht einen vernünftigen Eindruck, da wackelt und klappert nix, der Spot ist auch erstaunlich schwer. Eine Gummierung an der Unterseite sorgt dafür, dass er nicht wegrutscht, drei Tasten an der Oberseite (leiser, lauter, Kamera/Mikrofon aus) helfen ein wenig bei der Bedienung, vorne ist eine kleine Kamera eingebaut, das Display ist kreisrund, reagiert schön empfindlich auf Berührungen, lässt sich in der Helligkeit verstellen, die sich auch automatisch an die Umgebungsbeleuchtung anpassen kann.
An der Rückseite lauern Netzteilanschluss und 3,5-mm-Klinkenbuchse zum Anschluss externer Lautsprecher oder der Anlage.
Der Spot ist schon ein bisschen wuchtig; das kommt auf den Hochglanzfotos erstaunlicherweise nie so recht heraus. Es geht aber noch.
Ansonsten hat man beim Spot dieses "Wie-aus-einem-Guss"-Gefühl, die Kugel steht auch felsenfest, ohne dass man Angst bekommt, sie könne wegrollen. Gut.
- Das Netzteil ist ein Ärgernis, es schmeißt 12 Volt bei 1,2 A, also etwas mehr als 14 Watt. Das Ärgerliche ist der Stecker: Es gibt keinen Micro-USB-Stecker wie bei den Dots, nö, Amazon verbaut einen dünnen Koaxstecker. Sprich: Wenn das Netzteil abraucht, ist Schicht im Schacht. Beim Dot nimmt man einfach eins der gefühlt 5000 im Haus herumliegenden USB-Netzteile als Ersatz, beim Spot ist der Ofen aus.
Ok, der Strombedarf des Spot dürfte deutlich höher als beim Dot ausfallen, daher werden viele USB-Netzteile nicht funktionieren. QuickCharge-Netzteile (die Samsung und viele andere Hersteller verwenden), würden aber passen. Daher hätte Amazon auf einen Micro-USB-Stecker, besser noch auf USB-C setzen sollen, nicht auf eine inkompatible Speziallösung. Solche Dinge ärgern mich.
Das Kabel ist lang genug, aber unangenehm starr.
- Den Zettelkram habe ich nicht gelesen, wie es sich gehört.
Lieferumfang ist in Ordnung, mechanische Ausführung ebenfalls, auf dem Netzteil will ich nicht weiter herumhacken.
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•• Fertig machen
Der Spot lässt sich deutlich angenehmer als die Echos ohne Display installieren. Man braucht dafür nämlich nicht dieses ekelhafte, fassungslos langsame, von ahnungslosen Stümpern zusammengeschusterte Machwerk, das Amazon "Alexa-App" nennt.
Nö, beim Spot geht das komplett ohne, alles läuft über's Display.
Anschließen, Zwangsaktualisierung abwarten, mit dem WLAN bekanntmachen (das funktioniert per Bildschirmtastatur), ein Video und ein Audible-Abonnement aufgezwungen bekommen – fertig.
Nanu ? Schrieb ich da was von "aufzwingen" ? Ja, tat ich.
Nach der Installation erscheint ein Hinweis, dass man nun Audible (Hörbuchanbieter von Amazon) 30 Tage kostenlos ausprobieren könne, ein Audiobook sei kostenlos mit dabei. Wollte ich nicht, kriegte ich aber dennoch. Ich fand nämlich keine Möglichkeit, die Werbeeinblendung wieder auszublenden. Wischen in alle Richtungen – nix. Angetippt halten – nix. Irgendwann auf's Display getippt – Bumms, hatte ich das bescheuerte Probeabo. Und das wird sich höchstwahrscheinlich nach einem Monat von selbst verlängern und dann Geld kosten.
DAS ÄRGERT MICH, AMAZON !
Mittlerweile weiß ich, dass ich per "Hauptmenü"-Einblendung (von ganz oben nach unten wischen) und Tipper auf das Startseitesymbol vermutlich aus dem Werbeangebot herausgekommen wäre. Aber der Neuanwender weiß das nicht, probiert alles, was er vom Smartphone kennt, rechnet auch nicht damit, dass ein ganz normaler Tipp auf's Displays das Abo bestätigt. So was muss echt nicht sein.
Okay, ich kann's ja wieder kündigen, darf das nur nicht vergessen; darauf baut man ja.
Spot einsatzbereit; das ging schnell und war nicht schwierig.
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•• Erster Eindruck
Sieht gut aus. Das Display (480 × 480 Pixel Auflösung) stellt gut dar, reagiert auch sehr empfindlich auf Berührungen, lässt sich auch mit dem Fingernagel bedienen – so soll das sein.
Eine Uhr erscheint, man kann zwischen Analog- und Digitaluhren wählen. Mir fiel auf, dass sich der Sekundenzeiger erstaunlich flüssig bewegt, was auf ein gutes Display schließen lässt.
Nur: Alle paar Sekunden wechselt die Anzeige. Die Uhr verschwindet, das Wetter erscheint, dazu noch weitere Dinge wie Nachrichtenschlagzeilen und Tipps dazu, was man mit Alexa alles machen kann. Aha.
Das interessiert mich nicht, also abstellen.
Man kann "Karten" im Startbildschirm (dem mit der Uhr) ein- und ausschalten. Diese Karten stellen dann Dinge wie Wetter, Nachrichten, Termine, Listen und dergleichen dar. Und eben auch diese Alexa-Tipps. Kann man alles abschalten. BIS AUF DIE ALEXA-TIPPS !
Dieser Blödsinn, der man nach kurzer Zeit in- und auswendig kennt, lässt sich nicht abschalten.
Das heißt: Wenn man den Spot im Leerlauf einfach als Uhr einsetzen möchte, wird die Uhrzeitanzeige immer wieder von den Alexa-Tipps unterbrochen, die einem nach kurzer Zeit zum Halse raushängen. Und die man NICHT abschalten kann. Was soll denn dieser Unsinn, Amazon ?
Ok, man will nicht, dass sich etwas in's Display einbrennt, wenn immer das gleiche angezeigt wird. Aber das kann man auch anders lösen, nicht mit Zwangstipps.
Sonst: Der Spot reagiert sehr gut und feinfühlig auf Sprachbefehle, man muss nicht schreien oder übermäßig exakt betonen, Alexa versteht einen schon, auch wenn's etwas lauter im Raum ist. Den Wegfall von drei Mikrofonen (die anderen Echos haben sieben Mikrofone, der Spot "nur" vier) bemerkt man nicht.
Auch der Klang ist nicht so übel wie befürchtet, dazu später mehr.
Also: Der Spot hat ein ordentliches Display, reagiert gut auf Sprachbefehle und Berührungen, klingt annehmbar, ist zwar etwas groß, sieht aber noch gefällig aus.
Der erste Eindruck ist also nicht schlecht – bis auf die Zwangstipps.
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•• Klang
Eins vorweg: Lange kursieren schon Gerüchte, dass der Spot denselben Lautsprecher wie der Dot hätte. Nein, das ist Kappes, stimmt nicht.
Der Spot klingt deutlich voluminöser als der Dot, sogar gar nicht schlecht. Von Bässen träumt man natürlich, da kommt so gut wie gar nichts. Aber immerhin deutlich mehr als beim Dot. Bei Spielfilmen reicht es, um ein kleines bisschen "Druck" zu erzeugen, wenn es knallt und rattert.
Die Höhenwiedergabe ist schön brillant, der gesamte Lautsprecher zeichnet das Klangbild zwar nicht gerade wuchtig, dafür aber fein aufgelöst.
Wie geschrieben: Der Spot klingt deutlich voluminöser als der Dot, kommt aber an Echo Plus/Echo 2 absolut nicht heran.
Die Gesamtlautstärke ist für kleine Räume ausreichend, reicht aus, um die Freundin zu "Mach ma leiser!" zu bewegen. Discoschallpegel aber sind absolut nicht drin, wären beim kleinen Spot auch schlicht nicht möglich.
Der Spot klingt besser als ein Radiowecker, man kann damit schon Musik hören, ohne Pickel in den Ohren zu bekommen.
Und zur Beschallung von Filmen und Videos reicht's allemal, das funktioniert sogar recht gut.
Dummerweise fehlt wie üblich ein Equalizer; das verhunzt Amazon in vollkommener Ignoranz schon von Anfang an.
Also: Klang in Ordnung. (Vermutlich, bis Amazon wieder an den Einstellungen herumspielt und den Klang verschlechtert, wie's beim Plus leider der Fall war.) Aber ein Equalizer wäre wünschenswert. Wenn man ein Smartphone mit dem Spot koppelt, dann einen Equalizer einsetzt, merkt man, dass der Spot noch deutlich besser klingen kann. Nur will Amazon ganz offensichtlich nicht, dass der Anwender seinen Spot so klingen lässt, wie er mag. Man verlässt sich da offenbar auf die hauseigenen "Experten", die mit Sicherheit taub sind.
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•• Unterschiede zu Echos ohne Display, Verbesserungen
Ich zähle mal ungeordnet auf, was mir nach einem Spot-Tag so auffiel.
- Einrichtung ohne stümperhaft programmierte und extrem lahmarschige Alexa-App möglich.
- Nützliches Display, das z. B. Listen wie Einkaufs- oder Aufgabenlisten sowie Termine anzeigt und ENDLICH auch das Löschen von Listeneinträgen ohne den Umweg über die grandios schlechte Alexa-App ermöglicht, Albumcover und Songtexte anzeigt, hin und wieder auch Bilder darstellt.
- Amazon hat DIE Sensation geschafft: Bei Musikwiedergabe kann man ENDLICH die Wiedergabeposition frei bestimmen, also gezielt zu einer bestimmten Stelle springen. Dazu kann man einen kleinen Schieber benutzen, der rund um's Display geht.
Selbstverständlich aber führt Amazon das Ganze nicht vernünftig bis zu Ende – es geht nämlich nicht mehr, wenn man Multiroom- oder Wiedergabe per Bluetooth nutzt. Da ist also leider immer noch alles beim Alten und im Argen. Amazon kriegt es nicht hin, absolute Selbstverständlichkeiten umzusetzen. Aber immerhin klappt's jetzt endlich, endlich bei der normalen Wiedergabe von Audiotiteln.
- Bei vielen Dingen, die Alexa sonst nur ansagt, kann man den Text nun auch im Display sehen. Das ist schon mal nicht schlecht, da man längere Texte so deutlich angenehmer präsentiert bekommt. Aber wie üblich hat Amazon auch hier wieder nicht zu Ende gedacht. Die Textanzeige ist offenbar für Halbblinde vorgesehen: riesengroße Schrift, deren Größe sich NICHT einstellen lässt. So passt so gut wie nichts auf's Display, man blättert und blättert sich den berühmten Wolf. Bei kurzen Meldungen oder Listen ist das so weit in Ordnung, bei etwas längeren Texten nervt das kolossal.
Aber da hoffen wir mal auf Softwareaktualisierungen …
- Der Spot kann auch Videos (z. B. von Amazon Prime) wiedergeben. Dazu kann man das Bild in drei Stufen anpassen: Komplettes Video im Blick (eckig), an den Kanten leicht abgeschnittenes Video (eckig) oder nur Mitte des Videos, kreisrund. Die zweite Einstellung ist schon okay.
Die Bildwiedergabe ist trotz des kleinen Displays gar nicht übel, konstrastreich und mit guter Farbdarstellung.
Zum Glück ist auch hier wieder der "Umlaufknopf" wie bei der Audiowiedergabe zu finden, mit dem man zu einer beliebigen Stelle im Video springen kann. Zusätzlich gibt es Bedienelemente für Start/Pause, nächster/vorheriger Titel, sowie 10 Sekunden vor- und rückwärts. Damit kommt man zurecht.
GANZ MIES NATÜRLICH: Keine YouTube-Videos, weil sich's Amazon ja unbedingt mit Google verscherzen musste. Das stört mächtig. Aber vielleicht lässt sich da ja demnächst was per Software "drehen" … Oder Amazon hört endlich mit dem albernen Gezanke mit Google auf.
Eine Möglichkeit, das Smartphone als Videoquelle zu missbrauchen, fehlt. Auch da kann man nur auf Softwareaktualisierungen hoffen, weil man so auch eine Krücke zum Umgehen der YouTube-Sperre hätte.
- Ich hab's getan: Ich habe mir einen ganzen Spielfilm auf dem kleinen Dot-Display angeschaut. Ohne Lesebrille ging da natürlich nix – aber dennoch habe ich's nicht als Belastung empfunden. Ja, das Bild ist klein – aber dennoch kann man sich mit dem Spot durchaus mal ein Video oder einen ganzen Film zum Einschlafen antun. Das geht. Auch der Ton ist durchaus gut, das sagte ich ja schon.
- Die Möglichkeiten zur Filmauswahl sind rudimentär – und das ist noch gestrunzt. Man kann sich seine Vormerkliste (die "Watchlist") von Amazon Prime anzeigen lassen und daraus wählen, vermutlich kann man Videos auch noch auf andere Weise finden – aber das ist alles noch nicht ausgereift, eher kläglich.
- Videotelefonate sind möglich, das konnte ich aber mangels Gesprächspartner nicht ausprobieren. Mag sein, dass der Eine oder Andere Freude daran hat – ich finde es aber praktischer, wenn man beim Telefonieren auch mal in der Nase bohren kann. :D
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•• Miese Sachen
- Zwangseinblendung von Alexa-Tipps, die die Uhrzeitanzeige immer wieder störend unterbrechen.
- Kamera und Mikrofon können nur GLEICZEITIG abgeschaltet werden. Was soll denn dieser Blödsinn ? Oft will man nur nicht beobachtet werden; aber dann reagiert der Spot auch nicht mehr auf Sprachbefehle, weil hirnloserweise Kamera und Mikrofon gleichzeitig abgeschaltet werden. Das muss Amazon aber schnellstens korrigieren. Nachdenken scheint dort öfter mal nicht zu den Stärken zu zählen.
- Audible-Aboaufnötigung nach der Installation.
- Kein Vor- und Rückspulen bei Multiroom- und Bluetooth-Audiowiedergabe.
- Kein YouTube.
- Videoauswahlmöglichkeiten extrem eingeschränkt.
- Keine Schriftgrößenanpassung.
- Kein echtes "Zurück" möglich; da fehlt eine Touch- oder Wischgeste. Um einen Schritt zurückzugehen oder den Startbildschirm aufzurufen, muss man entweder in langen Texten bis GANZ nach oben blättern (da ist eine kleine Zurück-Schaltfläche) oder das Hauptmenü einblenden und auf das Startseitesymbol tippen. Das ist lästig.
- Der Spot kann Fotos anzeigen, tut's aber meist nicht. Wenn man z. B. "Alexa, zeig mir Fotos von Irland" sagt, kommt entweder eine Ansage, dass man solche Fotos nicht in seiner privaten Fotosammlung hätte (danach war auch nicht gefragt !) – oder es öffnet sich eine Bestellseite, die einen Artikel zum Kauf anbietet, der mit Irland zu tun hat.
HÄ ??? Das ist vollkommener Murks. Wenn ich nach Fotos frage, möchte ich Fotos aus dem Internet sehen; nicht das, was ich in meiner privaten Sammlung habe – und erst recht will ich dann keine Artikel zum Kauf angeboten bekommen. Dieser Quatsch muss schleunigst korrigiert werden.
- Keine Musikauswahl per Display möglich. Beispiel: Ihr wollt einen Song hören, sagt Alexa das – und Alexa spielt irgendeine schlimme Version des Originals. Das war bei den Echos schon immer so. Beim Spot hätte man das Problem nun lösen können, indem man unterschiedliche Versionen zur Auswahl anbietet. Hat man aber nicht. Auch da hoffe ich auf ein Einsehen seitens Amazon. Das stört wirklich.
- Immer noch keine Auswahl des Benachrichtigungstons möglich. Der Weckerton lässt sich wählen, der Benachrichtigungston nicht. War immer schon so, war immer schon nervig.
- Fotos werden derzeit seitenverkehrt in einer Auflösung von 480 × 480 Pixeln aufgenommen – und sind RUND. Die Bildqualität ist mies, reicht wirklich nur für Videotelefonate.
- Diverse Darstellungsfehler (wie weiße Rahmen) um eigene Fotos. Softwareproblem, wird hoffentlich durch Aktualisierungen behoben – statt wie üblich verschlimmert.
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•• Meine Meinung
Der Spot hat noch reichlich Kinderkrankheiten; das ist schon okay, solange Amazon wirklich an Verbesserungen arbeitet, was leider nur selten der Fall ist.
Dennoch macht das Gerät viel Spaß, klingt akzeptabel, lässt sich auch zur Not zum Videoschauen einsetzen.
Das Display nebst Touchbedienung ist ein echter Zugewinn, auch wenn es derzeit nur stiefmütterlich eingesetzt wird. Da geht noch VIEL, VIEL mehr.
Der Spot ist ein Schritt in die richtige Richtung, ganz klar.
Denn ganz ohne visuelle Rückmeldungen geht es oft einfach nicht, manches muss man schlicht sehen.
Einsteiger in die Alexa-Welt sollten sich guten Gewissens für den Spot entscheiden; der macht Vieles leichter und besser als die displaylosen Kameraden, wirkt einfach runder und vollständiger als die restliche Echo-Serie.
Ich werde den Spot behalten, weil er mir trotz meiner Meckerei viel Spaß macht und sich deutlich universeller als seine Vorgänger einsetzen lässt.
Der Spot löst bei mir den Dot im Schlafzimmer ab, ist das perfekte Echo-Gerät für Schlafzimmer, Küche und Jugendzimmer.
Also: Gut – aber mit viel Luft nach oben.












