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Altweibersommer: Theodor Fontanes erster Fall Broschiert – 1. September 2008

4.1 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Goykes origineller historischer Krimi um Größenwahn, Geldgier und Mord vermischt gekonnt Fakten und Fantasie. Die damalige Zeit wird authentisch gezeichnet.« (ekz-Informationsdienst)

»Die passend gewählte Sprache, Ausdruck der damaligen gehobenen Bürgerschicht, erhöht den Unterhaltungswert des originellen, gut recherchierten Romans. Überall empfehlenswert.« (Buchprofile)

»Diesen Kriminalroman liest man mit viel Vergnügen und Spannung.« (Die Berliner Literaturkritik)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Frank Goyke, geboren 1961 in Rostock, arbeitete nach dem Studium der Theaterwissenschaften in Leipzig als Lektor und Dramaturg. Seit 1997 ist er freier Schriftsteller. Sein Roman »Dummer Junge, toter Junge« wurde von der Raymond-Chandler-Gesellschaft mit dem »Marlowe« als bester deutschsprachiger Kriminalroman ausgezeichnet. Frank Goyke lebt in Berlin.


Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Format: Broschiert Verifizierter Kauf
In der Kurzbeschreibung des Buches ist eigentlich alles notwendig zu wissende enthalten.
Theodor Fontane, bedeutender Schriftsteller und Vertreter des Realismus, ist mit seiner Frau unterwegs, um der Einladung seines Bekannten Folge zu leisten. Als sie den See zum Schloss, das Ziel ihrer kurzen Reise, überqueren, fällt im Wald ein Schuss. Nach der Ankunft im Schloss, informiert ein Knecht den Besitzer, dass man im Wald einen Toten gefunden habe -er wurde erschossen. Fontane, von Natur aus neugierig, macht sich mit dem Gutsbesitzer auf den Weg zur Unglücksstelle. Alle sind sich einig. Das war Selbstmord. Nur Fontane zweifelt an dieser Feststellung...

Frank Goyke versteht es hervorragend, auf subtile und ruhige Weise einen Krimi zu schreiben, der nicht von der Gewalttat selbst, sondern - ähnlich Agatha Christie - von den vielschichtigen Charakteren, den Unterschied der Gesellschaftsschichten und der Begebenheiten der damaligen Zeit selbst lebt. Die Spannung ist nicht aufregend und nervenaufreibend, sondern wird mit gut gesetzten Pointen Schritt für Schritt angehoben.

Zweifelsohne ist bei diesem Krimi der Ermittler selbst das Ungewöhnliche an dem ganzen Plot. Theodor Fontane, eine Figur der deutschen Literatur, die wohl jedem halbwegs Gebildeten ein Begriff ist. Ohne langatmige Beschreibungen erhält der Leser auch Einblicke in das Privatleben des bedeutenden Schriftstellers und seiner Familie.
Ich muss gestehen, dass mich bei diesem Buch Goykes der Zusatz "Fontanes erster Fall" dazu bewog, das Buch unbedingt lesen zu wollen. Als Liebhaber von Fontanes Büchern, war dies fast ein "muss".
Natürlich könnte man jetzt sagen, dass die kriminellen Geschehnisse selbst - und auch die Spannung - etwas zu kurz kommen.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Berlin/Brandenburg, 1873: In einem Waldstücke, nahe Neuruppin, wird ein toter Bauunternehmer aufgefunden. Der Schriftsteller Theodor Fontane, der gerade vor Ort weilt und den Toten zufällig kannte, interessiert sich für die Todesumstände. Schon bald stößt er auf Ungereimtheiten bei den Todesumständen und einen ungeahnten Börsenkrach.
Athmosphärisch dichter Historienkrimi ohne viel Tam-Tam, aber dafür mit um so mehr Stil und Flair. Die Gründerzeit im Deutschen Kaiserreich und seine Standesdünkel beherrschen das Geschehen und dem Autor gelingt es sehr gut die tatsächlich historisch existente Figur des Fontane sich durch das "Geschichtsgewusel" hindurchmanövieren zu lassen. Daß am Ende bei der Fallaufklärung doch eher auf eine simple Lösung zurückgegriffen wird, ist zwar schade, verleiht dem insgesamt guten Buch aber nur wenig Makel.
Fazit: Ein interessanter und lesenswerter historischer Kriminalroman.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Schon die ersten Seiten von Frank Goykes "Altweibersommer" lassen den Leser erahnen, dass ihn hier ein nicht alltäglicher Krimi erwartet. Die herbstliche Szene am See zu Anfang des Romans vermittelt eine Stimmung, die tatsächlich an Fontanes Landschaftsschilderungen erinnert. Man fühlt sich fast ein wenig wie beim Lesen der "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Auch in der Folge hält der Roman sein relativ hohes Niveau durch: schonungslose Sozialkritik, die der Intention des Spätrealisten Fontane durchaus würdig ist, eine gemächlich fließende Handlung, bei der so quasi nebenbei unter Mitwirkung Theodor Fontanes ein Kriminalfall gelöst wird, viel Zeitkolorit und ein Ende, das zwar nicht wirklich überrascht, aber in seiner gesellschftlichen Konsequenz gut zu diesem Krimi passt.
Alles in allem: Kein reißerischer 08/15-Kriminalroman, sondern eine sprachlich meist wirklich schön erzählte, fein gewobene Geschichte - durchaus nicht nur für Fontane-Fans allein, aber ganz besonders für sie.
Und eventuell würde sogar Fontane selbst sagen: "Chapeau für diesen gelungenen Krimi, Herr Goyke!"
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
... ist dieser historische Krimi, der neben einem intelligenten Plot und einem überraschenden Ende vor allem mit schöner Sprache punkten kann. Theodor Fontane als Detektiv? Warum nicht? Preußen und das junge Deutsche Reich, die Gründerjahre als Hitergrund für eine Krimainalstory? Warum nicht? Alles passt irgendwie zusammen, ist stimmig udn liest sich gut - doch der Jubelschrei "Hurrah, ein echter Thriller!", der mag sich nicht einstellen. Daher nur vier von fünf Punkten und die Aussage, dass man sich sehr gut unterhalten hat bei der Lektüre. Was mehr ist, als viele andere Bücher von sich sagen können!
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