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Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 26. April 1986

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Klappentext

Golem XIV ist eine äußerst intelligente Computer- Maschine des 21. Jahrhunderts, dem die Probleme seiner menschlichen Schöpfer zu banal geworden sind. Kurz vor seinem Eintritt in eine "Zone der Ruhe" hat er Vorlesungen über die Stellung des Menschen im Kosmos gehalten.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stanislaw Lem wurde am 12. September 1921 in Lwów (Lemberg) geboren, lebte zuletzt in Krakau, wo er am 27. März 2006 starb. Er studierte von 1939 bis 1941 Medizin. Während des Zweiten Weltkrieges musste er sein Studium unterbrechen und arbeitete als Automechaniker. Von 1945 bis 1948 setze er sein Medizinstudium fort, nach dem Absolutorium erwarb Lem jedoch nicht den Doktorgrad und übte den Arztberuf nicht aus. Er übersetzte Fachliteratur aus dem Russischen und ab den fünfziger Jahren arbeitete Lem als freier Schriftsteller in Krákow. Er wandte sich früh dem Genre Science-fiction zu, schrieb aber auch gewichtige theoretische Abhandlungen und Essays zu Kybernetik, Literaturtheorie und Futurologie. Stanislaw Lem zählt heute zu den erfolgreichsten und meist übersetzten Autoren Polens. Viele seiner Werke wurden verfilmt.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Golem XIV, ein Computer, entwickelt zur Kriegsführung, weigert sich in den Krieg zu ziehen, stattdessen erklärt er die Probleme der Menschheit für nichtig und hält Vorträge über die Evolution, den Sinn des Lebens und über die Evolution der Vernunft. Der Mensch ist aus Golems Sicht dabei eben wie der Name der Gattung "Homo sapiens" schon sagt vernunftbegabt, aber nicht die Vernunft selber, Golem hingegen schon, wenn auch nur beschränkt auf einer Entwicklungsstufe, die er gewillt ist zu verlassen...

Der Mensch hält seinen eigenen Verstand, seine Aufnahmefähigkeit für schier unendlich, aber wie (Go)Lem sagt, ist der Verstand eines Menschen wie eine Kugel, man kann auf ihr wandern ohne Anfang und Ende zu finden, und dennoch ist sie in ihrer Größe begrenzt! (Go)Lem sagt wir seien nur die Überträger (Sklaven) eines Codes, des Gencodes, und dass darin der ursprüngliche Sinn des Lebens gewesen sei, wir Menschen aber über unseren Zweck hinausgewachsen sind...

Klar wird im Buch nicht gerade positiv über den Menschen gesprochen, doch es bleiben immer Hintertürchen offen, denn der Mensch kann sich entwickeln und über seine Unzulänglichkeiten hinauswachsen, auch wenn er dazu seine Menschlichkeit aufgeben muss! Auf den ersten Blick wirkt das Buch natürlich neodarwinistisch und atheistisch, doch das ist nur auf den ersten Blick so, denn aus (Go)Lems Sichtweise ist es der Vernunft möglich sich über den Menschen, Golem usw. zu einem n-dimesionalen, gottgleichen Wesen zu entwickeln, was freilich in der Lage ist, Leben zu erschaffen.
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Format: Taschenbuch
Ein Computer analysiert die Menschheit. In einer Vorlesung rechnet GOLEM mit der Menschheit und ihrer in seinen Augen geistigen Beschränktheit gnadenlos ab.
Was GOLEM (bzw. Stanislaw Lem) in diesem Buch über die Evolution, die Intelligenz und den Menschen aussagt, ist vom wissenschaftlichen und philosophischen Standpunkt äußerst aufschlussreich, ja mitunter wirklich genial!
Dieses Buch zu lesen, ist größenteils sehr anspruchsvoll, aber es hat mir trotzdem einfach nur spaß gemacht.
Ich kann "Also sprach GOLEM" nur empfehlen!
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Format: Taschenbuch
Selten hat mich ein Buch so inspiriert und begeistert. LEM versteht es SF zu schreiben ohne den Bezug zu unserer Welt zu verlieren. Ich habe Freude, einzelne Passagen des Buches wieder und wieder zu lesen: Jedes Wort stimmt, Lem verliert sich nicht in Belanglosigkeiten. Gleich das fiktive Vorwort fesselt und fordert.
Ich habe es mehrfach gelesen, oft empfohlen und mußte gerade entdecken, daß bei amazon keine Rezension vorliegt. Wie kan das sein? Vielleicht zu anspruchsvoll? Kein Protagonist zur Identifikation?
Zum Inhalt: Militärs geben einen Supercomputer(in) in Auftrag: Geschätzte Annie. Die denkt aber gar nicht daran, das Kriegshandwerk zu ergreifen. Sie denkt intensiv nach und ... schweigt. Eine abgespeckte Version von Annie - Golem - wird als Vermittler gebaut. Golem nimmt sich Zeit für die Menschen. Täglich hat er für kurze Zeit ein Ohr frei für die Geistesgrößen der Menschheit. Neben der täglichen Audienz hält er auch Vorlesungen. So z.B. "Dreierlei über die Menschen."
Wer "Golem" mag, der solle sich doch an "Die Stimme des Herrn" von LEM heranwagen. Das Vorwort von über siebzig Seiten ist schon heavy. Unbedingt erlesenswert.
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Format: Gebundene Ausgabe
Dieses zunächst sperrige anmutende Werk ist im Prinzip eine sehr gut gemachte Einführung in die Denkweisen der neodarwinistischen Evolutionstheorie. Lem beschreibt hier - mit den gewohnten ironischen Seitenhieben - den Stand des systemtheoretischen Denkens, wie es in der Biologie von Maturana/Varela oder z.B. in der Soziologie von Niklas Luhmann vertreten wird. Es sei in diesem Sinne als gute Einführung in die entsprechenden Denkmodelle empfohlen - speziell natürlich die "Vorlesung" über die Evolution des Lebens und des Menschen. Mehr als in den meisten anderen von Lems späteren Werken ist die (Science-Fiction-) Prosa hier nur noch unterhaltsames Beiwerk spannender wissenschaftlich-philosophischer Überlegungen und Vehikel von Lems Sarkasmus gegenüber anthropozentrisch-romantischen Denkweisen.
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Format: Taschenbuch
Du meine Güte! Dieses Buch ist ein Stück geistreiche SF, obwohl ich nicht weiß ob es wirkliche SF ist. Lem beschreibt in diesem Buch (unter anderem) die Welt aus der Sicht einer küntlichen Intelligenz. Man erfährt hier Dinge über die Menschen, das Universum und die Intelligenz an sich die von einem "Wesen" (dem Computer) das völlig frei von Emotionen die Sachen darstellt wie sie wirklich sind. Einige werden diese Weltsicht befürworten, andere sie für absurd halten. Jeder sollte sich selbst eine Meinung bilden. Besonders der letzte Satz von Golem sollte Jedem zu denken geben.
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