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Als wir unsterblich waren: Roman Taschenbuch – 1. August 2008
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Taschenbuch
"Bitte wiederholen" | 2,97 € | — | 2,29 € |
- Seitenzahl der Print-Ausgabe432 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberPiper Taschenbuch
- Erscheinungstermin1. August 2008
- Abmessungen12.9 x 2.4 x 19 cm
- ISBN-103492250149
- ISBN-13978-3492250146
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Produktinformation
- Herausgeber : Piper Taschenbuch; 3. Edition (1. August 2008)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 432 Seiten
- ISBN-10 : 3492250149
- ISBN-13 : 978-3492250146
- Abmessungen : 12.9 x 2.4 x 19 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1,123,707 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Es war als würde ich eine Zeitreise in meine Jugend machen. Glaubten wir nicht alle irgendwann unsterblich zu sein!?
Dieses Buch ist voller Emotionen und Wehmut. An einigen Stellen musste ich lachen, an anderen schoßen mir Tränen in die Augen.
Dieses Buch spricht mir persönlich aus der Seele. Es gab viele Stellen an denen ich mir dachte: "Ja, genau so hab ich mich damals auch gefühlt. Ja genau so war es damals auch bei uns!"
Oft musste ich an meine Jugend denken, an die Zeit in der wir alle glaubte Helden zu sein und daran, daß wir glaubten die Welt würde uns gehören.
Und irgendwann einmal muss man wehmütig feststellen, daß sich alles beginnt zu verändern. Während man vor nicht allzu langer Zeit noch gemeinsam um die Häuser gezogen ist, ist plötzlich einer verheiratet, die anderen bekommen ein Baby.....Irgendwann stellt man fest, daß man erwachsen wird und die unbeschwerte Zeit der Jugend vorbei ist.
Ich glaube alle, die gerne an ihre Jugend denken, an alles was man in dieser aufregenden Zeit erlebt hat, an ehemalige Freunde mit denen man die Nächte durchgefeiert hat ohne an morgen zu denken, Freunde die man vielleicht schon längst vergessen hat weil jeder seine eigenen Wege gegangen ist, werden dieses Buch lieben und wehmütig auf die vergangene Zeit zurückblicken.
Um es abzukürzen: Es hat mich einfach nicht "gepackt". Aber so was von überhaupt nicht.
Ich begann es zu lesen und legte es nach ein paar Seiten wieder weg.
Neulich fand ich dieses Buch in meinem Elternhaus wieder und war erneut neugierig.
Diesmal hatte ich mehr Durchhaltekraft und fand heraus weswegen ich das Buch damals weggelegt habe: Ich verstand die Sprache nicht - also die Musikersprache, die CBGB's und Dag Woods und Ted's. Was zur Hölle ist das? Ich muss immer noch manch ein Generationswort der Siebziger nachschlagen um die Witze und Bedrohungen zu erfassen - tja, bin ich wohl zu jung.
Trotz der mir unbekannten Musikersprache Londons blieb ich am Buch; bezaubert, erschüttert und gespannt was den drei Jungjournalisten als nächstes passiert. Eine Geschichte vom Aufbruch, von Liebe, zerplatzer Hoffnung und, aus der heutigen Sicht betrachtet, lustigen Unwissenheit.
Die Schreib-Perspektiven des Autors machen das Buch zu einem Leseerlebnis; vor allem weil mir die großen Ereignisse zwischen 1977 und heute bekannt sind und man eine ganz besondere Rolle als Leser hat - irgendwie etwas Wissendes und Vorausschauendes.
Das Buch lesen ist wie ein kleiner Ausflug in Londons-Musikszene 1977er. Wirklich zu empfehlen, wenn man als Unwissende etwas erfahren möchte.
Vier Sterne weil ich mir ein ausführlicheres Glossar gewünscht hätte (ein kleines ist im Anhang vorhanden)
Die Reaktionen der deutschen Literaturkritik auf den mittlerweile fünften Roman des sonst so hoch gelobten Popliteraten Tony Parsons waren eher verhalten. So lobte die "SZ" (27.06.07) zwar Tony Parsons Insiderwissen und die feinen Abstufungen innerhalb der Musikszene Londons. Als störend allerdings wurde die einfallslose Überhöhung von Details bewertet. "Die Zeit" (15.03.07) konnte für "Als wir unsterblich waren" nur noch ein müdes Lächeln erübrigen. Den Helden des Buches würde die Wut, die existenzielle Wucht fehlen. Man führte das auch gleich auf den Autor selbst zurück. Die Sprache Parsons sei durch seine jahrelange Schreiberei für Boulevardzeitungen doch schon sehr abgenutzt. "Die Tageszeitung" (04.10.06) beanstandete die ein bisschen zu künstlich, zu offensichtlich dramaturgisch zugespitzte" Handlung, empfiehlt "Als wir unsterblich waren" aber immerhin als "ein buntscheckiges, ruppiges Porträt der Zeit".
Die Handlung wird getragen von den drei Jugendlichen Terry, Ray und Leon. Im London des Jahres 1977 schreiben sie für die Musikzeitschrift "The Paper". Spannung liegt in der Luft: Punk ist in seiner vollsten Blüte, London ist das kulturelle Zentrum der Welt. Doch innerhalb von nur einer Nacht, tatsächlich behandelt der Roman nur 24 Stunden im Leben seiner Hauptdarsteller, ändert sich das Leben der drei Musikjournalisten für immer. Terry kämpft um seine große Liebe Misty, Ray muss um seinen Job fürchten (und kann ihn nur behalten, wenn er John Lennon zu einem Interview treffen kann) und Leon wird von nationalistischen Schlägern gejagt. Rette sich wer kann! Sie alle überleben diese Schicksalsnacht, werden erwachsen - und erwachen ramponiert, aber dankbar in der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft. Ein anderer überlebt diese eine Nacht nicht. Hinter abweisenden Gitterstäben haucht ein erster 42 Jahre alter Mann in seiner verkitschten Villa in Memphis sein Leben aus. Am 16. August 1977 stirbt Elvis Presley.
"Als wir unsterblich waren" ist trotz einiger Schwächen zur Lektüre zu empfehlen. Zwar ist die Handlung tatsächlich mitunter etwas zu sehr im Zeitraffer inszeniert und kratzt zum Ende hin bedenklich nah am Kitsch. Aber lesenswert ist der Roman vor allem auch deshalb, weil Parsons, der als Musikjournalist an der Entstehung des Punk ja maßgeblich beteiligt war, in seinem Roman auch autobiographische Erlebnisse verarbeitet hat. Seine Schreibe beweist es: der Mann weiß, wovon er spricht. Da schwingt mitunter auch Enttäuschung mit, nachgerade Entsetzen. Denn natürlich weiß auch Tony Parsons, dass der Punk schon längst seine Unschuld verloren hat. Aus einer Subkultur ist eine kulturindustrielle Mode geworden - schmuddlig wurde plötzlich hipp.
