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Alpha Strike: BattleTech Taschenbuch – 16. April 2014
Weitere Details
- Seitenzahl der Print-Ausgabe176 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberUlisses Medien und Spiel Distribution GmbH
- Erscheinungstermin16. April 2014
- Abmessungen21.6 x 1.4 x 27.9 cm
- ISBN-103868893881
- ISBN-13978-3868893885
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Produktinformation
- Herausgeber : Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH; New Edition (16. April 2014)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 176 Seiten
- ISBN-10 : 3868893881
- ISBN-13 : 978-3868893885
- Abmessungen : 21.6 x 1.4 x 27.9 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 862,119 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 1,948 in Rollenspiele (Bücher)
- Nr. 32,283 in Science-Fiction-Romane
- Nr. 266,902 in Unterhaltungsliteratur
- Kundenrezensionen:
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tja, die Überschrift verwirrt, aber ich kläre auf:
"Einfacher"
Alpha Strike bringt das klassische BattleTech auf den Tabletop Tisch und vereinfacht die meisten Spielabläufe.
Daher ist Alpha Strike zu allererst mal für Personen geeignet, denen das brettspielhafte spielen auf Hexfeldern nicht gefällt und außerdem für Einsteiger schneller zu erlernen.
Was wird vereinfacht:
- Bewegung: Ich starte bei A, kann mich x-Zoll bewegen und beende den Zug bei B, ohne Drehungen etc. zu beachten. Lediglich das Gelände sorgt für Abzüge.
- Feuern: Es gibt drei definierte Entfernenungen die den Treffermodifikator erhöhen. Nah/-, Mittel/+2 und Weit/+4. Die eigene Bewegung hat keinen Einfluss auf den Trefferwurf. Dafür geben Gegner unabhängig davon ob sie sich bewegt haben einen Modifikator. So sind leichte und sprungfähige Mechs meist schwerer zu treffen. Auch das Gelände erschwert das Treffen wie gehabt.
- Schaden: Jede Einheit verfügt über einen Waffenschaden der sich aus der Summe aller Waffen ergibt. Dieser Schaden variiert je nach Entfernung.
- Datenbögen: Der Datenbogen wurde deutlich vereinfacht. Schaden wird nicht auf Zonen verteilt, es gibt nur einen für Panzerung und einen für Interne Struktur.
Sind die Basisregeln einmal gelesen und ist ein passender Tisch nebst Gelände vorhanden, kann schon losgespielt werden.
Sobald man drin ist, kann man sich den fortgeschrittenen Regeln widmen, die dann die notwendige Spieltiefe und Taktik rein bringen.
"Größer"
Da die Regeln und Datenblätter vereinfacht wurden, ist es jetzt möglich in größeren Truppenverbänden zu spielen. Dauert bei CBT ein Spiel mit zwei Lanzen einen ganzen Abend, so kann im gleichen Zeitraum bei AS ein Gefecht auf Kompanieebene durchgeführt werden. Endlich macht es Sinn mit Jägern, Panzer, Artillerie etc. zu spielen.
Zum Regelwerk selbst:
Das Buch selbst ist super verarbeitet. Die Inhaltsseiten sind zwar etwas dünn, aber stabil.
Wer die aktuellen Regelwerke vom Catalyst kennt, weiß was er bekommt.
Druck und Bindung sind einwandfrei. Preis/Leistung stimmt absolut.
Viele CBT-ler stehen AS weiterhin skeptisch gegenüber, aber wer schon immer Lust hatte tonnenschwere Kriegsmaschinen durch Tabletop Landschaften stampfen zu lassen, der sollte hier unbedingt zugreifen.
Inhalt
Das Regelwerk zum schnellen Gefecht beginnt mit den Einführungsregeln, hier werden die Grundlagen vermittelt. Begonnen mit dem Mechbogen, der in diesem Fall kaum seinen Namen verdient. Passt ein regulärer Mech mit Ach und Krach auf eine DIN-A4-Seite kann man auf demselben Platz locker acht Alpha-Strike–Bögen ausdrucken.
Wie man am dargestellten Beispiel gut erkennen kann, sind die Daten deutlich vereinfacht worden. Das erste Feld (lila Pfeil) beinhaltet den Typ (Battlemech), die Größe/Tonnage und die Bewegungsreichweite in Zoll. Generell geht das Spiel davon aus, dass auf einem hexlosen Spielfeld gekämpft wird.
Das zweite Feld – hier der grüne Pfeil –beinhaltet den Schaden, den dieser Mech auf eine gegebene Reichweite anrichten kann. Das einzelne Ansteuern von Waffen ist also so nicht möglich. Sondern es werden immer alle effektiven Waffen zum Einsatz (bekannt als Alpha Strike) gebracht. Wenn dadurch Hitze aufgebaut wird, vermerkt man dies auf dem schwarz markierten Feld. Wobei jeder Punkt ÜH (Überhitze) automatisch einen Punkt mehr Schaden anrichtet, aber dafür in der folgenden Runde einen Malus auf den Trefferwurf gibt. Man richtet mehr Schaden in einer Runde an, auf Kosten einer schlechteren Chance in der kommenden Runde bzw. die Abschaltung beim Erreichen der maximalen Reaktorhitze. Viele Mechs sind übrigens gar nicht in der Lage Überhitze aufzubauen.
Richtet man Schaden an, beschädigt man das rot markierte Feld des Gegners, erst die Panzerung ? und dann die interne Struktur (S). An dieser Stelle entfällt also schon mal der Wurf auf die Trefferzone, was sich aber erstaunlicherweise ausgleicht, denn im Classic Battletech, kann Schaden durch Glück sowohl auf eine Zone konzentriert sein, als auch sehr gleichmäßig verteilt, was den Mech lange am Leben hält.
Zu guter Letzt verfügt der Mech über eine Reihe von Sonderfertigkeiten, wie Raketen, Indirektes Feuer, ECM oder Munition bzw. das vollständige Fehlen derselben. Besonders letztere hat Vor– und Nachteile: Während diese auf der einen Seite nicht abgestrichen wird, kann sie auf der anderen Seite durch einen kritischen Treffer enormen Schaden anrichten.
Das eigentliche Gefecht läuft nach dem bekannten Schema ab: Initiative, Bewegen, Kampf– und Endphase.
Die Initiative wird hier ebenfalls mit 2W6 gewürfelt und bestimmt wer sich zuerst bewegen muss. Nach der Bewegung spielt sie de facto keine Rolle mehr, da davon ausgegangen wird, dass alle Aktionen gleichzeitig passieren und Schäden erst in der Endphase zum Tragen kommen.
Da Bewegung nicht in Hex, sondern in Zoll angegeben wird, werden Mechs einfach nur bis zu ihrer maximalen Reichweite gesetzt. Die Regeln gehen hier davon aus, dass sich jeder Mech, auch wenn er sich nicht bewegt, immer maximal bemühen wird nicht getroffen zu werden. Damit bekommt er also immer den Verteidigungsbonus, den er bestenfalls erhalten könnte, dies erspart das ständige Vorhalten, wie weit sich gerade welcher Kampfkoloss bewegt hat. Das macht besonders leichte Mechs zu einem ungleich schwerer zu treffenden Ziel, als dies in CBT der Fall ist. So erhält ein sprungfähiger Assassin (max. 14 Zoll) immer einen Malus von +4 auf alle gegen ihn gerichteten Attacken. Selbstverständlich wird aber natürlich Gelände eingerechnet, in dem die Kosten erhöht werden. Ausrichtung spielt auch nur eine untergeordnete Rolle, wobei ein Treffer in den Rücken durchaus mehr Schaden anrichtet, um die schwächere Panzerung darzustellen.
Wenn der abschließende Trefferwurf erfolgreich war, wird auch schon direkt der Schaden von der Panzerung des Gegners abgezogen, solange diese vorhanden ist. Durchschlägt der Schaden die äußere Hülle, kann er wie beim großen Bruder kritische Treffer anrichten. Im direkten Vergleich spart man also 3–4 Würfelwürfe pro Aktion! Respekt.
Neben den grundsätzlichen Mech-Kampfregeln in einfacher und Standardausführung beinhaltet das Buch auch noch das Reglement für alle anderen bekannten militärischen Einheiten, von Infanterie über Panzer bis zum Luft/Raumjägern. Damit steht einer epischen Schlacht nichts mehr im Wege.
Das zwölf Seiten lange Kampagnensystem ist bereits aus dem Grundregelwerk oder dem Quellenbuch Total Chaos hinlänglich bekannt und wurde nur gering angepasst, um die Kosten für Panzerung und ähnliches anzugleichen, die hier ja anders gehandhabt wird.
Abgeschlossen wird Alpha Strike mit einer kurzen Übersicht über die Geschichte des Battletech Universums. Zumindestens für Neueinsteiger sicherlich interessant.
Preis-/Leistungsverhältnis
Nicht ganz 20 bzw. 40 EUR für ein komplettes und vor allem umfangreiches Regelwerk ist wohl berechtigt. Verglichen mit dem Inhalt der kürzlich vorgestellten 2014er Grundbox erscheint es aber etwas viel. Das Buch bietet neben Einsteiger– und Fortgeschrittenenregeln auch ein Kampagnensystem, das gerade für ein Spielsystem, in dem Gefechte schnell ablaufen, Sinn macht. Insgesamt finde ich den Preis in Ordnung und würde die Printversion vorziehen, was aber mehr dem Gedanken geschuldet ist, dass es leichter ist, während der Lernphase ein Buch neben sich liegen zu haben, als einen Laptop, Tablet oder einen E-Book-Reader.
Erscheinungsbild
Alphastruke Battletech CoverAlpha Strike überzeugt, wie alle neueren Battletech–Produkte, durch ein sowohl einheitliches, aber vor allem funktionelles Design. Die Texte sind verständlich geschrieben und mit vielen Beispielen unterlegt. Zusätzlich helfen Diagramme, Tabellen und Schaubilder dabei, sich schnell in das Regelwerk einzuarbeiten. Daneben machen eine Vielzahl an Mechdarstellungen Lust darauf, Pinsel und Farbe zu bemühen, auch wenn kaum jemand das vorgestellte Niveau erreichen wird.
Die Texte sind zweispaltig und in einer angenehmen Schriftgröße gestaltet. Zur schnelleren Auffindbarkeit, sind die Seiten mit einem kapitelweisen Leitsystem versehen. Sollte das nicht helfen, wird man aber spätestens im übersichtlichen Inhaltsverzeichnis fündig.
Neben den eigentlichen Regel-Inhalten endet das Regelwerk mit einer Reihe von Kopiervorlagen.
Die Übersetzung von Daniel Mayer ist gut gelungen, allerdings sind die Punkte der englischen Errata nicht eingearbeitet worden.
Fazit
Wenn man wirklich Kollegen hat, die Battletech spielen möchten, als Abend-Kampagne oder einfach als Absacker nach dem Hauptgefecht ist Alpha Strike definitiv eine hervorragende Wahl. Auch wenn es nicht den enormen Detailgrad des Hauptsystems aufweist, fühlt es sich doch wie ein packendes Gefecht an. Alles geht schneller, ist damit aber sehr nah an der Darstellung der Romane, in denen Mechs bereits nach wenigen, aber gezielten Treffern in die Knie gehen können. Mit diesem Tempo wartet auch Alpha Strike auf.
Elemente, wie das sehr gelungene Kampagnensystem kennt man zwar bereits aus dem einen oder anderen Regelwerk, das ist aber bei Battletech nicht ungewöhnlich und kann auch als Vorteil interpretiert werden, schließlich hat man alles zur Verfügung ohne gleich ganze Regalmeter an Werken verwalten zu müssen.
Generell macht Alpha Strike mehr Spaß, wenn man konkreten Missionszielen folgt, anstatt lediglich ein Shoot-Out zu veranstalten. Gerade in der Kampagne überlegt man es sich zweimal, ob man seinen Veteranen bis zum bitteren Ende kämpfen lässt oder lieber beschämt aber lebendig in die kommende Mission startet.
Ein weiterer Vorteil des System ist wohl, dass keine weitere TROs (Technical Readouts) gekauft werden müssen, da man alle Mech-Daten kostenlos über die Masterunitlist heruntergeladen kann. Hier ist aber Vorsicht geboten, da besonders die Kampfwerte manchmal den neusten Produkten – in diesem Fall dem Alpha Strike Kompendium – angeglichen werden.





