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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
7
3,7 von 5 Sternen
Alles - worum es geht
Format: Broschiert|Ändern
Preis:12,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 29. Oktober 2015
Inhalt und meine Meinung:
Dieses Büchlein enthält eine Sammlung von ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten, die im wesentlichen das „Alles“ thematisieren.

Am besten hat mir gleich der erste Text mit dem Titel „Warum?“ gefallen.
Eigentlich war diese Geschichte von allen die am schwersten Verständliche und machte mir somit den Einstieg in das Büchlein nicht leicht.
Es wird ein Dialog geschildert, in dem eigentlich kaum etwas gesprochen wird.
Und es geht auch aus den Dialogen kaum hervor, wer da mit wem spricht.
Aber im Laufe des Textes klärt sich das Bild, so dass dies meiner Vermutung nach ein Patientengespräch einer Psychologin mit einem Jugendlichen ist, der eine Gewalttat begangen hat, in dem sie versucht das Motiv für diese Tat zu erfragen.
Die begangene Gewalttat war, dass er genervt von einer brennenden Straßenlaterne jemanden mit einer herumliegenden Eisenstange zusammengeschlagen hat.

Beispielzitat (S. 16):
“Also bin ich nicht schuld?“
„ ... Nein, eigentlich nicht … “
“Du an meiner Stelle hättest das selbe getan?“
„Äh … das weiß ich nicht … “
„Du bist natürlich nie in meiner Situation gewesen. Aber mal angenommen …?“
„Mal angenommen … Vielleicht ja … “
„Du verstehst es also?“
„ … “
„Auf jeden Fall findest du es nicht merkwürdig, dass jemand in meiner Situation so was gemacht hat? […] Wenn man an die fehlenden Grenzen denkt, an das Licht der Straßenlaterne, den Rost der Eisenstange, dann ist es durchaus verständlich, dass ich das getan habe?“
„ … Ja-a … “

Diese Warum-Geschichte mit ihrem rudimentären Gespräch zeigt die Sprachlosigkeit und Hilflosigkeit von Tätern zu ihren Motiven.
Und die immerwährende Güte und positive Grundhaltung, um nicht zu sagen „Verständnis“, von Psychologen gegenüber Gewalttätern, obwohl sie das zugrundeliegende Motiv nicht verstehen.

Fazit: Die Texte sollen meiner Meinung nach nicht gefallen, sondern sie sollen berühren und zum Nachdenken anregen.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. März 2014
Die 8 Kurzgeschichten in "Alles -- worum es geht" sind zu unterschiedlichen Zeiten für ein unterschiedliches Publikum entstanden. Von einem Jugendbuch zu reden, schrenkt das Buch daher etwas ein. Trotz der Unterschiedlichkeit ist allen Geschichten jedoch eines gemein: Sie regen extrem zum Nachdenken an, weisen auf Missstände im Menschen und in der Gesellschaft hin, sind unbarmherzig ehrlich und drehen sich immer um die Thematik der Gewalt -- manchmal auch nur auf den zweiten Blick. Da ist der Junge, der darauf schließen muss, dass sein Vater zwei junge Mädchen als Prostituierte nimmt, und mit seinem beiden Geschwistern fliehen muss. Nur wohin? Wo ist diese Wirklichkeit, die einem Schutz bietet und so ein Verbrechen nicht zulässt? Da ist ein geistig behinderter Junge, der Stabilität braucht und daran zu zerbrechen droht, dass er Geliebtes verliert. Da ist eine Reise in die Türkei, auf der die Kultur der Einheimischen verletzt wird und diese das trotzdem mit einer guten Tat erwidern. Diese Geschichte hat mir eigentlich am besten gefallen, da sie am wärmsten ist und ich nicht mit dem Gefühl zurückblieb, dass die Welt ein furchtbarer, kalter Ort ist. Noch vieles mehr steht in diesem Buch, das jeder selbst lesen sollte.
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am 29. Oktober 2013
Janne Teller, selbst als Kind von Flüchtlingen nach Dänemark gekommen, setzt sich 2001 unter dem Eindruck einer großen Zahl von Flüchtlingen die nach Dänemark gekommen und dort das innenpolitische Thema Nummer eins sind, an ihren Schreibtisch und schreibt einen Essay, "als eine Einladung, sich in das Leben als Flüchtling hineinzudenken. Nicht aus dem Blickwinkel der Flüchtlinge, die von weit her nach Dänemark kommen, sondern mit dem Blick der Dänen, deren eigenen sicheres Leben durch einen hoffentlich undenkbaren Krieg zwischen skandinavischen Ländern zerstört wird."

Sie versteht ihr kleines Buch, das in Deutschland unter dem Titel „Krieg- stell dir vor er wäre hier“ erschient“, zwei Jahre nach ihrem verstörend-philosophischen Texte „Nichts,“ als "Einladung an die Vorstellungskraft" und hat es deshalb für die deutsche Übersetzung leicht verändert und ein Szenario gewählt, in dem die EU aus sozialen und nationalistischen Gründen auseinander bricht. Viele Menschen fliehen in den Nahen Osten. So auch oder 14 - jährige Protagonist der Geschichte, der aus Deutschland stammt und in Ägypten in einem Flüchtlingslager mit seinen Eltern um sein Überleben kämpft. Angesichts der vielen Flüchtlinge, die aus Nordafrika in den letzten Wochen nach Europa kommen, und dort eine bessere Zukunft sich erhoffen, ein fast prophetisches Szenario

Sie will ihre jugendlichen Leser einladen, sich in die Migranten hineinzufühlen, "eine Einladung, das Leben der anderen nachzuvollziehen, ein Schicksal, das hoffentlich nie unser eigenes sein wird."

Genau wie in ihren anderen Büchern auch sind die Texte des neuen Buches, für die deutsche Ausgabe exklusiv aus in früheren Jahren veröffentlichten Erzählungen und Originaltexten zusammengestellt, Parabeln, die zu eigenem Denken und zum Mitgefühl, zu politischem Bewusstsein und zur Menschlichkeit helfen sollen.

In den insgesamt acht unterschiedlich langen Texten des neuen Buches „Alles worum es geht“ geht es um Anpassung und Ausgrenzung, um Integration und kulturelle Unterschiede, es geht um Identität und um geistige Behinderung, um Gewalt und Rache, Mord und Todesstrafe, aber auch um Zuwendung und Träume und immer wieder um Ausbeutung und um menschliche Irrtümer.

Es sind Geschichten, die eine nicht unberührt lassen(sollen). Sie gehen unter die Haut und zwingen regelrecht den Leser zur Auseinandersetzung und zur Bildung einer eigenen Meinung und Haltung. Janne Teller hat mit ihren Büchern das Genre des politischen Jugendbuchs nachhaltig geprägt.
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 16. November 2013
Dieses Buch von Janne Teller hebt sich klar von dem Buch "NICHTS" ab, welches vom Cover her genau gegensätzlich ist und nicht nur eine Geschichte, sondern mehrere "short stories" enthält. So ist das Werk auch nicht einfarbig wie "NICHTS", sondern erzählt in unterschiedlichen Nuancen, wie der farbige Umschlag es ankündigt, von verschiedenen Lebenssituationen und -perspektiven, die mit "gewaltigen Lebensumständen" zu tun haben.
Da rechtfertigen sich gewalttätige Menschen ihrer Taten und man wird - ähnlich wie bei den Büchern von Ferdinand von Schirach (Verbrechen, Schuld,...) - immer wieder vor die Frage gestellt, was man selbst getan hätte. Auch wenn die literarische Qualität eine andere ist, brillieren die Geschichten von Janne Teller durch ihre Unmittelbarkeit und die sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen und geographischen Verortungen. Moral und Ethik werden hier immer wieder zum Thema. Insbesondere die "Interview-Geschichte" Warum? ist ausgesprochen deutlich wie auch "Lollipops". In beiden Geschichten geht es um die Rechtfertigung von Gewalt und bei "Lollipops" auch noch zusätzlich um Armut, Migration und das Imponierenwollen eines Jungen gegenüber seiner Freundin. Jane Teller geht nicht immer ins Detail. Ihr geht es mehr um das Anstossen von Gefühlen und Gedanken.
Nur die letzte der acht Geschichten (Alles...) sagt mir nicht so zu. Sie ist sehr abstrakt gehalten und will "Verrücktes" beschreiben, was meines Erachtens nur in Ansätzen gelingt. Auch wenn dies quasi die titelgebende Geschichte ist, passt sie nicht so ganz zu den anderen; zumal sie auch eher für Erwachsene geeignet erscheint.
Dennoch kann man das Buch Jugendlichen zutrauen, die mit "NICHTS" auch zurechtgekommen wären bzw. sind. Und einzelne Geschichten kann man sehr gut als ethische Anstösse im Unterricht einsetzen.
Ein Buch, von dem einzelne Geschichten nachwirken werden...
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TOP 1000 REZENSENTam 23. November 2013
Auf Janne Tellers neues Buch "Alles - Worum es geht" hatte ich mich nach der Lektüre von "Nichts: was im Leben wichtig ist" wirklich gefreut. Letzteres hat mir unglaublich gut gefallen und da sich die Biographie der studierten Staatswissenschaftlerin so interessant liest, freute ich mich auf eine Sammlung von Kurzgeschichten über Gewalt, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Das Taschenbuch gibt es für 12,99 Euro und es enthält sieben Kurzgeschichten sowie ein Nachwort der Autorin auf knapp 150 Seiten.

Jede Kurzgeschichte ist anders, manche in Form eines Dialoges, mache durch einen Erzähler wiedergegeben und wieder andere in Form eines inneren Monologes. Stilistisch ist also eine große Bandbreite vertreten, was mir schon einmal sehr gut gefällt.
Inhaltlich hatte ich mich zwar auf die kurzen Geschichten gefreut, wurde dann jedoch herb enttäuscht. Zwar thematisieren sie alle kritische Momente im Leben des Protagonisten, lehren mich jedoch nichts!

Gerne hätte ich interessante Charaktere gehabt, mit differenzierten Blickwinkeln auf die Themen Fremdenfeindlichkeit, Hass oder Gewalt und gerne hätte ich mir mein eigenes Urteil darüber gebildet.
Stattdessen fiel es mir unheimlich schwer, hinter die Fassade der Wörter zu kommen und hinter den Sinn zu blicken. Zwischen den Zeilen lesen, das ist, was mir liegt. Selbst denken, selbst fragen, hinterfragen.
Doch in diesem Buch - Fehlanzeige.

An einem normalen Tag lese ich um die 100 Seiten, am Wochenende gerne auch mal bis zu 300 oder 400. Doch um mich durch dieses schmale Buch zu quälen brauchte ich fast eine komplette Woche, denn mehr als 10-15 Seiten pro Lese Session waren nicht drin.
Ich weiß nicht, woran es lag, aber die Kurzgeschichten haben mir allesamt nicht zugesagt.
Es sind Kurzgeschichten, das macht Sinn! Aber sie weisen doch stellenweise Längen auf, sind unsinnig und in sich nicht schlüssig.

Das Schlusswort der Autorin hat mir recht gut gefallen. Sie wirft Fragen auf und prangert Probleme an, ohne selbst auf konkrete Lösungen einzugehen. Obwohl ich einige Abschnitte überflogen habe, da der Informationsgehalt recht gering ist, haben mir die letzten 20 Seiten definitiv am besten gefallen!

FAZIT
Ich persönlich konnte mit "Alles - worum es geht" absolut nichts anfangen. Für mich ergaben die Kurzgeschichten keinen Sinn. Sie thematisierten zwar Gewalt und Extremismus, wichtige Probleme der Gesellschaft, gaben für mich jedoch wenig konkreten Denkanstoß. Wenig Potential meine eigene Meinung zu entfalten, wenig Polarität. Sie waren einfach zu wenig ausgereift, zu kurz, zu unlogisch in sich selbst.
Ich gebe daher 2 von 5 Sternen, nach "Nichts" hatte ich ehr hohe Erwartungen, welche leider nicht erfüllt wurden.
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am 30. Dezember 2013
In dem Band Alles worum es geht" von Janne Teller sind acht Kurzgeschichten und ein Essay über das Schreiben von der Autorin veröffentlicht. Ich habe mich nach einer Rezension in der Zeit dazu entschlossen den Band zu lesen, nicht alle Geschichten auf einmal sondern einzeln, oft mit mehreren Tagen Abstand. Zuvor hatte ich bereits Nichts" gelesen. Es sind Geschichten die die Autorin zwischen 2003 und 2011 veröffentlicht hat. Die Geschichten haben etwas ähnlich Verstörendes und Aufwühlendes wie Nichts". Ich habe mich gefragt, ob es sich wirklich um Kurzgeschichten für Jugendliche handelt. Auch als Erwachsener habe ich ordentlich dran zu beißen. Die Geschichten sind sehr vielfältig, Dialoge, Monologe, Geschichten aus sehr unterschiedlicher Erzählperspektive, aus Sicht von Tätern wie Beobachtern. Immer mit einer starken Einfühlung in die erzählenden Personen, ob ein Erwachsener ein Mädchen oder ein Junge oder Kind. Die Geschichten liefern keine Lösungen, sie stellen dar und überlassen dem Leser das Urteil. Die Autorin enthält sich jedes moralischen Urteils. Sie überlässt das Feld komplett ihren Figuren, die erzählen. Als Leser bleiben wir allein zurück und müssen uns der Mühe unterziehen selber Position zu beziehen. Alles worum es geht" ist nichts für Denkfaule. Alles" ist anstrengend. Etwas von dem "Alles", was die Autorin bewegt erfährt der Leser im Essay über das Schreiben der Autorin am Ende des Bändchens. Ich habe es mit Gewinn gelesen.
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am 5. Januar 2015
Das Buch mit seinen Geschichten hat mich enttäuscht wie wohl kein anderes Buch. So kalt, so herzlos, so hoffnungslos, eine grosse Leere ohne jede Perspektive. Geschichten von sinnloser Gewalt, über Menschen ohne Gefühle. Für mich ohne Sinn und anstrengend wie stundenlang Musik hören müssen, die mir nicht gefällt.
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