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Alles über Wikipedia: und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt Perfect Paperback – 9 Sept. 2011
by
Wikimedia Deutschland
(Herausgeber)
1. Auflage 2011, ISBN 9783455502367, 350 Seiten
- Print length352 pages
- LanguageGerman
- PublisherHOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH
- Publication date9 Sept. 2011
- Dimensions12.6 x 3 x 20.5 cm
- ISBN-103455502369
- ISBN-13978-3455502367
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Product description
From the Publisher
Wer und was steckt hinter dem globalen Projekt Wikipedia, das allein in der deutschsprachigen Version – der zweitgrößten nach der englischen – über 1,3 Millionen Artikel bereitstellt? Sein von komplexen Prozessen und leidenschaftlichen Diskussionen geprägtes Innenleben wird von Wikipedia-Autoren anschaulich geschildert und verständlich erklärt. Der Leser lernt Vandalenjäger und Trolle kennen, die Qualen der Löschhölle und die Freuden des gemeinsamen Gelingens. Er nimmt an der Debatte über die fundamentale Frage teil, was in eine Enzyklopädie gehört und was nicht. Er erfährt, was einen guten Lexikonartikel ausmacht und wie Textqualität entsteht. Was sind die Grundprinzipien der Wiki-Idee und der gemeinschaftlichen Arbeitsweise, die das Projekt so erfolgreich gemacht haben? Neben handfesten Informationen für den Gebrauch der Online-Enzyklopädie und einem Schnellkurs in Wikipedianisch bietet das Buch nicht zuletzt auch Einblicke in die dunkle Seite von Wikipedia. Ein Buch über eine ganz eigene Parallelwelt, in der sich das »reale Leben« spiegelt.
About the Author
Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, im internationalen Verbund unter der Schirmorganisation Wikimedia Foundation die Erstellung, Sammlung und Verbreitung Freier Inhalte und damit die Chancengleichheit beim Zugang zu Wissen zu fördern. Freie Inhalte im Sinne des Vereins sind alle Werke, die von ihren Urhebern unter eine Lizenz gestellt werden, die es jedem gestattet, diese Werke kostenlos zu verbreiten und zu bearbeiten
Product details
- Publisher : HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH; 1st edition (9 Sept. 2011)
- Language : German
- Perfect Paperback : 352 pages
- ISBN-10 : 3455502369
- ISBN-13 : 978-3455502367
- Dimensions : 12.6 x 3 x 20.5 cm
- Best Sellers Rank: 1,990,500 in Books (See Top 100 in Books)
- 1,197 in Great Britain Politics (Books)
- 43,689 in Society (Books)
- Customer reviews:
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Customer reviews
2.9 out of 5 stars
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Top reviews
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Reviewed in Germany on 3 December 2011
Ich muss zuerst sagen das ich ein großer Fan von Wikipedia bin. Seit jahren ergänze ich Artikel. Dieses Buch ist jedoch eine große Enttäuschung. Ich hatte gehofft genaueres über die spannenden ersten 10 jahre zu erfahren. In dem Buch sind jede Menge Selbstdarsteller zu Wort gekommen deren Texte sich Inhaltlich dermaßen oft überschneiden das es keinen Spaß gemacht hat es zu lesen.
Reviewed in Germany on 5 June 2016
"Die herrschenden Gedanken sind immer die Gedanken der Herrschenden"
(Karl Marx: Die deutsche Ideologie).
Dieses Buch wurde zum 10. Jahresjubiläum der Wikipedia 2011 heraus gegeben. Es ist aber nicht die übliche Festschrift-Selbstbeweihräucherung, sondern eine erstaunlich detaillierte und kritische Aufarbeitung des Wikipedia-Innenlebens.
Mir sind schon öfters kleinere Fehler bzw. Inkonsistenzen in der Wikipedia aufgefallen. Die deutschen Einträge sind relativ oft weniger informativ als die englischen. Außerdem gebe ich den monatlichen "Chrillys Goldreport" heraus. Ich dachte mir, dass ich die Recherchen für den Goldreport in die Wikipedia einfließen lassen könnte. Diesen Gedanken habe ich schon nach dem Lesen des ebenfalls sehr guten Buches von Ziko van Dijk: Wikipedia: Wie Sie zur freien Enzyklopädie beitragen, fallen gelassen (siehe meine Rezension dieses Werkes). Dieses Buch hat mich in dieser Nicht-Absicht bestärkt.
Besonders gefallen hat mir der Beitrag von Nutzer:NEON02. Er geht auf die sehr problematischen Auswirkungen des Neutral-Point-Of-View (NPOV) Dogmas in der Wikipedia ein. Es ist eine schöne Ausarbeitung des Marx Zitates. Insofern ist es auch unsinnig wenn rechte Kritiker hinter der Wikipedia eine Mainstream-Verschwörung wittern. Es ist die unmittelbare, logische Konsequenz des NPOV. Aber gut, diese eher einfach gestrickten Kritiker lesen auch nicht Marx und müssen dann ihr Schwarzes Loch an Einsicht mit Verschwörungstheorien ersetzen (Intelligente Rechte wissen hingegen Marx und vor allem Gramsci durchaus zu schätzen).
Ebenfalls sehr gut hat mir der Beitrag von Benutzer:Stefan64 gefallen. Er schreibt u.A. "Wikipedia selbst betrachtet sich nicht als Demokratie, sondern als Mischung verschiedener Mitwirkungsmöglichkeiten, aus denen sich im Laufe der Projektentwicklung eine komplexe Machtstruktur entwickelt hat". Andere Autoren nennen es Bürokratie. Mit den für Bürokratien typischen Auswirkungen: "Tatsächlich handelt es sich im Grunde um eine recht ineffiziente Methode, qualitativ hochwerte Inhalte zu erstellen und zu sichern. Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen ist mit ständigen, oft langwierigen Diskussion verbunden". Mein Lob für Stefan64 ist eine Verletzung der NPOV. Stefan64 ist der Hauptautor meines eigenen Wikipedia Beitrags. Ihm verdanke ich eine Viertelstunde Ruhm.
Witzig und gleichzeitig eine sehr feine Analyse der Medienkultur ist Arne Nordmann: Kaffeeservice und Bügelbrett: Von der Wikipedia ohne Umwege in die Köpfe.
Die Deutschen Fussball Damen haben für ihren EM-Titel 1989 als Siegesprämie ein Kaffeeservice erhalten. Ein Witzbold hat dem noch "und ein Bügelbrett" hinzugefügt. Dieser offensichtliche Scherz geisterte in Folge durch alle Medien, Springer, FAZ, taz .... Keiner der Journalisten ist jemals auf die Idee gekommen beim Pressebüro des DFB anzurufen, ob denn das wirklich wahr ist. Recherche war einmal.
Es sind natürlich nicht alle Beiträge von derselben Qualität. Das ist in jedem Sammelband so. Im Großen und Ganzen ist es jedoch ein sehr vielstimmiges, buntes und interessantes Bild aus dem Inneren, aus der Maschinenhalle und auch der Löschhölle, der Wikipedia. Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen und gleichzeitig einiges gelernt. Was will man mehr von einem Buch. Ich finde es auch beachtlich, dass man sich zu einer derartig kritischen Festschrift durchgerungen hat. Das ist meines Erachtens nicht selbstverständlich. Wahrscheinlich gab es über diese Frage eh ein grosses Stechen und Hauen. Persönlich hätte ich daran nur mässig Gefallen gefunden. Aber als Leser und Konsument ist mir das wurscht. Es zählt wie bei der Wikipedia das erfreuliche Endergebnis.
(Karl Marx: Die deutsche Ideologie).
Dieses Buch wurde zum 10. Jahresjubiläum der Wikipedia 2011 heraus gegeben. Es ist aber nicht die übliche Festschrift-Selbstbeweihräucherung, sondern eine erstaunlich detaillierte und kritische Aufarbeitung des Wikipedia-Innenlebens.
Mir sind schon öfters kleinere Fehler bzw. Inkonsistenzen in der Wikipedia aufgefallen. Die deutschen Einträge sind relativ oft weniger informativ als die englischen. Außerdem gebe ich den monatlichen "Chrillys Goldreport" heraus. Ich dachte mir, dass ich die Recherchen für den Goldreport in die Wikipedia einfließen lassen könnte. Diesen Gedanken habe ich schon nach dem Lesen des ebenfalls sehr guten Buches von Ziko van Dijk: Wikipedia: Wie Sie zur freien Enzyklopädie beitragen, fallen gelassen (siehe meine Rezension dieses Werkes). Dieses Buch hat mich in dieser Nicht-Absicht bestärkt.
Besonders gefallen hat mir der Beitrag von Nutzer:NEON02. Er geht auf die sehr problematischen Auswirkungen des Neutral-Point-Of-View (NPOV) Dogmas in der Wikipedia ein. Es ist eine schöne Ausarbeitung des Marx Zitates. Insofern ist es auch unsinnig wenn rechte Kritiker hinter der Wikipedia eine Mainstream-Verschwörung wittern. Es ist die unmittelbare, logische Konsequenz des NPOV. Aber gut, diese eher einfach gestrickten Kritiker lesen auch nicht Marx und müssen dann ihr Schwarzes Loch an Einsicht mit Verschwörungstheorien ersetzen (Intelligente Rechte wissen hingegen Marx und vor allem Gramsci durchaus zu schätzen).
Ebenfalls sehr gut hat mir der Beitrag von Benutzer:Stefan64 gefallen. Er schreibt u.A. "Wikipedia selbst betrachtet sich nicht als Demokratie, sondern als Mischung verschiedener Mitwirkungsmöglichkeiten, aus denen sich im Laufe der Projektentwicklung eine komplexe Machtstruktur entwickelt hat". Andere Autoren nennen es Bürokratie. Mit den für Bürokratien typischen Auswirkungen: "Tatsächlich handelt es sich im Grunde um eine recht ineffiziente Methode, qualitativ hochwerte Inhalte zu erstellen und zu sichern. Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen ist mit ständigen, oft langwierigen Diskussion verbunden". Mein Lob für Stefan64 ist eine Verletzung der NPOV. Stefan64 ist der Hauptautor meines eigenen Wikipedia Beitrags. Ihm verdanke ich eine Viertelstunde Ruhm.
Witzig und gleichzeitig eine sehr feine Analyse der Medienkultur ist Arne Nordmann: Kaffeeservice und Bügelbrett: Von der Wikipedia ohne Umwege in die Köpfe.
Die Deutschen Fussball Damen haben für ihren EM-Titel 1989 als Siegesprämie ein Kaffeeservice erhalten. Ein Witzbold hat dem noch "und ein Bügelbrett" hinzugefügt. Dieser offensichtliche Scherz geisterte in Folge durch alle Medien, Springer, FAZ, taz .... Keiner der Journalisten ist jemals auf die Idee gekommen beim Pressebüro des DFB anzurufen, ob denn das wirklich wahr ist. Recherche war einmal.
Es sind natürlich nicht alle Beiträge von derselben Qualität. Das ist in jedem Sammelband so. Im Großen und Ganzen ist es jedoch ein sehr vielstimmiges, buntes und interessantes Bild aus dem Inneren, aus der Maschinenhalle und auch der Löschhölle, der Wikipedia. Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen und gleichzeitig einiges gelernt. Was will man mehr von einem Buch. Ich finde es auch beachtlich, dass man sich zu einer derartig kritischen Festschrift durchgerungen hat. Das ist meines Erachtens nicht selbstverständlich. Wahrscheinlich gab es über diese Frage eh ein grosses Stechen und Hauen. Persönlich hätte ich daran nur mässig Gefallen gefunden. Aber als Leser und Konsument ist mir das wurscht. Es zählt wie bei der Wikipedia das erfreuliche Endergebnis.
Reviewed in Germany on 4 October 2011
... verderben den Brei. Anders als in der Wikipedia, deren zehnjähriges Bestehen heuer gefeiert wird und die von der Intelligenz des Schwarms profitierte, kommt diesem Buch die Mitwirkung vieler Wikipedia-Protagonisten nicht zugute.
"Ein Buch voller Informationen und Geschichten, das Hintergründe ausleuchtet." Diesen Klappentext hat sich der Verlag Hoffmann und Campe, der auch bei Titelwahl nicht kleckert, sondern klotzt, für das Werk ausgedacht und greift damit zielsicher daneben. Denn das Buch ist über weite Strecken eine Anekdotensammlung: Was mich bewegte, Wiki-Autor zu werden. Welche geheimen Fehler ich in meine Artikel einstreue. Warum Wikipedia ganz toll ist und Fachbücher gar nicht mehr benötigt werden. Wie ich mich einmal ganz schlimm über Wikipedia und meine Autorenkollegen ärgerte. Warum auch ich die Flinte ins Korn geworfen habe. Und so weiter. Das ist dann doch mehr die - streckenweise selbstbeweihräuchernde - Innensicht der Autorenschaft und auf Dauer ziemlich ermüdend. Und es ist schon gar kein Ratgeber für potentielle Autoren.
Das Buch ist also zu dick. Die Hälfte hätte genügt, dann könnte sich der Leser nämlich auf die lesenswerten Essays aus der Feder der Benutzer Schlesinger, Tobias Lutzi und Magnus Manske konzentrieren, die uns wirklich etwas über die Wikipedia mitzuteilen haben, was über persönliche Empfindungen hinaus geht.
Zurück zur Kritik: Was dieser Festschrift fehlt, ist die Außensicht auf Wikipedia, also: eine Erläuterung seiner Organisationsstrukturen in Form der Wikimedia Foundation (oder in Deutschland: Wikimedia e.V.), eine in Kapiteln geordnete Darstellung einzelner Themenkreise (Entstehung; Technik; Arbeitsweise; Kritik - oder so ähnlich) anstatt des jetzt vorzufindenden Durcheinanders (die vom Verlag vorgenommene Gliederung ist völlig nichtssagend), eine stärkere Bezugnahme auf wissenschaftliche Studien über die Online-Enzyklopädie (die z.B. etwas über Herkunft, Ausbildung und Motivation der Autoren sagen, was aussagekräftiger wäre als die zufälligen Erlebnisberichte einzelner Autoren im Buch). Das OMA-Prinzip, also der Grundsatz, dass "Otto Normalverbraucher" die Texte verstehen kann (ein wesentliches Prinzip der Wikipedia), kommt leider zu kurz: Etwa wenn es um die spannenden internen Richtungsstreits zwischen Exklusionisten und Inklusionisten (also die Frage, was alles in Wikipedia reingehört) geht. Hier war bei der Lektüre der Rezensent überfordert. Und eine Frage hat den Rezensenten schließlich auch beschäftigt: Warum im Autorenverzeichnis Namen auftauchen, die offenbar überhaupt nichts zum Buch beigetragen haben, wie etwa die Berliner Copy-und Paste-Expertin Debora Weber-Wulff.
Wikipedia ist nach zehnjährigem Bestehen eine Erfolgsgeschichte. Niemand kann das leugnen. Verlage gingen in die Knie. Aber es werden auch deutliche Schwächen offenbar, deren Beseitigung noch nicht absehbar sind: Insbesondere was die Akquise neuer Mitarbeiter angeht. Wie schwächelnde Themenfelder besser besetzt werden sollen: So sind Rechtsthemen ganz, ganz schwach in Wikipedia vertreten. Wie auf Dauer Qualität gesichert werden soll: Viele Artikel werden kaum noch bearbeitet (sind verwaist), was bisher noch nicht allzu sehr auffällt, in ein paar Jahren dann aber doch sichtbar werden wird.
Ein paar gute Artikel - mehr leider nicht. Anders als die Enyklopädie selbst kann das Buch über die Enzyklopädie nicht überzeugen.
"Ein Buch voller Informationen und Geschichten, das Hintergründe ausleuchtet." Diesen Klappentext hat sich der Verlag Hoffmann und Campe, der auch bei Titelwahl nicht kleckert, sondern klotzt, für das Werk ausgedacht und greift damit zielsicher daneben. Denn das Buch ist über weite Strecken eine Anekdotensammlung: Was mich bewegte, Wiki-Autor zu werden. Welche geheimen Fehler ich in meine Artikel einstreue. Warum Wikipedia ganz toll ist und Fachbücher gar nicht mehr benötigt werden. Wie ich mich einmal ganz schlimm über Wikipedia und meine Autorenkollegen ärgerte. Warum auch ich die Flinte ins Korn geworfen habe. Und so weiter. Das ist dann doch mehr die - streckenweise selbstbeweihräuchernde - Innensicht der Autorenschaft und auf Dauer ziemlich ermüdend. Und es ist schon gar kein Ratgeber für potentielle Autoren.
Das Buch ist also zu dick. Die Hälfte hätte genügt, dann könnte sich der Leser nämlich auf die lesenswerten Essays aus der Feder der Benutzer Schlesinger, Tobias Lutzi und Magnus Manske konzentrieren, die uns wirklich etwas über die Wikipedia mitzuteilen haben, was über persönliche Empfindungen hinaus geht.
Zurück zur Kritik: Was dieser Festschrift fehlt, ist die Außensicht auf Wikipedia, also: eine Erläuterung seiner Organisationsstrukturen in Form der Wikimedia Foundation (oder in Deutschland: Wikimedia e.V.), eine in Kapiteln geordnete Darstellung einzelner Themenkreise (Entstehung; Technik; Arbeitsweise; Kritik - oder so ähnlich) anstatt des jetzt vorzufindenden Durcheinanders (die vom Verlag vorgenommene Gliederung ist völlig nichtssagend), eine stärkere Bezugnahme auf wissenschaftliche Studien über die Online-Enzyklopädie (die z.B. etwas über Herkunft, Ausbildung und Motivation der Autoren sagen, was aussagekräftiger wäre als die zufälligen Erlebnisberichte einzelner Autoren im Buch). Das OMA-Prinzip, also der Grundsatz, dass "Otto Normalverbraucher" die Texte verstehen kann (ein wesentliches Prinzip der Wikipedia), kommt leider zu kurz: Etwa wenn es um die spannenden internen Richtungsstreits zwischen Exklusionisten und Inklusionisten (also die Frage, was alles in Wikipedia reingehört) geht. Hier war bei der Lektüre der Rezensent überfordert. Und eine Frage hat den Rezensenten schließlich auch beschäftigt: Warum im Autorenverzeichnis Namen auftauchen, die offenbar überhaupt nichts zum Buch beigetragen haben, wie etwa die Berliner Copy-und Paste-Expertin Debora Weber-Wulff.
Wikipedia ist nach zehnjährigem Bestehen eine Erfolgsgeschichte. Niemand kann das leugnen. Verlage gingen in die Knie. Aber es werden auch deutliche Schwächen offenbar, deren Beseitigung noch nicht absehbar sind: Insbesondere was die Akquise neuer Mitarbeiter angeht. Wie schwächelnde Themenfelder besser besetzt werden sollen: So sind Rechtsthemen ganz, ganz schwach in Wikipedia vertreten. Wie auf Dauer Qualität gesichert werden soll: Viele Artikel werden kaum noch bearbeitet (sind verwaist), was bisher noch nicht allzu sehr auffällt, in ein paar Jahren dann aber doch sichtbar werden wird.
Ein paar gute Artikel - mehr leider nicht. Anders als die Enyklopädie selbst kann das Buch über die Enzyklopädie nicht überzeugen.