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Kundenrezensionen

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am 26. November 2007
Endlich liegt eine aktualisierte Ausgabe dieser fundierten Jazzgeschichte vor, die neben Berendts Jazzbuch wohl DAS Standardwerk zum Thema sein dürfte. Und erfreulicherweise beschränkt sich die Aktualisierung nicht bloß auf das Anpassen einiger Daten und Fakten - nein, ein komplett neuer, umfangreicher Essay aktualisiert UND erweitert das jetzt als preisgünstige Taschenbuchausgabe vorliegende Buch. Wobei dem Autor dieses Essays das Kunststück gelungen ist, die entscheidenden Entwicklungen der letzten fünf, zehn Jahre auf absolut überzeugende Art und Weise kenntlich zu machen. Das ist kenntnisreich geschrieben, lässt sich sehr gut lesen und macht Lust auf eigene Entdeckungen: Hut ab!
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am 19. November 2003
Dieses Buch ist eine sehr instruktive und lehrreiche Einführung in die Geschichte des Jazz. Allerdings beschreibt es diese Musik nicht als bloßes Artefakt, sondern ebenso deutlich als Ergebnis eines bestimmten sozialhistorischen Nährbodens, dem diese Musik immerhin ihre Existenz verdankt. Man sollte sich eben nicht darum herummogeln: in seinem Ursprung stammt der Jazz aus dem Rotlichtmilieu, und lange Zeit lieferten subalterne schwarze Künstler, die von den Weißen wie Domestiken behandelt wurden, Unterhaltungsprodukte an, die lediglich dem Amüsement des zahlungskräftigen Publikums dienen sollten, deren Kunstcharakter aber die wenigsten erkannten oder erkennen wollten. Erst mit dem Bebop änderte sich das, und es gibt wenige so dichte und eindrückliche Darstellungen des Lebens Charlie Parkers wie die in diesem Buch. Gerade Parkers Leben ist exemplarisch für die Zerrissenheit des schwarzen Künstlers zwischen künstlerischer Autonomie und erlittener Instrumentalisierung, und genau diese Zerrissenheit ist es auch, die dem Jazz seine besondere Spannung verleiht. Warum also nicht auch jene Geschichten, die fast ebenso wichtig für ein gutes Verständnis der Jazzgeschichte sind wie die Musik selbst?
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Zwar stand ich als Endpubertierender auch mal mit der Guitarre auf der Bühne, aber ein Jazzer bin ich nicht. Den Anstoss zur Lektüre gaben mir Woody Allen und meine Patentochter. Allen mit seinem Film "Sweet and Lowdown", Eva mit ihrem Kontrabass und dem Entschluss zur Karriere als Jazzmusikerin. Also war vertiefte Information angesagt. Und selbst wenn ich unzählige Details wieder vergessen habe, bekam ich trotzdem ein Gefühl für die Entwicklungen und Zusammenhänge. Dass Michael Jacobs dem Leser auch vermittelt, dass Kunst mit Sehnsucht und damit mit Rausch zu tun hat, finde ich nicht störend, sondern zwingend. Ob man dies verurteilt, ist eine Frage der persönlichen Moral.

Ich betrachte dieses Buch als ausführliche Einführung für Jazz-Interessierte. Daher finde es nur normal, wenn leidenschaftliche Jazzer und Musikfachleute Lücken finden oder andere Gewichtungen setzen. Mir kam der chronologische Aufbau sehr entgegen. Denn nur so konnte ich einigermassen nachvollziehen, wie das Gebäude langsam in die Höhe wuchs, wie es seine Umgebung beeinflusste und welches seine wichtigsten Baumeister waren. Hilfreich finde ich auch den ausführlichen Apparat, der Abkürzungen erklärt, die Herkunft der sechzig Bilder aufführt, Lektüre-Empfehlungen abgibt und nebst einem Personenverzeichnis auch Tipps gibt, welche Musikstücke man sich irgendwann anhören sollte.

Mein Fazit. Dem Verlag und dem Autor herzlichen Dank, dass sie Jazz-Interessierten eine so spannende, umfangreiche und auch emotionale Einführung in diesen Musikstil anbieten. Eine unnötige CD sparen und schon hat man die Investition für dieses empfehlenswerte Buch locker wieder drin.
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am 29. März 2003
Eine lebendig geschriebene Einführung in die Geschichte des Jazz. Kein trockenes Kompendium, was dieses Buch auch gar nicht sein will, sondern eine geradezu spannende Darstellung der wesentlichen musikalischen Entwicklungen, mit amüsant dargestellten Schwerpunkten auf den Biographien der Trendsetter. Der Autor versteht es, beim Leser bei der Lektüre der einzelnen Kapitel über die Jazzstile auch eine akustische Erwartungshaltung zu wecken. Die (allerdings recht knappe) Discographie im Anhang macht das Buch zu einem Leitfaden im wahrsten Sinne. Aus meiner Sicht für eine erste Beschäftigung mit der Geschichte des Jazz sehr empfehlenswert.
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am 1. Januar 2008
Wirklich ein sehr gutes Buch zu einem erfreulich günstigen Preis. Ich habe es mir selbst zu Weihnachten geschenkt und an den freien Tagen mal mit Berendts Jazzbuch verglichen. Letzteres scheint mir an manchen Stellen etwas theorielastig zu sein ("Versuch über die Qualität Jazz"), während das von Arnold offenbar näher an den Musikern, an den Menschen dran ist. Ein Plus bei Berendt ist, dass hier auch den Instrumenten, Stimmen etc. des Jazz eigene Kapitel gewidmet werden, während Arnolds Buch nichts anderes als eine Geschichte des Jazz sein will - allerdings eine so fundierte, bis in die unmittelbare Gegenwart reichende, dass sie für jeden echten Jazzfan wohl unverzichtbar ist. Am letzten Kapitel des Arnoldschen Buchs, "Anything goes" über den Jazz im 21. Jahrhundert, hat mir besonders gut gefallen, dass hier ein paar Säulenheilige der Gegenwart - Brad Mehldau, e.s.t. - auf das richtige Maß zurechtgestutzt werden (auch Norah Jones wird "als Randphänomen" erwähnt), während andererseits die Leistungen von Leuten aus dem Pop- und Fusionbereich durchaus gewürdigt werden - von Bruce Hornsby, Pat Metheny, Bill Evans & Co. bis hin zu völlig unkategorisierbaren Individualistinnen wie Ulrike Haage (Ex-Rainbirds). Da hat Arnold einen deutlich weiteren, offeneren Jazzbegriff als Berendt, und das gefällt mir sehr.
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am 26. November 2007
Tolles Buch: Kannte die alte Ausgaben nicht, hab mir diese aktuelle am Samstag gekauft und mich gleich festgelesen. Zuerst im neuen Artikel, der mich von der ersten Zeile bis zur letzten gefesselt hat, dann auch im übrigen Buch. Von mir bekommt das fünf Sterne, weil es absolut Lust macht, diese Musik zu hören. Kann man etwas besseres über ein Jazzbuch sagen?
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am 2. Dezember 2007
Auf die Idee, den Jazz der Gegenwart mit einem späten Liebhaber zu vergleichen, "der sich nach einer wilden Sturm-und-Drang-Zeit sowie einer ausgiebigen Phase der Selbstvergewisserung nun mithilfe einiger mehr oder weniger zaghafter Flirts neu zu orientieren versucht", muss man erst einmal kommen. Besonders gut finde ich, dass in dieser neuen Ausgabe auch den Frauen im Jazz mehr Raum eingeräumt wird, und dass es so aktuell ist, dass selbst eine Julia Hülsmann (deren CDs ich liebe) bereits ausführlich gewürdigt wird. Wirklich ein sehr schönes Buch!
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Der Autor hat viele Anekdoten und Geschichten fleissig zusammengetragen, und dafür gebührt ihm Respekt (und gebühren ihm 3 Sterne). Generell habe ich aber ein Problem damit, die Jazzgeschichte auf die Geschichte von Alkohol- und Drogenkonsum und der Beschaffungskriminalität dafür zu konzentrieren. Auf der Strecke bleibt dann immer die Erkenntnis, dass solche Exzesse die Kehrseite eines jeweils äusserst disziplinierten und fleissigen Lebens waren, denn die vielen Stunden des Übens, des Haderns mit sich und seinen spielerischen Schwächen, die psychische Belastung eines Berufs in einem sehr harten Geschäft, das nicht einmal besonders einträglich ist ..., all dies und noch mehr gerät aus dem Blick. Und so entsteht bei Außenstehenden, wozu ich hier auch etwa die Schulmusiker als Multiplikatoren zählen würde, immer der Eindruck, Jazzmusiker seien grundsätzlich schwach (weil süchtig), kriminell (weil süchtig) und undiszpliniert (weil süchtig) gewesen. Und eine solche, prinzipielle Schmälerung ihrer jeweiligen Leistungen haben Jazzmusiker nun wirklich nicht verdient.
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„All that Jazz. Die Geschichte einer Musik“ erschien erstmals 1996 bei Reclam. 2007 erschien eine 3., erweiterte und aktualisierte Ausgabe mit einem zusätzlichen Schlusskapitel von Robert Fischer. Neben „Das Jazzbuch“ (1953) von Joachim-Ernst Berendt und „Sozialgeschichte des Jazz“ (1991) von Ekkehard Jost gehört „All that Jazz“ zu den herausragenden, weil eigenständigen, jazzhistorischen Publikationen in deutscher Sprache und ist allemal eine Retrospektive wert.

Über den Autor ist wenig bekannt. Er lebt als freier Publizist, Herausgeber und Übersetzer bei München, weitere Publikationen sind - zumindest im Internet - nicht auffindbar. Der Text ist in 15 Kapitel untergliedert, startet ohne Vorwort oder Einleitung und schreitet chronologisch voran. Es beginnt mit den Wurzeln des Jazz, es folgen New-Orleans-Jazz, Chicago, weiße Musiker der 20er Jahre, schwarzer Big-Band-Jazz, Count Basie, Benny Goodman, Amerikanische Jazzmusiker in Europa, Jazz während WWII, New Orleans Revival & Bebop, Cool Jazz, Hard Bop, Free Jazz & Fusion, Avantgarde & Traditionalisten. Das Buch schließt in der aktuellen Auflage mit dem Kapitel „Aufbruch ins 21. Jahrhundert“ von Robert Fischer (wurde 2007 hinzugefügt).

Jacobs nimmt sich für traditionelle Formen des Jazz (bis ca. 1940) auffällig viel Platz, fast zwei Drittel des Buches werden davon ausgefüllt. Die Ausprägungsformen des Bop werden deutlich knapper abgehandelt, Third Stream, Modaler Jazz, Bossa Nova überspringt er komplett, Free Jazz, Fusion und zeitgenössischer Jazz (1990-2006) werden nur sehr flüchtig angesprochen. Diese tendenziöse, inhaltliche Ausrichtung wurde Jacobs von Kritikern zum Vorwurf gemacht, so schreibt z.B. „Die Berliner Literaturkritik“: „Michael Jacobs befördert den Irrglauben, dass Jazz eine tote Musik sei, die ihre Hochzeit in New Orleans hatte, dann zum Bigband-Jazz mutierte und in den vergangenen über fünfzig Jahren nur noch die immergleichen Melodien wiederkäut. Das ist natürlich grober Unfug. “

([...])

Wie auch immer man zu dieser, letzten Aussage steht, kann man es aber auch anders sehen: Wenn Berendt ein deutscher Pioneer der Jazzgeschichtsschreibung war und Jost die akademisch-soziologische Perspektive betonte, dann steht Jacobs eben für eine etwas konservative, anekdotisch-biografische Sichtweise. Vielleicht genügt das nicht einem streng wissenschaftlichen Anspruch, aber das Buch lässt sich gut durchschmökern, über die meisten, wesentlichen Entwicklungen des Jazz wird man dabei gut informiert, man erfährt einiges über die tatsächlichen Lebensumstände der Protagonisten, es werden viele wichtige Aufnahmesessions, Einspielungen und Albumveröffentlichungen benannt und dann ist das Buch mit 60 s/w-Fotos (meist Portraitaufnahmen von Musikern) ansprechend angereichert. Für schlappe 9,95 bekommt man da also eine ganze Menge, für einen ersten Überblick reicht das allemal. Ergänzen ließe sich das - bei weiterführendem Interesse – durch die beiden bereits erwähnten Bücher, nicht unerwähnt bleiben aber sollen hier auch „The Swing Era“ von Gunter Schuller, „Jazz“ von Arrigo Polillo, „Jazz“ von Lewis Porter & Michael Ullman und natürlich das erst jüngst erschienene Schwergewicht „A new History of Jazz“ von Alyn Shipton.
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am 28. Dezember 2012
Bringt in lockerer Form ( neben den Fakten auch Geschichten und Anekdoten) die Geschichte des Jazz.
Auch für nicht Musiker sehr interessant.
Spitzenklasse wäre eine beigelegte CD mit den wichtigsten Stücken. Habe mit die CD selbst zusammengestellt.
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