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Kundenrezensionen

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Bei den heute noch lebenden Urvölkern können wir beobachten, dass sie sich nicht über Tiere erheben, sondern Respekt vor ihnen haben oder sie sogar verehren. Dieses Einssein mit dem Universum haben wir scheinbar verlernt. Bereits in der Antike dachten sich Menschen eine klare Hierarchie unter den Lebewesen aus, an deren Spitze sie sich selbst setzten, nur dicht hinter den Göttern. Bis vor einigen Jahrzehnten wurde dieser eitle menschliche Unsinn nie ernsthaft in Frage gestellt. Tiere galten als triebgesteuerte Wesen, die unfähig zum Denken, Kommunizieren und erst recht zum zielgerichteten Handeln, etwa zum Benutzen oder gar Anfertigen von Werkzeugen, sind.

Inzwischen glaubt die moderne Verhaltensforschung zwar immer noch an die gottesgleiche Einzelstellung des Menschen im Bereich der Lebewesen. Allerdings bröckelt dieser unbewiesen in den gedanklichen Raum gestellte menschliche Narzissmus so langsam. Einen großen Anteil daran hat ein Graupapagei mit einem wallnuss-großen Gehirn, der nachweisbar zu Dingen fähig war, die nach bis vor kurzem geltender wissenschaftlicher Sichtweise als unmöglich angesehen wurden. Davon berichtet dieses faszinierende Buch.

Neben Affen können bekanntlich auch andere Tiere wie Katzen, Hunde oder Pferde unsere Körpersprache gut lesen. Sie interpretieren sie als Kommunikation mit ihnen. Leider sind wir oft einfach zu blöd oder zu arrogant, um diese Art der Kommunikation zu erlernen. Papageien hingegen besitzen die Fähigkeit, die menschliche Sprache nachzuahmen. Endlich redet mal einer mit uns so, dass wir es auch verstehen. Reden sie wirklich oder machen sie uns nur nach? Ja, sie reden wirklich. Und wer es nicht glauben will, der kann sich im vorliegenden Buch durch den Graupapagei Alex und die Verhaltensforscherin Irene M. Pepperberg eines Besseren belehren lassen.

Frau Pepperberg hat dreißig Jahre mit Alex zugebracht, ihn an mehreren Instituten und Universitäten trainiert und über die Fortschritte ihres Schützlings wissenschaftliche Artikel geschrieben. Alex war darüber hinaus ein amerikanischer Medienstar. Seine Fähigkeiten sind also sehr gut dokumentiert. Neben der Bedeutung der Zahlen von Eins bis Sechs war dieser Vogel mit seinem Minigehirn in der Lage, das Konzept der Null zu verstehen. Das ist eine außerordentliche Leistung, denn die Null tauchte in der Mathematik erst relativ spät auf. Bewiesen ist darüber hinaus, dass Alex im Bereich seiner Zahlenkenntnisse addieren und subtrahieren konnte. Er besaß die Fähigkeit, Kategorien wie Farben, Formen und Materialien zu erfassen.

Wenn er keine Lust mehr auf sein wissenschaftlich angelegtes Training hatte, sagte er, dass er genug habe oder er gab absichtlich alle möglichen falschen Antworten und sparte einzig die richtige aus. Er wurde mehr als deutlich, wenn er Nüsse oder Spielzeug wollte. Als er Jahre später nicht mehr das einzige Versuchstier war, korrigierte er andere Artgenossen oder ermahnte sie in menschlicher Sprache, doch deutlicher zu sprechen. Dieses unglaubliche Verhalten brachte letztlich alle theoretischen Vorstellungen von der Arbeitsweise tierischer Gehirne durcheinander. Wenn man Tieren überhaupt etwas zugetraut hatte, dann eher Primaten, aber kaum Vögeln.

Mit Sicherheit brauchen Papageien in der Wildnis keine mathematischen Kenntnisse. Erwiesen ist aber nun, dass sie unter Anleitung zu einer Art des Denkens fähig sind, die man bei ihrem Gehirn niemals vermutet hatte.

Leider verstarb Alex 2007 gänzlich unerwartet. Er selbst wird wohl von seinem nahen Ende gewusst haben, denn er verabschiedete sich gewissermaßen am Abend vor seinem Tod von seiner Lehrerin. Frau Pepperberg bemühte sich während ihrer Forschungsarbeit stets um wissenschaftlichen Abstand zu Alex. Erst nach seinem Tod bemerkte sie die enorme Nähe zu ihm. Mit ihrer Trauer beginnt dieses sehr emotional geschriebene Buch, und mit dem Vermächtnis dieses Tieres endet es. Alex hat zusammen mit Frau Pepperberg wissenschaftlich nachvollziehbar eine unsinnige und narzisstische menschliche Vorstellungswelt komplett zerstört. Dies kann ihm keiner mehr nehmen.

Fazit.
Was sensible und im Umgang mit Tieren erfahrene Menschen schon immer gewusst oder geahnt haben, wird in diesem Buch am Beispiel eines Graupapageis geschildert: Zwar ist der Mensch das höchstentwickelte Lebewesen. Aber unsere tierischen Mitbewohner sind in ihren Fähigkeiten lange nicht so weit von uns entfernt, wie wir uns das in unserer Eitelkeit seit der Antike eingebildet haben. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Büchlein eine breite Leserschaft bekommt, denn es ist bestens geeignet unser Bild von der Tierwelt grundlegend zu verändern und uns zurück zu einem viel respektvolleren Umgang mit ihr zu bringen.
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am 4. November 2009
Was in diesem Buch steht, überrascht wirklich. Ein Papagei, der nicht nur nachplappern kann, sondern auch denkt? Kaum möglich. Oder doch? Dieser Bericht einer Harvard-Forscherin fördert Unglaubliches hinsichtlich der Intelligenz von Tieren zutage. Sie erzählt von einem Vogel, der tatsächlich gedacht zu haben scheint, der Worte adäquat verwendete, ja sogar Sätze gebildet hat, um seine Umgebung zu manipulieren, sodass sie taten, was er wollte.

Dieser kleine Kerl muss wirklich erstaunlich gewesen sein, und man kann daher gut nachfühlen, warum die Autorin und viele Tausend 'Fans' geschockt auf den Tod des Graupapageien reagiert haben. Wissenschaft und Tierliebe haben in dieser Beziehung zwischen Mensch und Tier interessante Früchte getragen. Dass aus diesem Projekt ein 'populärwissenschaftlich' geschriebenes Buch geworden ist, das ist genau richtig. Nur so wird es auch eine große Leserschaft erreichen. Nicht nur Tierfreunde werden von dieser Geschichte um Alex und seine betreuende Forscherin ergriffen sein, vielmehr wird es all jene bewegen und überraschen, die sich über die Intelligenz von Tieren noch nie Gedanken gemacht haben. Wer hätte gedacht, dass ein Federvieh diese kognitiven Fähigkeiten hat: addieren, Begriffe eigenständig verwenden, Dinge benennen, letztlich logisch denken -.

Sehr gefreut habe ich mich über die Bilder, die den Worten zusätzlich Ausdruckskraft verleihen und auf denen man den Papagei Alex und seine Lehrerin (und Freundin?) betrachten kann ... gerne hätten es noch mehr sein dürfen! Es lohnt sich jedenfalls, dieses Buch zu kaufen!
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am 26. April 2010
Gott sei Dank hat sich Irene Pepperberg dazu entschieden, dieses Buch über ihre Jahre mit ihrem Graupapagei Alex zu schreiben. Es wäre schade, wenn sie diese "GEschichte" nicht mit der Allgemeinheit teilen würde. Denn es ist ergreifend, zu erfahren, wozu dieses 500g schwere Federbüschel fähig war. Die beiden haben die Sicht der Forscher auf die Tierwelt allgemein mit revolutioniert. Beeindruckend bleibt vor allem auch, dass Frau Pepperberg den unglaublichen Elan aufgebracht hat, trotz aller Hindernisse, die ihr immer wieder in den Weg gelegt wurden, weiter zu machen.
Die Geschichten um Alex Trainingserfolge und seine beeindruckende Persönlichkeit sind sehr unterhaltsam und amüsant. Ich hätte ewig weiter lesen können!
Fazit: ein unbedingt lesenswertes Buch!
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am 4. Januar 2014
Dieses Buch ist auf verschiedenen Ebenen wunderschön!

Zum einen zeigt es deutlich, welch große Intelligenz es unter den Tieren gibt und zu was sie fähig sind.
Seit dieser Forschungsarbeit über Jahrzehnte, ist der Begriff "Vogelhirn" nun eindeutig positiv zu verwenden. Dass ein Graupapagei sprechen lernen kann, das wusste ich bereits. Aber, dass er die Intelligenz eines fünfjährigen Kindes besitzt und sich selbständig durch die menschliche Sprache bewusst äußern kann, finde ich umwerfend!

Andererseits finde ich sensationell, welche Bindung durch Freundschaft und Liebe ein Tier mit einem Menschen eingehen kann, weil es das möchte. Einmal mehr wird dem Menschen vor Augen geführt, dass Tiere, vorallem eben auch Vögel, Emotionen haben. Sie sind traurig, empfinden Freude, können schelmisch und lustig sein und trauern sogar einem Menschen hinterher.

Die Gattung Mensch ist eben eitel und möchte nicht vom erhabenen Sockel gestoßen werden! Ich bin sehr froh, dass es der Wissenschaftlerin und Autorin gelungen ist, diese Sensation mit diesem grandiosen Graupapagei hervorzubringen und die Wissenschaft aufzurütteln.

Das Buch ist verständlich und leicht geschrieben und ließt sich in einem Fluss. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Wörter/Begriffe/Sätze, die Alex auf Englisch gesprochen hat, nicht ins Deutsche übersetzt worden wären. Dies wäre authentischer gewesen. Für Leser, die des Englischen nicht mächtig sind, hätte eine Fußnote auf Deutsch ausgereicht. Aber das ist mein persönliches Empfinden.

Irene M. Pepperberg ist es gelungen, ein Buch über ihre Erfahrung, ihr Leben, die Arbeit und Schwierigkeiten ihrer Forschung mit Alex zu schreiben, ohne dass sie sich und ihr privates Leben zu sehr in den Vordergrund drängt. Als Leser bekommt man einen Einblick in die Kindheit der Wissenschaftlerin und wie ihre Zuneigung zu Vögeln begann, wie ihr Weg sie letztendlich mit Alex zusammengeführt hat.

Obwohl Akademikerin, promoviert in Chemie, Quereinstieg in die Biologie, Forscherin und Entdeckerin dieser Sensation, war ihr Leben, vorallem in finanzieller Hinsicht sehr schwer. Als arbeitende Frau nicht richtig anerkannt und ständig auf der Suche nach Geldern für ihre Forschung, sich mit Kurzzeitverträgen über Wasser haltend, ist ihr gelungen nachzuweisen, dass wir Menschen in vielerlei Hinsicht nicht einzigartig sind.
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am 4. März 2015
wunderbares, humorvolles, spannendes Buch, habe mich keine Sekunde gelangweilt.
unglaublich, was der Papagei alles äußert! Nur der Einstieg ist nicht so glücklich, die Beileidsbekundungen fand ich den schwächsten Teil vom ganzen Buch.
Sehr lesenswert, auch für Jugendliche.
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am 4. Mai 2013
Ich fand das Buch sehr interessant. Es ist sehr schön mal einen Einblick in die Lernstunden eines Papageien zu erhalten.
Sind auch viele lustige Begebenheiten beschrieben, die der eine oder andere Papageienbesitzer vielleicht schon hinter sich hat. Mein Papagei und ich verstehen uns nun noch besser.
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am 17. Februar 2016
Was Alex kann, ist erstaunlich zu lesen. Und Irene Pepperberg hat die Geschichten und Fortschritt um Alex anschaulich erzählt. Nur das erste Kapitel würde ich überspringen wegen der für deutsche Leser zu gewaltigen Lobhudelei der Amerikanerin.
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am 8. Januar 2016
Für 4,50 € statt 20 € kann man wirklich nichts sagen. Ich kaufe ab jetzt meine Bücher sehr wahrscheinlich viel öfter im Antiquariat bzw. Rückläufer-Gebrauchthandel. Da gibts aber auch erstklassige Konkurrenz zu Amazon/Abebooks etc. -> booklooker.
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am 31. Juli 2012
konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, sehr spannend ,schön und leicht zu lesen.Hatte das Buch in zwei Tagen gelesen.Konnte auch viele Ideen für meine Papageien übernehmen.Kann dieses Buch nur weiterempfehlen.
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am 19. Februar 2010
Beim Stöbern in der naturwissenschaftlichen Abteilung einer Buchhandlung entdeckte ich das Buch Alex und ich" und bereits nach kurzem Einlesen konnte ich nicht mehr davon lassen. Dr. Irene Pepperberg hat mit dem Buch "Alex und ich" eine Biographie über ihr Leben und ihre Arbeit mit dem Graupapagei Alex geschrieben, die gleichermaßen fesselt und berührt. Natürlich bilden die erstaunlichen Erkenntnisse ihrer Forschungsreihen zu den kognitiven Fähigkeiten von Graupapageien den Kern des Buches. "Alex und ich" hat jedoch nicht den Charakter einer wissenschaftlichen Studie, ihre Arbeitsergebnisse hat sie bereits in ihrem Buch "The Alex Studies" zuvor veröffentlicht. "Alex und ich" erzählt populärwissenschaftlich neben den nachgewiesenen Testergebnissen auch über Ereignisse bei der Arbeit mit Alex, die Einblick in das kognitive Potential eines Graupapageis gibt, das wohl weit über das hinaus geht, was die Autorin bis dato beweisen konnte. Gleichzeitig gibt "Alex und ich" interessante Einblicke in die Arbeitsbedingungen der Verhaltensforscherin, die Schwierigkeiten mit denen Irene Pepperberg über Jahrzehnte hinweg zu kämpfen hatte und die persönlichen Opfer, die sie für ihre Überzeugung bringen musste. Der Weg zur wissenschaftlichen Anerkennung war in ihrem Fall steinig und lang. Herzergreifend ist daher nicht allein die Geschichte von Alex, dem Graupapgei, sondern auch die von Irene Pepperberg selbst, deren Arbeit heute als Meilenstein in der Sprachforschung erkannt wird.

Irene Pepperberg erzählt über ihre Zeit mit Alex flüssiger Sprache, wo Begriffe aus der Verhaltens- oder Sprachforschung erforderlich sind, um die Testergebnisse zu erläutern, erklärt sie diese einfach und verständlich.

Ich bin wirklich froh über das Buch "Alex und ich" gestolpert zu sein, da seine Lektüre für mich unterhaltsam, fesselnd, interessant und gleichzeitig lehrreich war und meinen Blick auf die Natur wieder ein wenig geschärft und erweitert hat. Und das auch noch mit viel Spaß, denn mit Alex gibt es nicht nur berührende Szenen sondern auch ganz viel zu Lachen - und zwar mit deutlich mehr Witz und Humor als es so mancher Komiker zu bieten hat. Ich hoffe, dass dieses populärwissenschaftliche Buch eine große Leserschaft erreicht, denn Irene Pepperbergs Erkenntnisse sind geeignet, herrschende Meinungen zur Tierwelt zu verändern. Den Begriff "Spatzenhirn" werde ich wohl übrigens in Zukunft als Kompliment sehen müssen...
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