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Aias: Griech. /Dt. (Reclams Universal-Bibliothek) Taschenbuch – 1990

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sophokles wurde 496 v. Chr. im attischen Demos Kolonos als Sohn eines wohlhabenden Unternehmers geboren. Er genoss eine sehr gute Erziehung und Ausbildung, verkehrte in Intellektuellenkreisen, übernahm bald verschiedene politische Ämter und wirkte im kulturellen und politischen Leben Athens mit.
Bereits als 25-jähriger gewann Sophokles die Dionysien, ein Wettstreit zwischen Dichtern im Dionysostheater, mit seiner Tetralogie Triptolemos. Auch seine weiteren Stücke wie Antigone, Philoktet und Ödipus wurden zu großen Erfolgen. Von seinem äußerst umfangreichen Werk sind leider nur sieben Tragödien überliefert. Sophokles gilt als Neuerfinder der attischen Tragödie: er führte den dritten Schauspieler ein, die Schauspieler für seine Stücke wurden passend zur Rolle ausgewählt, er erhöhte die Zahl der Chorsänger von 12 auf 15 und integrierte den Chor in das Stück, und außerdem wurde zum ersten Mal die Handlung durch Bühnenbilder verdeutlicht. Durch diese Neurungen wurde das Schauspiel lebendiger, spannender und dramatischer. Erstmals bei Sophokles wird der Mensch als Individuum mit all seinen Fehlern und die Götter nicht mehr nur verehrend dargestellt. Er gilt als Meister der tragischen Ironie, der gedanklichen Tiefe und sprachlichen Ausdruckskraft.
Im Alter von etwa neunzig Jahren ist Sophokles 406 oder 405 v. Chr. gestorben. Kurz nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren eine Statue im Dionysostheater aufgestellt.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Format: Taschenbuch
Da hätten wir ihn: Den ersten Selbstmord der Dramengeschichte. Vielen Dank, werter Sophokles! Dabei ist dieser Selbstmord für Aias nicht unbedingt der letzte Ausweg, sondern eher eine Erlösung. Immerhin hatte er zuvor im Wahn eine Herde Schafe niedergemetzelt - im festen Glauben, dass es die feindliche Armee sei. Und das alles nur, weil er etwas wollte, das ihm nicht zustand: Das Schwert des gefallen Helden Achill. Da strafen die Götter schonmal mit Wahnsinn. Sphokles zeigt mal wiedre beeindruckend, dass sich der Mensch gegen den Willen der Götter nicht wehren kann - auch, wenn er es noch so heftig versucht. Und trotz all des Wahns, Blutes und Mordens ist es ein wahrhaft poetisches Stück - der Sprache sei Dank.
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