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Agnes: Roman Taschenbuch – 1. Mai 2009

3.5 von 5 Sternen 83 Kundenrezensionen

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Es ist ein schmales Bändchen, mit dem der Schweizer Autor Peter Stamm sein Debüt als Schriftsteller gibt. Vordergründig erzählt er eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen einer amerikanischen Physikstudentin und einem jungen Journalisten, der Nachforschungen zu seinem Buch über Eisenbahnen betreibt.

Doch glückliche Liebesgeschichten sind nicht interessant, "denn Glück macht keine guten Geschichten" meint Agnes, und so ermuntert sie ihren Freund, eine Erzählung über sie und ihre Liebe zu erfinden. Es geht nicht gut aus, denn immer mehr greift die erfundene Handlung in ihre Realität ein und bald verschwimmt für die beiden die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit.

Peter Stamm hat in seinem ersten Roman Agnes das gar nicht so leichte Kunststück fertiggebracht, einen gehaltvollen Inhalt durchsichtig schillernd und schwebend leicht wie eine Seifenblase zu verpacken -- sehr zur Freude seiner Leser. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Stamms unterkühlter Text schafft eine mysteriöse Atmosphäre, die einen bis zur letzten Seite fesselt." (Abendzeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
"Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet". Mit diesem Satz beginnt Peter Stamm seinen Debütroman "Agnes" aus dem Jahre 1998.
Die Worte drängen zum Weiterlesen. Auf den 150 Seiten erwartet den Leser die scheinbar objektive Schilderung einer unterkühlten Liebesbeziehung. Aus der Sicht des Ich-Erzählers beschreibt Stamm die Beziehung zu der 25-jährigen Physikstudentin Agnes. Der namenlose Erzähler ist ein Schweizer Sachbuchautor, der in Chicago über Luxuseisenbahnwagen recherchiert. In der Bibliothek lernt er Agnes kennen. Sie werden schließlich ein Paar und nach einiger Zeit fordert sie, dass er ein Porträt von ihr in Form einer Geschichte verfasst. Als der Erzähler mit seiner Erzählung in die Zukunft vorstößt und immer mehr in dieser Fiktion lebt, wird Agnes zu seinem "Geschöpf". Er verliert die Kontrolle über Fiktion und Wirklichkeit, was schließlich zum Scheitern der Beziehung und zum (fiktionalen?) Tod von Agnes führt.

Der Roman, in der kalten Großstadt Chicago verortet, thematisiert anhand der vorgestellten Liebesbeziehung die Kommunikationslosigkeit und Beziehungsunfähigkeit unserer modernen Zeit. Geschickt unterstützt durch den sachlichen, prägnanten Sprachstil und den schlichten, beinahe konstruierten Aufbau zeigt Stamm die Kälte und Isolation der modernen Gesellschaft (insbesondere der Großstädte). Ebenso thematisiert er in seinem Werk die Verschmelzung von Imagination und Wirklichkeit und das Flüchten in eine fiktive Parallelwelt: die geschriebene Geschichte.
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Von Ein Kunde am 10. Juni 2002
Format: Taschenbuch
Peter Stamms Roman „Agnes"
In der Bibliothek beim recherchieren über Luxuseisenbahnwagen trifft er sie zum ersten Mal. Aus einer gelegentlichen Zigarette auf der Treppe vor dem Lesesaal entwickelt sich eine Freundschaft zwischen dem schweizer Fachbuchautor und der amerikanischen Physikstudentin Agnes. Aus der Freundschaft wird eine Liebesbeziehung, welche das Paar mit einer parallel laufenden und erfundenen Geschichte zu würzen versucht. Immer mehr jedoch werden sie gefangen in den von ihnen ausgedachten Szenarien und das Wirkliche beginnt mit der Fiktion zu verschmelzen.
In seinem Debütroman „Agnes" erzählt Peter Stamm vordergründig eine Liebesgeschichte. Doch die zuerst unschuldig erscheinende Beziehung entwickelt sich immer mehr zu einer Auseinandersetzung über existenzielle Grundthemen wie Identität und Tod. Der Autor beschreibt auf zuerst oberflächlich erscheinende Art und mit teils grausam kurzer und einfacher Sprache die Schwierigkeiten von Distanz und Nähe zwischen zwei Menschen sowie die Suche nach dem tiefsten Kern vom Leben und Ableben. Stamm arbeitet stark mit Gegensätzen und lässt seine Geschichte gleichzeitig auf zwei Ebenen laufen. Zum einen die Realität und zum anderen die Fiktion, die vom Erzähler, welcher nie mit Namen genannt wird, fortlaufend geschrieben und neu erdichtet wird. Die Fiktion dient dem Paar nicht nur als Fluchtpunkt in eine aufregendere Welt, sondern auch als Ablenkung der wirklichen Konflikte und Unzufriedenheit in der Beziehung. Eine Unzufriedenheit die der Autor sehr subtil und realistisch vermittelt. Er braucht dazu äusserst knappe manchmal ziemlich harsch wirkende Dialoge. Es sind kleine Details die den Leser langsam dazu bringen am Glück des Paares zu zweifeln.
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1 Kommentar 36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Taschenbuch
Das Buch führt die die Liste der langweiligsten Schullektüre an.
Es ist emotionslos, langweilig und steril geschrieben. Leute, die wenig zu tun haben, werden Spaß daran haben, dass Buch 6 mal zu lesen in der Hoffnung ein klitztkleines bisschen Sinn zu finden.
Die Idee "Vermischung von Fiktion von Fiktion und Realität" wurde schon so häufig behandelt, dass man erwarten könnte, etwas brauchbares zu bekommen. Stattdessen gibt es eine völlig nichtssagende, nervende Geschichte, von einem alten Ich Erzähler und einer Studentin mit sehr vielen Komplexen. Alle Personen machen aggresiv, weil sie nicht in der Lage sind, vernünftig zu handeln. Die Handlung an und für sich ist unspektakulärer als das Leben eine Goldfisches. Ein alter Schweizer (dass erklärt schonmal vieles) macht sich an eine junge, sozial isolierte Studenten ran. Weil beide nichts zu tun haben, tippt er eine Geschichte. Danach kommt Schema F. Er beginnt eine Affäre. Sie wird schwanger (und noch depressiver). Er verlässt sie. Sie verliert dass Kind. Sie wird noch depressiver. Sie kommen wieder zusammen. Sie stirbt (endlich).
Die Sätzte sind sehr einfach gehalten und der Wortschatzt entspricht ungefähr vom Umfang her dem der Bild Zeitung. Man ist also schnell fertig (und dass ist dass einzig gute am "Roman").
Wir mussten das Buch im Abitur lesen. Interesse an ähnliche Romanen wurde nicht geweckt, im Gegenteil, es ist uns eine Warnung.
4 Kommentare 35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch ist traumhaft. Bei der Begegnung zwischen dem männlichen Ich-Erzähler und Agnes ist von vorneherein klar, dass sie unglücklich ausgeht, und Peter Stamm hält diese Stimmung ganz geschickt aufrecht. Die beiden haben zwar jede Menge glückliche Momente, sie werden aber immer durch (eigentlich lapidare) negative Elemente abgeschlossen. Nach der ersten gemeinsamen Nacht in seiner Wohnung steht Agnes mitten in der Nacht vor den verschlossenen Fenstern der Wohnung, die nicht geöffnet werden können, weil die Wohnung klimatisiert ist. Nach einem (eigentlich schönen) Ausflug in einem Naturpark kommen die beiden noch an einer verlassenen Siedlung vorbei, die eine sehr bedrückende Stimmung ausstrahlt, und auf der Heimfahrt regnet es auch noch. Beim Drüberlesen nimmt man das gar nicht so richtig war, aber irgendwann fragt man sich, warum die Grundstimmung dieses Buches so traurig ist, obwohl die beiden doch miteinander glücklich zu sein scheinen.
Der Ich-Erzähler schreibt zuerst die (Vergangenheit der) Geschichte der beiden auf, um dann die Gegenwart zu überholen und die Zukunft vorzuzeichnen. Zu dieser Zeit ist Agnes schwanger, die beiden trennen sich, Agnes hat eine Fehlgeburt. Danach kommen sie wieder zusammen. Der Ich-Erzähler sieht, dass mittlerweile einiges schiefgelaufen ist und beschreibt in seiner Geschichte eine glückliche Beziehung (mit Kind). Von hier an ist es tragisch mit anzuschauen, wie die beiden diesem vorgeschriebenen Glück hinterherlaufen (z.B. für ihr Kind Kleidung und Spielzeug kaufen), aber dann doch merken, dass sie dieses Glück nie erreichen werden. Die Lüge der Realität - unter diesem Motto endet die Begegnung der beiden...
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