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am 29. August 2014
► PROLOG

Als passionierter Nostalgiker sowie auch als Filmesammler aus Leidenschaft & als begeisterter Krimifan mit einer Vorliebe für den herrlich antik anmutenden Schwarz-Weiß-Film habe ich mich trotz weit auseinandergehender Meinungen schlussendlich dann doch zur Order dieses Filmmedia-Produkts entschieden.
Mit ausschlaggebend für den Erwerb dieses Klassikers auf Disc waren zum einen die ordentliche Besetzung der Charakterrollen durch die ihrerzeit gefragten Darsteller sowie zum anderen nicht zuletzt auch die Tatsache, daß ich dieses kurzweilige Krimidrama bereits schon kannte & mir dieses schon damals nach dem allerersten Sichten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgezeichnet gefallen hat.

Produktrezi zu ▸ Agatha Christie: Zehn kleine Negerlein - Das letzte Wochenende (Filmjuwelen)

Dennoch gebe ich im Nachhinein einigen der Zwei- & Drei-Sterne-Mitrezensenten teilweise recht, insbesondere darin, was die digitale Abtastung des Schwarz-Weiß-Bilds anbelangt & zudem fehlt auch bei dieser Filmveröffentlichung auf Silberscheibe durch das Label AL!VE abermals bedauerlicherweise eine Untertiteloption für Hörgeschädigte.
Demnach also außen hui & innen pfui ?

JEIN & darum gebe ich Euch bei Interesse an dieser wirklich sehr sehenswerten Agatha-Christie-Romanverfilmung nachfolgend gerne auch mal einige wissenswerte Infos mehr speziell im Hinblick auf die komplette Bestückung dieser Box inkl. mit beigefügter Fotos zur Veranschaulichung & ich beurteile meine erworbenen Filmartikel immer nur als Gesamtprodukt.
Den Streifen allein als solches bewerte ich stets gesondert.

► AND THEN THERE WERE NONE ( USA 1945 ) ★★★★★

Acht geladenen, sich gegenseitig unbekannten, Persönlichkeiten offentbart sich deren Gastgeber als unsichtbarer Gerechtigkeitsfanatiker & zusammen mit dem Personal-Ehepaar Rogers traut nach anfänglichen sowie mysteriösen Vorfällen niemand mehr niemanden.

Als erster von sechs Romanverfilmungen nach einer Theateraufführung dieses Stückes im Jahre 1943 besticht dieses Filmwerk zum einen durch ein allgemein herrlich antikes Flair an einem schaurig-schönen Schauplatz als auch zum anderen mit einer durchweg dichten Atmosphäre & mit allgemein gut agierenden Akteuren.
Dreh- & Angelpunkt dieses Frühwerks vom US-amerikanischen Drehbuchautor Dudley Nichols ist ein finster anmutender Herrensitz mitten auf einem Eiland gelegen & dieses ist bspw. mit den Darstellern Walter Huston, Judith Anderson, Barry Fitzgerald sowie mit dem brillant agierenden Briten Richard Haydn als Butler Rogers bestens bestetzt worden.
Zwar bietet dieser wunderbar nostalgische Schinken dem Betrachter eine generell eher betu­liche Abhandlung ( im Bezug auf das Schauspielerische ) & ist alles in allem betrachtet dennoch eine de facto sehenswerte Fernsehunterhaltung.
Die Regie führte seinerzeit der frz. Filmemacher René Clair & für den stimmigen musikalischen Part war der ital. Komponist Mario Castelnuovo-Tedesco zuständig.
Die Gesamtlaufzeit beträgt exakt 92:19 Min. & ab der Spielminute 92:06 wird ledgl. kurz 'ENDE' eingeblendet.

Meine Filmwertung ⋙ 8,5 von 10 Punkte

► DIE AUSSTATTUNG

Zu Händen bekommt man die Disc mit einer FSK ab 16 in einen stabilen Hochglanzschuber aus robusten Karton ohne unansehnlichen FSK-Flatschen & mit einem optisch ansprechend gestaltetem Motiv auf der Front.
Rückseitig ist das Cover sowohl mit Szenenbildern als auch mit einer Inhaltsangabe sowie mit Infos über die Filmschaffenden & mit techn. Angaben versehen worden.
Das darin enthaltene stabile Amaray-Keep-Case gleicht optisch beidseitig dem Schuber & enthält leider kein Wendecover.

⋙ DIGITALE RESTAURATION ⋘

Dieser Streifen wird hiermit erstmals auf DVD veröffentlicht & soll dafür aufwändig digital restauriert worden sein. Naja ...

FORMAT: „ Das Schwarz-Weiß-Bild beträgt laut Cover das originale Kinoformat 1.37:1 ( 4:3 Vollbild ). “
Zwar wird qualitativ betrachtet noch ein allgemein solide abgestimmtes Kontrastverhältnis geboten, doch im Ganzen gesehen wird unterm Strich eher ein mäßiges Bild dargestellt.
● PUNKTABZUG № 1 ( halber Stern )
Denn was die Bildqualität betrifft, so ist diese bzgl. seiner rund 70 zählenden Lenze, welche dieser Filmstreifen ja mittlerweile schon auf dem Buckel hat, selbstredend nicht mehr das gelbe vom Ei bzw. infolgedessen auch nicht frei von altersbedingten Mängeln.

Und dennoch hätte auch m. E. einwenig mehr Sorgfalt bei der Nachbearbeitung durchaus noch zu einem etwas zufriedenstellenderen Endergebnis führen können, denn unseligerweise ziehen hier des Öfteren schon mal vertikale Laufstreifen munter durch das an sich schon recht grieselnde Bild & bedauerlicherweise ist bisweilen auch ein grießig wirkendes Bildrauschen deutlich wahrnehmbar. Zudem noch flackern mitunter auch nicht eben wenige Relikte durch Staub- & Schmutzreste auf dem Zelluloid auf.
All diese sich negativ auswirkend benannten Aspekte in summa beeinträchtigen den Sehgenuß dann doch schon er­heb­lich & dennoch belasse ich es hier unter Rücksichtnahme auf das schon sehr hohe Alter dieses augenscheinlich abgedroschenen Filmstreifens bei 'NUR' einem halben Stern Abzug.

TONSPUREN: „ Zur Auswahl stehen der Originalton Englisch sowie eine deutsche Synchro & beide werden in Dolby Digital 2.0 Stereo wiedergegeben. “
Die Tonqualität ist bis auf ein zuweilen leichtes Grundrauschen sowie gelegentlich auch schon mal akustisch wahrnehmbare Schwankungen & das mitunter eine oder andere Knistern, welches Euch allerdings mehr oder weniger oft vorkommend die ganzen anderthalb Stunden lang begleitet, alles in allem betrachtet weitestgehend ganz passabel. Zumindest sind die geführten Dialoge in der dt. Synchro einigermaßen gut & deutlich zu verstehen.

Naja, wie beschrieben zwar nicht ganz makellos & dennoch durchaus akzeptierbar. Vor allem aber wurde seinerzeit die dt. Synchro für mein Empfinden außerordentlich ausgesucht, denn ebendiese wurde größtenteils von damaligen wirklich namhaften dt. Schaupielern übernommen & kann sich definitiv hören lassen.
So wurde bspw. der Ire Barry Fitzgerald hier vom dt. Akteur Alfred Balthoff m. E. absolut passend zum Charakter ins Deutsche übersetzt & sowohl dem Briten Louis Hayward als auch dem Kanadier Walter Huston wurden die un­ver­wech­sel­baren Stimmen vom renommierten Bühnenkünstler Wolfgang Kieling bzw. dem Thüringer Schaupieler & Synchronsprecher Walther Suessenguth geliehen.

SCHLECHT ▸ Kein zuschaltbarer UT
● PUNKTABZUG № 2
Denn ebendieser sollte bei solch klassischen Filmwerken aus den 40er Jahren dann doch schon ganz generell mit auf Disc dabei sein & zwar sowohl für den betagteren Filmfreund ganz allgemein als auch insbesondere für Hörgeschädigte !

LABEL: Filmjuwelen / AL!VE
ASIN-Nr. dieses Artikel: B00AHN0FZ0
PRODUKTION: Der Franzose René Clair für Popular Pictures, Inc. Company
GENRE: Krimi / Mystery / Drama

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SPECIAL FEATURES
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+ Ein sowohl anschaulich gestaltetes sowie informatives Booklet mit vielen Hintergrundinformationen samt Biografien auf 20 Seiten
+ Entfallene Szenen ( 00:29 Min. )
+ Diverse Werbetrailer zu 11 weiteren Filmjuwelen
+ Ein separates Kapitelmenü von 1 bis 12
sowie mit einem übersichtlich gestalteten Hauptmenü. Beide Menüs sind lobenswerter Weise mit bewegtem Bild & mit einem Soundtrack versehen worden.
Beispiele zur Menüführung ( Menü Shots ) könnt Ihr meinen beiden selbstangefertigten Bildern № 3 & № 4 entnehmen !

ANMERKUNG: „ Die Laufzeitangaben habe ich lt. Player haargenau festgestellt. “

► FAZIT

Drei bis vier Sterne !

„ Das letzte Wochenende “ war wieder mal ein klassischer Streifen ganz nach meinem Geschmack & ich habe ihn mir nach Erhalt auch in der Tat gleich 2x hintereinander weg reingezogen. Wird definitv, trotz qualitativer Einschränkung, noch weitere Male den Weg in den Player finden.
Wer also ebenso nostalgisch angehauchte Krimis mag & bei solchen Schinken im Bezug auf das Technische keine allzu großen Forderungen stellt, derjenige könnte hiermit rein vom Unterhaltungswert her bestimmt ebenfalls zufrieden sein.

Solltet Ihr jedoch bzgl. Filmqualität im Hinblick auf Bild + Ton höhere Ansprüche stellen oder gar auf einen Untertitel angewiesen sein, ja dann könnte es u. U., wie bei einigen meiner werten Mitrezensenten, im Nachhinein durchaus auch zu Unmut kommen.

Mit nostalgischem Gruß,
Der Dirk

6,5 von 10 Punkte für den Gesamteindruck
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am 25. Mai 2017
bin von dem Film doch ziemlich enttäuscht, da von dem Roman doch ganz schön abweicht. Im Roman gibt es keine Überlebenden, im Film schon, auch sonst ist einiges ziemlich verändert, auch wenn das in Filmen normal ist, aber hier fällt es besonders auf
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am 6. Mai 2015
Hallo, ich habe insgesamt 4 DVDs zum gleichen Film. Ich geniesse sie alle, ABER ich suche immer noch die Version, die ich vor Jahren mal im fernsehen gesehen habe. leider war sie es diesmal auch nicht. Trotzdem, auch eine tolle Verfilmung, danke!
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am 7. April 2017
Der Film ist bis zum Schluss sehr spannend gemacht.
Auch die Verfilmung und Schauspieler sind Top!
Ich kann den Film nur weiterempfehlen!
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Dezember 2013
Die acht Personen auf dem kleinen Schiff sind sich völlig fremd. Doch sie haben das gleiche Ziel: Alle sind sie Gäste von Mr. und Mrs. Owen, der diese Menschen auf eine kleine isolierte Insel vor der Küste von Devon, England eingeladen hat. Dort werden General Sir John Mandrake (C.Aubrey Smith), Emily Brent (Judith Anderson) , Dr. Edward G. Armstrong (Walter Huston), Prinz Nikita Starloff (Mischa Auer), Vera Claythrone (June Duprez), Richter Francis J. Quinncannon (Barry Fitzgerald), Philip Lombard (Louis Hayward) und William H. Blore (Roland Young) von den Dienern des Gastgebers empfangen. Leider kennen auch Thomas und Ethel Rogers (Queenie Leonard) ihren Arbeitgeber nicht, sie wurden von einer Agentur verpflichtet und befinden sich auch erst 2 Tage auf der menschenleeren Insel mit dem imposanten Herrenhaus.
Als die Gäste zum ersten Mal ihr Abendessen einnehmen, bemerken sie auf dem Tisch sehr schön gefertigten Indianerfiguren, die sich in einem Kreis befinden. Danach legt der Butler Thomas, ganz wie der Arbeitgeber es verlangte, eine Schallplatte auf. Dort ertönt eine Stimme, die alle 10 im Raum befindlichen Personen des Mordes beschuldigt, der noch nicht gesühnt wurde.
Und einige Stunden später ist bereits der erste durch einen Drink vergiftet worden...da warens nur noch neun...
1945 entstand mit "Das letzte Wochenende" (Deutscher Alternativtitel: Zehn kleine Negerlein) unter der Regie des Franzosen Rene Clair die erste Verfilmung des gleichnamigen Agatha Christie Romans. Dabei dürfte sich diese Version gemeinsam mit der Kultverfilmung von George Pollock aus dem Jahr 1965 (Ten Little Indians) um die Krone der besten Verfilmung dieses Stoffes streiten. Pollock veränderte lediglich die Location des Wochenendes mit einem Serienkiller von der Insel in die Berge. Im Clairs Adaption weicht der Schluß von der Romanvorlage ab, was m.E. eine der wenigen Schwachpunkte dieses vergnünglichen Mörderspiels darstellt. Ansonsten ist diese Story schon wegweisend für viele nachfolgende ähnliche Filme, selbst die heutigen Horrorschocker und Thriller nähren sich immer mal wieder von diesem dunklen unbekannten Killer, der es auf seine Mitmenschen abgesehen hat und eine diabolische Mission zu erfüllen hat. Ob nun "Final Destination" oder "Mindhunters" - ja selbst Jigsaw aus "Saw" hat Züge, die genau von Agatha Christies 1939 erfundenem Killer abstammen müssen. Clair lässt sich Zeit seine Figuren vorzustellen und mit einem guten Ensemble ist schon die halbe Miete gewonnen, alle Darsteller passen sehr gut zu ihrer Rolle und auch die Auflösung macht Sinn bzw. die darin enthaltene Konstruktion ist nachvollziehbar und am Ende in sich schlüssig.
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am 1. April 2013
Mit Zehn kleine Negerlein – Das letzte Wochenende liegt mir die zweite DVD von Agatha Christie vor. Der Film basiert auf den 26. Kriminalroman von Agatha Christie, der am 6. November 1939 erschien. Bis heute wurden von diesem Buch über 100 Millionen Exemplare verkauft, somit ist dies der meistverkaufte Roman der Autorin und zusätzlich ist er auch der meistverkaufte Kriminalroman aller Zeiten.

Die Geschichte im Film dreht sich um zehn Menschen, die ein Wochenende auf einer kleinen, einsamen Insel verbringen wollen. Hierbei handelt es sich um Menschen aus verschiedenen Schichten mit unterschiedlichen Charakteren. Dennoch haben die mehr gemeinsam als die glauben, denn jede einzelne Person der Gruppe hat etwas zu verbergen. Da niemand von den Anwesenden für seine Untat zu Rechenschaft gezogen wurde, will das nun ein Rächer übernehmen. Nach den bekannten Zählreim „Zehn kleine Negerlein“ segnet nun einer nach den anderen das Zeitliche.

Wie schon bei „Mord im Orient Express“ bezieht Agatha Christie auch in Zehn kleine Negerlein – Das letzte Wochenende Stellung zugunsten der Selbstjustiz. Der Zuschauer bekommt hier einen sehr guten Grusel-Thriller geboten, dessen Geschichte auch heute noch aktuell ist. Nicht nur Fans von Agatha Christie werden hier auf ihre Kosten kommen.
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am 4. April 2013
Ich habe lange Zeit nach einer deutschen Version der Originalverfilmung gesucht und konnte es kaum glauben, dass es nun endlich soweit ist.
Dieser Film von 1945 ist mit Abstand die beste Adaption des Buches, wenn auch das Ende dem damaligen Theaterstück angepasst wurde (weil es so natürlich der schönere bzw. filmtauglichere Ausgang ist - happy ending). Die weiteren Verfilmungen aus den 60-80er Jahren können zwar auch mit der ein- oder anderen amüsanten Sequenz aufwarten, aber allein von der packenden Atmosphäre sowie der Darstellung bzw. Charakterzeichnung der Protagonisten sind sie kein adäquater Vergleich. Besonders Barry Fitzgerald und Walter Huston als Richter und Doktor reicht keiner der Schauspieler in den späteren Versionen das Wasser. Ebenso kommen auch alle anderen Rollen ihren "literarischen Vorbildern" hier am nächsten, Handlungsschauplatz und Handlungsstrang sowieso.
Alles in allem kann festgehalten werden, dass diese Filmadaption der hohen Bürde der Christie-Vorlage (als weltweit bekannter und meistverkaufter Kriminalroman) gerecht wird. Dies ist vor allem der brillanten Regie von René Clair, den schauspielerischen Darbietungen und der originalgetreuen Handlung geschuldet/zu verdanken.
Für Filmkenner u. -nostalgiker sowie Krimifreunde eine absolute Empfehlung!
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Januar 2015
Ein sehr alter Film, und nett zum Mitraten. Aber auch ein wenig langatmig. Wenn man ein Freund dieser alten Fliegen ist, dann ist es wohl ein absolutes muß. Für Leute, die eher Rambo, oder Transformers mögen, ist das eher nix. Eher was für Nostalgiker.
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am 19. September 2016
Für Genre- und Agatha Christie-Fans ein absolutes Highlight!

Zu Recht gilt diese erste Verfilmung des weltbekannten Kriminalromans 'Und dann gab's keines mehr' von Agatha Christie als die Beste.
Selbst diejenigen, die das Buch gelesen haben, werden nicht enttäuscht werden. Diese amerikanische Adaption aus dem Jahr 1945 ist sehr werkgetreu. Lediglich das alternative Ende wird den 'Kenner' überraschen.

Die Story ist im Grunde einfach, aber auch sehr stimmig. 10 Menschen werden von einem Unbekannten auf eine einsame Insel eingeladen. Wer hinter der Aktion steckt, ist genauso unbekannt wie das warum.
Erst beim gemütlichen Beisammensein sollen die Gäste erfahren, warum man sie an diesen Ort brachte. Eine Stimme aus einem Grammophon lastet jeder anwesenden Person ein bestimmtes Verbrechen an, für das jedoch niemand bestraft wurde. Nach und nach kommen einzelne Gäste um. Die Art und Weise, wie sie sterben, entspricht haargenau einem alten Kinderlied.
Logisch, dass der Unmut zwischen den Gästen genauso wächst wie das gegenseitige Misstrauen. In dieser verzwickten Lage versuchen sie nun, den Täter zu ermitteln, denn alle sind sich einig; einer von ihnen ist ein Mörder...

Die schauspielerischen Leistungen sind, wie die ganze Atmosphäre, ausgesprochen gut. Obwohl es keine polizeilichen Ermittlungen gibt, ist der Film ein klassischer Whodunit, der eine angenehme Landhaus-Krimi-Atmosphäre vermittelt.

Etwas befremdlich ist lediglich die FSK-16 Einstufung. Blut? Ebenso Fehlanzeige wie 'drastische' Gewaltdarstellungen. Wahrscheinlich liegt es an der Selbstjustiz-Thematik.

Doch abgesehen davon ist der Film wirklich sehr sehenswert.
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HALL OF FAMETOP 50 REZENSENTam 19. März 2013
Agatha Christie: Zehn kleine Negerlein - Das letzte Wochenende

Oft mit dem beinahe schon liebevoll ausgesprochenen Titel als "Queen of Crime" benannt, gilt die britische Bestsellerlieferantin Agatha Christie (1890-1976) bis heute, als eine der bekanntesten und beliebtesten Kriminal- und Mysteryautorinnen aller Zeiten. Neben Kurzgeschichten und Bühnenstücken lieferte sie mit einigen ihrer Romane auch die Vorlagen für die verschiedensten filmischen Umsetzungen, ihrer in den Büchern oft an realen Plätzen und Orten angesiedelten Krimigeschichten.

An wohl kaum einem Krimifreund dürften zb. die Filme mit der legendären Margaret Rutherford als "Miss Marple" oder David Suchet als belgischer Detektiv "Hercule Poirot" spurlos vorbeigegangen sein. Jetzt und an dieser Stelle alle für Film und Fernsehen entstandenen Umsetzungen unter Verwendung von Werken Agatha Christies aufzuführen, würde den Rahmen und Umfang dieser Rezension sprengen.

Zu einem ihrer erfolgreichsten und bis heute meist verkauftesten Werke überhaupt, zählt ihr im Jahr 1939 erstmals in Großbritannien verlegter sechsundzwanzigste Krimi "Ten Little Niggers". Bei uns erschien der unter dem Titel "Zehn kleine Negerlein" bekannte Roman, aufgrund diskriminierender rassistischer Bedenken, auch als "Letztes Weekend" oder "Und dann gabs keines mehr" im Buchhandel.

Exklusiv bringt nun hier das Label "Filmjuwelen", die 1945 in den USA entstandene allererste, unter Verwendung der Romanvorlage und auf Basis des Bühnenstücks unter der Regie von René Clair umgesetzte Verfilmung, zur deutschen DVD-Veröffentlichung.
Der unter dem Verleih der Constantin-Film im April 1953 in die deutschen Kinos gekommene Streifen bietet den für Agatha Christie so typischen herrlich bissigen Humor in einer stimmungsvollen und geradezu perfekt angelegten Balance von Spannung und Grusel. Die von den Machern und dem französischen Kameramann Lucien Andriot gefällte Entscheidung den Film im klassischen Schwarz-Weiß abzudrehen, verleiht ihm noch zusätzliches Flair und jede Menge Charme.

Auch wenn es natürlich, wie so oft, dem rein persönlichen Empfinden obliegt, so wird doch von vielen Filmfreunden und Kritikern die Besetzung bei dieser allerersten Verfilmung der literarischen Vorlage von "Ten Little Niggers", als eine der Besten in deren Auswahl und Zusammenspiel aller Akteure bezeichnet. Es sind die Namen von großen Schauspielern von einst, wie die von Sir C. Aubrey Smith, Judith Anderson, Walter Huston, Micha Auer oder auch June Duprez, Lois Hayward, Barry Fitzgerald und Roland Young, die sich hier, neben vielen anderen mehr, die Ehre geben.

Zehn höchst verschiedene Charaktere und Menschen sind der Einladung eines ihnen allesamt Unbekannten und recht mysteriös anmutenden "Mr. U.N. Owen" hin auf eine menschenleere und von der Außenwelt gänzlich abgeschnitten liegende Insel gefolgt. Beim ersten gemeinsamen Abendessen wird jeder der Anwesenden durch "Mr. U.N. Owen", von einer Schallplatte eingespielt, eines dunklen Verbrechens und einer begangenen Schuld bezichtigt, für die er nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Als es dann binnen nur weniger Stunden die ersten beiden Toten unter den geladenen Gästen gibt, glaubt keiner mehr an einen Zufall. Man muss sich eingestehen, dass der oder die Mörderin einer der Gäste selbst ist.

Für den Zuschauer ist dies der Anbeginn eines herrlich schwarzhumorigen Mitfieberns und Ratespiels, wer denn nun wohl der Mörder aus dem in seiner Anzahl immer kleiner werden Kreis der geladenen Gäste ist. Selbst wenn man den Film, und damit den Täter bereits kennt, ist es immer wieder aufs Neue ein wahrhaftes Vergnügen, den Weg hin zur Aufklärung zu verfolgen.

Weit mehr als sechzig Jahre sind seit dem Dreh dieses Klassikers der Filmgeschichte inzwischen vergangen. Natürlich darf und kann man da von der DVD der hier vorliegenden Veröffentlichung nun kein Bild wie von der allerneuesten millionenschweren Hollywoodproduktion im HD-Format erwarten. Trotz einiger sich hin und wieder bemerkbar machender Verschmutzungen und auch mechanischer Beschädigungen an dem betagten Filmmaterial bin ich insgesamt aber eigentlich recht zufrieden mit der hier zu erlebenden Bildqualität.

Das Bild in dessen auf dem Cover aufgeführten Gesamtlaufzeit von in etwa 93 Minuten, im gezeigten original Kinoseitenformat von 1,37:1, überzeugt mit zumeist recht guten Werten im Kontrast wie auch in der Schärfe. Natürlich sind diese nun sicher nicht Reverenz weisend aber für eine so alte Produktion durchaus akzeptabel.

Die eine DVD der Veröffentlichung findet ihren Platz in einem einfachen Klarsicht-Amaray-Case. Dieses steckt zur Aufbewahrung in einem in Hochglanzoptik gefertigten stabilen Pappschuber ohne FSK-Flatschen und fügt sich gelungen in die bisherige Gestaltung der veröffentlichten "Film- und Fernsehjuwelen" ein. Dem Cover liegt ein zwanzigseitiges bebildertes Booklet bei. In diesem finden sich, neben Produktionsnotizen und Informationen zum Film und der Besetzung, noch einige Hinweise auf weitere durch das Label der "Fernsehjuwelen" und "Filmjuwelen" auf DVD veröffentlichte "Historienhighlights".

Die mit einigen animierten Filmszenen und im Hintergrund zu hörender Musik gestalteten DVD-Menüs sind übersichtlich und gut bedienbar. Über die Anwahl des Menüpunkts "Film Starten" beginnt die Wiedergabe des Streifens. Den Zugriff auf eine mit kleinen Vorschaufenstern und Szenenfotos gestaltete zwölfteilige Szenenanwahl bietet der Menüpunkt "Kapitel", in einer sich separat öffnenden weiteren Seite an. Neben des bereits erwähnten beiliegenden Booklets, kommen als weiteres Extra von der DVD, noch einige Trailer zu weiteren Veröffentlichungen aus dem Hause der "Fernsehjuwelen" zur Ansicht. In gerade einmal um die 28 Sekunden gibt es einige "Entfallene Szenen" zu sehen.

Tonbewertung:

Wirklich lobenswert kann an dieser Stelle angeführt werden, dass die DVD neben der deutschen Synchronfassung auch den englischsprachigen Originalton, beide jeweils im Format Dolby digital 2.0, anbietet. Trotz des Alters und dem einen oder anderen Knackser und bisweilen etwas stärker zu hörenden Grundrauschen sind die Dialoge stets gut verständlich. Auch wenn hier vom Klang her keine bombastischen Soundteppiche geboten werden, ist der Ton von der DVD für eine vor mehr als sechzig Jahren entstandene Aufzeichnung, im Gesamteindruck als gut zu beurteilen. Die stimmungsvoll gelungene deutsche Synchronisation wurde im Übrigen durch die Berliner Synchron unter der Leitung von Wenzel Lüdecke erstellt.
Bedauerlicherweise finden sich keinerlei Untertitel mit auf der DVD.

Gesamteindruck:

Für mich erfüllt sich mit der hier durch das Label "Filmjuwelen" zur DVD-Veröffentlichung kommenden Verfilmung eines der wohl bekanntesten Werke von Agatha Christie ein Herzenswunsch. Der 1945 auf Film gebannte Streifen ist eine von bekennenden Cineasten wie auch Filmkennern mit höchster Beachtung und wohlwollender Kritik bedachte Literaturverfilmung. Die stimmungsvolle Szenerie und ein hervorragend aufspielendes und sich in deren facettenreicher Darstellung beinahe gegenseitig übertreffendes Team von Schauspielern machen diesen Film zu etwas ganz Besonderem, eben zu einem wahrhaften Klassiker. Diesen Film muss man einfach gesehen haben.
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