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Afrikanisches Fieber. Erfahrungen aus vierzig Jahren. Die Andere Bibliothek - Erfolgsausgabe Gebundene Ausgabe – 1. Januar 1999

4.8 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ryszard Kapuscinski ist 1932 in der ostpolnischen Stadt Pinsk geboren, die heute zu Weißrußland gehört. (Das war damals, wie er selber sagt, "Dritte Welt").
1945 kam seine Familie nach Warschau, wo er studierte. In den fünfziger Jahren wurde er als Korrespondent nach Asien und in den Mittleren Osten, später auch nach Lateinamerika und nach Afrika entsandt.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Vor allem anderen fällt das Licht auf. Überall Licht. Überall Helligkeit. Überall Sonne. Noch gestern das regentriefende, herbstliche London. Das regentriefende Flugzeug. Kalter Wind und Dunkelheit. Und hier seit dem Morgen der ganze Flughafen in der Sonne, wir alle - in der Sonne.Früher einmal, als die Menschen noch zu Fuß durch die Welt zogen, auf Pferden ritten oder auf Schiffen segelten, bereitete die Reise selber sie auf die Veränderungen vor. Die Bilder der Erde zogen langsam an ihren Augen vorüber, die Weltbühne drehte sich ganz, ganz langsam. Die Reise dauerte Wochen, Monate. Der Mensch hatte genug Zeit, um sich in eine andere Umgebung, eine andere Landschaft einzuleben. Auch das Klima veränderte sich in Etappen, stufenweise. Bevor der Reisende aus dem kühlen Europa zum glühend heißen Äquator gelangte, hatte er schon das angenehm warme Las Palmas, die Hitze von El-Mahary und die Gluthölle von Kap Verde hinter sich. Heute ist von diesen Abstufungen nichts mehr geblieben !Das Flugzeug reißt uns unvermittelt aus Schnee und Eis und schleudert uns noch am selben Tag in den glühenden Abgrund der Tropen. Wir haben kaum Zeit, uns die Augen zu reiben, da sind wir schon inmitten der feuchten Hölle. Sofort beginnen wir zu schwitzen. Wenn wir im Winter aus Europa ankommen - reißen wir uns den Mantel vom Leib, ziehen den Pullover aus. Das ist die erste Geste der Initiation von uns Menschen aus dem Norden nach unserer Ankunft in Afrika. Menschen aus dem Norden. Haben wir je darüber nachgedacht, daß die Menschen aus dem Norden auf unserem Planeten eindeutig in der Minderheit sind? Kanadier und Polen, Litauer und Skandinavier, ein Teil der Amerikaner und Deutsche, Russen und Schotten, Lappen und Eskimos, Ewenken und Jakuten, die Liste ist nicht besonders lang. Ich weiß nicht, ob sie insgesamt mehr als fünfhundert Millionen Menschen umfaßt: weniger als zehn Prozent der Bewohner der Erde. Die überwiegende Mehrzahl hingegen ist in warmen Regionen zu Hause, brät ihr ganzes Leben in der Sonne. Im übrigen wurde der Mensch unter der Sonne geboren, seine ältesten Spuren wurden in warmen Ländern gefunden. Welches Klima herrschte zur Zeit des biblischen Paradieses? Es war ständig warm, ja heiß, so daß Eva und Adam nackt gehen konnten und nicht einmal im Schatten der Bäume fröstelten. Schon auf der Treppe des Flugzeugs begegnet uns eine weitere Neuheit: der Geruch der Tropen. Eine Neuheit? Das ist doch der Duft, der den kleinen Laden mit "Kolonialwaren und anderen Produkten" von Herrn Kanzman in der Perez-Straße in Pinsk erfüllte. Mandeln, Gewürznelken, Datteln, Kakao. Vanille, Lorbeerblätter, Orangen und Bananen nach Stück, Kardamom und Safran nach Gewicht. Und Drohobycz? Das Innere der Zimtläden von Bruno Schulz? "Schwach beleuchtet, dunkel und feierlich schwelgten ihre Eingeweide im tiefen Geruch von Farben, Lack, Weihrauch, dem Aroma ferner Länder und seltener Materialien ...!" Der Geruch der Tropen ist aber doch ein wenig anders ..."


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Top-Kundenrezensionen

Von Gerhard Mersmann TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 1. Januar 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Der Pole Ryszard Kapuscinski war ein Weltbürger par excellence. Nicht einer der vielen vermeintlichen dieser Sorte, die in Bars von Fünfsterne-Hotels abhängen, sich einen Screwdriver nach dem anderen vereinnahmen und hinterher in ihrer heimischen Provinz damit prahlen, welche wilden Abenteuer sie erlebt haben. Ryszard Kapuscinski ging dorthin, wo es weh tat. Er war in Asien, im Mittleren Osten, in Lateinamerika und in Afrika und durchquerte diese Zonen der Erde auf holprigen Pisten, er teilte seine Mahlzeiten auf der Straße und übernachtete auf freiem Feld oder in Wanzenburgen. In über vier Jahrzehnten gewann er dabei ein Auge mit dem Blick für das Wesentliche, den Code des Überlebens. Er blieb dem Genre des Reisereporters Zeit seines Lebens treu, auch wenn es sich um mehr als das handelte. Seine Berichte sind soziologische Studien, Gesellschafts- und Psychoanalysen. Dabei bedient er sich der Sprache des Journalisten von Rang: Subjekt, Prädikat, Objekt, Punkt.

In dem vorliegenden Band mit dem Titel: Afrikanisches Fieber. Erfahrungen aus vierzig Jahren, bekommt die Leserschaft einen Extrakt aus einer quasi lebenslangen Studie über das Wesen und die Lebensbedingungen eines Kontinents, von dem wir viel zu wenig wissen und von dessen Entwicklung weltweit mehr abhängt, als so mancher Eurozentrist glauben machen möchte. In insgesamt 29 Reportagen berichtet Kapuscinski, was ihm dort im Laufe der Jahrzehnte widerfuhr. Und jede dieser Reportagen fasziniert und erschreckt zugleich. Ihm gelingt es, Mysterien zu sichten und zu entschlüsseln und er scheut sich nicht, die Abgründe und das Bestialische zu benennen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Afrika kennt der normale Zeitungsleser, so auch ich, in der Regel nur durch Katastrophenmeldungen und Tierberichte. Auch hat man ja als Europäer dieses unausgesprochene Schuldgefühl. Deshalb spenden wir ja auch ... regelmäßig. Dieses Buch macht Afrika , seine Geschichte, seine Leben ,seine Menschen erfühlbar. Es ist nachdenklich; und obwohl es viele heitere Alltagsepisoden schreibt schlägt es auf die Seele , denn man hat am Ende ein Gefühl für die Dimension der Probleme in Afrika und der Afrikaner mit uns und mit sich! Wer sich ein bißchen für Afrika interessiert ist dieses Buch nur wärmstens zu empfehlen !!!
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Format: Gebundene Ausgabe
In einer anderen Rezension zu diesem Buch wurde geschrieben, daß uns dieses Buch lehren würde, Afrika zu lieben. Möglicherweise liege ich dann mit meinem Fazit falsch. Ich jedenfalls bin nach der Lektüre froh, nicht in Afrika leben geschweige denn ein Afrikaner sein zu müssen. Dieser Kontinent ist von oben bis unten vollgestopft mit Dingen, nach denen mein Herz nicht begehrt: Diktaturen, Kindersoldaten, Hunger, Seuchen, Wasserknappheit, wirtschaftliche Stagnation, Zaueberei, irrsinnigen Riten, Stammesfehden, Rassismus, Kanibalismus und dergleichen mehr. Das Buch ist wunderbar geschrieben und verbindet das Große mit dem Kleinen lehrreich und interessant. Außerdem ist es ungemein fair. Der weiße Buhmann taucht zwar auf (zu recht), wird aber nicht, wie gern propagiert, als einziger für die gegenwärtige Misere verantwortlich gemacht.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ein Streifzug durch die Länder,die verworrene Geschichte und die Politik eines riesigen und nicht in eine Einheit zusammenzubringenden Kontinentes.Kleine und grosse Geschichten von wichtigeren oder unbedeutenderen Menschen stehen nebeneinander.Und gleichgültig,wen oder was er gerade beschreibt,der polnische Journalist Ryszard Kapuscinski,überall schreibt er mit derselben Unaufdringlichkeit und Ruhe. Das neue Buch von Kapuscinski enthält literarische Reportagen und Bilder,die mir noch lange in Erinnerung bleiben werden und die mein Interesse für Afrika weckten.Ein wichtiges Buch über ein Thema,das uns wohl noch lange faszinieren und beschäftigen wird.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ryszard Kapuscinski findet genau den richtigen Ton, Afrika eindrücklich zu schildern. Mit seiner Mischung von sachlicher Berichterstattung und persönlichem Engagement, von Neutralität und Befangenheit, von Distanz und Nähe fesselt er den Leser und schildert die afrikanische Realität wie kaum ein anderer. Fakten und objektive Realität aus der Distanz des Beobachters und emotionale Verbundenheit mit den Menschen, der Kultur und dem Kontinent auf der anderen Seite: Eine Kombination, wie sie Afrika nicht wahrer abbbilden könnte. Ein Meisterwerk von einem Afrika-Kenner und Afrika-Liebhaber zugleich.
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