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Aeneis (Anaconda Antike) Gebundene Ausgabe – 28. Februar 2010

3.4 von 5 Sternen 23 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Rolf Boysens Lesung hat Kraft, Klarheit und Tiefgang. Meisterhaft." (Tagesanzeiger / Zürich)

"Rolf Boysen, der "große alte Mann des deutschen Theaters" gibt diesem Epos seine Stimme und seine ganze rhetorische Raffinesse." (Süddeutsche Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Aeneis
OT Aeneis EZ ca. 29–19 v. Chr. EA ca. 1469 DE 1515Form Versepos Epoche Antike
Die Aeneis ist das Hauptwerk von Vergil sowie das bedeutendste und berühmteste Werk der lateinischen Dichtkunst. Es zeichnet sich aus durch die hohe Sprachkunst, die seelische Durchdringung der Gestalten, den ausgewogenen Aufbau und die tiefgründige theologische Geschichtsdeutung. Schon kurz nach seiner Entstehung wurde es zur Pflichtlektüre eines jeden römischen Schülers erhoben.
Entstehung: Nach intensiven Studien an R Homer und den hellenistischen Epikern sowie an Gnaeus Naevius (um 270–um 201 v. Chr.), Quintus Ennius (239–169 v. Chr.), Marcus Porcius Cato (234–149 v. Chr.) und Lukrez (97?–55 v. Chr.) begann Vergil die zuerst als Prosatext angelegte Aeneis. Die Aeneassage war zuvor von Naevius im Bellum Punicum und von Ennius in den Jahrbüchern literarisch gestaltet worden; Vergils Aeneis steht in der Nachfolge von Homer. Infolge seines frühen Todes blieb das Werk unvollendet. Das »Nationalepos« der Römer wurde sogleich nach Vergils Tod gegen seinen ausdrücklichen Willen auf Befehl des Augustus (63 v. Chr.–14 n. Chr.) veröffentlicht.
Inhalt: Vergil schildert in zwölf Büchern das Schicksal des Aeneas von der Eroberung Trojas bis hin zum Sieg über den italischen Rutulerfürsten Turnus. Die ersten sechs Bücher handeln von den Irrfahrten des Aeneas bis kurz vor der Landung in Latium, die folgenden sechs enthalten, wie die Ilias (2. Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr.) des Homer, Schilderungen von Kämpfen. Sie enden mit der Niederwerfung der Gegner, welche die Ansiedelung der Fremden vereiteln wollten; der Weg für die Gründung der Stadt Lavinium ist nun frei. Von hier aus soll die Stadt Alba Longa, dann Rom selbst gegründet werden, das unter der Regierung der julischen Familie und in der Friedensherrschaft des Aeneas Nachfolgers Augustus einem Goldenen Zeitalter entgegenschreitet; Kaiser Augustus gehörte infolge der Adoption durch Caesar zum julischen Geschlecht, das seine Abstammung auf Venus, die Mutter des Aeneas, zurückführte. An zwei Stellen bezieht sich Vergil ganz deutlich auf das Imperium Augusti: Bei dem Abstieg des Aeneas in die Unterwelt mit der Heldenschau (Buch VI) und der Schildbeschreibung (Buch VIII) wird das Reich des Prinzeps Augustus als die Erfüllung des vom Schicksal bestimmten Verlaufs der römischen Geschichte dargestellt. Die Verherrlichung des Augustus in der Aeneis ist offensichtlich und lässt das Werk weniger als Heldenepos, sondern vielmehr als ein vaterländisches, religiös-politisches Epos erscheinen, das sich an der Neuordnung des Reichs durch Augustus orientiert und auf die künftige Größe des römischen Volks hindeutet.
Wirkung: Das Werk fand schon zu Lebzeiten des Dichters höchste Bewunderung. Vergil wurde in der gesamten Antike fortan zum großen Vorbild für alle Dichtung. Die Nachwirkung Vergils reicht von der Renaissance bis in die Neuzeit. Der tragische Dido-Stoff, der die Liebe des Aeneas zur karthagischen Königin Dido thematisiert, auf die er zu Gunsten seines Schicksalsauftrags verzichtet, fand Eingang in Malerei, Oper und Drama. V. R. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Dass Volker Ebersbachs Übersetzung der Aeneis bereits in der fünften Auflage (erste Auflage 1982) erscheint, kann wohl als Zeichen der Beliebtheit seiner Übertragung gewertet werden.
Was gefällt mir an dieser Übersetzung?
Zweifellos gehen, transferriert man Dichtung in eine Prosaform, große Teile der Stilistik, an denen Vergil so unvorstellbar genau gefeilt hat, verloren. Sind wir ehrlich, so müssen wir uns eingestehen, dass es aber auch die beste Übersetzung in Versform nicht vermag, die Sprache Vergils in all ihren Nuancen wiederzugeben. Der Vorteil der Ebersbach'schen Variante liegt dafür in der unübertroffen guten Lesbarkeit. Aus den in den meisten wissenschaftlichen Bibliotheken vorhandenen Nachkriegsübersetzungen ist dies diejenige, welche mir in zwei Punkten zugesagt hat. Zum einen überzeugt sie durch die bereits genannte schnelle Lesbarkeit. Damit unterscheidet sie sich von den meisten Übersetzungen, die auf Kosten des Verständnisses krampfhaft den daktylischen Hexameter wiederzugeben versuchen. Dennoch war mir das Buch auch bei der Übersetzung, insbesondere bei der Suche nach geeigneten Formulierungen, eine gute Hilfe, da es sich doch ziemlich nahe am Text bewegt.
Weitere positive Extras:
Ebersbach nimmte durch einen 26-seitigen Aufsatz eine Einordnung des Römischen Nationalepos in die Entstehunggeschichte und -umstände vor. Für den mit der griechischen bzw. römischen Mythologie noch nicht so vertrauten Leser steht am Ende ein Namensverzeichnis zur Verfügung.
Binde- und Druckqualität:
Die stabilen und nicht durchsichtigen Seiten sind klebegebunden und in einen üblichen Paperback-Umschlag gepackt.
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2 Kommentare 56 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Taschenbuch
Dem Autor gelingt eine recht wortgetreue und vor allem nachvollziehbare, verständliche Übersetzung von Vergils Aeneis. Dabei verzichtet er darauf, den Inhalt in Verse zu pressen, was die Verständlichkeit des Textes erhöht. Außerdem eine sehr gute Übersetzungsmethode, da auch in der Schule stets in Prosa übersetzt wird. Gut: Index am Ende, der über die erwähnten Namen informiert.
1 Kommentar 44 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Besonders auch wenn man über den letzten Tag Trojas erfahren möchte. (auch wenn der letzte Satz dem jetzt ein wenig widerspricht)
Dem Buch merkt man aber deutlich an, wie es von Homers Odyssee inspiriert wurde. Sehr viele Parallelen konnte ich während des lesens entdecken. (Zyklop, Reise in die Unterwelt, beinahe 10 Jährige Reise von Troja nach Italien usw..)

Mein Persönliches Fazit am ende lautet jedoch dass dies seitens Vergils eher eine Wunschvorstellung gewesen ist, als dass es wirklich geschehen sei.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
"Sage mir Muse", wer will von uns "Heutigen" Vergil beurteilen! Vor über 2000 Jahren gedichtet - es wird noch heute
gelesen! Eine Beurteilung dieser Dichtung wäre wohl mehr als hochmütig. Höchstens könnte man die Übersetzung
von Herrn Spitzenberger beurteilen. Dazu bin ich aber nicht in der Lage. Ich kann nur sagen: Lesen, und sich mitnehmen lassen in eine
Zeit, zu der wir, vielfach, gar keinen Zugang mehr haben. Aber messen wir den Inhalt und denken wir an unser heutiges
Leben und Denken. Wer sind wir, was tun wir, wo stehen wir heute? Hat der Inhalt dieser Dichtung etwas mit unseren
heutigen "Werten" zu tun, von denen gerade in unseren Tagen so viel gesprochen wird.
Es lohnt sich schon, nach der Lektüre, ein Gespräch zu führen.
Herzlich - Dieter Meißner
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Hier liefert uns Ebersbach eine schöne Prosaübersetzung, die nicht zu frei und doch deutsch klingt. Zwar ist der lateinische Text nicht abgedruckt (zweisprachige Ausgabe), doch stehen oben auf jeder Seite die Verse der Aeneis, die übersetzt werden. Zusammen mit einer lateinischen Ausgabe super zu lesen!
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Format: Gebundene Ausgabe
Das erste Mal habe ich die Aeneis vor vielen, vielen Jahren im Latein LK gelesen. Meine Erinnerung an das Buch ist seitdem verblasst, ich konnte mich nur noch daran erinnern, dass die ersten 6 Bücher toll waren, die restlichen 6 langweilige Schlachtenbeschreibungen waren, die man sich auch hätte sparen können. Nun, viele Jahre später und nachdem ich auch schon diverse andere Klassiker gelesen habe, sehe ich das Buch nicht mehr so extrem schwarz-weiß wie als Teenager.
Ja, Buch 11 und 12 sind übel langweilige Schlachtenbeschreibungen, die teilweise sehr deutlich und äußerst blutig sind und modernen Gemetzeln in manchem Thriller in nichts nachstehen, das ist echt nicht so schlimm. Was wirklich nervt sind die Protagonisten, die alle mit Namen und Familie und Eltern und Stammbaum erwähnt werden, aber vorher nie eine Rolle spielten. „Aeneas schickt Talos, Tanais und den starken Cethegus in den Tod, alle drei auf einen Schlag, dazu den betrübten Onites, einen Nachfahren des Echion, seine Mutter war Peridia,“ – Ja und?! Muss ich die kennen? Soll mir das diese Unbekannten Toten irgendwie näher bringen oder passten die gerade so schön in das Versmaß?
Andererseits sind auch durchaus moderne Gedankengänge vorhanden, die unsere Politiker vielleicht mal überdenken sollten, denn schon vor 2000 Jahren war klar: „Im Krieg liegt kein Heil, Frieden fordern wir alle von dir, Turnus, und zugleich das einzige unverletzliche Unterpfand des Friedens (11. 360). Ja, mit Krieg kann man keinen Frieden erzwingen, ein Zweikampf wäre die Lösung, und was machen die Deppen, sie kloppen sich noch ein Buch lang weiter, bis es dann doch zum Zweikampf kommt.
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