find Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Storyteller AmazonMusicUnlimitedFamily AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 17. Mai 2017
Ein großartiges Werk! Eigentlich lese ich total ungern, durch dieses Buch habe ich mich aber innerhalb kurzer Zeit gefressen.
Der Autor besticht mit einem packenden Schreibstil und mit einer schonungslosen Ehrlichkeit. Die Fälle sind spannend erzählt, Kopfschütteln und Fassungslosigkeit gibt es hier inklusive. Ganz tolles Buch für jeden, der sich für die Thematik interessiert!
Großartig!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Mai 2017
Man kann das Buch wirklich kaum weglegen. Josef Wilfling schreibt in einer Weise, die trotz der echt hammerharten Fälle unterhaltsam ist. Sogar ein Schmunzeln kann man sich zuweilen nicht verkneifen. Ich werde mir mit Sicherheit die anderen beiden Bücher von Ihm noch kaufen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Dezember 2016
Vielleicht hatte ich mir hier ja zu viel erhofft. Vermeintlich authentische Bücher von Polizisten, Anwälten usw sind ja gerade im Trend. Wo aber etwa ein Schirach bei all seinen Schwächen noch etwas von Kunst hat, sprachlich sicher ist und gebildet wirkt, fehlt all dies bei Wilfling völlig. Er wirkt ungebildet, schreibt zumindest aber so: Man hat den Eindruck, er kann nicht einmal einen richtigen Bericht schreiben. Was bei anderen nüchtern wirken würde, wirkt hier oft plump, das "das geschah wirklich so" gleicht diese sprachlichen Mängel absolut nicht aus. Das Schlimmste aber ist, dass - wo andere ihre persönlichen Pointen im Bereich Moral, Natur des Menschen und Gedanken zu Tugenden wie Gerechtigkeit setzen - dieser Autor scheints nur platte Pauschalisierungen, Westentaschenpsychologie und Plattitüden zu bieten hat (nicht, dass es nicht auch einfache gute Literatur gäbe, aber das hier...?). Das hast du am Ende deines Berufslebens zu sagen? Mehr nicht? Immer wieder wird das Justizsystem auf emotionaler Basis angezweifelt, Seitenhiebe gegen das, was er als unnormal empfindet, ausgeteilt und wenn er zu viel geschimpft hat, überdenkt er manchmal doch noch wie ein kleiner Junge, der gelesen hat, was er gerade für eine Unsinn geschrieben hat und schickt noch ein "aber das ist auch gut so" hinterher. Vielleicht soll das witzig sein, wer weiß. Mein letzter Kritikpunkt ist die Wahl der Fälle. Natürlich will man das Spektakuläre, Erzählenswerte. Hier aber wirkt es, als würde sich ein alter Polizist einerseits auskotzen und u.a. Wut von der Seele schreiben wollen und andererseits an den eigenen Fällen aufgeilen: Oh, ein Kapitel mit Titel "Perversitäten", wo einerseits ganz genau steht, was Sache ist und dann doch wieder die Floskel "Aber das möchte ich jetzt aus Gründen des Anstands nicht weiter ausführen." kommt; nur um am Ende zu schließen, dass nichts in diesem Kapitel strafbar ist. Dafür gibt's auch den zweiten Stern geschenkt: Diese Buch ist für alle, die schlecht geschriebene Geschichten aushalten und denen der tägliche Kick Nachrichten nicht sensationsgeil genug ist.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. August 2012
Ich empfand das Buch als gut gelungen. Vor dem Kauf habe ich mir hier zahlreiche Rezensionen durchgelesen, auch die negativen. Das Buch ist sicher nicht perfekt, aber auch ganz bestimmtt nicht schlecht. Eine Bewertung unterhalb von drei Sternen ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Man mag sich am Schreibstil stören oder an manchen Ausdrucksweisen des Autors, wobei ihn dies aber andererseits auch wieder authentisch erscheinen lässt. Es wurde von anderen Rezensenten kritisiert, dass der Autor keine Anleitungen gibt, wie Täter in der Realität konkret Schritt für Schritt überführt werden. Dabei übersehen sie aber, dass dies nicht die Intention des Autors gewesen ist. Wer wissen möchte wie man Täter überführt und Lügner entlarvt, der soll sich doch bitte die beiden Standartwerke von Marco Löw kaufen und nicht den Autor schlecht reden. Jedes Buch hat seinen Zweck. Der Zweck dieses Werkes ist spannende Fälle zu schildern, die Abläufe darzustellen und die Sichtweisen und Denkweisen eines Ermittlers zu vermitteln. Das ist dem Autor zweifelsfrei gelungen. Wer eine komplette Persönlichkeitsanalyse von Tätern erwartet, der ist mit einem Psychologiebuch sicher besser bedient. Das besondere an Büchern von Autoren mit polizeilichem Hintergund ist die Authenzität. Sicher kann ich in einem Krimi auch ähnliches lesen, aber der entscheidende Unterschied beim vorliegenden Werk ist doch gerade, dass mir beim Lesen bewußt wird, dass alles was da geschrieben wird der Realität entspricht.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Mai 2010
Spannend bis zur letzten Seite bleibt dieses Buch. Immer wieder interessant zu lesen, welcher Knackpunkt zur Lösung des nächsten Falls beitragen wird. Unbedingt empfehlenswert für Freunde der Kriminalistik, denn man merkt, hier stammen die Storys aus 1. Hand.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. April 2011
Josef Wilfling, mittlerweile pensionierter Mordermittler, hat festgestellt, dass sich die sieben Todsünden auch in Mordfällen finden lassen und so hat er das Buch zusammengestellt.
Er ist kein gelernter Autor, aber gerade das macht das Buch so menschlich. Es zeigt, das auch Mordermittler keine Maschinen sind und auch mal Fehler machen. Wie sich von der Entdeckung einer Straftat bis zur Täterüberführung eine Ermittlung entwickelt und das niemand gefeit ist vor Sünde...
Und man sieht mal wieder, das manche Kriminalfälle nicht in seiner Grausamkeit erfunden werden müssen, da sie das wirkliche Leben schreibt.
Es geht um Eifersucht, Habgier, Rache, reine Mordlust, Grausamkeit, Heimtücke und er lässt seine eigenen Gedanken einfliessen, wie z.B. bei "Töten Frauen anders als Männer?"

Ich fand die einzelnen Kapitel spannend und interessant geschrieben und man merkt dem Mann an, dass er seinen Beruf gerne ausgeführt hat. Zu Anfang hatte ich meine Bedenken, befürchtete ich doch, dass es sehr trocken geschrieben ist. Aber ich fand es teilweise sehr interessant und manche Fälle haben mich richtig gefesselt und oft konnte ich beim Lesen ein Kopfschütteln ob der Grausamkeit der Menschen nicht unterdrücken.

Und ich fand es gut, dass er seine zwei berühmtesten Mordfälle (Sedlmeyr und Moshammer) in diesem Buch nicht behandelt hat! Das hätte dann ein bisschen was von Selbstbeweihräucherung gehabt. Die Auswahl der Fälle war interessant.
0Kommentar| 26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. August 2012
Josef Wilfing ging letztes Jahr – 2009 nach 42 Jahren des aktiven Polizeidienstes in Pension. 22 Jahre davon arbeitete er und leitete die Münchner Mordkommission und klärte die prominenten Mordfälle von Walter Sedlmayr und den Modezar Moshammer auf. Er gilt als erfahrener und sehr erfolgreicher Spezialist bei Vernehmungen von Opfern, Zeugen und Tätern.
Im Heyne Verlag ist nun sein erstes Buch „Abgründe – Wenn Menschen zu Mördern werden“ erschienen.
Inhalt
Schon im Vorwort des Autors und ehemaligen Ermittler wird dem Leser deutlich wie sehr Josef Wilfing seinen „Job“ geliebt hat, es war mehr als nur die tägliche Arbeit, es war seine Bestimmung Menschen zu überführen, die aus den ganz verschiedensten Gründen ihre Hemmungen und die Grenze der Menschlichkeit überspringen und zu berechnenden und (oder) kaltblütigen Mördern werden können.
Angelehnt an die „7 Todsünden“ (Hochmut, Habgier, Neid, Zorn, Wollust, Völlerei, Trägheit) erzählt der Kommissar nicht nur über seine Erfolge bei den manchmal strapaziösen und zeitintensiven Ermittlungen, sondern auch über seine persönlichen Fehlern, und den Opfern.
So spannend und manchmal auch abgründig grausam ein Krimi sein kann, so ist es doch das Leben das immer wieder die spannendsten und leider auch realistischen Tragödien und Dramen wiedergibt.
So obskur und manchmal nicht zu glauben oder zu begreifen schildert Wilfing Tathergänge, die Motivation des Täters oder der Täter, die Feinheiten des Zuhörens bei Verhören, bei dem man sich jegliche Moral besser sparen sollte, und sich gänzlich an den bestehen Fakten und Indizien orientiert. Der Autor Wilfing entnimmt aus dem Fundus seiner Erfahrungen die Fälle die ihn mit am meisten geprägt haben und die sicherlich überwiegend intensiv sich immer und immer wieder in seinem Kopf abspielen. Das hier schnell der Eindruck entsteht das ein Mordermittler immer auch psychisch auf höchste gefordert wird, und diese Leichen, die traumatisierten Angehörigen die vielleicht ihr Kind zu betrauern haben, oder die Beweggründe von raffinierten Mördern, immer tiefe seelische Spuren hinterlassen Sich verschließen dagegen funktioniert nicht, gerade als Ermittler, so beschreibt der Autor sich selbst, muß man mit dem „Mörder“ denken, wissen was in diesem vorgeht und wie ein Raubtier das auf die Beute wartet in Vernehmungen manchmal blitzschnell reagieren, wenn sich die Chance auftut, dass der Gegner Signale zeigt um sich beichtend den Beamten zu offenbaren. Als Ermittler also ist man neben dem eigenen Beruf gleich noch Psychotherapeut und Sozialarbeiter in eine Person.
Josef Wilfing erzählt zwar kühl und nüchtern, trotzdem werden die Leser über seine Erfahrungen und seine Fälle zweifelsfrei nachdenken. In seiner Laufbahn hat Wilfing viel erlebt, gesehen und menschliche Schicksale und Tragödien, aber auch der Erfolg und die Freude wenn man einen Täter überführen konnte, erlebt und deswegen weiß er wovon er schreibt.
Sein Stil ist prägnant klar und deutlich; kristallklarer kann er nicht mehr sein und zugleich kritisiert er auf den ersten Seiten und im Laufe des Buches, die deutsche Gesetzgebung und das Strafmaß. Hier spricht er sich ganz klar für eine Sicherheitsverwahrung aus und nimmt ein deutlich und überzeugt Stellung zu diesem, gerade auch brisanten Thema. Das „Mord“ zwar eine Gewalttat bleibt die im Grunde und Gesetz bestraft werden muss, davon weicht er nicht ab und hält sich halt ein Fakten, aber wohlweißlich erklärt er in seinen Fällen „warum“ manche Menschen die Barriere übersteigen und zum Mörder werden?! Ist ein „Mord“ entschuldbar, oder gar verständlich, wenn das Opfer ein Sadist war der die Kinder und seine Frau gefoltert, erniedrigt und geschlagen hat? Hier kommt neben dem Verstand, dass Gefühl zum Ausdruck, dem sich auch ein Kriminalbeamter nicht verweigern kann, schließlich ist der Beamte auch ein emotionaler Mensch und nicht nur ein Werkzeug der Gesellschaft und des Staates. Das sich hier der Leser seinen persönlichen Gedanken nicht verwehren kann, ist sicherlich gewollt.
Josef Wilfing beschönigt oder überzeichnet die Grausamkeiten nicht, was ich im höchsten Maße lobenswert finde. Als Kritikpunkt habe ich nur empfunden, dass man nicht so sehr auf die „Angehörigen“ eingegangen ist und deren Situation! Es ist ja zweifelsfrei so, dass man wenn man jemanden getötet hat, nicht nur ein „Opfer“ auf der Strecke bleibt, sondern oftmals eine ganze Familie den Verlust spürt. Welche Grausamkeit und welche psychologischen Schäden solch ein brutaler Eingriff in das tägliche Leben hat, bleibt leider etwas im dunklen. Vielleicht ist es aber auch reiner Selbstschutz des Autors, denn die Geister die man dadurch ruft werden nicht wieder lebendig, sie quälen nur weiter. Trotzdem hätte ich gerne mehr darüber gelesen, was ein Ermittler fühlt, empfindet, woran er denkt, wie lange das anhält und wie er mit solchen Gewalttaten in seinem persönlichen Umfeld umgeht und sicherlich auch welche immense Aufgabe auf den Beamten zukommt, wenn er den gewaltsamen Tod den nächsten Angehörigen möglichst schonend beibringen muss!
Fazit
Alles in allem ist das Buch „Abgründe von Josef Wilfing“ absolut empfehlenswert. Es hält sich an Fakten, driftet nicht ab in fantasievolle Erzählungen und mach sehr deutlich wie „Mörder“ denken, bzw. was deren ausschlaggebendes Motiv sein kann.
Das Thema „Mord“ ist ein solch komplexes Thema mit so vielen unterschiedlichen Perspektiven, dass hoffentlich der „Normalbürger“ in seinen Leben nicht kennenlernen will und wird. Wilfing erzählt seine Erfahrungen aus seiner Perspektive des Ermittlers, nicht des Opfers aber manchmal des Täters. So spektakulär ein guter und durchdachter Krimi auch sein kann, die Wahrheit zu analysieren und zu hinterfragen ist spannender als jeder atemanhaltender Krimi oder Thriller im Kino oder Fernsehen.
„Abgründe – Wenn Menschen zu Mördern werden“ ist ein authentischer Thriller für sich. Eindrucksvoll spannend, kritisch und hinter der Bühne schauend – ein fantastischer und sehr empfehlenswertes Buch das mit einer „Mordserfahrung“ verfasst wurde.
Michael Sterzik
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juli 2010
Das Buch ist aus der Sicht eines Kriminalbeamten geschrieben, der 22 Jahre bei der Münchner Mordkommission tätig war. Aufgabe von Kriminalbeamten ist es Fälle so aufzuklären, dass dem Staatsanwalt eine Anklage möglich ist. Um die psychologischen Hintergründe einer Tat geht es dabei weniger. Gerade bei Morden, die "erbarmungs- und gefühllos", "brutal und kaltblütig" erscheinen stellt sich - wenn man nur die Tat als solche betrachtet - Unverständlichkeit und Fassungslosigkeit ein. Die persönliche Historie der Täter, ist in diesem Buch weitgehend ausgeblendet; damit hat sich der Kriminalbeamte nicht oder nur am Rande zu beschäftigen. Insofern bleibt Wilfling bei der Schilderung der ausgesucht spektakulären Mordfälle in diesem Buch vorwiegend an der nach außen erkennbaren Oberfläche.
Die Tat als solche und die damit verbundenen polizeilichen Ermittlungen, hat Wilfling indes sehr authentisch geschildert, insbesondere den Fall des Sexualmörders Alexander W., zu dem er eine besondere Beziehung aufbauen konnte, die er dann (listig?) zur endgütligen Klärung des Falles nutzte. Hier und auch in dem Fall des aus "Habgier" mordenden Kriminalbeamten Klaus F. gibt Wilfling Einblick in die Ermittlungsmethoden, den Umgang mit Beschuldigten und welche Schlüsse aus bestimmten Äußerungen und Verhaltensweisen bei einer polizeilichen Vernehmung ein erfahrener Kriminalist zieht. Die Darstellung dieser beiden Fälle ist Wilfling deshalb auch weitaus am besten gelungen.
Natürlich mokiert sich Wilfling - wohl zu Recht - über milde Richter, die im Jugendstrafrecht sehr viel "Verständnis für die Sorgen und Nöte der jungen Leute" zeigen, auch wenn sie morden und vergewaltigen. Und Wilfling kann sich auch nicht verkneifen, zu erwähnen, dass die durchschnittliche Haftdauer für Mörder in manchen Bundesländern nicht mehr als acht Jahre beträgt, während es in "rückständigen" Bayern noch immer ca. 18 Jahre ("wer weiß wie lange noch") sind.
Immerhin gesteht Wilfling aber auch zu, dass auch Ermittler Vorurteile haben, gegen die sie tagtäglich ankämpfen müssen.
Fazit: Nicht unbedingt ein Buch für feinsinnige Intellektuelle, die sich für die Psychologie eines Täters, wohl aber für Leser, die sich für spannend geschriebene, wirklich spektakuläre Kriminalfälle aus der Sicht eines Ermittlers interessieren.
11 Kommentar| 60 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Natürlich muss einem bewusst sein, dass es sich hier um Geschichten aus der Sicht eines Mordermittlers handelt. Ein eventuell bei den Fällen beteiligter Rechtsmediziner, Staatsanwalt oder Profiler würde die Geschichte vermutlich aus einem anderen Blickwinkel erzählen. Jedoch ist Herr Wilfling nun einmal "Kriminaler", wie er es immer selbst beschreibt und erzählt seine Geschichten aus der Sicht eines Ebensolchen. Das ist nicht nur in Ordnung, sondern gut so. Ich habe bisher nie einen so realistischen Einblick in die Vernehmungstaktiken oder Ermittlungsmethoden der Polizei gewährt bekommen. Manchmal ist es meilenweit von Tatort und Co entfernt, manchmal aber auch näher dran, als man glauben würde. Das mag daran liegen, dass beispielsweise die Tatort-Redaktion von Radio Bremsen vom waschechten Profiler Axel Petermann beraten wird.
Wer Herrn Wilfling in Interviews oder Talkrunden gesehen hat, weiß, dass seine Sichtweise nicht immer eine 100%tige politische Korrektheit aufweist. Nach dem Lesen des Buches versteht man vielleicht etwas besser, warum das so ist. Ein Ermittler, der einen gefährlichen Serientäter zur Strecke bringt und der seine Taten in Details kennt, die dem Zeitungsleser nicht vermittelt werden, kann es nicht nachvollziehen, warum bei einem solchen Verbrecher die nachträgliche Sicherungsverwahrung rechtlich nicht durchsetzbar ist. Dass er seinen Unmut aus seiner persönlichen Sicht dazu äußert ist vollkommen nachvollziehbar. Ob es politisch korrekt ist, steht auf einem anderen Blatt.
Herr Wilfling beschreibt seine Fälle handfest mit der einen oder anderen Vokabel, an der man die Schlitzohrigkeit des Autoren erkennen kann. "A Hund isser scho" sagt man in Bayern. Wer Herrn Wilfling, mit der Ausstrahlung eines lieben Opas, zuhört würde nicht meinen, dass es sich um einen Kriminalisten handelt. Das gesamte Repertoire seiner Schlitzohrigkeit kommt im Buch sehr deutlich zum Vorschein. Dabei habe ich nicht den Eindruck gewonnen, dass er sich selbst geweihräuchert hat. Er erzählt die Geschichten eben so, wie er sie erlebt hat und was ihn währenddessen bewegt hat.
Er hat mich persönlich derart für die Fälle interessiert, dass ich nach jeder Episode versucht habe, weitere Informationen und zugegebenermaßen Bilder zu den Fällen zu recherchieren. Im Fall des "Kakao-Mörder" beispielsweise ist mir dies auch gelungen. Damit will ich nur verdeutlichen, wie es dem Autor gelingt, den Leser mit den Geschichten zu fesseln. Besonders lobenswert ist, dass er nicht die Täter als eine Art Star darstellt, sondern als das, was sie sind: Verbrecher. Die Opfer der Gewalttaten werden in dem ihnen zustehenden Maß bedacht.

Herr Wilfling gewährt einen spannenden Einblick in sein Berufsleben und ich wünsche mir einen würdigen Nachfolger für "Abgründe".
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2011
dieses Buch laesst sich perfekt "runterlesen". Ich war nach einem Tag durch und muss sagen, es war alles dabei: Momente des Erschreckens, des Schmunzelns, des sich-aergerns, des Grauens und der Entruestung.

Der Stil verlangt einem nicht viel ab, was ich persoenlich aber sehr angenehm finde. Sehr hervorzuheben sind die persoenlichen Kommentare die das Buch auszeichnen und zu etwas Besonderem machen.
Direkt danach las bzw lese ich gerade ein thema-gleiches Buch und hier wird doch viel trockener und sachlicher geschrieben, was einem auf Distanz haelt und nicht so sehr mitreisst!

Die ausgewaehlten Faelle sind teilweise etwas aehnlich, aber trotzdem jeder fuer sich absolut interessant und packend.

Man erhaelt mit Sicherheit nicht D E N Einblick in die Arbeitswelt eines Kripobeamten der Mordkommission, aber Herr Wilfling beschreibt sehr intensiv und lebendig wahre und real geschehen Faelle, die man sonst so nicht erzaehlt bekommt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Wer sich fuer diesen Bereich interessiert und es gerne "einfach" hat, sollte unbedingt zugreifen!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden