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Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk, Band 1 Sondereinband – Illustriert, Februar 1961

4.8 von 5 Sternen 33 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk
OT Osudy dobrého vojáka SŠvejka za sveŠtové válkyOA 1921–23 DE 1926 / 27 Form Roman Epoche Moderne
Jaroslav HasŠeks unvollendet gebliebener satirischer Roman um die Erlebnisse des Prager Hundehändlers Josef Schwejk im Ersten Weltkrieg gehört zu den unvergänglichen und zugleich amüsantesten Werken der Weltliteratur. Mit seinem Schwejk hat HasŠek die Literatur um einen liebenswerten Schelm bereichert.
Entstehung: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk erschienen zunächst als Fortsetzungsroman in einer broschierten Heftausgabe. Das erste Heft kam im März 1921 heraus, in einem eigens für dieses Projekt gegründeten Verlag. Der Autor widmete seine beiden letzten Lebensjahre ganz der Arbeit an diesem Werk, dessen Kapitel er einem Schreiber unter enormer Hast diktierte. Fünf Schwejk-Geschichten aus dem Jahr 1912 wurden später gemeinsam mit anderen Texten von HasŠek als »Urschwejk« separat veröffentlicht.
Inhalt: Josef Schwejk, Hundehändler und Stammbaumfälscher, kommentiert in einem Prager Wirtshaus das Attentat auf den österreichischen Thronfolger; er dokumentiert durch diesen Kommentar seine vollständige Unkenntnis der politischen Verhältnisse und wird dennoch wegen Hochverrats verhaftet. Justiz und Psychiatrie beschäftigen sich mit Schwejk, der um beste Zusammenarbeit mit den Behörden bemüht ist und schließlich gesteht, den Erzherzog Ferdinand erschlagen zu haben. Er kommt ins Irrenhaus, aus dem er aber hinausgeworfen wird, weil er zu dumm ist. Auf Schwejks Dienste meint das Kriegsministerium jedoch nicht verzichten zu können und so lässt sich der Rheuma-Geplagte, der einst den Militärdienst quittierte und dem schwarz auf weiß bestätigt wurde, ein »behördlicher Idiot« zu sein, von seiner Wirtschafterin im Rollstuhl zur Meldestelle fahren. Ob dieser beispiellosen Geste patriotischer Gesinnung wird er von Passanten und Zeitungen als Held gefeiert. Es beginnt eine Odyssee durch die Einheiten der k. u. k. Armee und die Narreteien des Kriegs, die Schwejk zunächst als Bursche zu einem trunksüchtigen Feldkuraten führt, der ihn aber beim Kartenspiel an den Oberleutnant Lukasch verliert. Auf dem Weg zur Front widerfährt ihm ein Missgeschick ums andere, doch er lässt sich die gute Laune nicht verderben, hat zu allem und für jeden ein Histörchen zur Hand und zerredet jede ausweglose Situation. Schwejk ist so autoritätsgläubig, dass er jede Autorität untergräbt, so loyal, dass Loyalität sinnlos wird, so ergeben, dass er für keinen Herrn zu ertragen ist. Der Kleinbürger wird durch unbedingten Gehorsam zum Anarchisten und gibt – ungewollt – eine praktische Anleitung zur Wehrkraftzersetzung. Sein Humor und seine einzigartige Lebensphilosophie lassen Schwejk auch die russische Kriegsgefangenschaft und die Gefahren der Russischen Revolution unversehrt überstehen, so dass der Leser ihn zum Schluss im festlich geschmückten Prag einziehen sieht.
Wirkung: Bereits die ersten beiden Kapitel des Romans in Heftform wurden ein durchschlagender Erfolg. Das Lesepublikum liebte die Geschichte des kleinen Mannes, der die Staatsmacht durch die buchstabengetreue Befolgung der Gesetze ad absurdum führte. Die tschechische Kritik hingegen lehnte das unkonventionelle Werk, das ästhetische und ideologische Prinzipien sprengte, lange Zeit ab. Tschechischen Intellektuellen war es peinlich, dass ihre Literatur im Ausland durch einen »unliterarischen« Roman repräsentiert wurde. Erst als der Schwejk vor allem dank der deutschen Übersetzung international anerkannt wurde, fand er auch in seiner Heimat offiziell Aufnahme. R. F. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Jaroslav Haseks unvollendet gebliebener satirischer Roman um die Erlebnisse des Prager Hundehändlers Josef Schwejk im Ersten Weltkrieg gehört zu den unvergänglichen und zugleich amüsantesten Werken der Weltliteratur. Eine Verhaftung wegen Hochverrats geht direkt in Schwejks Soldatenzeit über, die er mit dem Glück des vermeintlich Einfältigen übersteht. Mit viel Witz und Phantasie erzählt Fritz Muliar einige ausgewählte Abenteuer, die zum Sinnbild des Widerstandes gegen jegliche Obrigkeit wurden. Mit seinem Schwejk hat Hasek die Literatur um einen liebenswerten Schelm bereichert. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Sondereinband
Jaja, der Schwejk... So oft passiert das ja nicht, dass eine literarische Figur zum Inbegriff eines bestimmten Menschentyps wird, zu Typen wie z.B. Don Quichotte, Odysseus, Faust, Hamlet, die auch außerhalb der Literatur zum Begriff wurden. Und an den Beispielen sieht man's schon, in welch illustre Gesellschaft der brave Josef Schwejk mit vollem Recht eindringt. Dabei ist er eine alles andere als vorbildliche Gestalt, ein Schlemil reinsten Wassers: Gelegenheits-Zuhälter und hauptberuflicher Hundefänger, versiert in der Kunst, Straßenkötern einträgliche, verkaufstaugliche Stammbäume hinzufrisieren.
Schwejk ist aber noch mehr als das, und das erst macht ihn einzigartig: Seine nicht gerade altruistische Klugheit verbirgt sich hinter der Maske des amtlich beglaubigten Trottels, der sich gleich im ersten Kapitel in all seiner nur scheinbar dummen Beredsamkeit präsentiert und der den k.u.k.-Spitzel Bretschneider schwindlig redet, der sich anlässlich der Ermordung des Thronfolgers in den Prager Kaschemmen der Kleinbürger umschaut: Was Schwejk denn vom Franz Ferdinand halte? -- Nun, dessen Tod in Sarajewo erinnere ihn an mehrere Ereignisse um Viehhändler und Waldhüter, nicht schad sei's um die gewesen... und freilich lasse der Ferdinand sich nicht "durch jeden beliebigen Trottel ersetzen"...
Und jetzt schwadroniert Schwejk dem regierungsamtlichen Spitzel beide Ohren ab und andersrum wieder dran. Zwar hilft ihm diese rhetorische Meisterleistung zunächst nichts; er wird des Hochverrats angeklagt und landet nach einigen satirischen Breitseiten auf jedwede Staatsgewalt schließlich im Irrenhaus, das sich wegen Schwejks allzu großer Dummheit für unzuständig erklärt.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Helmut Qualtinger, dem großen Genie der Sprache, zuzuhören wie er aus dem satirischen Roman von Jaroslav Hasek vorliest, ist ein herrlicher Genuss. Das Buch ist ja um ein Vielfaches tiefgründiger und hintersinniger als die "netten" Verfilmungen mit Heinz Rühmann und Peter Alexander einem nahelegen. Es ist ein Bilderbogen des alten Österreich unmittelbar vor Ausbruch des ersten Weltkrieges - und das aus der brillanten Sicht des "amtlich beglaubigten Idioten" Schwejk Josef, der meistens ohne viele Umwege der Wahrheit ins Herz sieht und Dinge sagt, die andere sich nicht mal zu denken trauen. Auch mehr als 70 Jahre nach seinem Erscheinen ist dieses Werk ein Hochgenuss der mitteleuropäischen Literatur - und gelesen vom "Quasi" einfach großartig!
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Format: Audio CD
Jaroslav Haseks roman als geniale qualtinger interpretation gelesen zu bekommen ist ... ja ein genuss. nicht nur das qualtinger die verschiedenen dialekte (böhmisch, alt-wienerisch usw.) meisterhaft zu imitieren versteht - darin ist er ja bekanntlich ein meister - nein, hier ist er zudem noch bestens gelaunt und man merkt wie sehr es qualtinger selbst spaß macht den genial statirisch komischen text des schwejks zu lesen.
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Format: Broschiert
„Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" gehören zu den größten Satiren der Weltliteratur und das nicht ohne Grund, denn Jaroslav Hasek hat mit diesem Werk eine Satire auf die gesamte Militärmaschinerie (damals der k.k. Monarchie), die seines gleichen sucht. Josef Schwejk ist von Beruf Hundehändler und gehört der untersten Volksschicht an. Des weiteren ist er laut amtlicher Bescheinigung schwachsinnig. Er wird zum Militär eingezogen und kämpft dort „den Kampf des kleinen Mannes". Mit entwaffnender Naivität und unbesiegbarer Blödheit bekundet Schwejk jederzeit überschwenglich seine Loyalität mit dem System und nimmt jeden Befehl buchstäblich. Genau so führt er ihn dann auch aus. Dadurch enthüllt er die gesamte Lächerlichkeit des Militärapparates einschließlich der patriotischen Parolen und wirft die Fragwürdigkeit der unbestrittenen Autorität auf. Schwejk ist heute aufgrund des gelockerten Umgangs in den europäischen Armeen vielleicht nicht mehr ganz so akut, aktuell ist er aber immer noch. Mindestens aber ist diese Satire wunderbar zu lesen und wahrhaft amüsant. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Von ba fo am 10. Oktober 2015
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
phantastisches Buch, wunderbar zu lesen ( als Wienerin, in Kenntnis der österreichischen Geschichte... ), der Charakter des Schweijk, und auch die vielen anderen Figuren - man kann sich das dermaßen gut vorstellen, so lebendig, so nachvollziehbar - vielleicht mit österreichischer Mentalität leichter nachvollziehbar, jedenfalls eine volle Empfehlung.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Hat man das Buch erst mal in Händen, fällt sofort auf, dass es eigenartig verarbeitet ist. Weder Taschenbuch noch "regulär" gebunden. Aber man hat 800 Seiten Zeit sich daran zu gewöhnen und am Ende hat mir diese Art der Verarbeitung sogar besser gefallen. Sie passt sogar besser zum "Schwejk".

Aber nun zum Inhalt. Ich habe etwa 150 Seiten gebraucht, bis ich mich an die Sprache des Schwejk gewöhnt hatte, aber ab dann war es Lesegenuss pur. Die Handlung ist auf diesen ersten Seiten noch etwas sprunghaft (das Anekdotenhafte erinnerte mich eher an de Sades "Justine oder die Leiden der Tugend"), aber das bessert sich mit dem Lauf der Geschichte. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann ich jemals bei einem Buch so viel und so laut gelacht habe. Hasek gelingt es, die Figuren - nicht nur den Schwejk, sondern auch Wanek, Baloun, Lukaschek, Dub, Biegler, Marek usw. - hervorragend zu beschreiben. Die Situationen in denen sich Schwejk oder der jeweilige Co-Protagonist befindet, sind unbeschreiblich komisch. Und das Beste, man kann sich in die Personen wirklich hineinfühlen.

Am besten das Buch sofort bestellen. Ich würde es am liebsten noch einmal lesen.
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